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In Syrien herrscht großer Jubel: Nach mehr als einem halben Jahrhundert blutiger Diktatur und über einem Jahrzehnt Bürgerkrieg ist das Assad-Regime Geschichte. Eine Rebellenallianz unter der Führung der islamistischen Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) hat seit Ende November eine syrische Stadt nach der anderen und am Wochenende schließlich die Hauptstadt Damaskus eingenommen. Diktator Baschar al-Assad konnte sich mit seiner Familie nach Moskau absetzen.
Doch in die große Freude über den Sturz der brutalen Diktatur, die Syrer und Syrerinnen derzeit weltweit vereint, mischt sich auch Sorge: Was ist von den neuen Machthabern zu erwarten? Wird es gelingen, einen funktionierenden Staat aufzubauen? Oder droht vielmehr ein neuer Krieg in dem ethnisch und religiös zersplitterten Land?
Darüber diskutieren:
Gudrun Harrer, Nahost-Expertin und Journalistin
Rosa Lyon, ORF-Außenpolitik
Walter Posch, Landesverteidigungsakademie
Gerold Vollmer, Außenministerium
Fünfeinhalb Jahre nach dem verheerenden Brand wird die Kathedrale Notre-Dame de Paris am Wochenende wiedereröffnet. Viele waren skeptisch, dass die Renovierung in so kurzer Zeit gelingen könnte, doch offenbar ist es nun geschafft: Es war ein Kraftakt für Planer, Künstlerinnen, verschiedenste Gewerke. Hunderte Millionen Euro – allesamt gespendet – sind investiert worden. Die gotische Kathedrale wurde teilweise mit traditionellen Handwerksmethoden instandgesetzt, man nahm Bedacht auf das Alte, nicht ohne Neues gänzlich auszuschließen.
Nun wird das Pariser Wahrzeichen mit einem großen Fest mit internationalen Gästen wieder geöffnet. Ein Lokalaugenschein auf der Jahrhundertbaustelle von Julia Borutta (ARD).
Dazu ein Gespräch mit ORF-Paris - Korrespondentin Cornelia Primosch.
Während der Drogenkonsum in Österreich seit Jahren stabil ist, steigt die Zahl der Drogentoten kontinuierlich an: Sind 2018 noch 184 Menschen gestorben, waren es 2022 schon 248. Besonderes Kopfzerbrechen bereiten Expertinnen und Experten Jugendliche: Vor einigen Jahren waren knapp 20 Prozent der Verstorbenen unter 25, mittlerweile sind es fast 30 Prozent. Der Großteil sind Burschen, die Mädchen holen jedoch auf: Szene-Kenner beobachten einen zunehmend riskanten Mischkonsum bei jungen Frauen.
Welche Rolle spielen dabei die Maßnahmen während der Corona-Pandemie, lange Wartezeiten auf Therapieplätze und der Personalmangel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie? Auch an der Unterbringung drogenabhängiger Jugendlicher gibt es scharfe Kritik. Eine Spurensuche.
1000 Tage Krieg, die Ukraine steht vor dem dritten Kriegswinter. In wenigen Wochen übernimmt Donald Trump wieder das Amt des US-Präsidenten, er hat schon erkennen lassen, dass er nicht bereit ist, noch viel Geld für die Ukraine auszugeben. Zwingen diese Ankündigung und Trumps unverhohlene Bewunderung für den russischen Präsidenten Putin die Ukraine an den Verhandlungstisch? Wie kriegsmüde sind die Menschen in der Ukraine? Will Präsident Selenskyj tatsächlich verhandeln und wenn ja, worüber? Was muss Europa tun, um im eigenen Interesse eine souveräne Ukraine zu ermöglichen?
Darüber diskutieren:
Stephanie Fenkart, Direktorin des Internationalen Instituts für den Frieden, Wien
Daniela Prugger, freie Journalistin, derzeit in Kiew
Major Albin Rentenberger, Landesverteidigungsakademie des Österreichischen Bundesheeres
Trotz der hoffnungerweckenden Verhandlungen über einen Waffenstillstand hat Israel heute Nachmittag wieder Beirut bombardiert -
in großem Umfang wurden Ziele der Hisbollah angegriffen. Die hat sich ja auf die Seite der Hamas im Gazastreifen gestellt, seit einem Jahr toben die Kämpfe im israelisch-libanesischen Grenzgebiet.
Getroffen werden von israelischen Waffen freilich nicht nur Stellungen der Hisbollah. Immer wieder werden Zivilistinnen und Zivilisten Opfer, schätzungsweise 3000 Menschen sind den Angriffen bisher zum Opfer gefallen.
Vielleicht kommt jetzt wirklich eine Waffenruhe, doch noch leiden die Menschen.
