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Feuerwehrmann Jack Joyce hat 9/11 überlebt, doch sein Leben hat sich für immer verändert. Viele seiner Kollegen starben beim Einsatz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, andere wurden danach schwer krank oder haben sich das Leben genommen. Monica Iken-Murphy verlor bei den Anschlägen ihren Mann. Danach kämpfte sie für ein 9/11-Memorial, das letztlich auch verwirklicht wurde. Adama, Asad und Shania - alle drei Muslime - gerieten in den Jahren nach den Anschlägen in den USA unter Generalverdacht. Sie wurden als Terroristen beschimpft, ausspioniert oder sogar verhaftet. Und in der New Yorker Gerichtsmedizin untersucht man bis heute menschliche Überresten, denn auch 25 Jahre nach den Terroranschlägen sind bei weitem nicht alle Opfer von damals identifiziert.
Der 11. September 2001 war ein Schlüsselereignis des 21. Jahrhunderts. Die vier islamistischen Anschläge in den USA veränderten die globale Politik, die Sicherheitsarchitektur und das alltägliche Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt. Kriege, die ganze Regionen destabilisierten, wurden dadurch ausgelöst, Kontrollen und Überwachungen verschärft, demokratische Rechte eingeschränkt.
Über die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen durch 9/11, die bis heute nachwirken, diskutieren:
Angela Kane, ehem. UN-Diplomatin
Manfred Nowak, Experte für Menschenrechte und Völkerrecht
Daniela Pisoiu, Terrorismusforscherin (OIIP)
Marlene Streeruwitz, Schriftstellerin
Diskussionsleitung: Hartmut Fiedler
Am 5. September 2026 ist Erni Mangold gestorben. Sie war 99 Jahre alt. Erni Mangold war eine der bekanntesten österreichischen Schauspielerinnen, eine Fixgröße über Jahrzehnte hinweg. Sie ist auf deutschen, Schweizer und österreichischen Bühnen gestanden, hat aber auch in vielen Filmen und Fernsehproduktionen gespielt. Daneben war sie Schauspiellehrerin.
In einem Interview im Sommer 2015 hat sich Erni Mangold an ihr Aufwachsen in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg erinnert. Schon damals hat sich die kleine Ernestine Goldmann - so ihr Geburtsname - durch besondere Aufmüpfigkeit ausgezeichnet.
„Polit-Beben in Deutschland“, „Blauer Erdrutschsieg“, „Debakel für die CDU“ – so und so ähnlich lauten am Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Schlagzeilen der Medien. Die AfD hat knapp 44% der Stimmen erreicht und sich damit mehr als verdoppelt; die CDU hingegen, die bis jetzt den Ministerpräsidenten des ostdeutschen Bundeslandes stellte, ist von 37 auf 17% abgestürzt. Die AfD kann dennoch nicht allein regieren – dafür fehlen ihr einige wenige Mandate. Außer AfD und CDU haben es die SPD (9,3%), die Grünen (8,9%), die Linke (8,6) und knapp auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW, 5.3%) in den Landtag geschafft.
Wie geht es jetzt weiter? Hält die sogenannte Brandmauer, also die Zusage der anderen Parteien, die AfD notfalls mit vereinten Kräften von der Regierung fernzuhalten? Oder wird das links-populistische BSW zum Königsmacher? Was bedeutet der fulminante AfD-Sieg für die etablierten Parteien, die Bundespolitik und generell für Deutschland? Eine Expert:innen-Diskussion.
Mit 1. September ist das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren in Kraft getreten. Paragraf 43a des Schulunterrichtsgesetzes besagt, dass das Tragen von kopfbedeckender Kleidung nach islamischen Traditionen auf dem Schulgelände und im Schulgebäude nicht erlaubt ist. Befürworter argumentieren, das Kopftuchverbot diene dem Schutz der Kindheit und ermögliche, dass Mädchen sich frei von gesellschaftlichem oder religiösem Druck entwickeln können. Kritiker sehen im Gesetz eine Diskriminierung muslimischer Mädchen und eine Verletzung ihrer Selbstbestimmung. Auch in den Sozialen Medien formiert sich Widerstand, es gibt bereits Boykott-Aufrufe.
Wie wird das Kopftuchverbot in der Praxis gehandhabt werden? Bedeutet es zusätzlichen administrativen Aufwand für Schulpersonal in Zeiten von Personalknappheit? Was heißt es für die Mädchen im Schulalltag? Und wird das Kopftuchverbot diesmal vor dem Verfassungsgerichtshof standhalten?
