*Kaleb Erdmann: "Die Ausweichschule" Am 26. April 2002 tötete Robert Steinhäuser im Erfurter Gutenberg Gymnasium 16 Menschen und dann sich selbst. Der Amoklauf von Erfurt gilt als der erste Amoklauf an einer Schule in Deutschland. Und auch über 20 Jahre später ist er für die Stadt Erfurt wie ein gemeinschaftliches Trauma. Der Autor und Dramatiker Kaleb Erdmann erzählt in seinem zweiten Roman "Die Ausweichschule" mit diesem Trauma, dass die Ereignisse von damals hinterlassen haben und fragt, unter welchen Bedingungen man daraus einen Roman machen kann. Kais Harrabi stellt den Roman vor.
*Andrea Sawatzki: "Biarritz" Als Schauspielerin gehört Andrea Sawatzki hierzulande seit fast 30 Jahren zu den festen Größen im deutschen Fernseh- und Kinobetrieb. Aber sie hat auch ein zweites Leben: Seit 2013 ist sie als Schriftstellerin aktiv. Nach ihrem Spiegel-Bestseller "Brunnenstraße" legte sie jetzt einen weiteren Roman vor, der laut Ulf Heise das Zeug zum Kassenschlager hat.
*Sylvie Schenk: "In Erwartung eines Glücks" Die Schriftstellerin Sylvie Schenk wurde 1944 in Frankreich geboren und lebt seit 1966 in Deutschland. Hier arbeitete sie zunächst als Lehrerin, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Seit über 30 Jahren schreibt sie Romane und Kurzgeschichten. Einem größeren Publikum wurde sie bekannt mit ihrem 2016 erschienenen autofiktionalen Roman "Schnell dein Leben". Mit "Maman", der Geschichte ihrer Mutter, war Sylvie Schenk 2023 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Nun ist ein neues Buch erschienen, es heißt "In Erwartung eines Glücks", Bettina Baltschev stellt es vor.
*Johann Scheerer: "Play" Johann Scheerer hat sich als Autor einen Namen gemacht mit dem Buch "Wir sind dann wohl die Angehörigen". Darin hat er literarisch verarbeitet, was er als Jugendlicher selbst erlebt hat. Sein Vater, Jan Philipp Reemtsma, wurde entführt und wochenlang in Geiselhaft gehalten. Währenddessen wartete der Sohn mit seiner Mutter und der Kripo zu Hause auf die Forderungen der Entführer. Ein lesenswerter Roman, der auch verfilmt wurde. Im neuen Roman von Johann Scheerer geht es um etwas komplett anderes, aber auch diesmal kann er aus eigenem Erleben schöpfen. Scheerer ist nicht nur Autor, sondern vor allem Musikproduzent und Inhaber eines Tonstudios. Claudia Ingenhoven berichtet.
*Nils Westerboer: "Lyneham" Der Autor aus Jena entwickelt sich gerade zu einem der aufregendsten Science-Fiction-Autoren in Deutschland. Zuletzt erschien sein Buch "Athos 2643", das mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis 2023 ausgezeichnet wurde und das bald von David Wnendt verfilmt wird. Gerade ist der neue Roman von Nils Westerboer erschienen. Für das er gerade den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar bekommen hat. Auch Tino Dallmann ist sehr begeistert.
*Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart. Der Dichter und Verleger Adrian Kasnitz wurde im vergangenen Jahr für seine Arbeit mit dem Hauptpreis des Deutschen Verlagspreises geehrt. Kasnitz und sein Verlag "parasitenpresse" sind in Köln ansässig – immer wieder aber auch in Leipzig aktiv, wo sie z.B. mit ihren Veranstaltungen regelmäßig neue Lyrik und Prosa vorstellen. Adrian Kasnitz selbst veröffentlicht nun schon seit Jahren seine Gedichtsammlungen unter dem Titel "Kalendarium" – und wir hören ihn mit dem Gedicht: "Fisch"