Ratgeber

Ratgeber

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
Download on the App Store

Ratgeber episodes

  • Wilde Blumen für Schmetterlinge
    Der Speiseplan der Schmetterlingsraupen ist vielfältig. Sie ernähren sich von Blättern, Blüten, Zweigen, Holz oder Wurzeln. Der Schmetterling hingegen braucht Nektar, um sich zu ernähren. Wertvolle Nektarpflanzen für ausgewachsene Schmetterlinge sind im Blumenrasen wachsender Löwenzahn, Gundermann, Klee, Schafgarbe, Flockenblume und Skabiose.
    An feuchteren Stellen, zum Beispiel dort wo das Dachwasser versickert, sind es Baldrian, Mädesüss, Wasserdost und Sterndolde.
    Für sonnigheisse Töpfe sind es Oregano, Kalkaster, Pfingst- und Steinnelken.
    Schwalbenschwanz – der prominente Tagfalter
    Der Schwalbenschwanz gehört zu den bekanntesten Tagfaltern und taucht häufig in den Gärten auf. Nicht umsonst werden seine Raupen auch «Rüebliraupen» genannt. Rüebli, Dill und Fenchel gehören zu seinen liebsten Futterpflanzen.
    Der Schwalbenschwanz legt seine Eier auch an Wilden Rüebli (Daucus carota), Weinraute (Ruta graveolens), Diptam (Dictamnus albus), Pastinake (Pastinaca sativa) und Haarstrang (Peucadanum cervaria) ab.
    Wiesenschaumkrautinseln für den Aurorafalter
    Der Aurorafalter legt seine Eier einzeln an Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) und an der Nachtviole (Hesperis matronalis) ab. Die grünen Raupen sind gut getarnt. Wächst Wiesenschaumkraut im Blumenrasen, sollte dieses in Inseln stehen gelassen werden bis es sich ausgesät hat und die Aurorafalter-Raupen sich zum Verpuppen zurückgezogen haben. Erst im Juli werden diese Inseln mit dem Rasenmäher geschnitten.
    Kolibrischwärmer oder Taubenschwänchen
    In einem grösseren Topf gedeiht eine Raupenfutterpflanze für den Kolibrischwärmer, auch Taubenschwänzchen genannt. Es legt seine Eier einzeln am Echten Labkraut (Galium verum) ab. Die geschlüpften Räupchen fressen gerne an den Knospen und ziehen sich zum Verpuppen in die Topferde zurück, im August schlüpfen sie.
    Einige Nektarpflanzen für Schmetterlinge in Kürze:
    * Ein Blumenrasen beherbergt viele Nektarpflanzen: Löwenzahn, Gundelrebe, Klee, Flockenblume, Schafgarbe, Skabiose, Wiesenmargerite.
    * An feuchten Stellen im Garten, zum Beispiel dort wo das Dachwasser versickert, wachsen Baldrian, Wasserdost Mädesüss und Sterndolde.
    * Im Topf gedeihen sehr gut: Wilder Oregano (Dost), Kalkastern, Pfingstnelken und Steinnelken.
    6 min
  • Die Thuja stirbt aus
    Thuja mit ihren vielen Sorten wie «Brabant», «Smaragd», «Atrovirens» war jahrelang eine kostengünstige, blickdichte und pflegeleichte Heckenpflanze. Thuja stammt aus Nordamerika und braucht luft- und bodenfeuchte Standorte. Trockenzeiten mit über 14 Tagen ohne Regen schaden ihr zu jeder Jahreszeit. Laut Meteo Schweiz gab es von 2000 bis 2016 14 Trockenzeiten, in denen es über 14 Tage nicht regnete.
    Unter diesen Bedingungen gerät die Thujapflanze in einen Dauerstress und wird anfällig für Pilzkrankheiten (Pestalotia-Zweigsterben). Schädlinge, wie Borkenkäfer, Wacholder-Prachtkäfer und Thuja-Miniermotte, haben ein leichtes Spiel und machen der Thuja den Garaus. An ihrer Stelle wurden Kirschlorbeeren gesetzt. Doch der aus Kleinasien stammende Kirschlorbeer verbreitet sich schnell und vermehrt sich in den heimischen Wäldern und verdrängt dabei die einheimische Flora.
