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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Was hilft gegen Reiseübelkeit?
    Niemand ist vor ihr gefeit: Selbst wer jahrelang beschwerdefrei war, hat plötzlich im Zug, im Auto, im Car oder im Flugzeug mit heftiger Reiseübelkeit zu kämpfen. Es gibt aber Hilfe und Tipps, damit es gar nicht so weit kommt. Fahren wir Zug oder sitzen wir im Auto, meldet der Bewegungsapparat dem Hirn Stillstand. Auch die Augen melden, dass man sitzt. Neigt sich der Zug, so bekommt das Gleichgewichtsorgan im Hirn die Meldung: Bewegung. Sitzen und bewegen zugleich – da kommt der Körper mit dem Verarbeiten der Informationen nicht mehr mit. Er reagiert wie bei einer Vergiftung: mit Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.
    Reiseübelkeit lässt sich nicht heilen, aber Sie können etwas dagegen tun.
    Allgemein
    * Ein Stückchen Ingwer kauen. Auch Ingwerbonbons können helfen.
    * Reisekaugummis bei den ersten Anzeichen von Übelkeit nehmen und nicht warten. Spielen Sie nicht den Helden.
    * Wer weiss, dass ihm schlecht wird, unbedingt schon vor der Reise einen Reisekaugummi nehmen.
    Im Auto
    * Am besten fahren sie selbst oder sitzen vorne.
    * Nicht lesen. Nicht aufs Handy, das Tablet oder in den Laptop schauen.
    * Statt über Land zu kurven, fahren Sie besser über die Autobahn. Letztere hat regelmässig weniger Kurven.
    * Einen Punkt in Fahrtrichtung fixieren: Einen Berg oder den Horizont. Funktioniert im Wald, bei Nebel und nachts nicht.
    * Fenster runter! Frische Luft hilft oft.
    Im Bus
    * Wer unter Reiseübelkeit leidet, sollte im Bus in Fahrtrichtung sitzen.
    * Ideal: Neben dem Chauffeur Platz nehmen. So sieht man, was auf der Strasse passiert, ob eine Kurve kommt oder ob er abbremst (gilt auch beim Auto).
    * Weil es neben dem Chauffeur nur zwei begehrte Plätze hat, empfiehlt sich hier ein Reisekaugummi.
    Auf dem Schiff
    * In der Schiffsmitte ist das Schiff am stabilsten und damit am ruhigsten.
    * Nach Möglichkeit an Deck verweilen.
    * Einen Punkt am Horizont oder an der Küste fixieren.
    * Bei hohem Wellengang: Geht das Schiff hoch, ausatmen, geht es runter, einatmen (Zum Merken: Einatmen, da geht die Luft in den Körper, also das Schiff runter, beim Ausatmen, atmet man in die Luft – eben dann, wenn das Schiff hochgeht)
    Im Zug
    * Nicht rückwärtsfahren.
    * Fragen Sie das Gegenüber, den Sitzplatz zu tauschen, damit Sie vorwärts fahren können.
    * Sitzen bleiben und nicht herumlaufen.
    * Augen schliessen und den Kopf gegen die Kopfstütze drücken.
    Im Flugzeug
    * Sitzplatz auf Höhe der Tragflächen wählen, dort ist das Flugzeug am stabilsten.
    * Ablenkung ist immer gut: Essen, aus dem Fenster fotografieren (Handy im Flugmodus), die Landschaft studieren.
    6 min
  • So bringen Sie Osterglocken aus dem Topf im Garten zum Blühen
    Osterglocken werden im März und April in Töpfen zum Verkauf angeboten. Nach der Blüte können sie im Garten ausgepflanzt werden. Osterglocken sind Züchtungen aus unserer einheimischen Art. In der Schweiz nennt man sie auch Aprilglocken oder Gelbe Narzissen, sie wachsen vor allem auf Bergwiesen und -weiden in den Voralpen und im Jura.