Am 28. Februar 2026 schlug die erste US-Rakete in Teheran ein. Kurz darauf waren der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere hochrangige Vertreter der Islamischen Republik tot. Der Krieg geht weiter, Ende August kam es wieder zu Kampfhandlungen, die Straße von Hormus ist nach wie vor weitgehend blockiert. In einem jüngst angekündigten Wirtschaftskrieg will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren.
Während das iranische Regime sich neu aufgestellt hat und der militärischen Übermacht der USA und Israels bisher geschickt standhält, hat sich die ohnehin schon miserable wirtschaftliche Situation der Iranerinnen und Iraner in den vergangenen Monaten noch weiter verschlechtert. Genau dagegen und auch gegen das gesamte Regime haben vor Kriegsbeginn Massenproteste stattgefunden. Viele wurden bei deren brutaler Niederschlagung getötet, noch mehr verletzt. Die Repressionen des Regimes haben seither noch zugenommen. Eine Reportage aus dem Iran.
Der Kokainkonsum steigt in Österreich seit Jahren kontinuierlich an. Längst ist das aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauchs gewonnene Rauschmittel in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Galt es früher als Droge der „Reichen und Schönen“, wird es heute quer durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten geschnupft, geraucht oder gespritzt.
Der Kokain-Boom ist darauf zurückzuführen, dass der europäische Markt regelrecht überschwemmt wird; der Reinheitsgrad ist gestiegen, der Preis trotzdem gesunken. Kokain erzeugt einen schnellen, intensiven Rausch, der jedoch mit massiven gesundheitlichen Risiken und schweren psychischen Abstürzen verbunden sein kann.
Wie gerät man in die Abhängigkeit, und wie schwer ist es, sich daraus wieder zu befreien? Welche gesundheitlichen Folgen hat Kokainkonsum, und was können Polizei und Gesellschaft tun?
Die Sendung wurde im Juni 2026 erstmals ausgestrahlt.
In Deutschland plant die Regierung Verschärfungen bzw. Verschlechterungen des Informationsfreiheitsgesetzes. Abfragen von Bürger:innen bei Behörden sollen teurer werden, außerdem viel mehr Akten und Behördenvorgänge als bisher als sicherheitsrelevant eingestuft und daher unzugänglich werden. Opposition, Journalist:innen und besorgte Bürger fürchten eine Abschaffung der Informationsfreiheit.
In Österreich hingegen ist erst vor einem Jahr das Informationsfreiheitsgesetz in Kraft getreten, das Amtsgeheimnis wurde weitgehend abgeschafft.
Was hat sich seither geändert, hat sich das neue Gesetz bewährt? Haben "Querulanten" die Behörden mit einer Anfrageflut überschüttet, oder läuft alles in geordneten Bahnen?
Dazu ein Gespräch mit:
Reinhard Haider, Amtsleiter der Markgemeinde Kremsmünster
Mathias Huter, Forum Informationsfreiheit
Tourist:innen lieben sie: die bunt bemalten Krabbenkutter in den kleinen Häfen der deutschen Nordseeküste. Doch das idyllische Bild täuscht: Die Kutterfischerei steckt in einer schweren strukturellen Krise. Hauptproblem sind schrumpfende Fanggebiete, weil tausende Windräder in der Nordsee entstehen und weitere Meeresflächen unter Naturschutz gestellt werden sollen. Hinzu kommen stark gestiegene Dieselpreise, Nachwuchsmangel und der Klimawandel: Die Nordsee erwärmt sich, beliebte Speisefischarten wie der Kabeljau wandern ab.
Welche Auswege gibt es? Wie anpassungswillig sind die Fischer? Und warum entscheiden sich junge Menschen trotz aller Widrigkeiten für den Beruf ihrer Väter und Großväter?
Die Brände im Föhrenwald im südlichen Niederösterreich haben das Augenmerk auf gefährliche Relikte des Zweiten Weltkrieges gelenkt. Munition aus einer NS-Fabrik belastet im Raum Wiener Neustadt bis heute den Waldboden. Durch die Hitze des Sommers wurde sie zum Brandbeschleuniger. Aber auch anderswo hat der heurige, besonders heiße und trockene Sommer Weltkriegsrelikte zum Vorschein gebracht, etwa Munition im Nussensee in Oberösterreich. Waffen und Gerätschaften tauchen zuhauf aus der Donau und anderen Flüssen auf.
Der Entminungsdienst des Bundesheeres hat alle Hände voll zu tun. Eine Bestandsaufnahme, dazu ein Gespräch mit dem Leiter des Entminungsdienstes, Wolfgang Korner.
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