    Einheimische, schnittverträgliche Alternativen
    Diese einheimischen Sträucher sind exzellente Heckenpflanzen:
    * An halbschattigen bis schattigen Standorten mit frischen Böden: Eibe (Taxus baccata), Stechpalme (Ilex aquifolium) und Rotbuche (Fagus sylvatica).
    * An sonnigen Standorten mit eher frischeren Böden: Liguster (Ligustrum vulgare), Hagebuche (Carpinus betulus), Echter Kreuzdorn (Rhamnus cathartica).
    * An sonnigen bis halbschattigen Standorten mit trockenem Boden: Feldahorn (Acer campestre), Berberitze (Berberis vulgaris), Alpenjohannis (Ribes alpinum), Kornellkirsche (Cornus mas) und Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus).
    * Weissdorn (Crataegus monogyna und laevigata) sind schöne Heckenpflanzen. In einigen Kantonen dürfen sie momentan noch wegen der Krankheit Feuerbrand nicht angepflanzt werden, dies könnte sich mit den neuen Bestimmungen ab 2020 ändern (siehe angehängtem Dokument).
    6 min
  • Wertvolle Efeubeeren
    Am Efeu reifen im März kugelrunde, schwarze Beeren. Die Beerenbüschel sind nicht besonders auffällig, doch sie reflektieren das für uns Menschen nicht sichtbare UV–Licht. Vögel können diese Farbe wahrnehmen. Die schwarze, glänzende Efeubeere ist gutes Futter für Amseln, Drosseln und Stare. Auch beliebt ist der Efeu bei der Mönchsgrasmücke, welche aus dem Winterquartier im Mittelmeerraum zurückkehrt. Zudem nistet sie gerne an versteckten Orten, wie es der Efeu bietet.
    Efeu ist eine wertvolle Pflanze für die Biodiversität, weil
    * ihre im März reifende Beeren sind eine wichtige Nahrungsquelle für heimkehrende Zugvögel wie Mönchsgrasmücken und Stare, sowie für Amseln und Drosseln.
    * ihr dichtes, grünes Laub ist ein perfektes Versteck für die Nester von Amseln und Mönchsgrasmücken.
    * ihre erst ab Ende August erscheinenden Blüten bieten Nektar und Blütenstaub für verschiedenste Insekten, wie Schmetterlinge, Schwebfliegen, Wespen und Wildbienen.
    * eine erst kürzlich beschriebene Wildbiene, die Efeuseidenbiene, ist auf Efeu spezialisiert und benötigt seinen Blütenstaub als Nahrung für ihre Brut.
    * im Efeudickicht am Baum überwintern ausgewachsene Schmetterlinge wie Zitronenfalter, C-Falter, Admiral u.a.
    Im Garten nur den einheimischen Efeu (Hedera helix) verwenden, da Gartenformen ausserordentlich wüchsig sind und wuchern. Efeu ist als junge Pflanze ein guter Bodendecker. Nach circa 10 Jahren beginnt er zu klettern und erreicht spielend Höhen über 10 Meter. Efeu begrünt halbschattige und schattige Wände, Zäune und Mauern hervorragend, darf jedoch auf keinen Fall mit seinen Haftfüsschen auf Holz, in Storenkästen, unter Ziegel etc. gelangen, da es sonst Schäden gibt.
    5 min
  • Eine Weide für Wildbienen
    Nisthilfen für Wildbienen werden häufiger besiedelt, wenn möglichst viele Blüten zur Verfügung stehen. Denn für die Ernährung eines einzigen Nachkommens benötigt eine Wildbiene im Schnitt den Blütenstaub von über 100 Blüten, den sie in 10–30 Sammelflügen in die Brutzelle bringt. Je näher Brut- und Nahrungsplätze beieinander liegen, desto mehr Nachkommen gibt es.
    Diese einheimischen Wildstauden verwandeln Ihren Garten und Balkon in eine attraktive Wildbienenweide:
