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Die Aktie der führenden US-Kryptobörse Coinbase stand in den letzten Monaten massiv unter Druck. Neben dem negativen Marktumfeld für Kryptowährungen und Technologie-Aktien traten fortlaufend neue Hiobsbotschaften, negative Analystenkommentare und eine Vielzahl an Marktgerüchten auf. Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC hat beispielsweise einen ehemaligen Coinbase-Mitarbeiter wegen Insidergeschäften angeklagt und gegen Coinbase selbst eine weitere Untersuchung eingeleitet, im Hinblick auf den möglicherweise illegalen Handel bzw. die Emission von Wertpapieren. Dabei geht es darum, ob bestimmte Token die Coinbase listet als Wertpapiere zu werten sind. Massiver Druck kam zuletzt auf die Coinbase-Aktien durch den Verkauf großer Positionen durch die US-Starinvestorin Cathie Wood von Ark Invest. Selbst Spekulationen auf eine mögliche Insolvenz der Kryptobörse wurden verbreitet und intensiv diskutiert. Hier konnte Coinbase selbst viel Wind aus den Segeln nehmen durch eine Veröffentlichung, dass Coinbase in den großen insolventen Kryptoprojekten wie Celsius, 3AC oder Voyager Digital nicht investiert war. Aktuell gibt es mit Blick auf Coinbase einen regelrechten Befreiungsschlag, durch die Bekanntgabe einer Partnerschaft zwischen Coinbase und Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt!
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Die massiven Kursrückgänge bei Bitcoin, Ethereum und Co. im Jahr 2022 führen bislang nicht dazu, dass Anleger das Vertrauen in Kryptowährungen verlieren. Das verdeutlicht die Studie Global Consumer Market Special "Finanzen & Investitionen" von Statista. Eine weitere Studie von Bearing-Point zeigt, dass nur noch jedem zehnten Deutschen Kryptowährungen unbekannt sind. Der großen Mehrheit sind Bitcoin und Ethereum mittlerweile ein Begriff und jeder fünfte Bundesbürger (20%) stuft diese auch als vertrauenswürdig ein. Der Vergleich mit den Erhebungen der Vorjahre zeigt, dass Anleger in Deutschland Kryptowährungen mittlerweile weit ernster nehmen als im Jahr 2020. Akzeptanz und Vertrauen in Kryptowährungen nehmen - trotz der Marktverwerfungen - sogar zu. Im Gegenzug sinkt das Vertrauen in die staatlichen Währungen, allen voran den Euro, massiv.
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Am Donnerstag, dem 20. Juli, hat der US-Autobauer, oder besser gesagt der US-Technologiekonzern Tesla seine Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2022 veröffentlicht. Dem veröffentlichten Quartalsbericht ist zu entnehmen, dass Tesla im Laufe des 2. Quartals rund 75% seiner Bitcoin-Bestände veräußert und dadurch liquiditätswirksame Einnahmen in Höhe von 936 Millionen US-Dollar erzielt hat. Vor dieser Transaktion hatte das von Elon Musk geführte Unternehmen 43.200 Bitcoin in seinem Bestand, von denen jetzt noch 10.800 Bitcoin in der Bilanz stehen, sofern zwischenzeitlich im 3. Quartal keine weiteren Verkäufe getätigt wurden. Die Bitcoin-Verkäufe wurden bei Kursen von rund 29.000 US-Dollar durchgeführt, sodass Tesla einen Verlust von rund 6% zu verzeichnen hat, da der durchschnittliche Einstandskurs bei rund 31.600 US-Dollar lag. In zahlreichen kryptoaffinen Medien und Internet-Foren schießen bereits unzählige Hypothesen bzw. Verschwörungstheorien zu diesem Vorgang aus dem Boden. Ich gebe Ihnen in meinem aktuellen Podcast meine rationale Einschätzung, dieses vollkommen normalen und aus unternehmerischer Sicht vollkommen plausiblen Vorgangs.
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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor genauso angespannt, wie die Stimmung unter den Börsianern. Das betrifft die Aktienmärkte, die Anleihenmärkte, die Rohstoffmärkte ebenso wie die Kryptomärkte und auch die Märkte der konventionellen Fiat-Währungen. Noch im Jahr 2014 gab es für einen Euro 1,35 US-Dollar. Zu Jahresbeginn 2022 lag das EUR/USD-Verhältnis noch bei rund 1,20. Aktuell hat der US-Dollar erstmals seit 20 Jahren wieder die Parität, also ein Tauschverhältnis von eins zu eins, erreicht.
