Perspektiven

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Die Forscherin, die auszog, um das Glück zu finden
    «Wenn ich glücklich gewesen wäre, hätte ich mich wohl kaum auf den Weg gemacht, um das Glück zu finden», lächelt Simone Harre. Ihr eigenes Unglück hat sie zum Glück geführt.
    Simone Harre wollte aus erster Hand hören, was Menschen glücklich macht, wie sie das Glück finden und was es konkret beinhaltet. Deshalb hat sie zehn Jahre lang unterschiedlichste Menschen interviewt und ihre Geschichten aufgeschrieben.
    Simone Harres Erkenntnis: das Glück wohnt in der Seele des Menschen. Es ist quasi schon da und wartet, bis die Menschen es wahrnehmen. Und oft findet sich das Glück genau dort, wo Menschen es am wenigsten vermuten. Dort, wo es sich schwer und traurig anfühlt.
    29 min
  • Sinnerfüllt durch Krisenzeit - Lernen von Viktor Frankl
    Alexander Batthyány leitet das Viktor Frankl Zentrum Wien und ist Professor für sinnorientierte Psychotherapie. In Perspektiven spricht er über eine Haltung, die aus Hoffnung und Sinn schöpft. So liessen sich Krisenzeiten besser durchstehen.
    «Die Welt ist nicht heil, aber heilbar». Das sagte der Psychiater Viktor Frankl, und so heisst das aktuelle Buch von Alexander Batthyány und Elisabeth Lukas. Frankl hatte das Konzentrationslager überlebt, seine Eltern und seine Frau nicht. Inmitten dieser tiefsten Krise sagte er, die Welt sei «heilbar».
    Wie kommt jemand, wie kommt man zu so einer Haltung? Obwohl alles um einen herum etwas anderes zu sagen scheint? Kann jeder Mensch Sinn und Hoffnung finden? Wie geht das konkret? Und ist es wirklich so einfach, ein «guter» Mensch zu sein?
    Der Therapeut und Professor für Logotherapie Alexander Batthyány ermutigt Menschen angesichts aktueller Herausforderungen dazu, ihr Leben ganz bewusst zu gestalten. Die innere Freiheit sei entscheidend. Egal wie die Umstände sind, wir können unsere innere Haltung dazu verändern, ist er überzeugt. Ganz im Sinne Viktor Frankls: «Trotzdem Ja zum Leben sagen».
    Buchhinweis:
    Alexander Batthyány, Elisabeth Lukas: «Die Welt ist nicht heil, aber heilbar» Tyrolia Verlag, 2023.
    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken dazu auf [email protected]
    30 min
  • Kirchenglocken spielen Jazz: Matthias Schriefls «Geläut»
    Matthias Schriefl wuchs in einem Wallfahrtsort im Allgäu auf. Das Läuten der Glocken prägte seinen Alltag. Während des Lockdowns hatte der Jazztrompeter Matthias Schriefl ein tiefgreifendes Glockenerlebnis. Er beschloss, für Kirchenglocken Jazzmusik zu schreiben.
    Als Kind spielte Matthias Schriefl in der Familienblasmusik beim Gottesdienst Trompete. Während die anderen nach Noten spielten, improvisierte er gerne. Im römisch-katholischen Internat übte er in einem Kellerraum «wie ein Besessener», wie er sagt. Heute gehört Matthias Schriefl zu den wichtigsten Jazztrompetern Europas.
    Schon als Kind liebte er den Klang der Glocken. Während des Lockdowns lauschte er allabendlich dem Vollgeläut aller Kirchen Kölns. Es war die einzige Musik, die im öffentlichen Raum erklingen durfte. Und der Jazztrompeter beschloss, Glocken in Konzerten als Musikinstrument einzusetzen. Er spielt gemeinsam mit einer vierköpfigen Band, die er eigens für «Geläut» ins Leben rief.
    Matthias Schriefl liebt Rituale, er liebt Weihrauch und gemeinsamen Gesang. Über Spiritualität sprechen fällt ihm schwer. In seiner Musik bringt er seine Innenwelt zum Ausdruck. Er hat für einzelne Kirchenglocken und Vollgeläute Musik komponiert, die zu Herzen geht.
