Stellt euch vor: Ein älterer Herr auf der Straße vor euch stolpert und stürzt. Ihr würdet wahrscheinlich Mitgefühl für ihn empfinden, oder? Was aber, wenn derjenige, der stürzt, ein Kollege im Büro ist, und zwar der, der immer alles besser weiß?
Schadenfreude ist die Freude, die man empfindet, wenn anderen Menschen etwas Schlechtes passiert. Wenn ihr denkt, dass die Person selbst schuld daran ist oder dass sie es sogar verdient hat. Immer dabei: der Verlust von Empathie. Aber warum freuen wir uns über das Unglück anderer? Was Schadenfreude über euch aussagt, darum geht es in dieser Folge von Never Mind.
Shownotes
- Schadenfreude empfinden schon sehr kleine Kinder – vor allem, wenn es zuvor eine Ungleichbehandlung/Ungerechtigkeit gab.
- Neid und Schadenfreude sind eng verwandte Gefühle. Beide treten eher auf, wenn wir eine Person als kompetent, aber eher unsympathisch wahrnehmen.
- Auch, wenn wir uns in einem Wettbewerb mit jemandem wähnen, wird Schadenfreude wahrscheinlicher, zeigt diese Untersuchung.
- Schadenfreude hat einen regulierenden Effekt auf soziale Beziehungen, zeigt diese Studie.
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