Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Richtig Streiten
    Es geht wieder los im Bundeshaus in Bern: Während der Session wird debattiert, argumentiert -und gestritten. Wir wollen deshalb wissen: wie geht gutes Streiten? Wir fragen Psychologen, Politikerinnen, Jungunternehmer und Boxtrainer.
    Wir leben in einer Zeit, in der es Differenzen auszuhalten gilt. Gleichzeitig verlagern sich die Foren, in denen gestritten wird, in den digitalen Raum. Dort hat man schnell eine Meinung, muss sich aber nicht wirklich auseinandersetzen. Wir machen Streiten anschaulich und fragen, wie gutes Streiten geht. Zu Wort kommen Freunde, die eine Firma gründeten, und Politiker, die die Welt ganz unterschiedlich sehen. Ein Psychologe erklärt, wie wir Beziehungen stärken indem wir streiten. Und im Box-Club wollen wir wissen: kann man vom physischen Schlagabtausch etwas lernen fürs gute Streiten? Weitere Themen: Schöner streiten mit Rösti und Rytz - Einen kühlen Kopf bewahren: Im Ring und im Leben - Richtig streiten kann man lernen
    53 min
  • Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen
    Das Zürcher Schauspielhaus muss saniert werden. Wie radikal die Sanierung der traditionellen Pfauenbühne ausfallen wird, wieviel Geschichte sichtbar bleiben soll oder ob gar ein neues Theater gebaut wird: Darüber wird in Zürich so unerbittlich wie emotional debattiert.
    Neubau oder Sanierung? – Um die Zukunft der Zürcher Pfauenbühne hat sich eine emotionale Debatte entwickelt, in der Kunst, Denkmalschutz und Politik einander gegenüber stehen. Während sich die einen für ein Stadttheater der Zukunft einsetzen und dabei einen Neubau favorisieren, plädieren die anderen für den Erhalt des geschichtsträchtigen Theatersaals.
    Während des Zweiten Weltkriegs war der Pfauen ein Hort des kulturellen Widerstands gegen den Naziterror. Die so genannte Emigrantenbühne schrieb Theatergeschichte. Bertolt Brecht und später auch Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt brachten hier Stücke zur Uraufführung. Muss dieser wichtige Ort der Erinnerung erhalten werden?
    Andererseits: Wie muss ein Stadttheater der Zukunft ausgestattet sein? Wie sollen die nächsten Generationen von Künstlerinnen und Technikern arbeiten können? Und nicht zuletzt: Welchen Komfort will das Publikum? Weitere Themen: Tücken einer Bühne: Arbeitsalltag am Pfauen - Von alten und neuen Mauern und alten und neuen Emotionen
    54 min
  • Literatur im Gespräch
    «Der heilige King Kong» ist eines von Barack Obamas Lieblingsbüchern. Der Roman des US-amerikanischen Autor James Mc Bride führt uns in den New Yorker Stadtteil Brooklyn Ende der 60er Jahre. Er erzählt von korrupten Cops, müden Mafiosi und einer schwarzen Baptistengemeinde.
    An einem Septembernachmittag 1969 wird der farbige Diakon einer Baptisten Gemeinde zum lebenden Toten. Der Diakon, von allen Sportcoat genannt, schiesst sturzbetrunken auf einen jugendlichen Drogendealer. Und dies vor unzähligen Zeugen. Damit unterschreibt er sozusagen sein Todesurteil. Aber er hat einen Schutzengel und viele Freunde. Der Autor James McBride erzählt mit umwerfendem Humor vom Überlebenskampf von Schwarzen, Hispanics und Italienern in einer Gegend, die geprägt ist vom Leben in Sozialbauten, von Armut aber auch von Solidarität. Die Menschen leben von der Hand in den Mund und von Gelegenheitsjobs. Und manchmal verschwindet die Kirchenkasse der Gemeinde – oder vielleicht war sie auch bloss gut versteckt. Das Besondere an diesem Roman, das sind die so skurrilen, wie liebenswerten Figuren.
    Weiter diskutiert Esther Schneider mit Sieglinde Geisel und Julian Schütt die Bücher: «Aber wir lieben dich» von Afonso Reis Cabral, die Geschichte über einen Mord, der sich in Portugal zugetragen und das Land erschüttert hat. Und: «Das Verschwinden der Erde» von Julia Phillips, ein Roman über zwei Mädchen, die eines Tages verschwinden und ein Dorf, ganz im Osten von Russland, in Aufruhr versetzen.
    Buchhinweise:
    James McBride. Der heilige Kingkong. btb, 2021.
    Afonso Reis Cabral. Aber wir lieben dich. Hanser, 2021.
