Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Jung und politisch: Die bewegen was!
    Sie sind jung, politisch und sprudeln vor Ideen. Amélie Galladé (15) und David Mumenthaler (19) engagieren sich auf vielfältige Weise und treffen bei «Kontext» auf SP-Nationarätin Samira Marti und CVP-Nationalrat Simon Stadler. Amélie Galladé ist durch und durch politisch. Das Stimmrecht hat sie aber noch nicht und so sucht sie nach anderen Wegen um sich politisch Gehör zu verschaffen. Z.B. bei der Nationalen Kampagne «Verändere die Schweiz».
    Dort engagiert sich auch David Mumenthaler. Er ist Vorstandsmiglied der Jungfreisinnigen Basel-Stadt und Mitglied des europäischen Jugendparlaments. «Politik heisst Verantwortung zu übernehmen», so Mumenthaler.
    Bei «Kontext» sprechen die beiden mit Nationalrätin Samira Marti und Nationalrat Simon Stadler darüber, was es bedeutet, als junger Mensch in der Schweiz Politik zu machen. Ein Gespräch über Engagement, Hoffnungen und Enttäuschung.
    53 min
  • Rassismus in den USA: Was auf den Teller kommt, ist politisch
    Uncle Bens Reis, Fried Chicken, «Soul Food» sind Wahrzeichen der US-amerikanischen Küche. Sie erzählen aber auch von einem strukturellen Rassismus, der sich tief in den Alltag eingefressen hat. Die Black Lives Matter-Proteste haben in den letzten Monaten einmal mehr deutlich gemacht, wie tief der Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft verwurzelt ist. Kaum verwunderlich, dass sich diese Strukturen auch im Umgang mit Essen zeigen: Von stereotypen Lebensmittelwerbungen wie dem immer gut gelaunten Uncle Ben auf den Reispackungen über rassistische Karikaturen, die Schwarze als gierig und unkultiviert darstellen, bis hin zu traditionellen afroamerikanischen Rezepten, die Weisse für sich reklamieren.
    Die Spur führt zurück in die Plantagen der Südstaaten, wo Sklaven für die weissen Herrschaften das Getreide und Gemüse nicht nur anbauten und ernteten, sondern auch kochten und servierten. Für sich selber bereiteten sie das Essen zu, das sie an ihre westafrikanische Heimat erinnerte – und schon bald auch die Plantagenbesitzer verführte. Sie verlangten nach dem aromatischen «Soul Food», das heute ein richtiger Gourmet-Trend ist.
    Klar ist: Die US-amerikanische Küche und Kultur sind untrennbar mit der Arbeit verbunden, die Generationen von Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern geleistet haben. Weitere Themen: Rassistischer Kulturkampf - Auf den Plantagen der Südstaaten - Die kulturelle Aneignung von «Soul Food» - Die Starköchin: Eine köstliche Geschichtslektion
    50 min
  • Künste im Gespräch «Age on Stage» – «Ehemänner» – «Der Chauffeur»
    Kunst und Diskurs: Die Solo-Performance «Age on Stage» von Ariane Andereggen – Cassavetes «Ehemänner» auf Berner Bühne – Krimi oder Entwicklungsroman? Steinfests «Chauffeur». Schauspielerinnen über 50 haben es schwer. Es gibt keine interessanten Rollen für sie, ihre Lebensrealität wird auf den Bühnen selten thematisiert. Die Solo-Performance «Age on Stage» von Ariane Andereggen ist eine künstlerische Anklage und Befreiung.
    Das «Trio Infernale» der drei gestandenen Theaterschaffenden Thomas U. Hostettler, Herwig Ursin und Nils Torpus feiert ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum in Form einer Hommage an das Theater. Der Autor und Regisseur Johannes Dullin verdichtet den Kosmos der Weg- und Schicksalsgenossen zu einer fiktionalen Geschichte über Freundschaft und Älterwerden.
    Ist «Der Chauffeur» ein Krimi, ein Science-Fiction-Roman, eine Beziehungsgeschichte, ein Entwicklungsroman, eine Gesellschaftssatire oder alles zusammen? Das sind Fragen, die man sich stellt, wenn man den neusten Roman des österreichischen Schriftstellers Heinrich Steinfest liest. Michael Luisier hat ihn getroffen. Weitere Themen: Wo sind die Frauen jenseits der 50 auf der Bühne? - Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs - Heinrich Steinfest – «Der Chauffeur»
    50 min
  • Das andere Kanada
    Die Leidensgeschichte der Indianer ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte Kanadas, das dieses Jahr als Gastland an der Frankfurter Buchmesse gefeiert wird. Die indigene Bevölkerung wurde jahrhundertelang kolonialisiert. Wie geht sie damit um? Und wie präsentiert sich die heutige Situation? Zwei Mitglieder der «First Nations» – der vom Staat anerkannten Stammesgemeinschaften – erzählen von ihren Erfahrungen. Ein siebzigjähriger Mann und eine vierzigjährige Frau. Sie sind beide traumatisiert von den sogenannten «Residential Schools», den Internaten, in denen indianische Kinder aufs Grausamste «umerzogen» und auf westliche Werte gedrillt wurden.