Gleichzeitig explodiert die Inflation. Auf den Kursen von Bitcoin, Ethereum und Co. lasten darüber hinaus weiterhin die sogenannten Deleveraging- und Domino-Effekte, die durch den Zusammenbruch zahlreicher Krypto-Projekte wie Terra Luna, Three Arrows Capital 3AC, Celsius oder Voyager Digital ausgelöst wurden. Neben dem Aspekt, dass diese Marktbereinigung langfristig eine positive Wirkung entfalten wird, sind auch jetzt bereits positive Entwicklungen zu verzeichnen.
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MLM steht für Multi-Level-Marketing. Sobald ein Krypto-Investmentprogramm oder eine Kryptowährung auf einem MLM-System basiert und Provisionen für eine Vermittlung an Sponsoren bezahlt werden, gilt nach meiner Einschätzung ganz grundlegend: Augen auf und im Zweifel Finger weg! Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens eine Zuschrift mit Bezug zu dubiosen Anbietern oder Krypto-Investment-Systemen erhalte. Häufig beginnen diese Zuschriften mit dem Satz, dass eine bestimmte neue und angeblich innovative Kryptowährung, oder ein angeblich revolutionäres neues Krypto-Investment-System von einem Bekannten empfohlen wurde und was ich davon halte. Derartige "Geheimtipps" erfolgen in diesem Zusammenhang in aller Regel auch nicht uneigennützig und frei von Interessenskonflikten seitens des Empfehlungsgebers. Weil hier meist sehr hohe Provisionen fließen, bei erfolgreicher Weiterempfehlung. Das Risiko, Teil eines reinen Umverteilungs- bzw. Schneeballsystems zu werden, ist außerordentlich hoch. Die häufigsten Fälle, die mich derzeit erreichen, betreffen die Systeme Paraiba World, Zeniq, Safir, GamesCoin, GlamJet, Socialswap und PLC Ultima (PLCU).
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Nach wie vor sind die Kursentwicklungen an den Kryptomärkten nichts für schwache Nerven. Die Kryptomärkte werden derzeit belastet von einer sehr großen Angst vor weiteren, sogenannten Deleveraging-Ereignissen. Damit werden Ansteckungseffekte (Dominoeffekte) bezeichnet, die bereits zu massiven Schieflagen bzw. dem Untergang mehrerer überschuldeter Marktteilnehmer wie Terra Luna, Celsius, BlockFi oder Three Arrows Capital geführt haben. Als Deleveraging wird die Entschuldung eines Unternehmens bezeichnet, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Derartige Ereignisse führen deswegen zu massiven Verkäufen bzw. Zwangsliquidationen von Kryptowährungen. Kurzfristig bleiben diese Belastungen in den Märkten. Die Risiken vor weiteren Schieflagen und Zwangsliquidationen sind weiter hoch. Langfristig werden diese marktbereinigenden Entwicklungen aber auch positiv wirken, weil eine wichtige Marktbereinigung einsetzt, die zu mehr Regulierung und Rechtssicherheit, Solidität und Marktakzeptanz in der Zukunft führen wird. Daneben gilt es auch die Risiken unseres konventionellen Geld- und Zinssystems zu beachten!
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Das US-Unternehmen Circle steht hinter dem solide konzipierten Stablecoin USD Coin (USDC) auf den US-Dollar. Nach dem Bitcoin, Ethereum und dem fragwürdigen weil intransparenten Stablecoin Tether (USDT) liegt der USD Coin nach Marktkapitalisierung bereits an vierter Stelle. Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der USDC den USDT als führenden Stablecoin ablösen wird. Diese Entwicklung ist sehr zu begrüßen, weil dadurch das einstige Monopol von Tether nicht nur gebrochen wurde, sondern Risiken die von Tether ausgehen weiter reduziert werden. Der USD Coin ist in den USA streng reguliert, was Vertrauen für die Anwender bzw. Investoren in den USDC mit sich bringt, durch die damit verbundene Rechtssicherheit. Die Akzeptanz und Marktdurchdringung des USDC werden weiter zunehmen, was eine wichtige Säule für das gesamte Krypto-Ökosystem sein wird.
Zum 30. Juni 2022 startet Circle mit dem EUROC jetzt einen ebenfalls solide ausgestalteten, vollständig mit Euro hinterlegten Stablecoin auf den Euro. Wie der USDC basiert auch der EUROC als ERC-20 Token auf der Blockchain von Ethereum.
