Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Indien und die Beatles – Auf den Spuren einer Faszination
    Im Februar 1968 reisten die Beatles mit ihren Ehefrauen nach Rishikesh in Indien, um im Ashram des Gurus Maharishi Mahesh Yogi zu meditieren. Es war ein medienwirksames Aufeinandertreffen von westlicher und östlicher Kultur. Doch wer hat eigentlich wen inspiriert?
    Blumenbekränzte Beatles am Ufer des Ganges – die Fernsehbilder gingen rund um den Globus. Musikalisch war es beileibe nicht der erste Kontakt zwischen den Welten: Jazz und Beat waren längst in Indien angekommen. Tatsächlich aber bedeutete der Besuch in Rishikesh eine tiefe Zäsur. Der Westen begann sich für die klassische indische Musik zu interessieren. Und für indische Musiker veränderte sich durch die Beatles der Blick auf Musik überhaupt. Eine Spurensuche in Delhi, Rishikesh, Mumbai und Goa.
    55 min
  • «Never give up!» (W)
    Er war der letzte noch lebende Chefankläger der Nürnberger Prozesse: der US-Amerikaner Benjamin Ferencz. Anfang April ist er 103-jährig gestorben. Drei Jahre davor hat ihn Rita Schwarzer getroffen und mit ihm auf sein Leben zurückgeschaut, das ganz im Zeichen der Gerechtigkeit stand.
    Er war einer der ersten bei der Befreiung der Nazi-Konzentrationslager. Ohne ihn wären die kaltblütigen Massenerschiessungen von über einer Million meist jüdischer Zivilisten durch SS-Einsatzgruppen in Osteuropa wohl nie vor Gericht gekommen. Leid und Grauen des Zweiten Weltkriegs haben Benjamin Ferencz für den Rest seines langen Lebens geprägt. Seither kämpfte er unermüdlich für eine gerechtere, friedlichere Welt ohne militärische Konflikte. Am 7. April verstarb der 1.54 kleine, grosse Mann im Alter von 103 Jahren.
    Erstsendung: 28. Februar 2020
    1 hr 1 min
  • Österreichische Literatur von der Wiener Moderne bis heute
    Was ist österreichische Literatur? Welches sind die Höhepunkte und was macht sie aus? Die Passage zum österreichischen Auftritt als Gastland an der Leipziger Buchmesse geht diesen Fragen nach und macht eine Entdeckungsreise durch hundert Jahre österreichische Literatur.
    Arthur Schnitzler, Joseph Roth, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Elfride Jelinek. Wer kennt sie nicht, die grossen österreichischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller der letzten hundert Jahre? Aber wer kennt noch den exzentrischen Wiener Kaffeehausdichter Peter Altenberg? Wer die schreibende Aristokratin Marie von Ebner-Eschenbach, die mit ihrem Roman «Das Gemeindekind» sogar die Sozialdemokraten begeistert hat? Und wer erinnert sich an Marlen Haushofer, die mit «Die Wand» einen der grossen österreichischen Nachkriegsromane geschaffen hat? Die «Passage» von Michael Luisier mit den beiden Gästen Daniela Strigl und Karl Markus Gauss begibt sich auf eine Entdeckungsreise durch hundert Jahre österreichische Literatur, fragt nach ihren Besonderheiten und Einzigartigkeiten, nach den Unterschieden zur deutschen Literatur und vor allem nach den Gründen ihrer stets hohen Qualität.
    54 min
  • Wie die Shoah ins Gedächtnis rufen, wenn niemand mehr spricht? (W)
    Sie haben die Shoah erlebt und sind dem Tod entronnen. Viele Holocaust-Überlebende widmeten viel Zeit ihres Lebens dem Erinnern. Jetzt sind die letzten von ihnen hochbetagt. Wer tritt an ihre Stelle, wenn sie nicht mehr sind? Was braucht es, um nicht zu vergessen?
    Jede Nacht fragt sich der gebürtige Pole Bronislaw Erlich, welches Schicksal seine Eltern ereilte, bevor sie starben. Als 16-Jähriger hat er 1939 seine Familie in Warschau verlassen, um dem sicheren Tod zu entgehen. Auf seiner abenteuerlichen Flucht legte er zeitweise seine jüdische Identität ab. Der heute 100-Jährige wohnt im Kanton Bern und ist einer der letzten Zeitzeugen. Seine Erinnerung hält auch unsere Erinnerung an den Holocaust wach. Doch was, wenn niemand mehr lebt und sich erinnert? Wie lässt sich ein wachsamer Umgang mit Antisemitismus auch weiterhin garantieren?
    Erstsendung: 4. Mai 2018
    57 min
  • Eberhard W. Kornfeld – ein Leben für die Kunst (W)
    Der Kunsthändler und leidenschaftliche Kunstsammler Eberhard W. Kornfeld ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Im langen Leben des Baslers spiegelt sich auch der Wandel des Kunstbetriebs im 20. Jahrhundert. Ein Porträt.
    Eberhard W. Kornfeld ist seit Jahrzehnten eine feste Grösse in der Kunstwelt. Seine Galerie in Bern war eine der renommiertesten Adressen im globalen Auktionsgeschäft. Und er hat Freundschaften gepflegt mit Künstlern wie Sam Francis, Pablo Picasso oder Alberto Giacometti. Unliebsame Aufmerksamkeit erfuhr Kornfeld im Herbst 2013, als der Fall Gurlitt publik wurde – der Galerist stand in einer langjährigen Geschäftsbeziehung zu Cornelius Gurlitt.
