Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Tandem: Brückenschlag zwischen den Religionen
    Beide haben sie Theologie studiert – Caroline Schröder Field in Bonn und Mouhanad Khorchide in Beirut: zwei kluge Köpfe, aufmüpfig und höchst interessiert an einem interreligiösen Dialog. Caroline Schröder Field ist die erste Frau auf der Kanzel des ehrwürdigen, protestantischen Basler Münsters, und das, obwohl sie Methodistin ist und aus Deutschland stammt.
    Mouhanad Khorchide ist Professor für islamische Religionspädagogik in Münster, sein neustes Buch handelt von den falschen Anwälten des Islams.
    Beide haben sie einen kritischen Blick auf die Auslegungen in ihren jeweiligen Religionen, beide plädieren für mehr Menschlichkeit und dazu haben sie eine Vielzahl an Fragen ans Gegenüber: wie umgehen mit der Herausforderung, wenn einem im Alltag mal die Liebe abhanden kommt, wenn doch von einem «Seelsorger» ein überdurchschnittliches Mass an Empathie erwartet wird? Und wie steht es mit dem freien Willen des Menschen, wenn er an einen Gott glauben muss?
    54 min
  • Chancen und Schwierigkeiten internationaler Friedensarbeit
    Wie können die Vereinten Nationen und andere Organisationen in Krisengebieten eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden oder sonst irgendwie Schaden anzurichten? Eine zentrale Frage aus Nora Bossongs Roman «Schutzzone». Beantwortet auch von Laurent Goetschel, Direktor von «swisspeace». Macht sich schuldig, wer sich zur Linderung schrecklicher Zustände mit Diktatoren oder Warlords verständigen muss? Das ist die zentrale Frage in Nora Bossongs aktuellen Roman «Schutzzone», der die Geschichte einer UNO-Mitarbeiterin erzählt, deren Aufgabe es ist, Licht ins Dunkel hinter dem Genozid in Burundi von 1993 zu bringen.
    Ausgehend von diesem Roman, gehen wir mit dem Politikwissenschaftler Laurent Goetschel («swisspeace») der Frage nach, wie sinnvoll oder gefährlich der Anspruch ist, von «hier aus» Einfluss auf von Krisen betroffene Länder zu nehmen.
    Erstsendung Kontext am 02.10.2019 Weitere Themen: «Schutzzone» - Erfolge machen kaum Schlagzeilen
    54 min
  • Künste im Gespräch – Bayern, Max Bruch und «Freizone Dreispitz»
    Eine Kindheit zwischen Kreuz und Strauss im Bayern der 70er Jahre. Max Bruch, Ein-Hit-Wunder der Klassik. Ehemalige Lagerhallen auf dem Basler Dreispitz werden künstlerisch belebt. Das sind die Themen bei Künste im Gespräch. In 50 Jahren hat sich die Gesellschaft deutlich gewandelt. «Wie ich den Sex erfand», der Roman des Münchners Peter Probst, erzählt komisch und charmant von einer fernen, vertrauten Zeit.
    Einen Riesenhit zu haben ist für Musikerinnen und Musiker eine Hypothek: Hinter dem Gassenhauer verschwindet das übrige Werk. So erging es etwa dem Komponisten Max Bruch.
    Der Strukturwandel in der Wirtschaft eröffnet der Kunst neue Räume. Ein Beispiel ist das Basler Zollfreilager. «Freizone Dreispitz» heisst ein Audiowalk durch die allmählich umgenutzte Industrielandschaft. Weitere Themen: Eine bayrische Kindheit - Max Bruch – ein klassisches One-Hit-Wonder? - Freier Blick auf die Freizone Dreispitz
    53 min
  • 100 Jahre Gross-Berlin – Metropole in ständigem Wandel (2/2)
    Vor dem 1. Oktober 1920 waren Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf eigenständige Städte. Dann wurden sie eingemeindet. Buchstäblich über Nacht wurde Berlin zu einer Weltmetropole und zur drittgrössten Stadt der Welt nach London und New York. Die Zusammenlegung der Städte und Gemeinden trug der Tatsache Rechnung, dass durch die Industrialisierung auch die umliegenden Gemeinden rasant gewachsen waren. 1800 hatte Berlin 200.000 Einwohner, 1910 schon 2 Millionen. Berlin und sein Umland waren zu einem riesigen Ballungsraum geworden, dessen administrative Zersplitterung ein verwaltungstechnischer Albtraum war.
    Gross-Berlin kam bis heute nicht zur Ruhe: Krieg, politische Teilung der Stadt und Wiedervereinigung prägen seine Geschichte. Angesichts ungebremsten Wachstums stellt sich heute einmal mehr die Frage: wie weiter? Weitere Themen: 100 Jahre Gross-Berlin – Ein Gang durch Stadt und Geschichte - Berlin – fit für die nächsten 100 Jahre?
