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Am 24. August 2016 zerstörte ein Erdbeben der Stärke 6,2 die Gemeinde Amatrice im Apennin in Italien. Mehr als 300 Menschen starben, darunter viele Kinder. Zehn Jahre später ist der historische Ortskern noch immer Sperrzone – Zona Rossa. Nur der Kirchturm steht noch, die Turmuhr ist stehen geblieben und zeigt immer noch die Uhrzeit des Bebens an. Rundherum wird gebaut, vielleicht zu imposant und monumental für ein 2000-Einwohner Dorf mitten im italienischen Apennin. Nicht alle in Amatrice sind einverstanden, wie und für wen wieder aufgebaut wird und wer davon profitiert.
Wie geht es Amatrice zehn Jahre nach dem Erdbeben – was ist aus den Überlebenden und dem Wiederaufbau geworden? Eine Geschichte über Trauer, Wut und Resilienz einer Gemeinschaft, die zwischen Stillstand und Neubeginn steht.
Vor fünf Jahren haben die Taliban die Hauptstadt Kabul und damit die Macht in Afghanistan zurückerobert. Seither haben die radikalislamischen Herrscher die Gesellschaft nach ihren harten Regeln umgebaut, und vor allem für Mädchen und Frauen bedeutet das den Verlust von Perspektiven und Freiheit: Afghanistan ist das einzige Land, in dem Mädchen nur sechs Jahre in die Schule gehen dürfen, jegliche weitere Ausbildung bleibt ihnen verwehrt. Frauen dürfen nur in Ausnahmefällen arbeiten, auf die Straße dürfen sie nur in männlicher Begleitung und streng verhüllt, oft sind sie von medizinischer Versorgung ausgeschlossen. NGOs und Menschenrechtsaktivistinnen sprechen immer öfter von Geschlechterapartheid.
Welche Formen des Widerstandes gegen das Unrechtsregime gibt es in Afghanistan? Was bringen die geheimen Untergrundschulen für Mädchen? Ein Journal Panorama-Sommergespräch mit der gebürtigen Afghanin und Integrationsreferentin der Stadt Graz Masomah Regl.
Seit mehr als drei Jahren herrscht Krieg im Sudan; rivalisierende Fraktionen des Militärs in dem nordostafrikanischen Land bekämpfen einander, und Hauptleidtragende dabei sind, wie so oft, die Zivilisten und Zivilistinnen. Ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht, Berichte über Massaker - wie etwa jenes in der Stadt Al-Faschir in Darfur, dem Tausende zum Opfer fielen - sind inzwischen fast zur Normalität geworden. Leid und Tod gehören für fast alle Menschen im Land zum Alltag, zumal im Sudan seit den 1950er Jahren fast dauernd Kriege tobten. Die Menschen im Sudan nutzen die Kampfpausen auch, um sich im täglichen Leben ihre Würde zu bewahren.
In Österreich lebt rund jedes dritte Kind im Volksschulalter mit Übergewicht oder Adipositas; bei den 10- bis 19-Jährigen ist es ungefähr jeder/ jede vierte. Ursachen sind oft unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel, aber auch psychische Belastungen und genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Die Folgen von früher Adipositas sind für Körper und Seele gravierend und belasten die Betroffenen oft ein ganzes Leben lang.
Adipositas ist eine Krankheit - frühe Unterstützung ist entscheidend. Wir beleuchten die Rolle der Eltern bei kindlicher Adipositas. Wann sollen sie eingreifen - und wie helfen, ohne zu beschämen? .
„Hasbara“ – das heißt wörtlich „Erklärung“. Schon seit Jahrzehnten setzen Israels Regierung, aber auch halbstaatliche Lobbygruppen und private Initiativen verschiedene Methoden ein, um das Ansehen des Landes international zu verbessern. Vieles davon hat lange funktioniert. Doch spätestens seit dem durch den am 7. Oktober 2023 ausgelösten Krieg im Gazastreifen stößt die Hasbara an ihre Grenzen.
Auch die derzeitige, in Teilen rechtsextreme Regierung unter Benjamin Netanjahu investiert viel in Hasbara. Zum Teil sind die Methoden gleichgeblieben, zum Teil setzt man aber auch auf neue Technologien, beispielsweise KI, Bots, Fake-Accounts oder bezahlte Influencer, um die öffentliche Meinung, gerade auch in den sozialen Medien zu beeinflussen. Zum Instrumentenkasten gehören nicht nur Charmeoffensiven und Delegationsreisen, sondern auch Falschinformationen und Diffamierungskampagnen. Hasbara ist längst Teil der Kriegsführung geworden.
