Nach anhaltender Kritik und verschiedenen Vorschlägen der Bund-Länder-Konferenz Jugend musiziert entfallen fortan die zuvor eingeführten Obergrenzen, Kontingente und Optionslisten in der Ausschreibung. Wer auf Landesebene die erforderliche Punktzahl erreicht, kann nun sicher mit einer Einladung zum Bundeswettbewerb rechnen. Torsten Tannenberg, seit 1997 Geschäftsführer vom Sächsischen Musikrat, begrüßt die Entscheidung des Deutschen Musikrates, die für die jungen Musiktalente mehr Transparenz und Verläßlichkeit bietet. Die neuen Regeln sind zu-nächst für die nächsten drei Bundeswettbewerbe vorgesehen und werden anschließend evaluiert. Mit Beginn des neuen Schuljahres in Sachsen und bis November finden die Bewerbungen für den Bundeswettbewerb von Jugend musiziert 2026 statt. Es gibt Solo-Kategorien, wie Solo-Gesang oder Solo-Klavier und Ensemble-Kategorien, wie Duos oder Kammermusik-Ensembles. Im Januar starten in den jeweiligen Bundesländern die Regionalwettbewerbe, in Sachsen an den Orten Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Hoyerswerda. Unter ca. 400 bis 450 Teilnehmern werden dann im Landeswettbewerb 140 bis 150 junge Musikerinnen und Musiker ausgewählt, die zum Bundeswett-bewerb fahren. Der Landeswettbewerb Sachsen wird seit 1994 von Torsten Tannenberg betreut. Das Finale des Bundeswettbewerbs fand in diesem Jahr vom 05. bis 11. Juni 2025 in Wuppertal statt. Torsten Tannenberg saß mit in der Jury. In Leipzig wurde Torsten Tannenberg 1963 geboren. Von 1985 bis 1989 studierte er an der Hochschule für Musik Weimar und schloß als Diplom-Musikpädagoge ab. Nach verschiedenen Tätigkei-ten an der Hochschule für Musik Weimar und Beteiligung an zahlreichen Weimarer Musik-Projekten, baute Torsten Tannenberg von 1993 bis 1997 Jugendmusik-Förderensembles auf und ließ sich von 1994 bis 1996 an der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie zum Diplom-Kulturmanager ausbilden. 1997 war er federführend an der inhaltlichen und organisatorischen Neuaufstellung des Sächsischen Musikrates beteiligt, ist seither dessen Geschäftsführer und Mitglied der Konferenz der Landesmusikräte in Deutschland. Parallel dazu war er von 2004 bis 2017 Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Liebhaberorchester e.V., von 2011 bis 2017 Vorsitzen-der des Kulturbeirates der Landeshauptstadt Dresden, seit 2016 Mitglied des Kulturbeirates des Kul-turraumes Oberlausitz-Niederschlesien, seit 2018 Mitglied des Sächsischen Kultursenats und einer der Sprecher der IG Landeskulturverbände in Sachsen. Darüber hinaus berät Torsten Tannenberg die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, sowie Fördergremien von drei Kulturräumen in Sachsen.
Moderation: Julia Hemmerling
Redaktion: Angelika Zapf