Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Dear Mr. President ... Die amerikanische Aktionskünstlerin Sheryl Oring
    Die Künstlerin Sheryl Oring setzt sich aus, handelt und bewegt etwas, indem sie tippt, was ihr die Leute diktieren. Ihre Kunst bezeichnet sie mit dem selbst erfundenen Begriff ‚Agitype‘.
    Ihr Archiv ist randvoll mit Stimmen und bewegenden Geschichten aus der ganzen Welt. Tausende von Postkarten hat sie bisher an die Präsidenten der USA geschrieben. In Berlin hat alles angefangen, als Sheryl Oring vor 20 Jahren auf einem Flohmarkt ein Geräusch hörte: das Klappern einer alten Erika-Schreibmaschine.
    56 min
  • Das absolute Auge – ein Porträt der Fotografin Sabine Weiss
    Sabine Weiss, geboren 1924 im Walliser Dorf Saint-Gingolph und aufgewachsen in Genf, zählte in Frankreich zu den stilbildenden Fotografinnen der Nachkriegszeit. In der letzten Dezemberwoche 2021 ist Sabine Weiss 97jährig gestorben.
    Es ist ein Ort der Ruhe inmitten der Geschäftigkeit von Paris: In einem Hinterhof liegt das Atelier von Sabine Weiss, wo sie seit 1946 lebte und arbeitete. In Frankreich wird sie als letzte Vertreterin der «photographie humaniste» gefeiert – eine fotografische Bewegung, die Menschen und ihre Emotionen in Alltagssituationen ins Zentrum rückten. Sabine Weiss arbeitete für renommierte Reportage-Magazine und als Werbefotografin, zu einer Zeit, als es in diesem Beruf noch kaum Frauen gab. Obwohl ihre Fotografien in zahlreichen Ausstellungen rund um die Welt gezeigt wurden, bezeichnete sich Sabine Weiss nicht als Künstlerin, sondern als Handwerkerin.
    Erstausstrahlung: 27.10.2017
    55 min
  • Der Lyriker Jan Wagner – ein sprachlicher Virtuose
    Zu Gast bei Felix Münger sind der deutsche Lyriker Jan Wagner und der Berner Klangkünstler Robert Aeberhard. Die beiden lassen im Wechselspiel musikalisch-sprachliche Klangwelten entstehen.
    Jan Wagner zählt zu den erfolgreichsten Lyrikern der Gegenwart. In seinen Werken geht er oft von Alltäglichem aus und erkundet voll Poesie grössere Horizonte. Der Musiker Robert Aeberhard («Fitzgerald & Rimini») lässt zu Wagners Lyrik passende Soundsphären aus Tönen, Melodien und Geräuschen entstehen.
    Hinweise zu Jan Wagners Werken:
    Regentonnenvariationen, Hanser Berlin, Berlin 2014.
    Selbstporträt mit Bienenschwarm, Hanser Berlin 2016.
    Die Live Butterfly Show, Hanser Berlin, Berlin 2018.
    Matthew Sweeney: Der Schatten der Eule, übersetzt aus dem Englischen von Jan Wagner, Hanser Berlin 2021.
    1 hr
  • Der New Yorker Stammtisch der Emigrantinnen und Emigranten
    Seit 1943 treffen sich in Manhattans Upper East Side Überlebende, die auf der Flucht vor der NS-Verfolgung in die USA emigrierten. In den Zusammenkünften wird miteinander gegessen, gelacht und gesprochen, über Kultur, Politik und Persönliches, die Vergangenheit und das Heute - auf Deutsch.
    Nach dem Tod der langjährigen Gastgeberin Gaby Glückselig 2015, hat Trudy Jeremias diese Rolle übernommen. Den Stammtisch, zu dem die 95-Jährige jeden Mittwoch einlädt, gibt es seit 1943. Gegründet wurde er von Emigrant/innen aus Deutschland und Österreich. Neben der Sprache teilen die Stammtischgäste "Erinnerungen an ähnliche Begebnisse im Leben. An die Flucht oder die Auswanderung und auch noch an die Zeit vor 1938". Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Wahl-New Yorker/innen und Besucher/innen aus Österreich und Deutschland in die Stammtisch-Runde aufgenommen.
    55 min
  • Susanna Mälkki, Dirigentin und Schatzmeisterin der Sinfonik
    Die finnische Star-Dirigentin Susanna Mälkki gilt als Koryphäe im Bereich der neuen und neusten Musik. Aber nicht nur: Mälkki dirigiert in den bedeutendsten Konzert- und Opernhäusern weltweit selbstverständlich auch das klassisch-romantische Repertoire.
    Seit 2016 ist Susanna Mälkki Chefdirigentin des Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Orchester ihrer Heimatstadt. Die Konzertprogramme sind seither in vielerlei Hinsicht diverser geworden: Mälkki hat nicht nur mehr Dirigentinnen nach Helsinki geholt, sondern auch eine ausgewogene Mischung aus älteren und neusten Werken etabliert. Das uferlose sinfonische Repertoire sei wie eine riesige Schatzkammer, die es offen zu halten gelte – es wäre schade, dem Publikum nur einen kleinen und den immer gleichen Teil dieses Schatzes zu zeigen.
    56 min
  • Stimmen gegen das Trauma – «Female Voice Of Afghanistan»
    Mit dem Abzug der westlichen «Befreier» aus Afghanistan 2021, kehrten die alten Machthaber zurück. Zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Situation für sie dramatisch verändert hat, gibt das Streaming-Festival «Female Voice of Afghanistan» einigen Sängerinnen des Landes eine globale Plattform.