    29 min
  • Erinnerungen an Weihnachten in den 1960er Jahren
    Weihnachten ist am schönsten, wenn man ein Kind ist – das zeigen die herzerwärmenden Erinnerungen von Erica Brühlmann-Jecklin. Die Autorin, Liedermacherin und Psychotherapeutin lässt uns an den magischen Weihnachtsmomenten ihrer Kindheit in den 1960er Jahren teilhaben.
    «Wie bitte soll man schlafen können, wenn einem das Herz so fröhlich sprang, weil man immerzu an die «Päckli» unter dem Baum denken musste?» - In 16 nostalgischen Geschichten ruft Erica Brühlmann-Jecklin jene Vorfreude auf das Weihnachtsfest in Erinnerung, die nur ein Kind haben kann. Als Tochter einer alleinerziehenden Mutter, wuchs sie in den 1960er Jahren zusammen mit ihren sechs Geschwistern in bescheidenen Verhältnissen auf. Umso mehr war das Fest der Liebe stets auch ein Fest der Gemeinschaft, der Hilfsbereitschaft unter Nachbarn, der Grosszügigkeit von Fremden.
    Das Buch «Ganz aus Schokolade» ist für all jene, die noch einmal in die besondere Weihnachtszeit aus den Augen eines Kindes eintauchen möchten. Voll mit Geheimnisvollem, Warmherzigem und Versöhnlichem - damals wie heute.
    Buchhinweis:
    Erica Brühlmann-Jecklin: «Ganz aus Schokolade», TVZ Theologischer Verlag Zürich, 2023.
    Schreiben Sie uns Ihre Erinnerungen an Weihnachten auf [email protected]
    30 min
  • Der persischsprachige Dichter Rumi im Originalton (W)
    Mit der ersten deutschen Gesamtübersetzung des «Masnawi» in Versform rückt Übersetzer Otto Höschle den Fokus auf eine Figur der Weltliteratur: den Dichter und Mystiker Dschalal ad-Din Rumi (1207-1273), kurz: Rumi.
    Der Rumi-Übersetzer Otto Höschle spricht über die Herausforderung, einen mittelalterlichen persischen Text klingend ins Deutsche zu bringen.
    Wir hören Rumi im persischen Original. Und wir fragen bei Kunsthistorikerin Elika Djalili und Islamwissenschaftler Urs Gösken nach, warum Rumi seit so vielen Jahrhunderten attraktiv und bedeutsam geblieben ist, bei Jung und Alt, in der Hoch- und Popkultur.
    Denn Rumi wird bis heute gesungen und gelesen, und zwar nicht nur im Iran, in der Türkei und in Afghanistan, sondern ebenso im Westen.
    Zum 750. Geburtstag des Dichters Rumi wiederholen wir diesen Beitrag vom April 2022.
    Autorin: Nadine Lützelschwab
    27 min
  • Schweizer Hinduismus: Von Yoga-Gurus zu Shiva und Frauenpower
    Schon früh faszinierten Yoga und die fernöstliche Philosophie des Hinduismus in der Schweiz. Doch es waren die Tamilinnen und Tamilen, die den Schweizer Hinduismus in den letzten 40 Jahren massgeblich prägten. Eine von ihnen ist Mala Jeyakuma, eine der ersten Hindu-Priesterinnen weltweit.
    Mala Jeyakumar flüchtete in den 1980er Jahren vom Bürgerkrieg in Sri Lanka – und traf in der Schweiz auf einen Hinduismus, der mit dem in ihrer Heimat wenig zu tun hatte. Tempel etwa gab es praktisch keine. Und so feierte die erste Generation tamilischer Hindus ihre Feste in Wohnungen und Hinterhöfen. Sie organisierten sich und bauten bis heute schweizweit über 20 Hindu Tempel. Und dabei blieb es nicht: Im Hindu Tempel in Bern, im Haus der Religionen, entwickelte sich ein Reform-Hinduismus, der das Kastenwesen ablehnt und Frauen als Priesterinnen zulässt.