Am 12. August findet über Europa eine seltenes Himmelsphänomen statt. In Spanien ist eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten, in Österreich zumindest eine teilweise. Wer sich noch an die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999 erinnert, weiß um die Faszination solcher Ereignisses. Auch wenn heute längst bekannt ist, wie derartige Phänomene entstehen und sie präzise vorhergesagt werden können, bleiben sie erstaunliche Schauspiele.
Kann die Wissenschaft auch heute noch aus einer Sonnenfinsternis Erkenntnisse erzielen? Was macht gute Wissenschaftsvermittlung aus? Und kann der astronomische Blick in den Himmel die Sicht auf unseren verletzlichen blauen Planeten verändern?
Der Astrophysiker und Leiter des Planetariums Wien Michael Feuchtinger ist bei Helene Seelmann zu einem Journal Panorama Sommergespräch zu Gast.
Seit Monaten wird Südafrika von einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt erschüttert. Bürgerinitiativen gehen landesweit gegen illegale Migration auf die Straße. Sie machen Zuwanderer aus Nachbarstaaten für die hohe Arbeitslosigkeit, die Armut und die Kriminalität im Land verantwortlich. Bei den Protesten sind bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen.
Angesichts der Ausschreitungen haben die Regierungen vieler afrikanischer Länder wie Ghana, Nigeria, Mosambik, Simbabwe oder Malawi damit begonnen, ihre Landsleute zu evakuieren. Es ist nicht das erste Mal, dass Südafrika fremdenfeindliche Ausschreitungen erlebt. Schon 2008, 2015 und 2019 sind bei Krawallen Menschen verletzt oder getötet worden. Aber die aktuellen Proteste haben eine neue Dimension. Sie sind größer und besser organisiert. Was ist los in der selbsternannten Regenbogennation?
Neben anderen Opfergruppen wurden im NS-Reich auch Menschen mit Behinderung verfolgt und vernichtet. Im Rahmen der sogenannten "Aktion T4" wurden zwischen Jänner 1940 und August 1941 rund 70.000 Menschen ermordet.
Das Renaissanceschloss Hartheim in Oberösterreich war eine von sechs NS-Tötungsanstalten. Hier wurden rund 18.000 Menschen mit Behinderung ermordet, später auch Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. In der Erinnerungsarbeit fand die Perspektive von Menschen mit Behinderung jedoch jahrzehntelang kaum Berücksichtigung. Neuerdings aber bemüht man sich, sie in die Vermittlungsarbeit einzubinden.
In der Ukraine, im Iran, in Nahost sieht man sehr deutlich, was Krieg nicht nur den Menschen, sondern auch der Natur antut: Brennende Ölraffinerien, verschmutztes Wasser, Überreste von Drohnen, Giftmüll und auch Bombenkrater machen ganze Landstriche fast unbewohnbar und unbebaubar. Aber schon in der Antike haben kriegerische Handlungen das Gesicht der Umwelt stark verändert, etwa durch das großflächige Abholzen von Wäldern.
Durch die modernen Kriege gerät auch der Klimaschutz immer mehr unter Druck.
Die Chemikerin und Historikerin Verena Winiwarter ist bei Astrid Plank in einem "Journal-Panorama"-Sommergespräch zu Gast.
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Die Diagnose „Krebs“ ist gerade für junge Menschen besonders beängstigend. Jedes Jahr wird in Österreich rund 320 Mal bei unter 18-Jährigen die Krankheit festgestellt. 80 Prozent der jungen Patient:innen überleben, die Lebensspanne danach wurde bisher zu wenig beachtet. Denn etwa zwei Drittel dieser Survivors- so nennen sich Menschen, die den Krebs hinter sich haben - leiden unter Spätfolgen, verursacht durch den Krebs selbst oder durch die Behandlung.
Auf ihr Recht auf adäquate gesundheitliche Versorgung, gesellschaftliche Teilhabe, auf Integration am Arbeitsmarkt und auf ein selbstbestimmtes Leben will der Internationale Kinderkrebstag am 15. Februar hinweisen. Es gibt zahlreiche Organisationen und Initiativen, die diese Menschen engagiert unterstützen. Was noch fehlt, ist ein breites Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedürfnisse dieser jungen Menschen. Denn viele von ihnen sind zwar geheilt, aber nicht gesund.
Die Sendung wurde im Februar 2026 erstmals ausgestrahlt.
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