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Seit 10 Jahren veröffentlicht das Bundesheer alljährlich im Jänner eine umfassende Bedrohungsanalyse für Österreich. War das Thema Sicherheit hierzulande jahrelang ein Stiefkind der Politik, der Medien und des öffentlichen Bewusstseins, so hat sich das seit Pandemie und Ukraine-Krieg gründlich geändert. Am Montag wurde das Risikobild 2025 unter Beisein zahlreicher Politiker, Experten, Journalistinnen und Interessierten in Wien präsentiert. Es zeichnet ein düsteres Lagebild: Cyberangriffe, eine drohende Eskalation des Ukraine-Kriegs, mögliche Luftangriffe, der Klimawandel, Migration und viele andere Faktoren bedrohen unsere Sicherheit in hohem Maß. Wie den Risiken und Bedrohungen entgegentreten? Elisa Vass fasst die Veranstaltung zusammen.
Wer in der armenischen Hauptstadt Jerewan über die belebten Boulevards schlendert oder in schicken Parkanlagen dem Rauschen der Wasserfontänen lauscht, kommt nicht auf die Idee, dass das Land und seine Gesellschaft tief gespalten sind. Seit dem Verlust der von Armeniern bewohnten Region Bergkarabach an Aserbaidschan wittern viele „Verrat an der Nation", auch weil Premierminister Nikol Paschinjan zu neuen Grenzverhandlungen mit dem Nachbarland bereit ist. Auf Russland, traditionelle Schutzmacht und wichtigster Handelspartner, scheint kein Verlass mehr zu sein, und so sucht Armenien nach neuen Partnern im Westen und nach Aussöhnung mit historischen Konfliktparteien. Sogar eine Grenzöffnung zum Erzfeind Türkei wird erwogen.
Während Ältere sich gegen Paschinjans Pläne wehren, sehen junge Menschen Armeniens Zukunft im Abschied von den Opfermythen der Vergangenheit.
Am 27. Jänner 1945 haben Soldaten der Roten Armee das KZ Auschwitz-Birkenau befreit. Im Arbeits- und Vernichtungslager wurden weit mehr als eine Million Menschen ermordet, „Auschwitz“ wurde zum Symbol für den Holocaust. Seit 2005 ist der Jahrestag der Befreiung der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der 27. Jänner 2025 ist vermutlich der letzte runde Jahrestag mit Überlebenden, die noch davon erzählen können. Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau bereitet sich auf ein Gedenken ohne Zeitzeug:innen vor, doch auch die Vergangenheit ist noch immer nicht vollständig aufgearbeitet. Eine Reportage.
Dazu ein Gespräch mit Hannah Lessing, der Vorsitzenden im Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus.
Seit mehr als 30 Jahren ist Alexander Lukaschenko Präsident von Belarus, wie das frühere Weißrussland heute genannt wird. Daran wird sich auch nach dem Wahlsonntag am 26. Jänner nichts ändern: Die Präsidentschaftswahl 2025 findet in einer Atmosphäre der totalitären Repression statt. Anders als bei der Wahl im August 2020 gibt es diesmal keine unabhängigen Kandidat:innen, keine lebhaften Debatten und auch keine unabhängigen Medien. Nach den beispiellosen Protesten der Bevölkerung, die der gefälschten Wahl 2020 folgten, wurde die Opposition ins Exil gezwungen, rund 1.300 Andersdenkende sitzen heute in belarusischen Gefängnissen. Seit dem Großangriff Russlands auf die Ukraine hat sich die Abhängigkeit des Landes, das sich als Aufmarschgebiet zur Verfügung stellt, vom Nachbarn weiter verstärkt, manche sprechen schon von einem drohenden Verlust der Unabhängigkeit.
Wie kann es in Belarus weitergehen? Was können die Wirtschaftssanktionen bewirken, welchen Einfluss kann die EU nehmen?
Der russische Krieg gegen die Ukraine ist längst nicht mehr auf das überfallene Land allein beschränkt. Russland erhält militärische und ökonomische Unterstützung von China sowie vom Iran und Nordkorea. Die vier Staaten wollen die internationale Nachkriegsordnung zu ihren Gunsten verändern. Diese geopolitische Konstellation wird oft als Kalter Krieg 2.0 oder als Kampf zwischen Autokratien und Demokratien beschrieben. Die Hauptschauplätze sind Osteuropa sowie Ostasien. Die vier Staaten werden neuerdings als „Achse des Aufruhrs“ bezeichnet.
Die erste Wahl im neuen Jahr könnte weitere starke Verschiebungen der politischen Kräfteverhältnisse in Österreich mit sich bringen.
