Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Emanzipation und Migration «In der Schweiz dauert es immer lange»
    Welche Rolle spiel(t)en Migrantinnen bei der Emanzipation in der Schweiz und was passiert mit der Emanzipation nach der Migration?
    Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Die Rolle der Einwanderinnen wird dabei oft vergessen. Wir zeigen auf, inwiefern die Migrantinnen in der Schweiz einen Schub von Emanzipation ausgelöst haben, angefangen von den russischen Studentinnen, die das Frauenstudium an Universitäten in der Schweiz erst ermöglicht haben, über die italienischen, spanischen, portugiesischen Arbeiterinnen, welche die ausserhäusliche Betreuung von Kindern befördert haben bis hin zu jener Uhrenarbeiterin, die die Idee eines Frauenstreiks in die Welt gesetzt hat. Und wir fragen: Wie erleben Migrantinnen heute das Ankommen in der Schweiz in Bezug auf ihre Emanzipation? Ist das Ankommen in die Schweiz verbunden mit einer Befreiung? Oder bedeutet es einen Verlust von Autonomie und Emanzipation? Weitere Themen: Frauenstudium und Kinderkrippen - Ankommen in der Schweiz: Zwischen Aufatmen und Schachmatt sein - Ausgeblendete Geschichte
    55 min
  • «Living in a material world»: Musik zwischen Kulturgut und Ware
    Von Madonna und «Material Girl» über «Cant Buy Me Love» von den Beatles bis «Money, Money, Money» von ABBA: Songs über Geld gibt es viele. Und weltweit werden Musikartikel gesammelt oder in Instrumente investiert. Denn was «alt» oder «vintage» ist verspricht heute hohe Renditen.
    Bob Dylan und Paul Simon haben die Rechte an ihrer Musik kürzlich verkauft, Taylor Swift dagegen nimmt ihre alten Songs nochmal neu auf, weil sie ihr nicht gehören. Verlagsrechte haben sich in der Musikbranche zu einem wertvollen Gut entwickelt und auch historische Musikinstrumente erfreuen nicht nur die Ohren, sondern auch das Bankkonto von Anlegern. Seit den 1960er Jahren sind die Preise kontinuierlich gestiegen und erzielen jährlich Wertsteigerungen von bis zu 15 Prozent. Reich sammeln kann sich im Grunde aber jeder Musikfan. Flohmärkte, Antiquariate oder die verstaubte CD-Sammlung – nie gab es so viele Möglichkeiten auf Musikartikel zuzugreifen wie heute.
    In «Kontext» sprechen wir über Urheberprozesse und Anreize seine Musik zu verkaufen. Wir werfen einen Blick auf das manchmal komplizierte Verhältnis von Musiker:innen und Eigentümer:innen und lassen uns von einem Sammler seine Schätze zeigen. Weitere Themen: Das Recht auf die eigene Musik - Die Geige als Partnerin, Liebhaberstück und Geldanlage - Freuden und Leiden eines Sammlers – Sam Mumenthaler
    48 min
  • Künste im Gespräch – Lagermusik, Fussballkrimi und wütende Lieder
    Berliner Musiker helfen im griechischen Flüchtlingslager Kindern, mit Instrumenten aus dem Alltag auszubrechen. Gerhard Henschel «kriminalisiert» Fussballfunktionäre, und Tania Saleh macht in Beirut Musik gegen die eigene Wut.
    Nach dem Vorbild von «El Sistema» aus Venezuela stellten Berliner Orchestermusiker für das Projekt «Hangarmusik» Instrumente zur Verfügung und spielten gemeinsam mit Kindern Orchestermusik von Bach, Beethoven und Mahler. Nun helfen sie auch Flüchtlingskindern auf der griechischen Insel Chios, für ein paar Stunden ihren elenden Alltag zu vergessen.
    In seinem neuen Krimi nimmt der Schriftsteller und Satiriker Gerhard Henschel die Welt des Fussballs ins Visier und lässt sein Ermittlerpaar Gerold/Fischer auf Funktionäre und Potentaten los. Ein Gespräch über Fussball und die Möglichkeiten satirischen Schreibens. Und über die Abschaffung der FIFA.