    In Perspektiven erzählt Mala Jeyakumar, wie es war, eine neue Heimat für sich und ihre Religion zu finden, wie ihr der Hinduismus beim Ankommen und Einleben in der Schweiz half und wie die Migration auch ihre Art, den Hinduismus zu leben, veränderte. Und Laavanja Sinnadurai, tamilische Schweizerin der zweiten Generation, erzählt, wie sie die Religion ihrer Eltern lebt.
    Zu den «Frommen Törtchen» mit Laavanja Sinnadurai geht's hier >
    Zu einem Gespräch über 40 Jahre tamilische Diaspora geht's hier >
    29 min
  • Claude AnShin Thomas: Vom Soldaten zum Zen-Mönch
    Er hat im Vietnamkrieg gekämpft. Unter den belastenden Erfahrungen leidet Claude AnShin Thomas bis heute. Die Zen-Meditation ermöglicht ihm, mit seinem Leiden in Frieden zu leben. Diese Erfahrung will er anderen weitergeben.
    Claude AnShin Thomas stellt seine ganze Kraft in den Dienst des Friedens. Er meditiert mit Soldaten, Veteranen und Gefangenen. «Der Krieg beginnt in uns», sagt der Zen-Mönch. «Wir alle haben unsere Wut, unsere Aggression und destruktiven Gedanken. Wenn wir lernen, sie zu beobachten, ohne sie abzulehnen und ohne ihnen nachzugeben, eröffnen sich neue Möglichkeiten, Konflikte zu führen und unser Leben zu gestalten.»
    Claude AnShin Thomas leitet das Magnolia Zen Center in Florida. Weil er selber gekämpft hat und Gewalt am eigenen Leib erfahren hat, ist er für viele ein Vorbild. Doch es geht ihm nicht darum, jemanden zu überzeugen. «Ich lade ein, der Stille Raum zu geben, hinzuschauen, sich seinen Abgründen zu stellen. Mir hat die Meditation das Leben gerettet. Heute lebe ich im Frieden mit meinem Unfrieden. Gerne unterstütze ich Menschen dabei, ihren eigenen Weg zum Frieden zu finden.» Meditation ist für Claude AnShin Thomas nicht nur das Sitzen in der Stille. Meditation sei eine Lebenshaltung der Achtsamkeit, die sich in allem zeigt, was ein Mensch tue.
    Buchhinweis:
    Claude AnShin Thomas: «Meditation mitten im Leben - 108 Lehren auf dem Zen-Weg», Edition Spuren 2023.
    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken dazu auf [email protected]
    29 min
  • Wie Missbrauchsskandale die Priesterausbildung verändern
    Rund um die Pilotstudie zu Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz kam auch die Priesterausbildung in den Blick. Auch hier setzt Prävention an. Funktioniert das? Wie werden Themen wie Sexualität oder Abhängigkeit behandelt? Ein Besuch im Churer Priesterseminar St. Luzi.
    Seit Veröffentlichung der Pilotstudie zu sexuellem Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche sind sowohl die Studierenden als auch die Verantwortlichen verstärkt mit den Themen Sexualität, Abhängigkeit, Nähe-Distanz oder Trauma konfrontiert.
    Doch die Priesterausbildung sei schon lange im Wandel, sagt Regens Daniel Krieg. Es werde bereits viel offener über Sexualität gesprochen, als zu Zeiten seiner eigenen Ausbildung. 
    In Perspektiven gehen wir der Frage nach, wie sich die Priesterausbildung verändert - auch und besonders angesichts der Missbrauchsskandale. Wie offen ist die Gesprächskultur? Welche Massnahmen gibt es, die einen gesunden Umgang mit Nähe und Distanz fördern? 
    Zu Wort kommen:
    * David Pollak, 20-jähriger Priesteramtskandidat. Er reflektiert u.a., was es bedeutet, auf Ehe und Sexualität zu verzichten - und warum er bereit wäre, diesen Preis zu zahlen. 
    * Regens Daniel Krieg sagt, das Priesterseminar sei bereits «auf einem guten Weg». Was genau meint er damit? 
    * Spiritual Karl Wolf begleitet Kandidierende wie David Pollak. 