    Solche Erfahrungen prägen nicht nur den individuellen Menschen, sondern die kollektive Identität. Verdrängung und Perspektivenlosigkeit sind nur zwei der möglichen Folgen. Aber die Indianer kämpfen auch. Für ihre Rechte und ein stärkeres Selbstbewusstsein. Weitere Themen: Unter dem Nordlicht – Indianer aus Kanada erzählen von ihrem Land - «Sie sagten, wir seien keine Menschen» - Traumatisierung und Verarbeitung: Die heutige Situation - «Das weite Herz des Landes»: Indigene Literatur aus Kanada
    55 min
  • Sachbuch-Trio
    Korrumpiert Macht wirklich, und wenn ja, warum? Petra Morsbach geht einer anthropologischen Konstante auf den Grund. Warum haben Arbeitslose ein schlechtes Ansehen? Anna Mayr plädiert für eine Umwertung. Was ist die Schweiz? Mit der Beschreibung ihres Reliefs verschafft Herbert Bühl neue Einsichten. Besprochene Bücher:
    Petra Morsbach: Der Elefant im Zimmer - Über Machtmissbrauch und Widerstand (Penguin Verlag München)
    Anna Mayr: Die Elenden - Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht (Hanser Verlag)
    Herbert Bühl: Das Relief der Schweiz - Bildatlas der Oberflächenformen (Haupt Verlag) Weitere Themen: Machtmissbrauch und Widerstand - Arbeitslosigkeit neu gedeutet - Die Schweiz als Relief
    53 min
  • Unsere digitale Identität: Wer braucht sie? Wer kontrolliert sie?
    Wer garantiert online oder am Zoll dass ich ich bin? Vom Reisepass mit biometrischen Daten auf Chip bis zur eigentlichen E-ID gibt es viele technische Varianten und Möglichkeiten zu evaluieren. Und mindestens ebenso viele juristische und datenschützerische Hürden zu nehmen. Sich ausweisen zu können, seine eigene Identität verbrieft zu haben, das ist ziemlich zentral in unserem Alltag. Wir haben Bank- und Identitätskarten, Zugangsbadges, Halbtaxabonnemente und Impfausweise. Mal elektronisch, mal auf Papier oder Karton und immer häufiger direkt im Mobiltelefon gespeichert.
    Wer unsere Identitätsmerkmale wo und warum speichert, wer offiziell garantiert, dass Ich ich bin – darum gehts im heutigen Kontext: Um die E-ID, die elektronische Identität.
    Kontext liefert eine Übersicht zu ein paar globalen Initiativen wie ID2020, welche möglichst viele mit einer eindeutigen und unverwechselbaren Identität ausrüsten möchte, oder der Known Traveler Digital Identity KTDI, die einfache und sichere Flugreisen ohne Kontrollen und Warteschlangen ermöglichen soll.
    Was sollen solche Systeme ermöglichen? Wo liegen ihre Gefahren? Und was ist mit den unzähligen online-Logins und ihrem Passwort-Salat mit denen wir täglich hantieren? Wenn eine eindeutige Digitale Identität nützlich wäre, wer soll sie ausstellen und kontrollieren? Der Staat? Oder der Markt, bzw. die Wirtschaft?
    Das schweizerische Parlament hat letztes Jahr mit guten Gründen die Einführung einer offiziellen E-ID beschlossen. Warum wurde dagegen das Referendum ergriffen? Weitere Themen: Globale E-ID Initiativen – ihre Möglichkeiten und Grenzen - Die Schweizer E-ID ist beschlossen. Und umstritten.
    54 min
  • Literaturnobelpreis 2020
    Die US-amerikanische Lyrikerin Louise Glück hat überraschend den diesjährigen Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen. Viele Namen standen auf der Favoriten-Liste – aber gewonnen hat den Literaturnobelpreis 2020 dann eine Lyrikerin, mit der niemand gerechnet hatte: Die US-Amerikanerin Louise Glück. Selbst in europäischen Literaturkreisen scheint die Dichterin wenig bekannt.
    In Kontext stellen wir die Preisträgerin und ihre Gedichte vor, analysieren die Texte und diskutieren den Jury-Entscheid.
    46 min
  • Künste im Gespräch – Kunstszene Russland und Kultautor Pynchon
    Je repressiver der Staat, desto radikaler die Kunst – das gilt auch für Russland. Wir eröffnen Einblicke. Und wir lauschen den Liedtexten von Kultautor Thomas Pynchons – diese hat Christian Hänggi vertont. Dann hören wir rein in das neue Ensemblestück «Auf Distanz» von Barblina Meierhans. Die russische Kunstszene zeichnet sich durch Privatinitiativen, künstlerisches Engagement, Kollektive und staatliche oder städtische Institutionen aus. Und es gilt: Je repressiver der Staat, desto radikaler die Kunst. Wie reagieren russische Künstler*innen auf die Spannungen der Gegenwart? Wir tauchen ein.