    * Alle Arten von Glockenblumen gedeihen auch gut in Töpfen, einige Beispiele: Rundblättrige, Niedliche und Knäuel- Glockenblumen sind eher kleinere Arten, die Nesselblättrige Glockenblume ist kurzlebig und sät sich an zusprechenden Standorten gerne aus; die Acker-Glockenblume wandert gerne mit ihren Ausläufern, die Rapunzel-Glockenblume ist zweijährig, die Pfirsichblättrige Glockenblume passt gut zu Rosen.
    * Langblühende Arten sind besonders wertvoll: zum Beispiel Färberkamille, Wegwarte, Skabiose, Grossblütige Braunelle, Rinderauge. Wenn Abgeblühtes weggeschnitten wird, bilden sich neue Blüten und der Blütenflor verlängert sich zusätzlich.
    Wildbienenweide:
    * Viele einheimische Blütenpflanzen an allen nur erdenklichen Standorten setzen: in Töpfe, in Blumenrabatten, im Halbschatten zur Hecke oder in den Schatten unter den Baum.
    * Dabei möglichst 4–6 Stück der gleichen Art setzen, damit sie sich vermehren und einen gesunden Bestand bilden können.
    * Darauf achten, dass die Pflanzen vom frühen Frühling bis in den späten Herbst hinein blühen, denn je nach Jahreszeit sind verschiedene Wildbienen unterwegs.
    5 min
  • Wie gestalte ich einen naturnahen Garten?
    Ein naturnaher Garten ist ein Raum, in dem der Mensch gärtnern und sein kann. Gleichzeitig ist es auch ein Raum, wo sich wildlebende Pflanzen und Tiere wohlfühlen. Im Garten wurden seit jeher Nutzpflanzen oder schützenswerte Pflanzen und Tiere kultiviert. Ein Zaun aus z.B. Hasel- oder Weidengerten schützte vor den hungrigen, wilden Tieren. Die heutige Natur ist in Bedrängnis geraten, ist zu etwas Rarem und Wertvollen für uns Menschen geworden. Deshalb sollten wir der Natur im Garten mehr Raum verschaffen.
    * Naturnahe Gärten sind zu wichtigen Lebensräumen für einheimische Pflanzen und Tiere geworden.
    * Je mehr naturnahe Gärten vorhanden sind, umso besser können sich Tiere und Pflanzen untereinander austauschen und sich vermehren, es entsteht eine überlebensfähige Vernetzung.
    * Naturnah wirkt manchmal unaufgeräumt. Zum Beispiel werden Sträucher, Stauden und Bäume erst im März geschnitten, damit Vögel im Winter Nahrung in Form von Wildfrüchten und Samen finden.
    * Naturnah wirkt manchmal wild durcheinander wachsend. Zum Beispiel gelten Brennnesseln nicht als Unkraut und werden stehen gelassen. Damit sind sie eine wichtige Nahrungsgrundlage für verschiedene Falterraupen.
    * Naturnah bedeutet Gestaltung und Pflege des Gartens mit der Natur und nicht gegen sie. Der «Zerfall» wird als wichtiger Prozess der Natur in die Gartenpflege mit einbezogen. Verrottende Asthaufen mit geschnittenen Ästen / Zweigen von Bäumen und Sträuchern werden zu wichtigen Lebensräumen für holzabbauende Pilze, Käfer und schlussendlich Blindschleichen, welche im weichen Material unter einem Asthaufen gut überwintern können.
    * Naturnah bedeutet den Garten so zu gestalten und zu pflegen, dass er in der natürlichen Umgebung eingebettet ist. Das heisst, Material aus der Umgebung verwenden. Am Jurasüdfuss Kalksteine für den Bau einer Trockensteinmauer verwenden oder Pflanzen setzen, welche in der Umgebung vorkommen. Zum Beispiel verschiedene Wildrosenarten und hoher Wacholder. So steht der Garten in Beziehung zur Umgebung, ist in sie eingebettet und erhält einen unverwechselbaren Charakter.
    5 min
  • Kümmern Sie sich jetzt um Ihre Erdbeeren
    Im März sollten Sie Ihre Erdbeeren pflegen. So bleiben die Stöcke gesund, bekommen genügend Nährstoffe für eine üppige Fruchtbildung und bleiben frei von Unkraut. Diese Ratschläge sollten Sie beherzigen