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PayPal ist ein börsennotierter US-Digitalkonzern, der sich auf mobile Zahlungsverkehrslösungen spezialisiert hat. Vermutlich haben Sie selbst ein Konto bei PayPal und kennen daher die Funktionalitäten. Weltweit - von Algerien bis zum Vatikan - verfügt PayPal mittlerweile über 429 Millionen aktive Kunden in mehr als 200 Ländern bzw. Regionen und Märkten. In zahlreichen Ländern ist PayPal der führende Anbieter für "Mobile Payments". In Deutschland liegt der Nutzeranteil bei diesem Zahlungsverkehrssegment bei 93%. Mit deutlichem Abstand folgen auf den weiteren Plätzen Klarna mit 49%, Amazon Pay mit 25% und Giropay mit 16%. Die Mobile Payment-Systeme der beiden US-Technologiegiganten Google Pay (14%) und Apple Pay (12%) folgen erst auf den weiteren Plätzen. Bereits seit rund zwei Jahren können Kunden von PayPal Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. senden und empfangen. Bislang war dieser Vorgang allerdings nur von einem PayPal-Konto zum anderen möglich. Seit kurzem hat PayPal auch die Möglichkeit des Transfers auf externe Wallets eingeführt. Das ist ein bedeutender Schritt für die weitere Akzeptanz und Adaption (Adoption) von Kryptowährungen im Zahlungsverkehr und richtungsweisend für die anderen Marktteilnehmer.
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Die Zukunft des Geldes ist digital. Der Markt für Kryptowährungen ist in den vergangenen vier Jahren stark gewachsen. Im Vergleich mit anderen Anlageklassen ist er jedoch immer noch klein, das Wachstumspotenzial somit entsprechend groß. Staatliche Kryptowährungen (CBDC = Central Bank Digital Currencies), wie auch privatwirtschaftliche Stablecoins sind dabei eine tragende Säule des gesamten Krypto-Ökosystems. Stablecoins bieten alle Vorteile digitaler Währungen, wie beispielsweise die Übertragbarkeit, eine fortlaufende Abwicklung, die Rückverfolgbarkeit, eine grenzüberschreitende Interoperabilität, niedrige Transaktionsgebühren im Vergleich zu herkömmlichen Zahlungen, eine entsprechende Infrastruktur und eine flexible und wirkungsvolle Programmierbarkeit. Im Segment der Stablecoins liegen aber auch Risiken, wie die Implosion des vor Kurzem noch drittgrößten Stablecoins TerraUSD (TUSD) gezeigt hat. Milliarden an Vermögenswerten wurden innerhalb kürzester Zeit vernichtet. Wichtig ist zu wissen, dass Stablecoin nicht gleich Stablecoin ist. Ich zeige Ihnen heute die relevanten Unterschiede, die Sie kennen sollten.
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Mit Bezug auf den Zahlungsverkehr ist Deutschland nach wie vor ein technologisch rückständiges Land der Barzahler. Zahlreiche ideologische und häufig regelrecht dogmatische Verfechter von Bargeld fühlen sich aktuell in ihrer zurückgebliebenen Sichtweise der Bargeldnutzung wieder einmal bestätigt. Weil es in einer Vielzahl von Ladengschäften in Deutschland seit Tagen bzw. mittlerweile Wochen zu massiven Problemen bei Kartenzahlungen kommt. Betroffen davon sind auch große Supermarkt- bzw. Einzelhandelsketten: von Aldi über Edeka und Lidl bis Netto und Rossmann. Schuld daran sind Probleme beim US-Unternehmen Verifone, das die veralteten und fehlerbehafteten Zahlungsverkehrs-Terminals geliefert hat und betreibt. Ursache ist dabei ein einzelnes Terminal, das H5000 von Verifone, das laut Herstellerangaben in Deutschland meistgenutzte Bezahlterminal. Die Auswirkungen sind so gravierend, dass sogar die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mittlerweile eine Untersuchung eingeleitet hat. Nicht die Rückkehr zum Bargeld kann selbstverständlich die Lösung sein, sondern die Nutzung moderner, weil sicherer und somit zukunftsfähiger Zahlungsverkehrssysteme, die weder auf Bargeld noch auf dem Einsatz von Plastikkarten basieren, sondern auf kryptographischen Schlüsseln: Mobile Payments. Nicht nur konventionelle Fiat-Währungen wie der Euro sind in Mobile Payment-Systeme integrierbar, sondern auch Kryptowährungen. Fazit: Die Bank und der Geldautomat der Gegenwart ist eine App auf Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch. Die Payment-Funktionen blockchainbasierter Kryptowährungen werden in Zukunft eine zunehmend bedeutendere Rolle spielen.
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