    Osterglocken mögen Halbschatten
    Osterglocken mögen sonnige bis halbschattige Standorte, einen frisch-feuchten Boden und reichlich Nährstoffe. Ideal gedeihen sie am Rand eines Blumenrasens, im Hintergrund einer Blumenrabatte oder vor Sträuchern. Einheimische Osterglocken sind im September als Blumenzwiebeln erhältlich.
    Getopfte Osterglocken werden nach der Blüte in den Garten ausgepflanzt. So funktionierts:
    * Für einen Topf Osterglocken zwei etwa 30 Zentimeter tiefe Pflanzlöcher graben, die Osterglocken zum Topf herausnehmen, teilen und setzen.
    * Osterglocken, auch alte Bestände, mit Kompost oder organischem Blumendünger düngen.
    * Blätter erst zurück schneiden, wenn sie gelb geworden sind. In einem Blumenrasen bedeutet dies: Erst sechs Wochen nach der Blüte mähen.
    * Stören die vielen, langen Blätter in einer Blumenrabatte, so nimmt man eine Handvoll Blätter und macht einen Knopf hinein, so stören sie die anderen Pflanzen nicht mehr.
    5 min
  • Drei Tricks für einen effizienten Laufstil
    Rennen können fast alle. Die einen etwas länger, die anderen etwas schneller. Obwohl der Laufstil sehr individuell ist, gibt es ein paar Tipps, die alle beherzigen können, um effizienter zu laufen. Rennen macht mehr Spass, wenn es sich gut anfühlt. Wenn es sich leicht anfühlt und effizient. Dank folgenden Tipps können Sie nicht nur länger, sondern auch eleganter laufen.
    Vokuhila – vorne kurz, hinten lang
    Vokuhila bezieht sich nicht auf eine Frisur aus den 80er Jahren, sondern auf die Schrittlänge. Der Fuss sollte nah vor dem Körper aufsetzen (vorne kurz), dafür hinter dem Körper länger auf dem Boden bleiben (hinten lang). Der längere Bodenkontakt hinter sorgt für einen guten Vortrieb. Der kurze Bodenkontakt vorne für einen nicht zu langen Schritt und ein aktives Auftreten.
    Aufrechte Körperhaltung
    Laufanfänger tendieren dazu, beim Laufen hinten abzusitzen. Das macht schwerfällig und sieht auch so aus. Schieben Sie Ihr Becken beim Laufen nach vorne, so richten Sie sich automatisch auf. Rennen Sie also mit einer stolzen und aufrechten Körperhaltung und einem Blick, der dahin geht, wo Sie hinwollen: nach vorne.
    Läuferdreieck
    Beim Rennen sind nicht nur die Beine wichtig, sondern auch die Arme. Sind die Ellbogen weit offen, bremst das die Laufbewegung ab. Die Ellbogen sollten immer 90 Grad oder spitzer sein. Stellen Sie sich vor, dass Sie – wenn der Ellbogen hinter dem Rücken ist – eine Toblerone zwischen Rücken, Ober- und Unterarm durchschieben können (Läuferdreieck). Oder klemmen Sie gedanklich einen Tennisball im Ellbogen ein.
    5 min
  • Richtiges Verhalten im Stau
    So sicher wie die Osterferien anfangen, so sicher gibt es wieder Stau auf unseren Autobahnen. Geduld und Nerven werden auf die Probe gestellt. Was man dabei meist vergisst: Auch im stehenden Verkehr gelten Regeln. Auch wenn nichts mehr geht und man Stossstange an Stossstange feststeckt, kann man einiges falsch machen und dafür im schlechtesten Fall sogar eine Busse oder Ausweisentzug kassieren.
    Problem Rettungsgasse
    Der erste Fehler unterläuft uns Autofahrerinnen und Autofahrern meist schon, wenn wir ein Stauende erreichen. Wir schliessen möglichst nahe auf und bleiben stehen, wo wir sind. Das ist nicht verboten. Polizei und Rettungskräfte wünschten sich aber, wir würden bereits reagieren und schon beim ersten Anzeichen eines Staus eine Rettungsgasse bilden.