    * Die alten Blätter werden rund um den Erdbeerstock mitsamt den Stängeln weggeschnitten, so können sich die Pilzsporen und Schädlinge darauf nicht vermehren und die jungen Blätter anstecken.
    * Die alten Blätter werden der Grünabfuhr mitgegeben, da die Krankheitskeime im Hauskompost überleben könnten.
    * Nur die innersten, zwei bis drei jüngsten Blätter bleiben stehen.
    * Der Boden wird rund um die Erdbeerstöcke nur oberflächlich mit dem Sauzahn oder Schaber gelockert und das vorhandene Unkraut ausgezupft.
    * Die Erdbeerstöcke erhalten jetzt im März eine Düngung (40g/m2) mit organischem Beerendünger, damit sie erstarken und viele Blütenstände treiben. Düngen Sie sie im Juli nach der Ernte nochmals mit organischem Beerendünger (40g/m2), damit sie viele Blätter ausbilden und gestärkt in den Winter gehen.
    * Der Boden rund um die Erdbeerstauden wird mit gehäckseltem Schilf gemulcht, so wird das Keimen von Unkraut verhindert.
    * In der Blütezeit werden die Erdbeerstöcke mit Stroh unterlegt, damit die Früchte nicht auf der Erde liegen und sauber bleiben.
    4 min
  • Nun kommt das «Ballett für alle»
    Die präzise Tanzlehre kommt runter von der Bühne und findet den Weg in die Gymnastikräume. «Ballett für erwachsene Anfänger» oder «Ballett für alle» heissen die Tanzkurse, die es übrigens auch für Männer gibt. Ballett ist die Grammatik der Bewegung. Ballett braucht Disziplin. Ballett ist wunderschön anzuschauen. Und Ballett ist ein tolles Training für Kopf und Körper – auch für Ihren.
    Für Haltung, Beweglichkeit und Balance
    Studien belegen, dass Spitzensportler wie Langläufer oder Fussball-Junioren von ergänzendem Tanztraining profitieren können: Die Studienteilnehmer verbesserten die Mobilität der Gelenke, die Flexibilität der Muskeln und die statische Balance. Daraus resultierten weniger sportartbedingte Rückenschmerzen und Verletzungen.
    Ein Tutu brauchts nicht
    Einige Infos für Balletteinsteiger:
    * Für wen? Ballett ist für alle, die grundsätzlich gesund sind. Es verbessert die Beweglichkeit, die Körperspannung und -haltung, das Gleichgewicht und die Kraft. Ein aufbauendes Krafttraining im Fitnesscenter ersetzt das Balletttraining jedoch nur bedingt.
    * Was bringt Ballett dem Kopf? Tanzen – egal ob Ballett oder Volkstanz – fordert den Kopf und die Muskeln. Dieses Zusammenspiel ist das effizientere Gehirntraining als Kreuzworträtsel und Sudoku.
    * Muss man den Spagat können? Nein, muss man nicht. Voraussetzungen gibt es keine, ausser die Lust an der Bewegung und die Disziplin, strenge Korrekturen auszuhalten und umzusetzen.
    * Muss man ein Tutu anziehen? Nein, muss man nicht. Gymnastikkleider reichen aus. Ideal sind enge Beinkleider wie Leggings, so sieht man, ob die Knie gestreckt oder gebeugt sind. Gut ist, wenn man sich im Spiegel anschauen mag, denn das macht man oft.
    * Wie muss man sich das Training vorstellen? Trainiert wird an der Ballettstange, frei im oder diagonal durch den Raum. Vielleicht baut die Lehrperson auch übliche Kraft- und Dehnübungen ein.
    * Was ist der Unterschied zu Yoga, Pilates oder anderen Gymnastiktrainings? Beim Ballett kommen die Ästhetik und die Choreografie hinzu. Wer Gelenkprobleme hat, sollte eher Yoga oder Pilates ausprobieren.
    5 min
  • Do’s und Dont’s beim Einkaufen