Die Steiermark hat sich blau umgefärbt. Die FPÖ hat bei der Landtagswahl sehr eindeutig gewonnen, viel deutlicher als ohnehin erwartet worden war. Kommt jetzt ein Landeshauptmann von der FPÖ? Wer wird mit Mario Kunasek koalieren? Welche Weichen kann eine blau dominierte Landesregierung stellen? Wie sieht die Zukunft der Kleinparteien aus, und was bedeutet der Wahlausgang für die Bundespolitik?
Mit:
Peter Hajek, Meinungsforscher und Politologe
Michael Jungwirth, stv. Chefreakteur Kleine Zeitung
Eva Linsinger, stv. Chefredakteurin Profil
Kommenden Sonntag findet die letzte Wahl im heurigen Super-Wahljahr statt. In der Steiermark sind gut 940.000 Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen.
Und nach der EU-Wahl und der Nationalratswahl zeichnet sich ein weiterer Wahlsieg der FPÖ ab, die mit Mario Kunasek an der Spitze seit Langem die Umfragen auch in der Steiermark anführt.
Gut möglich also, dass die sogenannte Grüne Mark, die immer als schwarzes Kernland gegolten hat, nun blau wird.
Die ÖVP, die die Landespolitik bis auf ein 10-jähriges Intermezzo immer dominiert hat, möchte mit Christopher Drexler allerdings weiter Landeshauptmann-Partei bleiben und die Regierungsarbeit mit der SPÖ unter Anton Lang fortsetzen.
Außerdem treten landesweit die Grünen, die NEOS und die KPÖ an, die in der Steiermark als Phänomen gilt, nicht nur aktuell die Bürgermeisterin von Graz stellt, sondern auch seit fast 20 Jahren im Landtag sitzt.
Wissenschafter:innen haben ein dunkles Kapitel aufgedeckt: Schweizer Ehepaare haben von den 1970er bis zum Ende der 1990er-Jahre tausende Babys und Kleinkinder aus verschiedenen Ländern in Asien, Südamerika und Osteuropa adoptiert. Vielfach standen Kinderhandel, Dokumentenfälschung, sogar Diebstahl von Neugeborenen am Beginn der Adoptionen. Die Schweizer Behörden überprüften damals Widersprüche in den Dokumenten nicht oder zu wenig oder fühlten sich schlicht nicht zuständig. Jetzt steckt die Schweiz mitten in der wissenschaftlichen Aufarbeitung. Die adoptierten Kinder sind heute erwachsen, und viele würden gerne ihre leiblichen Eltern ausfindig machen. Doch das ist fast unmöglich. Am weitesten in diesem Prozess sind die Adoptierten aus Sri Lanka.
Russland hat die Gaslieferungen an die OMV am vergangenen Samstag gestoppt. Die Politik verspricht stabile Preise, denn die Gasspeicher seien zu 92 Prozent gefüllt. Außerdem waren und sind die heimischen Gasversorger gesetzlich dazu verpflichtet, für den Fall eines russischen Lieferausfalls vorbereitet zu sein.
Wie wird sich der unruhige Gasmarkt kurzfristig und langfristig entwickeln, mit welchen Auswirkungen auf Preise, Industrie und Wirtschaft? Was ist zu erwarten, wenn der Gastransitvertrag Russlands mit der Ukraine wie angekündigt mit Jahreswechsel ausläuft?
Darüber diskutieren:
Carola Millgramm, Leiterin Gasabteilung der E-Control
Judith Obermayr-Schreiber, Industriellenvereinigung
Gerhard Roiss, Ex-OMV-Vorstandschef
In Bangladesh ist im Sommer das autokratische Regime gestürzt worden.
Proteste von Studierenden haben dazu geführt, nicht aber ohne einen hohen Blutzoll: Einige hundert Menschen sind bei den wochenlangen Protesten von Sicherheitskräften getötet worden, ehe die Regierungschefin, Sheik Hazina, Anfang August im Hubschrauber nach Indien flüchtete.
In Bangladesch hat inzwischen Friedensnobelpreisträger Muhamad Yunus - er ist für seine Bewegung der Mikrokredite bekannt geworden - eine Übergangsregierung gebildet. Ursprünglich hieß es, sie solle nur drei Monate im Amt bleiben, doch diese Zeit ist bereits abgelaufen, eine so kurze Spanne wird wohl nicht reichen.
Das bevölkerungsreiche Bangladesh - mit über 170 Millionen Einwohnern auf einer Fläche, nicht einmal halb so groß wie Deutschland - hat mannigfaltige wirtschaftliche Probleme; die Bevölkerung ist arm, und eine stabile Demokratie muss erst aufgebaut werden.
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