    Wo die Rettungsgasse sein soll, kann man sich ganz einfach merken mit der Handregel: Man nehme die rechte Hand und betrachte jeden Finger als Fahrspur. Der Daumen ist dabei immer die äusserste Spur links. Die Rettungsgasse muss immer in der grossen Lücke zwischen Daumen und Zeigefinger gebildet werden.
    Da das meist nicht klappen wird und die Rettungsgasse erst gebildet wird, wenn hinten die Sirenen heulen, sollte man zumindest darauf achten, dass man im Stau nicht Stossstange an Stossstange steht. Man sollte immer Abstand zum vorderen Fahrzeug lassen, damit man im Notfall schnell auf die Seite ausweichen kann.
    Weitere Fehler:
    * Aussteigen im Stau: Die Beine kribbeln oder die Blase drückt. Da ist es verlockend, kurz das Auto zu verlassen. Streng genommen ist das verboten. Denn wer mit seinem Auto am Verkehr teilnimmt, darf den Sicherheitsgurt nicht lösen. Ausserdem ist es Personen verboten, auf der Autobahn zu laufen oder zu stehen. Das kann eine Busse zur Folge haben. Bei einer lange andauernden Vollsperrung drückt die Polizei aber schon mal ein Auge zu.
    * Die letzten Meter auf dem Pannenstreifen fahren: Es ist zum Verzweifeln: Man sollte dringend aufs WC, die Raststätte ist ihn Sicht, aber es bewegt sich nichts. So mancher verliert die Geduld und nutzt den Pannenstreifen für die letzten Meter bis zur Raststätte oder Ausfahrt. Keine gute Idee: Das kann zu einer hohen Busse oder sogar Ausweisentzug führen.
    * Ablenkung am Steuer: Wer ein Fahrzeug lenkt – egal ob es fährt oder steht – muss beide Hände am Steuer haben und stets aufmerksam sein, damit er jederzeit reagieren kann. Telefonieren ohne Freisprechanlage oder am Handy herumspielen ist daher nicht erlaubt. Ebenfalls verboten ist Lippen nachziehen, in der Handtasche wühlen und so weiter. Streng genommen darf man also auch nicht essen und trinken. Das gilt übrigens auch am Rotlicht. Das kann eine Busse geben. Allerdings schaut die Polizei bei einem stundenlangen Stau auch einmal nicht so genau hin.
    * Lücken-Hüpfen: Wenn der Verkehr stockt, beobachtet man immer wieder die sogenannten Lücken-Hüpfer, die nervös jede Lücke suchen und von einer Spur in die andere wechseln, um schneller voran zu kommen. Verboten ist das nicht. Allerdings bringt es auch nichts. Im Gegenteil: Dieses Verhalten sorgt dafür, dass die Lenker dahinter abrupt abbremsen müssen, was eine Kettenreaktion auslöst und zu mehr Stau führt. Abgesehen davon haben Versuche gezeigt: Damit ist man nicht schneller. Jede Kolonne stockt irgendwann. Am effizientesten für alle ist: Auf der Spur bleiben.
    6 min
  • Facebook: Wie verhindere ich Datenspuren?
    Fast wöchentlich ist Facebook in den Schlagzeilen wegen des Datenschutzes. Der Konzern verspricht, den Benutzern mehr Macht zu geben über die Verwendung ihrer Daten. Was heisst das genau, wo kann man die eigene Datenspur kontrollieren und wie löscht man sie? So entfernen und verhindern wir Datenspuren aus Facebook:
    1. Ausloggen
    Durch die verschiedenen Like-Knöpfe, Social-Media-Schalter auf Websites, kann Facebook sehen, was wir im Netz tun. Das muss nicht sein. Deshalb sollte man sich aus Facebook ausloggen, wenn man es nicht benutzt. Oben rechts auf das kleine blaue Dreieck klicken und im Menü Abmelden wählen.