    Für die Sängerin und Songschreiberin Tania Saleh aus Beirut ist Musik ein geheimer Ort, an den sie sich zurückzieht. Musik ist die einzige Konstante, die ihr während des Bürgerkriegs im Libanon und der israelischen Invasionen Halt gibt. Sie hat ein neues Album veröffentlicht: «10 A.D.» – A.D. steht für «After Divorce» – zehn Jahre nach der Scheidung. Zehn Lieder über alles, was sie hasst. Saleh singt über die Wut auf die patriarchalen Strukturen im Libanon. Weitere Themen: Mit Beethoven ins Flüchtlingslager - Gerhard Henschel – «SOKO Fussballfieber» - Songs für Libanesinnen
    52 min
  • Frauenstimmrecht Schweiz – ein langer, zäher Kampf
    Der Kampf war zäh und lang: Die Schweizerinnen waren seit 1848 Staatsbürgerinnen, blieben aber bis 1971 ohne Stimmrecht. Sie hatten bis dahin politisch kaum etwas zu sagen, bis sie schliesslich auf die Barrikaden gingen.
    Als es in den 1960er-Jahren darum ging, ob die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert, wurden die fehlenden politischen Rechte der Schweizer Staatsbürgerinnen kritisiert. Diese Auseinandersetzung führte bei der Abstimmung am 7. Februar 1971 zu einer Wende: Sie fiel mit 66 Prozent Ja zu Gunsten der Frauen aus. "Kontext" steigt ins Archiv und diskutiert die damalige Debatte im historischen O-Ton mit der Historikerin Elisabeth Joris, die als junge Frau eine Staatsbürgerin ohne Stimmrecht war, und mit Qëndresa Sadriu, einer der jüngsten Politikerinnen der Schweiz.
    Erstausstrahlung: 1. Februar 2021
    53 min
  • Das Sachbuch-Trio
    Wenn Eltern ihre Kinder durch Suizid verlieren, hilft der Rückzug am allerwenigsten, schreibt Golli Marboe aus eigener Erfahrung. Liebe ist mehr als nur Liebe, nämlich politisch! Warum, das erklärt Seyda Kurt. Und Hanno Rauterberg fragt nach den Konsequenzen digitaler Kunstproduktion. Weitere Themen: Gedanken eines Vaters zum Suizid seines Sohnes - Warum Liebe immer auch politisch ist - Algorithmen erobern das Feld der Kreativität
    51 min
  • Krypto-Kunst: Revolutioniert die Blockchain-Technologie die Kulturwelt?
    Viele Künstler und Musikerinnen verkaufen mittlerweile auch digitale Kunstwerke mit Echtheitszertifikat auf online Plattformen und verlangen dafür Krypto-Währungen. Revolutioniert die Blockchain-Technologie die Kulturwelt – oder ist Krypto-Kunst doch nur ein Hype?
    Anfang 2021 erzielte ein digitales Kunstwerk beim Auktionshaus Christies einen Rekordpreis von 69 Millionen Dollar. Plötzlich redete die ganze Kunstwelt nur noch von NFTs, von non fungible Token – das sind nicht austauschbare, digitale Objekte. Sie werden auf Onlineplattformen gehandelt, bezahlt wird mit Krypto-Währungen. Und im virtuellen Decentraland eröffnen schon die ersten Galerien mit digitaler Kunst. Ist das nur eine Spielerei des Kunstmarkts oder revolutioniert die Blockchain-Technologie gerade die gesamte Kulturwelt? Denn: auch Musiker:innen bieten ihre Musik immer öfter als NFTs an. Weitere Themen: Schöne neue Welt der NFTs - NFT-Kunst im virtuellen Decentraland - NFTs: Tulpenwahnsinn oder Zukunftsmarkt? - Subito Zeitlos - Die erste Schweizer Band, die ihre Musik als NFT anbietet
    50 min
  • Identitätspolitik mit Imagination. Jörg Scheller im Gespräch.
    Mit Identität wird gerne Politik betrieben. Kunstwissenschaftler Jörg Scheller plädiert in einem Essay dafür, die Imagination dabei nicht aussen vor zu lassen. Die «Menschen sind Möglichkeitswesen», sagt er. Was er damit meint, erzählt er im Gespräch mit Noëmi Gradwohl.
