Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Performance oder Interpretation? Kunst des literarischen Vortrags
    Ob bei Poetry Slams, Lesungen oder Spoken-Word-Festivals – die literarische Performance boomt. Als «Werke» gelten in der Literatur aber nach wie vor schriftliche «Texte». Wir nähern uns verschiedenen Arten der literarischen Vortragskunst, blicken auf ihre Geschichte und lassen auch live performen. In der Musik ist jede Aufführung oder Aufzeichnung die «Interpretation» eines Werks. Bei der Literatur spricht man hingegen kaum davon, dass jede Lesung oder Performance eines Texts anders ist. Und das obwohl die Spoken-Word-Szene einen Aufschwung erlebt. Was also ist literarische Vortragskunst? Wie hat sie sich historisch entwickelt? Und auf was legen Rezitatoren und Sprachperformerinnen heute Wert, wenn sie auftreten?
    In «Kontext» sprechen wir darüber und hören uns auch Performances an. Unter anderem von unseren Gästen Amina Abdulkadir und Ariane von Graffenried, aber auch vom Hölderlin-Rezitator Michael Engelhardt. Zudem verschaffen wir uns einen Überblick über die Geschichte und Ästhetik der literarischen Vortragskunst. Und berichten vom «woerdz»-Festival in Luzern. Weitere Themen: Zwischen Text und Partitur: Vortragskunst am «woerdz»-Festival
    50 min
  • Oper. Ein Saisonstart in schwierigen Zeiten
    Kaum hat die Saison begonnen, müssen die Opernhäuser wieder schliessen. Wie gehen sie mit dieser Situation um? Und: Ist mit diesem partiellen Kultur-Shutdown die Stunde der Kleinen gekommen, der alternativen Musiktheaterformen? Gerade mal eine handvoll Opernpremieren hat es in der Schweiz gegeben. Seit der Bundesrat am 29. Oktober jedoch beschlossen hat, sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen zu untersagen, stehen – auch – die Opernhäuser wieder leer. Produktionen werden abgesagt, verschoben. Oder als Streaming gezeigt sowie teilweise auf Fernsehkanäle verschoben. Wir berichten über einen von Corona überschatteten Saisonstart in der Schweiz wie auch in Frankreich, Deutschland. Wir befragen Opernintendanten zu ihren Strategien für die laufende Saison. Und fragen, ob die Absage grosser Opernproduktionen einen Trend zu kleinen, alternativen oder auch avantgardistischen Musiktheaterformen vielleicht fördert. Weitere Themen: Das Kritikergespräch - Die Strategien - Die Stunde der Kleinen Häuser
    55 min
  • Künste im Gespräch – Musikclowns, Metamorphose und Schreibtisch
    Igudesman & Joo: Zwei Musikclowns beleben Youtube mit Beethoven. Die Anthologie «Schreibtisch mit Aussicht» blickt Autorinnen in die Arbeitsstube, und zwei Frauen aus Tadschikistan erobern sich ihre Metamorphose auf der Bühne. 45 Millionen Klicks auf ihrem Youtube-Kanal, eine Publikumsmenge wie bei einem Fussballmatch - das alles mit klassischer Musik?! Das Klassik-Comedy-Duo Igudesman und Joo liebt Beethovens Musik und nimmt sie schonungslos und erfolgreich auseinander.
    Wie meistern Schriftstellerinnen ihren Alltag? Das wollte Herausgeberin Ilka Piepgras wissen. In ihrer Anthologie «Schreibtisch mit Aussicht» (Kein & Aber 2020) lässt sie bewusst Frauen zu Wort kommen. Frauen wie Sibylle Berg, Anne Tyler, Eva Menasse oder Hilary Mantel. Ihre Essays widerspiegeln die Rolle der Frau in der Gesellschaft.