    2. Protokoll anschauen und einzelne Aktivitäten gezielt löschen
    Schnell sind Likes gesetzt bei Themen, die Arbeitgeber oder Bekannte irritieren könnten. Deshalb lohnt es sich, immer wieder einmal die eigenen Aktivitäten auf Facebook zu kontrollieren. Der Eintrag ist ebenfalls zu finden über das kleine Dreieck oben rechts.
    Um eine Aktivität zu entfernen, rechts neben den Eintrag auf das kleine Bleistift-Symbol klicken. Je nachdem, um welche Art von Aktivität es sich handelt, hat man verschiedene Auswahlmöglichkeiten: Posts löschen, Likes entfernen oder geteilte Inhalte aus der Chronik entfernen.
    3. Privatsphäre überprüfen
    Im Menü, das durch Klicken auf das kleine Dreieck oben rechts aufgerufen wird, Einstellungen wählen. Unter Privatsphäre  lässt sich etwa einstellen, wie und wer einen finden darf. Ebenso lohnt sich ein Blick auf Wer kann meine zukünftigen Beiträge sehen?
    4. Konto deaktivieren oder löschen
    Wer alle Daten von Facebook entfernen möchte, hat nur eine Möglichkeit: Er muss sein Konto deaktivieren oder löschen (https://facebook.com/account/delete ):
    * deaktivieren: Alle Daten bleiben erhalten, das Konto verhält sich aber, als sei der Benutzer weg. Sobald man sich wieder einloggt, wird diese Funktion deaktiviert.
    * löschen: Facebook fragt ein paarmal nach, anschliessend ist das Konto aber unwiederbringlich gelöscht.
    6 min
  • Brauchen Sie wirklich Benzodiazepine?
    Sie beruhigen und lassen Schlaflose wieder schlafen. Aber sie machen auch abhängig. Und zwar sehr schnell. Die Folgen der Abhängigkeit von Benzodiazepinen, kurz Benzo, sind gravierend. Und das Absetzen gar nicht so einfach. * Die Abhängigkeit stellt sich sehr schnell ein. Nach 4 - 6 Wochen ist man schon abhänig.
    * Benzodiazepine wie Valium, Temesta, Dormicum, Xanax, Lexotanil oder Seresta werden gerne verschrieben, aber auch gerne genommen. Selbst dann, wenn man sie gar nicht mehr braucht.
    * Benzodiazepine nicht abrupt nicht mehr einnehmen, sondern ausschleichen. Am besten unter Aufsicht des Hausarztes.
    * Wer mit Benzodiazepinen ins Altersheim kommt, läuft Gefahr, diese über den notwendigen Zeitraum hinweg zu nehmen.
    * Die Abhängigkeit von Benzodiazepinen kann so weit führen, dass ein Entzug stationär in der Psychiatrie stattfinden muss.
    * Prüfen Sie gut, ob Sie und/oder Ihre Angehörigen wirklich auf Benzodiazepine angewiesen sind.
    * Benzodiazepine sind mit Vorsicht einzunehmen und meistens nur über eine kurze Zeit hinweg.
    * Oft reichen pflanzliche Schlafmittel. Man muss ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
    5 min
  • Drahtwürmerplage
    Drahtwürmer haben sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet. Sie sind dünn und langgestreckt, ihr Körper ist gelb und die Haut ist fest und glatt. Sie leben im Boden, es sind die Larven von verschiedenen Schnellkäfer-Arten. Im Frühling paaren sich die Schnellkäfer und die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Häufchen in den Boden ab. Dabei bevorzugen sie Wiesen, bewachsene Brachflächen und verunkrautete Gemüsebeete. Aus den Eiern schlüpfen kleine, wurmähnliche Larven. Zuerst fressen sie Samen und Wurzelspitzen.