    56 min
  • Berlin – Biographie einer grossen Stadt (1/2)
    Was fasziniert an Berlin? Warum ist es besonders? Welche Geschichte hat es und welche Geschichten sind relevant? Ausgehend von einer neuen, umfassenden Stadtgeschichte und weiteren literarischen Auseinandersetzungen mit der Grossstadt, geht Kontext diesen Fragen nach. Das ganze Berlin soll es sein! Von der Stadtgründung bis zum heutigen Tag. Mit seinem monumentalen Werk «Berlin – Biographie einer grossen Stadt» legt der Feuilletonredaktor und Autor Jens Bisky eine Stadtgeschichte vor, wie sie es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Dabei versucht er die Geschichte und das Wesen der Stadt möglichst umfassend darzustellen. Vom Schritt Berlins zur Residenzstadt bis zur Hauptstadt des Kaiserreiches, von den goldenen Zwanzigerjahren bis zur Vernichtung durch die Nazis und den Krieg, von der Teilung der Stadt bis zu ihrem erneuten Zusammenwachsen nach 1989.
    Ähnliches versucht Irina Liebmann auf andere Weise. Auch sie trägt Schicht um Schicht Berliner Stadtgeschichte ab, auch sie interessiert sich für das Wesen und die Geschichten dieser Stadt. Nur hat sie nicht das Ganze im Blick, sondern ihren Bezirk: Mitte. Und dort eine ganz bestimmte Strasse, deren Geheimnis sie seit bald vierzig Jahren zu lüften versucht: Die Grosse Hamburger Strasse.
    Einmal in die Breite, einmal in die Tiefe und dann noch einen weiblichen Blick auf die goldenen Zwanzigerjahre. Das ist Kontext zu Berlin auf SRF2 Kultur.
    Buchhinweise:
    Jens Bisky: Berlin – Biographie einer grossen Stadt. Rowohlt Berlin
    Irina Liebmann: Die Grosse Hamburger Strasse. Schöffling & Co
    Unda Hörner: 1929 – Frauen im Jahr Babylon. Ebersbach & Simon Weitere Themen: Berlin – Biographie einer grossen Stadt - Die Grosse Hamburger Strasse - 1929 – Frauen im Jahr Babylon
    54 min
  • Reduktion aufs Wesentliche. Der Schweizer Bildhauer Hans Josephsohn
    Die Skulptur hats schwer. Sie macht es ihren BetrachterInnen nicht gerade einfach und wird darum gerne zielstrebig umgangen. Wer trotzdem stehen bleibt, erfährt Wesentliches am eigenen Leib: den Raum, Körper und sich selbst. Wie und warum? Mehr dazu in Kontext. Hans Josephsohn galt als Monolith der Schweizer Kunstszene. Da machte einer sein Ding, auch wenn das lange kaum einen interessierte. Erst spät wurde der 1920 in Königsberg geborene und 2012 in Zürich gestorbene Bildhauer als Künstler gewürdigt.
    Sein Leben und Werk sind Thema für Kontext und zu Josephsohns 100. Geburtstag sind seine grossen und rauen Skulpturen in zwei neuen Ausstellungen zu sehen. Weitere Themen: Menschliche Wesen - Gespräch mit einem Wortkargen
    54 min
  • Alles andere als provinziell: Das Theater in der Peripherie
    Die Schweizer Theaterlandschaft hat auch jenseits der urbanen Zentren viel zu bieten. Welchen Herausforderungen begegnen die Theaterschaffenden in Winterthur, Aarau oder Chur? Erwartet das Publikum in ländlichen Gebieten etwas anderes als in den Metropolen? Wovon reden wir eigentlich, wenn wir von «Peripherie» und «Provinz» sprechen? Und weshalb haftet diesen Begriffen oft ein etwas abschätziger Ton an? Ein Vorurteil, das sich zumindest mit Blick auf die Theater schnell als falsch herausstellt. Das Schweizer Theater der Peripherie steht vielmehr für Vielfalt und kulturelle Teilhabe.
    Da ist zum Beispiel das «Theater Kanton Zürich»: es bespielt als Wandertheater seit 50 Jahren die Gemeinden des Kantons mit professionellen Schauspielproduktionen. Oder die neu gegründete «Bühne Aarau»: ein Mehrspartenhaus, das vom zeitgenössischen Zirkus über klassischem Theater bis zu lokalen Koproduktionen eine breite Programmpalette anbietet.
