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Was steckt hinter der Explosion, die in einer Klinik in Gaza-Stadt Hunderte das Leben gekostet hat? Wie geht es weiter mit den Hilfslieferungen für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen? Außerdem hat US-Präsident Biden hat eine umfassende Rede zur sicherheitspolitischen Kurs seiner Regierung angekündigt. Das und andere aktuelle Entwicklungen der Lagen in Nahost und der Ukraine, kompakt zusammengefasst von der NDR-Nachrichtenredaktion.
Die Explosion am Krankenhaus in Gaza-Stadt mit Hunderten Toten hat weltweit Entsetzen hervorgerufen. In mehreren arabischen Staaten gab es Proteste.
In Gaza-Stadt ist ein Krankenhaus von einer Rakete getroffen worden. Es soll laut Gesundheitsbehörde der Hamas hunderte Tote und Verletzte geben. Als Reaktion auf den Beschuss der Klinik sind in vielen muslimischen Ländern Menschen auf die Straße gegangen.
Nach den Angriffen der Hamas vor zehn Tagen hat Israel hat den Gazastreifen blockiert und die Bevölkerung im Norden augefordert, das Gebiet zu verlassen. Aber genau das könnte gegen das Völkerrecht verstoßen. Laut dem UN-Menschenrechtsbüro komme dies einer gewaltsamen Umsiedelung der Zivilbevölkerung gleich. Die Vereinten Nationen zeigten sich besonders besorgt über die Hygiene-, Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen der Menschen im Gazastreifen. Etwa seien zahlreiche Kliniken und Praxen bombardiert worden. Außerdem appellierte das UN-Menschenrechtsbüro erneut an die islamistische Hamas, die aus Israel verschleppten Geiseln sofort freizulassen.
Vor mehr als einer Woche hat die Terrororganisation Hamas Israel angegriffen. Seitdem sind viele Politiker aus der ganzen Welt hingereist, um zu zeigen, dass sie hinter Israel stehen. Heute fliegt Kanzler Scholz als erster Regierungschef nach Israel.
Bei dem Großangriff der radikal-islamischen Terrororganisation Hamas auf Israel vor über einer Woche sind offenbar mehr Menschen verschleppt worden als bislang bekannt. Ein israelischer Militärsprecher hat mitgeteilt, dass die Sicherheitskräfte von 199 Geiseln ausgehen.
Außenministerin Baerbock hat Israel auch militärische Hilfen im Kampf gegen die Terrororganisation Hamas in Aussicht gestellt. In der ARD sagte Baerbock, dass außerdem ein Team im Auswärtigen Amt daran arbeitet, Kontakt zu den verschleppten deutschen Geiseln im Gazastreifen herzustellen.
Weltweit wächst die Besorgnis, dass sich der Krieg zwischen Israel und der Hamas regional ausweiten könnte. Während Israel den Zivilisten im Norden des Palästinensergebiets weitere Zeit zur Flucht eingeräumt hat, kam es an der Grenze zum Libanon erneut zu Feuergefechten.
Am späten Abend und in der Nacht sind zwei Transportmaschinen von Tel Aviv aus in Richtung Deutschland gestartet. An Bord sind laut Bundeswehr insgesamt 80 Passagiere. Ein weiteres Flugzeug ist demnach unterwegs, um ausreisewilligen Personen ebenfalls die Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen. In den vergangenen Tagen hatte das Auswärtige Amt schon etwa 2.800 Bundesbürger und Familienmitglieder bei der Ausreise aus Israel unterstützt - zum Großteil wurden sie mit Sonderflügen der Lufthansa aus dem Land gebracht. Die Airline hatte ihre Linien-Verbindungen nach dem Angriff der Hamas auf Israel vorerst ausgesetzt.
Im Gazastreifen fliehen offenbar Hunderttausende Menschen in den Süden. Hintergrund ist ein Evakuierungs-Aufruf der israelischen Armee und eine mögliche bevorstehende Bodenoffensive. Unterdessen steigt der Druck auf Israel, Hilfslieferungen in die abgeriegelte Region zu lassen.
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