    Die Emotionen gehen hoch, wenn mit Identität Politik betrieben wird. Jörg Scheller, Professor für Kunstgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste, versucht, Identität neu, anders zu denken. In seinem Essay «Identität im Zwielicht. Perspektiven für eine offene Gesellschaft» (Claudius Verlag) plädiert Jörg Scheller dafür, die Identitätspolitik zu überdenken und dabei auch den individuellen Möglichkeiten Platz einzuräumen. Er gesteht Menschen zu, eigensinnige und schöpferische Wesen zu sein, die über Imagination verfügen – das habe bisher wenig Platz bekommen, so der Autor.
    50 min
  • Künste im Gespräch – Wildwuchs, Dürrenmattstoffe und ein Spion
    Seit zwanzig Jahren bemüht sich das Basler «Wildwuchs» Festival um Inklusion und Diversität. - Rund 30'000 Manuskriptseiten umfassen die Dürrenmattschen «Stoffe» in der neuen Rekonstruktion. - Und Benedict Cumberbatch zieht im Film «The Courier» in den kalten Krieg gegen Moskau.
    Das Basler Festival «Wildwuchs» feiert sein 20. Jubiläum. In den letzten Jahren ist die Sensibilisierung für und Sichtbarkeit von Menschen und KünstlerInnen mit Behinderungen stark gestiegen. Inklusion und Diversität sind kulturpolitischen Schlagworten geworden. Hat das Festival damit sein Alleinstellungsmerkmal verloren?
    Die Publikation der rekonstruierten «Stoffe» Dürrenmatts erschliesst das Spätwerk des Dichters, von dem zu seinen Lebzeiten nur zwei Bände erschienen sind. Jetzt sind neue Einblicke in seine «Geschichte der Schriftstellerei» möglich.
    Shakespeare-Regisseur Dominic Cooke hat mit Benedict Cumberbatch in der Titelrolle die unwahrscheinliche Mission eines britischen Geschäftsmannes verfilmt, der im kalten Krieg zwischen einem dissidenten Sowjet-Offizier in Moskau und den westlichen Geheimdiensten vermittelte: «The Courier» rekonstruiert eine ganze Ära. Weitere Themen: (01:12) 20 Jahre Wildwuchs: Inklusion als künstlerische Praxis - (14:26) Wie Weltliteratur entsteht - (30:23) «The Courier» - Der Spion, der in die Kälte ging
    48 min
  • Amok: Früherkennung und Gegenmassnahmen
    Amokläufe sind zum Glück selten. Doch sie sind nie auszuschliessen. Sie geschehen plötzlich, scheinbar aus dem Nichts. Und sie ereignen sich nicht immer in fernen Weltgegenden. Die Wissenschaft entwickelt Früherkennungsmethoden, und die Sicherheitsbehörden kehren vor.
    Zwischen Amok und Terrorismus mag man in der Theorie unterscheiden können: Hinter Amok steht meist das Suchen von Aufmerksamkeit für die eigene Person, hinter Terrorismus ein ideologischer Wille, politisch oder religiös. In der polizeilichen Praxis unterscheiden sich diese Szenarien wenig. Amok - "Kontext" geht heute diesem Phänomen nach. Unter anderem mit der Kriminologin Britta Bannenberg (Justus-Liebig-Universität Giessen) und der Stadtpolizei Zürich. Ein "Kontext" von Raphael Zehnder und Hans Rubinich. Weitere Themen: Früherkennung - Einsatzdispositive
    51 min
  • Ist betteln ein Menschenrecht?
    Seit das Bettelverbot in Basel aufgehoben wurde, kommen viele Menschen aus Osteuropa in die Stadt, um zu betteln. Nun steht eine weitgehende Einschränkung des Bettelns zur Diskussion. Doch darf man Menschen in Not verbieten, um Hilfe zu bitten? Eine Frage, die nicht nur Basel betrifft.
    Ein pauschales Bettelverbot verstösst gegen die Europäische Menschenrechtskonvention: So urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Januar 2021 im Fall einer rumänischen Bettlerin, die in Genf ins Gefängnis musste, weil sie ihre Busse nicht bezahlen konnte.
    Das hat Auswirkungen auf mehrere Kantone in der Schweiz, in denen ein Bettelverbot gilt. Ist betteln ein Menschenrecht? Wie sollen wir in einem der reichsten Länder der Welt mit Bettelnden umgehen? Darüber diskutieren der Rechtswissenschaftler Daniel Moeckli, Schwester Ariane Stocklin und der Basler SVP-Grossrat Joël Thüring. Weitere Themen: «Wir gehen dorthin, wo das Leben besser ist»
    54 min

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