    In «Passage» erzählte 2019 Eberhard Kornfeld aus seinem Leben: Wie er die Welt der Kunst geprägt hat – und wie sie ihn geprägt hat.
    Erstsendung: 4. Januar 2019
    57 min
  • «Through the Looking-Glass ...» – Die Metapher des Spiegels
    Auf seiner glänzenden Oberfläche erkennen wir uns selbst. Er bringt die Wahrheit an den Tag, auch die unverkennbaren Zeichen des Alterns – und also den Tod. Der Spiegel war immer ein ambivalentes Symbol – die Vieldeutigkeit der Beziehung von Ich und Welt, Gott und Mensch wird so ins Bild gefasst.
    In der Literatur ist der Spiegel oft ein schonungsloser Richter: Ob Schneewittchens Stiefmutter oder Narcissus vor seinem Spiegelbild auf dem Wasser – wohin einen die Selbstreflexion führt, hängt auch davon ab, welche Haltung und Reife man mitbringt. Auch im Volksglauben spielt der Spiegel eine wichtige Rolle: Beim Tod eines Menschen werden die Spiegel verhängt, damit die Seele des Toten nicht im Totenzimmer verharrt. Eine Reise durch unterschiedlichste Spiegel- und Seelenlandschaften, die zugleich eine Geschichte der Menschheit, der Dichtung, des Glaubens und der Philosophie ist.
    52 min
  • Der Serpent oder das Geheimnis der singenden Schlange (W)
    Es war Liebe auf den ersten Ton. Der Klang des barocken Musikinstruments berührte Stephan Berger so tief, dass der Multihandwerker sich entschloss, das Geheimnis der singenden Schlange zu lüften. Koste es, was es wolle.
    Der Serpent hat einen vierfach gewundenen Klangkörper aus Walnussholz. Der Holzkern ist mit einer Tierhaut überzogen. Das Wissen, wie die Tierhaut auf den noblen Holzkörper kam, war verloren. Die Passage erzählt die erstaunliche Geschichte, wie der Multihandwerker Stephan Berger zum Instrumentendetektiv wurde und wie er das Geheimnis der singenden Schlange nach zweijähriger Suche schliesslich löste.
    Heute ist Stephan Berger der beste Serpentbauer, die Konzertbühnen der Welt sind frei für das schwarz glänzende, elegant geschwungene Klangjuwel.
    Diese Sendung wurde von der Stiftung für Radio und Kultur unterstützt.
    Erstsendung: 14. Oktober 2022
    1 hr
  • Maestro der Comebacks
    Der brasilianische Pianist und Dirigent João-Carlos Martins gehört zu den zu Unrecht vergessenen großen Bachinterpreten des 20. Jahrhunderts. Er hat eine Lebensgeschichte, die so ungewöhnlich ist wie seine Musik.
    Jeder in Brasilien kennt ihn unter dem Namen «Maestro». Als Wunderkind gefeiert und gefördert, startet der 1940 geborene brasilianische Pianist João Carlos Martins in eine glänzende Zukunft. Sein Auftritt in der Carnegie Hall 1962 macht ihn schlagartig berühmt. Doch dann behindern Krankheit und Unfälle seine Karriere, denen er mit unglaublichem Überlebenswillen und Kreativität trotzt. Immer wieder startet er erfolgreiche Comebacks. 2002 streiken seine Hände dann endgültig. Er wird Dirigent und gründet in São Paulo sein eigenes Orchester.
    56 min
  • Von Gott, Kakerlaken und einem maskierten Helden (W)
    Der 1917 geborene amerikanische Comic-Autor Will Eisner war der große alte Mann der amerikanischen Comics. Während 70 Jahren hat sich Will Eisner immer wieder neu erfunden und dabei die amerikanischen Comics geprägt wie kein anderer.
    Superhelden sucht man bei Will Eisner vergeblich, dafür schuf er 1940 mit «Spirit», einem maskierten Detektiv, eine der interessantesten und komplexesten US-Amerikanischen Comic-Figuren. Über 30 Jahre später, mit 61 Jahren, revolutionierte er mit «Ein Vertrag mit Gott», einem der ersten amerikanischen Comic-Romane für Erwachsene, 1978 die Comic-Szene erneut. In diesem Alterswerk thematisierte er sein jüdisches Erbe, ethnische Vorurteile, Immigration und den amerikanischen Traum. Bis Juni 2023 widmet das Cartoonmuseum Basel dem Godfather der Graphic Novel eine umfassende Retrospektive.
    Erstsendung: 3. März 2017
    55 min
  • Langston Hughes, Zora Neale Hurston und die Harlem Renaissance
    Zwischen den beiden Weltkriegen etablierte sich im New Yorker Stadtteil Harlem eine afroamerikanische Bewegung, die nicht nur Keimzelle der späteren Bürgerrechtsbewegung war, sondern vielen als die wichtigste US-amerikanische Kulturbewegung des 20. Jahrhunderts gilt: The Harlem Renaissance.
    Die Harlem Renaissance erforschte die bislang unterdrückte und verachtete afroamerikanische Kultur, rückte sie selbstbewusst ins Rampenlicht und entwickelte sie kometenhaft weiter. Die Anthropologin und Schriftstellerin Zora Neale Hurston und der vor allem als Lyriker bekannte Langston Hughes gehörten zu den bedeutendsten Protagonisten der Bewegung. Ihre Werke sind in den USA heute Schulstoff und, wie die Bewegung überhaupt, erstaunlich modern geblieben. Wie sonst hätte sich die Lyrikerin Amanda Gorman an Joe Bidens Inauguration auf Langston Hughes ikonisches Gedicht «I, Too» von 1926 berufen?
    58 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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