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Öl ist mehr als nur ein Rohstoff – es ist eines der wichtigsten Machtinstrumente der Weltpolitik. Wenn Kriege im Nahen Osten eskalieren, beeinflussen sie Märkte, Lieferketten und ganze Volkswirtschaften. Durch den Krieg im Iran ist der Ölpreis zuletzt sprunghaft gestiegen, Börsen reagieren nervös, und die Angst vor einem neuen Energieschock wächst. Transport, Produktion und Energie werden teurer – und auch die deutsche Wirtschaft bleibt von steigenden Ölpreisen nicht unberührt.
Für China könnte diese Entwicklung besonders problematisch werden. Das Land hat in den vergangenen Jahren große Mengen billiges Rohöl aus dem Iran, Russland und Venezuela importiert – vor allem über verdeckte Handelswege, Ship‑to‑Ship‑Transfers über sogenannte Schattenflotten. Diese Konstellation hat eine Art parallelen Energiemarkt entstehen lassen.
Gleichzeitig ist die Lage an der Straße von Hormus angespannt. Durch die Meerenge werden im Normalfall etwa 20 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert – rund 20 Prozent der weltweit gehandelten Menge. Berichte über blockierte Passagen und ausweichende Tanker zeigen, wie verwundbar dieser Korridor in Zeiten militärischer Eskalation ist. Sollte der Transit länger gestört sein, geraten Lieferketten ins Stocken.
Wie groß ist die Gefahr eines neuen globalen Ölpreisschocks? Wird Chinas Energiestrategie vom Vorteil zur wirtschaftlichen Achillesferse? Und beschleunigt der Konflikt im Nahen Osten eine neue Phase ökonomischer und geopolitischer Blockbildung? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der 131. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Dr. Eva Seiwert vom Merics, dem Mercator Institute for China Studies.
Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.
By ZEIT ONLINE5
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Öl ist mehr als nur ein Rohstoff – es ist eines der wichtigsten Machtinstrumente der Weltpolitik. Wenn Kriege im Nahen Osten eskalieren, beeinflussen sie Märkte, Lieferketten und ganze Volkswirtschaften. Durch den Krieg im Iran ist der Ölpreis zuletzt sprunghaft gestiegen, Börsen reagieren nervös, und die Angst vor einem neuen Energieschock wächst. Transport, Produktion und Energie werden teurer – und auch die deutsche Wirtschaft bleibt von steigenden Ölpreisen nicht unberührt.
Für China könnte diese Entwicklung besonders problematisch werden. Das Land hat in den vergangenen Jahren große Mengen billiges Rohöl aus dem Iran, Russland und Venezuela importiert – vor allem über verdeckte Handelswege, Ship‑to‑Ship‑Transfers über sogenannte Schattenflotten. Diese Konstellation hat eine Art parallelen Energiemarkt entstehen lassen.
Gleichzeitig ist die Lage an der Straße von Hormus angespannt. Durch die Meerenge werden im Normalfall etwa 20 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert – rund 20 Prozent der weltweit gehandelten Menge. Berichte über blockierte Passagen und ausweichende Tanker zeigen, wie verwundbar dieser Korridor in Zeiten militärischer Eskalation ist. Sollte der Transit länger gestört sein, geraten Lieferketten ins Stocken.
Wie groß ist die Gefahr eines neuen globalen Ölpreisschocks? Wird Chinas Energiestrategie vom Vorteil zur wirtschaftlichen Achillesferse? Und beschleunigt der Konflikt im Nahen Osten eine neue Phase ökonomischer und geopolitischer Blockbildung? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der 131. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Dr. Eva Seiwert vom Merics, dem Mercator Institute for China Studies.
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