    Drahtwürmer werden bis zu drei Jahre alt und drei Zentimeter lang. Nach der Verpuppung im Sommer schlüpfen die Schnellkäfer im Herbst und überwintern. Drahtwürmer sind sehr widerstandsfähig, zäh und flink.
    Schadbild
    * Abgefressene Feinwurzeln an Salat- und anderen Setzlingen: Die Jungpflanzen welken.
    * Mais keimt nicht, die Samen werden von den jungen Drahtwürmern gefressen.
    * Löcher und Frassgänge in Kartoffeln, Karotten etc. Meistens sind die Drahtwürmer noch darin verborgen.
    Massnahmen zur Abwehr
    * Im März/April wird der Boden der Gartenbeete mit Algenkalk bestäubt, Schnellkäferweibchen und ihre Larven, die Drahtwürmer, meiden kalkhaltige Böden.
    * Fallen aufstellen: Kartoffeln und Karotten der Länge nach halbieren, mit der Schnittfläche nach unten zehn bis 20 Zentimeter in den Boden graben, Stelle mit Stäbchen markieren. Nach einer Woche kontrollieren: Haben sich einige Drahtwürmer eingefressen, werden die Gemüsehälften der Grünabfuhr mitgegeben. Immer wieder Fallen auslegen, bis alle Drahtwürmer gefangen sind.
    6 min
  • Die richtige Stocklänge fürs Trekken oder Joggen
    Beim Nordic-Walking gehören die Stöcke sowieso dazu. Beim Joggen oder Trekken braucht es sie nicht zwingend. Doch Stöcke sorgen hier nicht nur für mehr Trittsicherheit, sondern auch für mehr Ganzkörpereinsatz und mehr Vortrieb. Falls man sie richtig einsetzt. 0,66 Mal die Körperhöhe, so lange sollen die Stöcke zum Joggen, Trekken oder Gehen sein. Theoretisch. Denn praktisch ist die richtige Stocklänge immer individuell. Alle Längenangaben sind also Faustregeln oder Richtlinien. Nichts geht übers Ausprobieren.
    So setzt man die Stöcke richtig ein
    * Testen Sie den Stock vor dem Kauf. Beachten Sie, dass Sie die Schuhe anziehen, die Sie auch danach bei der Aktivität anziehen.
    * Teleskopstöcke haben Vor- und Nachteile: Vorteile sind die Längenverstellbarkeit im Gelände, wenn verschiedene Leute die Stöcke verwenden und die Möglichkeit, sie einfach im Rucksack zu verstauen. Der Preis, das Gewicht und die mögliche Instabilität können Nachteile sein.
    * Wenn Sie sich aufwärts oder parallel zum Hang bewegen: Kürzen Sie die Stöcke beim Aufwärtsgehen bzw. kürzen Sie den Stock, den Sie in der Hanghand halten. Oder fassen Sie den Stock unter dem Griff.
    * Wenn Sie zügig oder laufend unterwegs sind: Stossen Sie sich mit den Stöcken nach vorne ab, so beziehen Sie Ihre Arme in die Lauftechnik mit ein. Eventuell ist es einfacher, wenn Sie die Stöcke etwas verlängern.
    6 min
  • Tipps für die eigene Solaranlage
    Der Strom vom Hausdach ist nicht nur grüner, man ist auch sein eigener Stromproduzent. Doch wie findet man heraus, ob sich eine Solaranlage für das eigene Haus lohnt? Der «Ratgeber» bietet eine erste Entscheidungshilfe. Betrachtet man unsere Klimaprobleme, macht eine Photovoltaik-Anlage Sinn: Der Strom ist sauber und Licht ist eine unermüdliche Energiequelle. Doch eine solche Installation lohnt sich nicht für jeden Hausbesitzer.
    Wie finde ich heraus, ob sich eine Photovoltaik-Anlage für mein Haus lohnt?