Im Burgenland stehen seit sechs Jahrzehnten SPÖ-Landeshauptleute an der Spitze. Die absolute Mehrheit, die Hans Peter Doskozil innehat, dürfte nun aber ziemlich sicher verloren gehen. In diesem Fall könnten Blau und Schwarz gemeinsam eine Koalition gegen die SPÖ schmieden. Die Grünen hoffen, im Landtag zu bleiben, NEOS und die Liste Hausverstand kämpfen um den erstmaligen Einzug.
Der SPÖ-Spitzenkandidat Hans Peter Doskozil versucht, die Wähler:innen mit den sogenannten Doskonomics zu überzeugen. Wie sehr können ihn FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer und Christian Sagartz von der ÖVP herausfordern?
Gäste:
Guido Gluschitsch, Der Standard
Thomas Hofer, Politikberater
Vom ersten Tag an musste er sich als „Krisen-Manager“ bewähren: In der Karwoche 1995 übernahm der damalige Weihbischof Christoph Schönborn überstürzt und unvorbereitet die Leitung der römisch-katholischen Erzdiözese Wien, weil Kardinal Hans Hermann Groer aufgrund von Missbrauchsvorwürfen als Erzbischof nicht mehr zu halten war. Am 22. Jänner vollendet Schönborn sein 80. Lebensjahr – und zieht sich in den Ruhestand zurück.
30 Jahre lang hat Schönborn Österreich mitgeprägt. Skandale um sexuelle Gewalt in der Kirche haben den Kardinal immer wieder eingeholt; in Schönborns Amtszeit fallen auch neue Höchstwerte bei den Kirchenaustritten.
Nach den ersten, turbulenten Jahren hat Schönborn die römisch-katholische Kirche in Österreich wieder in ruhigere Fahrwasser gelenkt. Angestrebt hatte er ursprünglich eher ein Leben als Mönch im Orden der Dominikaner – und eine Karriere als Theologie-Professor.
Was bleibt von der „Ära Schönborn“? Und welche Herausforderungen erwarten seinen Nachfolger?
Zum ersten Mal präsentieren sich zwei Städte zweier Länder gemeinsam als eine Kulturhauptstadt, und zwar als „grenzenlose“. Das italienische Gorizia in der Region Friaul-Julisch Venetien, das vielerorts als Görz bekannt ist, gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn. Wegen der prachtvollen Paläste und Plätze mutet die Stadt nach wie vor österreichisch an. Ganz anders Nova Gorica, das als jüngste Stadt Sloweniens gilt. Mit der Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Gorizia bei Italien, der neue Teil Nova Gorica auf dem damaligen jugoslawischen Gebiet wurde auf dem Reißbrett entworfen und schließt direkt an Gorizia an. 2004 kam Slowenien zur EU, damit begann die schrittweise Annäherung. Heute wollen sich die Menschen bewusst ihrer gemeinsamen wechselvollen Geschichte stellen und zusammen an einem Strang ziehen. Go borderless – so das Motto der Kulturhauptstadt.
Grönland ist in den vergangenen Tagen wieder in die Schlagzeilen gerückt: Der designierte US-Präsident Donald Trump möchte, dass die größte Insel der Welt Teil der USA wird und schließt auch militärische Mittel nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Neben seiner strategisch interessanten Lage ist das dünn besiedelte Grönland vor allem wegen seiner Bodenschätze von Bedeutung, nicht nur für die USA, sondern auch für die EU, Russland oder China.
Die Insel, die zum Königreich Dänemark gehört, ist reich an Mineralien, die für die Energiewende unverzichtbar sind – und mit dem Klimawandel wird es leichter, an diese Bodenschätze heranzukommen. Vom arktischen Goldrausch ist schon die Rede.
Gleichzeitig wächst im Land der Wunsch nach Unabhängigkeit, und viele Grönländer:innen träumen davon, die Eigenständigkeit mit dem Bergbau finanzieren zu können - doch ganz so einfach ist es nicht.
Im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2024 hat eine staunende Weltöffentlichkeit ein spektakuläres politisches Comeback beobachten können: die erdrutschartige Wiederwahl des Donald Trump. Der politisch eigentlich Totgesagte wird nach seiner Inauguration am 20. Jänner nicht nur die Geschicke der USA lenken, sondern auch viele politische Versprechen umsetzen, die Einfluss auf den Rest der Welt nehmen.
Was bedeutet die zweite Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident für den Klimaschutz und für den weltweiten Handel? Was könnte sich in der Konfrontation der USA mit Russland und China sowie atmosphärisch beim internationalen Miteinander ändern?
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