    Es gibt Dinge, die manch einer beim Einkaufen macht: Dem quengelnden Kind ein Weggli futtern oder am Waschmittel schnuppern, weil man einen besonders guten Duft mit nach Hause nehmen will. Die Frage ist nur: Darf man das überhaupt? Wir geben die Antwort darauf bei fünf typischen Einkaufssituationen. * Darf man ein Weggli essen, bevor man es bezahlt hat?
    Streng genommen darf man das nicht. Es handelt sich zwar nicht um Diebstahl, denn in der Regel beabsichtigt man ja, das Weggli an der Kasse zu bezahlen. Strafrechtlich handelt es sich aber um eine «unrechtmässige Aneignung». Das ist der Fall, wenn man zwar nicht klauen will, dennoch aber etwas an sich nimmt, was einem nicht gehört. Auch das ist strafbar. Hier gilt es aber zu relativieren: Der Laden müsste eine Strafanzeige machen. Der Aufwand dafür steht in keinem Verhältnis zu einem Weggli. Viele Läden tolerieren dies auch. Man muss sich also keine Sorgen machen. Wer ganz sicher gehen will: Einfach kurz das Verkaufspersonal fragen.
    * Darf man am Waschmittel oder am Deo-Spray schnuppern?
    Man darf am Wasch- oder Duschmittel schnuppern und es dann wieder zurückstellen. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Verpackung noch unversehrt ist. Vorsicht beim Deo-Spray: Hier muss man sprühen, um den Duft zu testen. Die Flasche hat dann weniger Inhalt und darf so nicht mehr verkauft werden. Das muss der Kunde bezahlen.
    * Darf ich eine Traube probieren, um zu testen, ob sie genug süss sind?
    Das ist streng genommen Diebstahl und nicht erlaubt. Tipp: Fragen Sie die Verkäuferin oder den Verkäufer, ob sie testen dürfen. In den meisten Fällen wird man Ihnen das erlauben.
    * Darf man am Kiosk eine Zeitschrift lesen und sie dann wieder zurücklegen?
    Eine Zeitschrift genüsslich lesen und dann nicht kaufen, darf man nicht. Schliesslich hat man die Informationen darin konsumiert und muss dafür bezahlen. Was man aber darf: Die Zeitschrift durchblättern/überfliegen und prüfen, ob sie für den Kauf in Frage kommt. Aber auch hier gilt: Geht das Heftli dabei kaputt, muss der Leser es bezahlen.
    * Darf man den Wocheneinkauf mit lauter Kleinmünzen oder das Schoggistängeli mit einer Tausendernote bezahlen?
    Grundsätzlich müssen Läden alle gültigen Zahlungsmittel annehmen. Allerdings schreibt das Gesetz Grenzen vor: Mit Kleingeld darf man nur bezahlen, wenn es nicht mehr als 100 Münzen sind. Alles andere ist unverhältnismässig. Ebenfalls unverhältnismässig ist, ein Schoggistängeli mit einer Tausendernote zu bezahlen. Hier kann der Laden die Annahme verweigern. Geschäfte können übrigens generell gewisse Zahlungsmittel ausschliessen. Voraussetzung ist aber, dass sie ihre Kunden darüber informieren, zum Beispiel mit einem Schild an der Kasse. Eine Ausnahme bilden Tankstellen: Hier muss das Schild bereits an der Zapfsäule sichtbar sein. An der Kasse wäre die Information zu spät.
    6 min
  • Gelöschte Dateien wiederherstellen
    Wer Dateien gelöscht hat und erst dann merkt, dass er sie eigentlich noch benötigt, hat verschiedene Möglichkeiten, sie zu retten. Erstens: Suche im Papierkorb
    Beim Löschen einer Datei mit der Delete-Taste oder dem Anklicken mit der Maus (rechte Maustaste -> löschen) wandert die Datei erst einmal in den Papierkorb.
    Hier bleibt sie, bis der Papierkorb voll ist - dann erst wird die Datei definitiv gelöscht.