    Zarina Tadjibaeva und Makhina Dzhuraeva haben sich vor zwei Jahren kennengelernt. In Tadschikistan geboren und aufgewachsen, hat ihr Weg sie in die Schweiz geführt. In ihrer Performance «Metamorphose» beleuchten die Schauspielerin Zarina und die Tänzerin Makhina die Schlüsselszenen in ihren vom Islam geprägten Biografien. Weitere Themen: «Metamorphose» oder eine Kindheit in Tadschikistan - Über den Seitenrand von Schriftstellerinnen geschaut - Zwei Musikclowns und ein Titan: Familientreffen auf der Bühne
    52 min
  • Beirut - 100 Tage nach der grossen Explosion
    Die Bilder der gewaltigen Explosion im Hafen von Beirut gingen um die ganze Welt. Nachdem sich der Staub gelegt hat, zogen die Medien wieder ab. Wie funktioniert der Alltag nach der Explosion? Welche Konsequenzen ziehen die Menschen aus dem Unglück? Hat die Explosion auch politische Konsequenzen? Fünf Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Berufssparten geben Auskunft darüber, wie sie die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 erlebten und wie sich ihr Leben seither verändert hat. Einig sind sie sich darin, dass die Explosion die Bevölkerung von Beirut nachhaltig traumatisiert hat und der Staat bei der Aufarbeitung des Unglücks kläglich versagt. Die Nahost-Korrespondentin Meret Michel hat Stimmen zusammengetragen und ordnet die Aussagen ein. Weitere Themen: Rana - Mark - Fadi - Omar - Sonia
    57 min
  • Das Sachbuch-Trio
    Was passiert im Hirn, beim Denken und Fühlen? Einfache Fragen an ein komplexes Organ.
    Gibt es Hoffnung für den geschundenen Planeten? Die Philosophin Eva von Redecker ist zuversichtlich.
    Und: Überleben unter grausamsten Bedingungen – der Bericht aus einem Konzentrationslager verstört und ermutigt. Weitere Themen: 300 Fragen an das Gehirn - Revolution für das Leben - Die Frauen von Birkenau
    53 min
  • De Gaulle und sein Vermächtnis
    Am 9. November 1970 starb Charles de Gaulle, Anführer des Widerstands gegen die deutsche Besetzung Frankreichs, später Ministerpräsident und von 1959 bis 1969 Präsident der Fünften Republik, deren Verfassung er massgeblich prägte. Was bleibt von ihm, 50 Jahre nach seinem Tod? «Ich habe eine bestimmte Idee von Frankreich», schrieb «Le Général», ein freies, tief in der Geschichte verwurzeltes Frankreich. Er wollte als Präsident «über den Parteien» reagieren und liess eine Verfassung ausarbeiten, die ihm fast unbegrenzte Vollmachten gewährte.
    «Kontext» beleuchtet heute Leben und Wirken von Charles de Gaulle: seine militärische Laufbahn, das Exil in London, die Befreiung Frankreichs, seine Haltung im Algerienkonflikt und gegenüber der Linken. Und wir hören Chansons über den General. Weitere Themen: Charles de Gaulle (1890-1970) - «Tu le regretteras beaucoup»
    52 min
  • Nach dem Krieg – Wie die Mauer des Schweigens erste Risse bekam
    Wie wir uns erinnern, prägt die junge Generation und die Gesellschaft der Zukunft. Die amerikanische Philosophin Susan Neiman sagt, dass man von der deutschen Vergangenheitsaufarbeitung lernen kann. Gross war es, und lange hat es gedauert: Das Schweigen über die nationalsozialistischen Verbrechen im Nachkriegsdeutschland, aber auch in der Schweiz. Es brauchte den familiären Druck der jungen Generation, die von ihren Eltern Aufklärung und Rechenschaft verlangte, aber auch medienwirksame Kriegsverbrechertribunale wie den Eichmann-Prozess 1961 in Jerusalem und – im Fall der Schweiz – den internationalen Druck Ende der 1990er-Jahre, um eine umfassende Geschichtsaufarbeitung in Gang zu setzen.
    Wie die Mauern des Schweigens in den Jahrzehnten nach Kriegsende aufgebrochen wurden, thematisiert «Kontext» mit Blick auf Deutschland und die Schweiz. Dabei kommt auch die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman zu Wort. Als Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam befasst sie sich mit der deutschen Geschichte.
    In ihrem neuen Buch «Von den Deutschen lernen» zeigt sie auf, wie eine Gesellschaft kritisch mit einer Schuld beladenen Vergangenheit umgehen kann. Sie tut dies nicht zuletzt mit einem Appell an ihre frühere Heimat, die USA, sich vermehrt mit der eigenen Geschichte der Rassendiskriminierung zu befassen. Weitere Themen: Schweizer Autorinnen und Autoren brechen das Schweigen - Deutsche Geschichtsaufarbeitung: Wie die Mauer des Schweigens Risse bekam
    55 min
  • Künste im Gespräch – Erzähltes neues Leben und Musik zum Tod
    Auf der Suche nach der eigenen Identität – erzählte Erfahrung einer Einwanderung nach Deutschland und Musik zum Thema Tod. Die Journalistin Anna Prizkau schildert in einem ersten Erzählband die Geschichte einer jungen Frau, die als Kind nach Deutschland eingewandert und am neuen Ort auf der Suche nach ihrer Identität ist. Eine Erfahrung, die die Autorin mit ihrer Protagonistin teilt.