    Danach tauchen wir ein in das klingende Werk von Kultautor Thomas Pynchon. Der US-amerikanische Romanautor ist ebenso Kult wie Mysterium: Er lebt zurückgezogen, gibt nie Interviews, seine Werke erscheinen unregelmässig. In seinen sperrigen Werken sind immer wieder Songtexte eingebaut. Eine Auswahl dieser Texte hat der Schweizer Amerikanist Christian Hänggi mit der US-amerikanischen Band «Visit» vertont. Die CD «Now Everybody» ist eine unterhaltsame, aber auch tiefgründige alternative Reise durch Pynchons Werk, die sowohl literarisches wie musikalisches Vergnügen bereitet.
    Und zuletzt machen wir einen Abstecher an das «Lucerne Festival». Die Schweizer Komponistin Barblina komponierte für die diesjährige Ausgabe das Stück «Auf Distanz» - ein Ensemblestück mit performativen Elementen, das auch eine Referenz an Anton Webern ist. Weitere Themen: Creating Democracy – Einblicke in die Kunstszene Russlands - Die Liedtexte des Kultautors Thomas Pynchons vertont - Zwischen neuem Musiktheater und Traditionsbewusstsein
    52 min
  • Steigende Kosten und mehr Pflege durch Angehörige 2/2
    Die Pflegekosten für alte Menschen steigen seit Jahren, sowohl im Heim als auch zu Hause.Zusätzliche Investitionen werden nötig, innovative Vorschläge sind gefragt. Die Kosten für die Pflege im Alter steigen seit Jahren. In den nächsten zwanzig Jahren ist mit einer Verdoppelung der Kosten von heute 15 auf 30 Milliarden Franken zu rechnen. Deswegen, weil die geburtenstarken Jahrgänge, die nach 1945 geboren wurden, nun alt werden. «Kontext» wirft drei Schlaglichter aufs Thema Pflegekosten:
    Mit der Generation der Baby-Bommer wird die gesellschaftliche Gruppe von pflegebedürftigen Menschen grösser. Ob der Pflegebedarf gedeckt werden kann, ist nicht sicher, da seit langem ein Mangel an Pflegefachkräften vorherrscht.
    Auch zeigt sich, dass pflegebedürftige Personen im Alter vermehrt zu Hause gepflegt werden wollen. Dies führt nicht nur zu einem Ausbau der Spitex, sondern auch zu einem verstärkten Einbezug der Angehörigen. Oft bezahlen sie dafür einen hohen Preis, indem sie ihre Erwerbsarbeit reduzieren und Lohn- und Renteneinbussen hinnehmen müssen.
    Nach wie vor kommt ein grosser Teil des Personals aus dem Ausland und ist auf Kosten des Herkunftslandes ausgebildet worden. Die Schweiz müsste bedeutend mehr investieren, wenn sie die qualifizierten Fachkräfte im Inland ausbildet.
    Erstsendung: 18.11.2019 Weitere Themen: Verdoppelung der Kosten innerhalb einer Generation - Verdeckte Kosten der Care-Arbeit
    50 min
  • Krankheitsbilder, Körperpflege und Katheter: Wie geht Pflege? 1/2
    Sie übernehmen Verantwortung, haben medizinisches und technisches Wissen und sind nah an den Patientinnen und Patienten dran: Diplomierte Pflegefachkräfte haben einen anspruchsvollen Beruf. Wie sieht ihre Arbeit heute aus? Und warum hängt fast die Hälfte des Pflegepersonals den Beruf an den Nagel? Ein paar Tage im Spital wegen eines Blinddarms oder dauerhaft in einem Heim wegen Demenz. Die demographische Entwicklung zeigt, dass wir mit einer höheren Lebenserwartung auch zunehmend Pflege beanspruchen. Zugleich steigt der Kostendruck im Gesundheitswesen. Spitäler und Heime haben Mühe, qualifiziertes Pflegepersonal zu finden. Auch soll Pflege immer effizienter werden. Interessensverbände sprechen von einem «drohenden Pflegenotstand».
    In «Kontext» schildern Pflegefachkräfte ihren Arbeitsalltag. Was sind die schönen Seiten dieses Berufs? Welchen Schwierigkeiten begegnen sie?
    Studiogast: Iren Bischofberger, Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und Programmleiterin Careum Hochschule Gesundheit, Teil der Kalaidos Fachhochschule Schweiz
    Erstsendung Kontext: 15.11.2019 Weitere Themen: «Ein wunderschöner Beruf. Und anstrengend.» - Wie sieht professionelle Pflege aus? - Überlastet und unterfordert: Eine Pflegefachfrau steigt aus - Pflege – in der Krise oder auf gutem Weg?
    54 min

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