    Julia Phillips. Das Verschwinden der Erde. dtv, 2021. Weitere Themen: (02:18) «Aber wir lieben dich» von Afonso Reis Cabral - (20:47) «Das Verschwinden der Erde» von Julia Phillips - (35:08) «Der heilige King Kong» von James McBride
    53 min
  • Wo hört Kritik an der Politik Israels auf, wo beginnt Antisemitismus?
    Kritik an der israelitischen Politik vermischt sich mit Antisemitismus. Doch Antisemitismus zeigt sich nicht nur bei Konflikten im Nahen-Osten. Er ist ständig da, mitten in der Gesellschaft. Auch in der Schweiz.
    Bomben fallen auf Israel. Israel reagiert scharf und bombardiert den Gazastreifen. Und in Europa flammt der Antisemitismus wieder neu auf. In Deutschland brennen Israel-Fahnen und Jüdinnen und Juden werden verbal und auch tätlich angegriffen. Kritik an der israelitischen Politik vermischt sich mit Antisemitismus. Der Antisemitismus zeigt sich aber nicht nur bei Konflikten im Nahen-Osten. Er ist ständig da, mitten in der Gesellschaft. Auch in der Schweiz. Darüber diskutieren wir mit Yves Kugelmann, Tachles-Chefredaktor, und mit der Berner SP-Politikerin Lea Kusano.
    49 min
  • Kollision unterm Regenbogen – eine Debatte übers Trans-Sein
    Immer mehr Menschen sagen: Ich bin trans. Das Geschlecht, dem ich bei Geburt zugeordnet wurde ist nicht meins. Darunter sind immer mehr Kinder.
    Die Empörungskultur macht auch vor der Diskussion übers Trans-Sein nicht halt. Die Auseinandersetzung mit Geschlecht und Gender, Körper und Rollen trifft die Identität und die Wertesysteme aller im Kern. Immer zahlreicher outen sich auch Kinder und Jugendliche. Damit rückt eine besonders verletzliche Gruppe in den Fokus. Entsprechend emotional aufgeladen ist auch in der Schweiz die Debatte, die mittlerweile selbst das Feuilleton erreicht hat. Wer hat recht, wer verdient die Deutungshoheit und wie arbeiten Medizinerinnen in diesem Spannungsfeld. Weitere Themen: Immer mehr und immer jüngere Menschen outen sich als trans - Es ist eine stille Revolution im Gang - Transgender-Medizinerinnen im Spannungsfeld der Empörungskultur
    53 min
  • Talk mit der Völkerrechtlerin Nina Burri
    Die Völkerrechtlerin Nina Burri recherchiert für das Hilfswerk «Brot für alle» Menschenrechtsverletzungen von internationalen Unternehmen. Das Rüstzeug dafür hat sie sich am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geholt. In «Kontext» sagt sie, wie sie mit Opfern und Zeugen ins Gespräch kommt.
    Die landläufige Meinung «die Kleinen hängt man, und die Großen lässt man laufen» trifft nicht zu, wenn man die Arbeit des Internationalen Strafgerichts in Den Haag verfolgt. Davon ist die junge Schweizer Völkerrechtlerin Nina Burri überzeugt, die dort zwei Jahre als Assistenzstaatsanwältin gearbeitet hat. Sie hat sich mit Kriegsverbrechern und Völkermord befasst und dabei Zeugen und Opfer befragt. Das Haager Tribunal, das seit 2002 als ständiger Strafgerichtshof eingerichtet ist, setzt die Arbeit der vorangegangenen Ad-hoc-Tribunale für das ehemalige Jugoslawien und für Ruanda fort. Die Völkerrechtlerin und Rechtsanwältin Nina Burri blickt im «Kontext»-Talk auf ihre Arbeit in Den Haag zurück und sagt, welches Rüstzeug sie dort für ihre aktuelle Recherche-Tätigkeit im Programm «Wirtschaft und Menschenrechte» beim Hilfswerk «Brot für alle» erworben hat.
    47 min
  • Jesus in Winterthur – «Biblebelt» der Schweiz
    In Winterthur und Umgebung sind besonders viele Freikirchen und fromme Christen aktiv. Ist die Gegend eine Art «Bibelgürtel der Schweiz» – analog zu den frommen Gebieten im mittleren Westen der USA?