    Noch im Juli reisten die iranische Musikethnologin Yalda Yazdani und Andreas Rochholl, Leiter der Zeitgenössischen Oper Berlin, nach Kabul. Sie porträtierten junge, mutige Musikerinnen, die sich dem islamischen Verhaltenskodex und westlicher Fremdbestimmung entgegenstellen. Sie filmten Konzerte und leiteten Teamworks mit europäischen Künstler:innen in die Wege. Unter den neuen Vorzeichen ist «Female Voice of Afghanistan» zum Politikum geworden. Die Passage lässt die Festivalmacher, vor allem aber die Sängerinnen zu Wort kommen. Einige mussten mittlerweile unter erschütternden Umständen fliehen.
    56 min
  • Zwei alte Schachteln auf der Suche nach der ewigen Jugend
    Ältere Männer sind angesehen, selbst wenn sich die Haare lichten, ältere Frauen dagegen machen auf blond. Einst versprach der Atemhauch einer Jungfrau, Jahresringe weg zu pusten, heute sind es die Anti-Aging Propheten – und Frauen fallen darauf rein, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten.
    Ach ja, die Schönheit. Muss sich ausgerechnet dann alles um Selbstoptimierung und Aussehen drehen, wenn Frauen alt werden? Tatsache ist: Die Haut ist knittrig, sie kommen auf High-Heels ins Stolpern und das Kleingedruckte können sie nur noch mit Brille lesen. Es ist ein Elend, dass die klassischen Werte des Alters heute so wenig gefragt sind: Erfahrung, Weisheit, Geduld. Die Autorinnen Margot Litten und Mechthild Müser surfen durch die Kulturgeschichte des Alterns zwischen schönem Schein und wahrem Sein.
    55 min
  • Odessa – das globalisierte jüdische Erbe
    Odessa am Schwarzen Meer war einst Knotenpunkt jüdischen Lebens und Schreibens. Auf die Blütezeit zur Jahrhundertwende folgten Krieg, Vernichtung und Vertreibung. Odessa wurde zu einem kulturellen Sehnsuchtsort. Wo ist dieses jüdische Odessa heute?
    Die Hafenmetropole Odessa zog im 19. Jahrhundert freiheitsliebende Intellektuelle an. Insbesondere jüdische Autoren kamen in die multikulturelle Stadt, um hier eine moderne, europäische und weltoffene Existenz zu führen. So entstand die moderne jiddische und hebräische Literatur. In den Kaffeehäusern debattierten die führenden Köpfe der jüdischen Emanzipationsbewegung namens Zionismus. An sie erinnern im heute ukrainischen Odessa nur noch ein paar Steintafeln. Wir gehen auf Spurensuche nach dem ikonischen Odessa und fragen, wo das jüdische Odessa heute noch zu finden ist, – wenn nicht in Odessa selbst, dann aber vielleicht in New York, Israel oder gar in der Schweiz?
    57 min
  • «Eine tolle Schinderei» – 100 Jahre «Im Kampf mit dem Berge»
    Mit dem Stummfilm «Im Kampf mit dem Berge» schreibt Arnold Fanck 1921 Kinogeschichte. Keiner hatte vor ihm auf über 4'000 Metern Höhe gedreht. Die Protagonistin Ilse Rohde ist als Frau in den Bergen ein Novum. Und Paul Hindemith komponiert dazu eine der ersten Filmmusiken überhaupt.
    Am 22. September 1921 kommt mit «Im Kampf mit dem Berge» der erste abendfüllende Bergfilm in die deutschen Kinos. Arnold Fanck inszeniert darin die spektakuläre und gefährliche Besteigung des 4500 Meter hohen Liskamm in den Walliser Alpen durch die Skiläufer:innen Ilse Rohde und Hannes Schneider. Einen Platz in der Filmgeschichte erhält der Streifen nicht zuletzt wegen der Filmmusik von Paul Hindemith, eine der ersten Originalkompositionen der deutschen Stummfilmkunst. Doch der Film geht verloren und gilt als verschollen, bis er 2013 rekonstruiert und digitalisiert wird. Der Dirigent Frank Strobel und Stefanie Latzin, die Enkelin von Ilse Rohde, gehen auf Spurensuche.
    1 hr 2 min
  • Du lieber Schwan!
    Von Schafdarmsaiten bis zu Gänsehaut und singenden Schwänen – es steckt viel Tierisches in der menschlichen Musik. Und wenn man den Spiess umdreht? Finden uns Tiere musikalisch?
    Unter dem Titel «Der Klang der Tiere» zeigt das Historische Museum Basel eine Ausstellung, die untersucht, warum wir Menschen so gerne Musikalität auf das Tier projizieren. Können Vögel «singen»? Und was ist er Reiz daran? Fakt ist, dass wir tierische Materialien brauchen, um Instrumente zu bauen. Das ist nicht immer unproblematisch. Wir sprechen bei einem Rundgang mit Museumsdirektorin Isabel Münzner. Henkjan Honing, Professor für Musikkognition, seinerseits erklärt, was es mit der Musikalität von Tieren auf sich hat. Und ein paar Schwäne ziehen ebenfalls durch die Sendung: singend, musizierend, in aller Pracht.
    1 hr 1 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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