    * Silke Weinig: Auch sie lebt im Priesterseminar, möchte Pastoralassistentin werden. Dass sie als Frau hier ist, ist Teil der Öffnung des Seminars. 
    Autorin: Léa Burger
    Wir freuen uns über Ihre Post und Anregungen auf [email protected]
    29 min
  • Mira Ungewitter: Gott ist Feministin
    Von Eva über Maria bis zu Lady Gaga und Britney Spears: Die Pastorin Mira Ungewitter bringt Popkultur und feministische Theologie zusammen. Damit bringt sie einiges in Bewegung. 
    Sie traut queere Paare und hinterfragt Dogmen zu Sexualmoral und Abtreibung. Das hätte Mira Ungewitter fast ihren Job als baptistische, also freikirchliche Pastorin gekostet. Nach ihrem ersten Buch «Roadtrip mit Gott» und dem Gespräch mit Michael Horowitz «Über Gott und die Welt» ist nun ihr drittes Buch «Gott ist Feministin» erschienen (Herder Verlag). Darin verbindet sie persönliche Erfahrungen und feministische Theologie. Perspektiven begleitet sie auf die «Buch Wien».
    Zu Wort kommen:
    * Mira Ungewitter, Theologin, Autorin, Pastorin, Feministin. 
    * Raffael Neuhold, Vertreter u.a. für den Herder Verlag in Österreich. 
    * Besucherinnen auf der «Buch Wien». 
    Autorin: Dorothee Adrian
    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken an [email protected]
    Buchhinweis: Mira Ungewitter: «Gott ist Feministin. Mein Leben mit Eva, Maria und Lady Gaga» Herder Verlag, 2023
    32 min
  • Evangelikale und Israel: ist das echte Zionsliebe?
    Viele US-Evangelikale sehen im aktuellen Krieg zwischen Hamas und Israel Armageddon und Endzeit herbeigekommen. Sie geloben Solidarität für Israel und beten doch gleichzeitig für die Bekehrung der Juden zu Jesus «als Messias Israels». Ist das wahre Israelliebe?
    Wer sich auf evangelikalen Websites bewegt, kommt am Thema «Israel» nicht vorbei. Von der Rolle Israels im Heilsplan Gottes ist dort die Rede oder davon, dass Christen den Staat Israel unterstützen müssten, damit sich die biblische Prophezeiung erfülle: Damit Jesus als Messias wiederkehren und Gottes Reich aufrichten kann.
    Wie das realpolitisch unterstützt werden soll, findet Theologieprofessor Thorsten Dietz brandgefährlich. Auch der «Bekehrungswunsch», den viele noch gegenüber Juden und Jüdinnen hegen, widerspricht natürlich einer Haltung des Respekts und Dialogs auf Augenhöhe von Kirchen und Judentum.
    Auch der Schweizer Freikirchenverband bekräftigt seine Solidarität mit Israel und verurteilt Antisemitismus. Verbandspräsident Peter Schneeberger lehnt aber einseitige Parteinahmen im Nahostkonflikt ab und distanziert sich von romantisch überzogener «Israel-Verklärung».
    Wie aber erklärt nun Peter Schneeberger als Freikirchenleiter das Verhältnis zu Israel, dem Volk, dem Land, dem Staat und zur Religion Judentum?
    Auskunft geben:
    * Prof. Thorsten Dietz, geb. 1971, Podcaster und Theologievermittler, Privatdozent Universität Marburg, seit 2022 in der Bildungsarbeit der reformierten Kirchen der Deutschschweiz und der Zürcher Kantonalkirche, Mitarbeit bei «Reflab», Referent bei «Worthaus»
    * Peter Schneeberger, geb. 1969, seit 2013 Vorsitzender der Freien Evangelischen Gemeinden Schweiz (FEG), Präsident des Dachverbands freikirchen.ch, per 2024 Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona für Praktische Theologie, Schwerpunkt: Leiterausbildung
    Autorin: Judith Wipfler
    Weiterhören und -lesen hier:
    https://www.srf.ch/kultur/der-weltuntergang-ruft-endzeitangst-woher-sie-kommt-und-was-sie-befeuert
    29 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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