    * Ermitteln Sie das Solarenergie-Potenzial Ihres Dachs oder Ihrer Fassade. Ein Online-Solarrechner kann Hilfe bieten. Zum Beispiel: sonnendach.ch / sonnenfassade.ch (von
    EnergieSchweiz, ein Programm des Bundesamtes für Energie) oder solarpotential.ch (von EWZ)
    * Schätzen Sie, wie viel Strom Sie verbrauchen.
    * Prüfen Sie mithilfe des Rechners die Rentabilität.
    * Holen Sie mindestens drei Offerten ein. Der Fachmann sollte vor Ort einen Augenschein nehmen.
    * Vergleichen Sie die Offerten zusammen mit einem Experten von EnergieSchweiz. Diese Dienstleistung ist kostenlos.
    Wenn die Solaranlage konkret wird
    * Melden Sie Ihr Projekt bei der Gemeinde und beim Kanton an. Eine Baubewilligung braucht es grundsätzlich nicht. Ausnahmen: Sie wohnen in einem zonenfremden Haus (z.B. Bauernhaus, das nicht landwirtschaftlich genutzt wird und sich nicht in einer Bauzone befindet) oder Ihr Haus ist denkmalgeschützt. Fragen Sie in diesen Fällen bei der Gemeinde nach.
    * Beantragen Sie die Fördergelder beim Kanton. Dieser muss den Förderbeitrag vor der Installation gutheissen.
    * Vergessen Sie nicht, eine Versicherung für die Photovoltaik-Anlage abzuschliessen.
    * Melden Sie sich beim Elektrizitätswerk für die Stromeinspeisung an.
    Eine detaillierte Checkliste und diverse Links zu wichtigen Formularen, Musterbriefen und Adressen von EnergieSchweiz finden Sie hier .
    Am rentabelsten ist, so viel Strom wie möglich selbst zu brauchen
    * Geräte dann einschalten, wenn viel Strom vorhanden ist. Also tagsüber.
    * Mit speziellen Batterien kann der überschüssige Strom gespeichert werden. Allerdings sind solche Akkus im Moment noch sehr teuer.
    * Eine Überlegung wert: Soll der Solarstrom gleichzeitig auch für Wärmepumpe und Warmwasser-Aufbereitung genutzt werden?
    * Elektrovelo und Elektroauto sind ideale Abnehmer von überschüssigem Strom.
    7 min
  • Ist Apple oder Android Hans was Heiri?
    Die erste Frage beim Handykauf lautet: Android oder iOS? Je länger desto mehr ist das eine Glaubensfrage, denn relevante Unterschiede zwischen den Systemen gibt es kaum mehr – sie sind immer mehr ineinander verschmolzen. Noch vor wenigen Jahren gab es einige Argumente für das eine oder andere System, zum Beispiel:
    Für Android – der Preis: Apples iPhone war lange deutlich teurer als Android-Geräte mit vergleichbaren Leistungen. Heute gibt es iPhones um die 300.-, also in einem ähnlichen Tiefpreissegment wie die günstigsten Android-Smartphones. 
    Für iPhone – die Apps: Lange gab es neue Apps nur für iPhones. Heute ist es oft genau umgekehrt: Weil Entwickler strengere Regeln beachten müssen, wenn sie ihre App in Apples Laden anbieten wollen, tun sie dies oft zuerst im Playstore von Google für Android. Die Auswahl an Apps für Android ist heute grösser als jene für iOS – allerdings ist auch viel Schrott darunter und viele Apps sind werbefinanziert.
    Ist Apple oder Android also Hans was Heiri?
    Von der Technologie, dem Design, der Leistung und dem Preis her: Ja. Den Rest muss jeder für sich selber abwägen zum Beispiel mit folgenden Fragen:
    * Gibt es im Haushalt viele andere Geräte, die mit iOS laufen? Dann macht ein iPhone Sinn (ist aber nicht zwingend).
    * Möchte ich nicht von einem einzigen Hersteller abhängig sein? Dann bietet die Android-Welt eine Spur mehr Freiheiten.
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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