    Der Bündner Roman Weishaupt startet derweil seine erste Spielzeit am «Theater Chur» mit der Eigenproduktion «La Müdada», die dem Wandel in einem Engadiner Dorf nachgeht. Wie spiegelt sich das Globale im Lokalen? Weitere Themen: Heute hier, morgen dort: Theater für die Region - «Im Vergleich zu den Metropolen arbeiten wir in die Breite» - Das Lokale mit dem Universellen verbinden
    53 min
  • Literatur im Gespräch: Das Böse zu Papier bringen
    Kompromisslos und eiskalt. So schreibt Szczepan Twardoch, der Star der polnischen Literatur, über die Nazizeit in Warschau, die deutsche Besatzung, das Ghetto und den Aufstand. «Das schwarze Königreich» heisst der neue Roman. Er erzählt darin von Liebe, Verrat und polnischem Antisemitismus. Winter 1944 in Warschau. Das Ghetto ist zerstört. Die jüdischen Bewohner sind in die Konzentrationslager abtransportiert worden. Nur da und dort huschen Überlebende – Schatten gleich – durch die Ruinen. Sie trauen sich nur nachts aus ihrem Versteck, auf der Suche nach Nahrung. Eine davon ist Ryfka, die Geliebte des jüdischen Gangsters Saphiro. In der apokalyptischen Trümmerwelt versucht sie sich und ihren Geliebten durchzubringen und scheut auch vor Gewalt nicht zurück. In Rückblenden und am Beispiel einer Familie schildert Twardoch, was sich in Polen während der Nazi-Besatzung abspielt. Im Zentrum steht die Figur aus seinem Bestsellerroman «Der Boxer». Eine Geschichte von Hunger, Kälte, Gewalt und Verrat. Aber auch von Liebe und dem Kampf ums Überleben.
    Weitere Titel in der Sendung: «Es wird wieder Tag» von Minka Pradelski. Auch dieser Roman spielt in der Nazizeit in Polen. Pradelski erzählt die Geschichte einer jungen Jüdin, die den Holocaust knapp überlebt. Sie ist traumatisiert und kann das Erlebte nur verarbeiten, indem sie das Böse zu Papier bringt.
    Von der geheimnisvollen Vergangenheit einer Mutter handelt der dritte Roman, «Das Leben ist ein wilder Garten» des Westschweizer Autors Roland Buti. Auch er führt zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, in ein Grandhotel in den Schweizer Bergen. Es diskutieren Sieglinde Geisel, Julian Schütt und Esther Schneider.
    Gäste: Julian Schütt, Sieglinde Geisel
    Buchhinweise:
    - Szczepan Twardoch. Das schwarze Königreich. Rowohlt Berlin, 2020
    - Minka Pradelski. Es wird wieder Tag. Frankfurter Verlagsanstalt, 2020
    - Roland Buti. Das Leben ist ein wilder Garten. Zsolnay, 2020 Weitere Themen: Das schwarze Königreich von Szczepan Twardoch - Es wird wieder Tag von Minka Pradelski - Das Leben ist ein wilder Garten von Roland Buti
    51 min
  • Zwischen den Extremen: die Mitte
    Die Mitte das klingt solide, nach Mässigung und Vernunft. In der Politik ist «Mitte» ein Allerwelts-Zauberwörtchen: Die Mitte-Wählerinnen und -Wähler werden eifrig umworben. Aber «Mitte» ist ein nur unscharf definierter Begriff. «Mitte» will der Mitte auf die Spur kommen. Im Gespräch mit dem Soziologen Oliver Nachtwey, mit Beate Küpper, Mitautorin der «Mitte-Studie» der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung, die untersucht, wie weit rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen sind; und mit Christoph Halbig, Professor für Allgemeine Ethik an der Universität Zürich spürt «Kontext» dem «goldenen Mittelweg» nach, den etwa Aristoteles und Horaz in der Antike für erstrebenswert hielten. Weitere Themen: Die Mitte und ihr Selbstbild - Wendet sich die Mitte von der Demokratie ab? - Der goldene Mittelweg
    54 min
  • Der Traum einer besseren Welt – ein Auslaufmodell?
    Klimawandel, Artensterben, Digitalisierung, Corona-Pandemie – viele Menschen erfüllt der Blick in die Zukunft mit Sorge und Angst. Positive Zukunftsvorstellungen haben es schwer. Dabei könnte uns gerade utopisches Träumen dabei helfen, die grossen Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Die Zeiten sind vorbei, da die Menschen glaubten, dass es der kommenden Generation dereinst besser gehen wird als der vorherigen. Dies belegen mehrere Studien. Auch unter jungen Menschen ist die Vorstellung weit verbreitet, dass sich die Situation verschlechtert.
    Der Blick in die Geschichte zeigt, dass Utopien oft die Funktion haben, Gesellschaften im Innern zu einen und auf ein gemeinsames Ziel hin voranzubringen. Welche Utopie brauchen wir? Weitere Themen: Politikerträume in Zeiten des Pessimismus - Gesellschaftsutopie konkret - Sehnsuchtsort Schlaraffenland
    53 min

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