    Eine christliche Privatschule, eine eigene Wohnsiedlung, Seminarräume, ein eigenes Kongresszentrum: Die Dichte an Freikirchen scheint in Winterthur und Umgebung besonders hoch zu sein. Die Verbindungen reichen bis in die Politik hinein. Die Evangelische Allianz Winterthur EAW, ein Dachverband von Freikirchen, Sozialwerken und Vereinen, sieht sich als «gesellschaftsrelevant» und will «Gottes Liebe in der Stadt erlebbar» machen. Warum sind Freikirchen in Winterthur so präsent und aktiv sind? Wie einflussreich sind sie? Und welche Vorurteile über Freikirchen stimmen heute noch? Weitere Themen: Soziales Engagement, im Namen Gottes - Den Menschen christliche Perspektiven vermitteln - Fromm, missionarisch, sektiererisch - stimmen die Vorurteile noch?
    53 min
  • Künste im Gespräch – Blick auf den Broadway, den Filmerstling, Dior-Mode
    Die Lichter am Broadway blinken erst schwach: New Yorks Kultur lebt noch nicht wieder auf. Des Helfers Mitschuld am Unglück: Der Film «Von Fischen und Menschen» ist eine Wucht. Der weibliche Blick: Diors Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri hat 33 Frauen ihre Kollektionen fotografieren lassen.
    Nach monatelangen Shutdowns kehrt in den USA etwas Normalität zurück. Auch im Showbusiness: Veranstaltungen dürfen seit April wieder stattfinden. Dennoch tut sich das Kulturleben am New Yorker Broadway schwer. Woran liegt das?
    Die Solothurner Filmtage haben «Von Fischen und Menschen» mit dem Preis für das beste Erstlingswerk ausgezeichnet. Die Geschichte von der Mutter, die zu ahnen beginnt, dass ihr wichtigster Helfer mit dem Unfalltod ihrer Tochter zu haben könnte, ist von archaischer Wucht. Regisseurin und Drehbuchautorin Stefanie Klemm erzählt warum.
    Frauen schauen anders: Dieser Gedanke liegt Maria Grazia Chiuris Wirken als Kreativdirektorin der Modemarke Dior zugrunde. Sie positioniert sich klar als Feministin in einem oft männlich geprägten Business und lässt ausschliesslich Fotografinnen ihre Kreationen fotografieren. Was dieser weibliche Blick auf ihre Mode erzählt, lässt ein Bildband erleben. Weitere Themen: Am Broadway gehen die Lichter (nicht) an - Von Fischen und Menschen - Der weibliche Blick auf Diors Haute Couture
    46 min
  • Wofür üben? Junge Künstler*innen in Pandemiezeiten
    Seit einem Jahr können angehende Musikerinnen und junge Tänzer nur noch ohne Publikum auftreten. Auch Wettbewerbe finden online oder vor leeren Rängen statt. Wie verändert das die jungen Nachwuchkünstler*innen? Senkt die Corona-Krise die Motivation – oder sagen sie: jetzt erst recht?
    Wir hören bei Musikwettbewerben für Kinder und Jugendliche rein und schauen uns einen Tanzwettbewerb für junge Berufseinsteiger an. Und wir sprechen mit jungen Musiker*innen und mit Profis, die in den künstlerischen Nachwuchs begleiten – als Eltern, als Lehrerinnen oder als Jurymitglieder. Gäste im Studio sind dabei die Maturandin und angehende Klavier-Studentin Norina Hirschi aus Pfäffikon, und Leila Schayegh, Professorin für Barockvioline an der Schola Cantorum in Basel. Weitere Themen: Auf ein Ziel hinarbeiten - Einmal gehört zu werden - «Wettbewerbe dienen dem Netzwerken – und das fällt online weg»
    52 min
  • Care Migration: Die Zukunft der Altersbetreuung?
    24 Stunden, 7 Tage die Woche, kaum Pausen und keine Freizeit: Die Arbeitsbedingungen von Care Migrantinnen, die als Betreuungspersonen in Haushalten von betagten Personen in der Schweiz leben, sind oft prekär. Trotzdem spricht die Politik von einer Win-win-Situation.
    Statt ins Altersheim zu gehen, möchten Seniorinnen und Senioren aus verschiedenen Gründen vermehrt zu Hause alt werden. Ihre Betreuung übernehmen dort neben Familienangehörigen und Freiwilligen zunehmend auch Care Migrantinnen, die zwischen ihrem Heimatland und der Schweiz pendeln. Erste Gerichtsentscheide zeigen, dass ihre Arbeitsbedingungen oft nicht den üblichen Regelungen entsprechen.
    Dieser Kontext geht der Frage nach, weshalb die Care Migration trotzdem für viele Beteiligte attraktiv ist, und versucht auszuloten, ob es sich dabei um ein Modell für die Zukunft der Altersbetreuung handelt. Weitere Themen: Arbeit hinter verschlossenen Türen - Das Leben einer Care Migrantin - Darf Care Migration 24 Stunden-Betreuung sein? - Ist Care Migration ein Modell für die Zukunft?
    48 min

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