    Während es in den Erzählungen von Prizkau um «fast ein neues Leben» geht, handelt der zweite Beitrag in Künste im Gespräch vom Leben, das zu Ende gegangen ist.
    Drei neue Musikalben aus der Schweiz widmen sich dem Thema Tod. So denkt der Berner Singer/Songwriter Trummer in seinem «Familienalbum» über den frühen Tod seiner Eltern nach, während die Zürcher Rockmusikerin Nadja Zela im Requiem «Greetings to Andromeda» ihres Mannes gedenkt. Weitere Themen: «Fast ein neues Leben». Erzählungen von Anna Prizkau - Drei Musikalben zum Thema Tod
    48 min
  • Zur Zukunft von Schweizer Klöstern und gemeinschaftlichem Leben
    Vielen Klöstern fehlt der Nachwuchs, manche müssen fusionieren oder schliessen. Gleichzeitig sind Klöster beliebt und Teil unserer Kulturlandschaft. Auch ist gemeinschaftliches Wohnen wieder im Trend. Welche Formen braucht es also, dass Klöster als Orte alternativen Lebens zukunftsfähig sind? Das herkömmliche Klosterleben scheint an Attraktivität verloren zu haben: Klostergemeinschaften werden immer kleiner, oft weisen sie einen hohen Altersdurchschnitt auf. Gleichwohl sind die oft grossen Klosteranlagen beliebt, etwa als touristisches Ausflugsziel, als Kulturort oder auch als Geldanlage. Wird ein Kloster umgenutzt, weicht das monastische Leben meist einem kommerziellen, wenn etwa ein Kloster zum Hotel umgebaut wird.
    Mit Angeboten wie «Kloster auf Zeit» oder sogenannten Stadtklöstern gibt es jedoch Versuche, kommunitäre Lebensformen weiterzuentwickeln. Nach wie vor suchen Menschen danach, Wohnen, Arbeit und Spiritualität miteinander verbinden zu können. Nur, wie geht Klosterleben heute und welche Formen bräuchte es, damit solche Orte nachhaltig und zukunftsfähig sind?
    Bereits sind erste Transformationsprozesse im Gang, andere liessen auf sich warten und seien dringend nötig. Zu diesem Schluss kommen Mitglieder der Initiative «Klosterleben», Initiantin und Theologin Regula Grünenfelder, Raumplanerin Susanna Etter und Pater Andri Tuor vom Kloster Engelberg.
    Mit ihnen diskutieren wir über die Zukunft von Schweizer Klöstern und stellen traditionsreiche Orte vor sowie Projekte, die alternative Wege eingeschlagen haben. Weitere Themen: Benediktsregel 2.0 - In Montmirail leben, arbeiten und beten Familien gemeinsam
    51 min
  • Jeder ein Organspender?
    Mit der «erweiterten Widerspruchlösung» soll in der Schweiz die Bereitschaft zur Organspende gesteigert werden. Widerspruchslösung heisst: Man gilt grundsätzlich als spendebereit – ausser, man sagt ausdrücklich Nein. Für den Systemwechsel braucht es eine Änderung des Transplantationsgesetzes. In der Schweiz dürfen einer verstorbenen Person nur dann Organe, Gewebe oder Zellen entnommen werden, wenn das Einverständnis dazu gegeben wurde (Zustimmungslösung). Die Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten» will dies ändern und die «Widerspruchslösung» einführen, wonach Schweigen als Zustimmung gewertet wird.
    Der Bundesrat unterstützt den Systemwechsel. Ist er auch ethisch vertretbar?
    Es diskutieren: Franz Immer (Swisstransplant), Nikola Biller-Andorno (Bioethikerin) und Mathias Nebiker (Intensivmediziner). Weitere Themen: Wenn der Tod des eigenen Kindes das Leben anderer rettet - Dank eines neuen Organs – Repariert wie eines seiner Möbelstücke
    54 min

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