    Vor diesem Zeitpunkt ist die Wiederherstellung einfach: Die Datei aus dem Papierkorb ziehen oder den Papierkorb doppelklicken, eine Datei auswählen und mit der rechten Maustaste und «Wiederherstellen» wählen.
    Zweitens: Software verwenden
    Wenn die gelöschte Datei nicht mehr im Papierkorb ist oder der Papierkorb manuell gelöscht wurde, bedeutet das nicht, dass eine Datei unwiderruflich weg ist. Um sie zu retten, ist nun aber eine spezielle Software nötig, ein «Undelete-Programm» oder «Recovery-Tool», das die Festplatte durchsucht nach Daten, die auch nach dem permanenten Löschen noch vorhanden sind. Die Chance, sie in einem noch brauchbaren Zustand zu finden schwindet, je länger der Löschvorgang zurückliegt.
    Drittens: Firma beauftragen
    Wer weder mit Papierkorb noch spezieller Software Erfolg hat, eine gelöschte Datei aber unbedingt braucht, kann die Festplatte einer Firma geben, die auf Datenrettung spezialisiert ist. Das geht ins Geld und eine 100%-Erfolgsgarantie hat man nicht.
    Grundsätzlich: Backup machen !
    Wer regelmässig alle seine Dateien sichert in einem Versionsverlauf, also ein echtes Backup anfertigt, ist im Falle einer unbeabsichtigten Löschung entspannt. OS X hat mit «Timemachine» eine gute Backupfunktion eingebaut, Windows kennt mit «Sichern und Widerherstellen» eine ähnliche Funktion.
    Komfortabler sind Backup-Programme, die es mit abgespecktem Funktionsumfang sogar kostenlos gibt.
    6 min
  • Medizinische Selbsttests: Welcher taugt etwas?
    Selbsttests, die in Apotheken verkauft werden, müssen medizinisch überzeugen, sonst werden sie nicht zugelassen. Ob sie jedoch als Selbsttest Sinn machen, ob sie richtig angewendet werden oder von einem Laien interpretiert werden können, ist eine andere Frage. Die Redaktion der Fernsehsendung «Puls» hat einige medizinische Selbsttests mit Experten unter die Lupe genommen. Das Fazit:
    * Selbsttests, die als sinnvoll eingestuft werden: Eisenmangel, Harnwegsentzündungen oder HIV.
    * Selbsttests, die als sinnlos eingestuft werden: Prostata/ PSA-Wert, Borrelie oder Antibiotika-Nutzen. Hier ist die Interpretation als Laie schwierig, beziehungsweise unmöglich.
    * Es gibt viele Fehlerquellen: Wird die Stuhl- oder Blutprobe falsch genommen oder transportiert, ist das Resultat schnell verfälscht. Dies kann wiederum zu unnötiger Verunsicherung, beziehungsweise fatalem Sicherheitsgefühl führen.
    * Ist ein Resultat positiv, ist der Gang zum Arzt unumgänglich.
    5 min

About Ratgeber

From the publisher's feed

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

More shows like Ratgeber

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

97 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

17 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

11 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

16 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

11 Listeners

100 Sekunden Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

100 Sekunden Wissen

2 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

20 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

6 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

13 Listeners

SRF Kids Hörspiele - Geschichten für Kinder by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

SRF Kids Hörspiele - Geschichten für Kinder

5 Listeners

Kafi am Freitag by Kafi Freitag, Judith Wernli

Kafi am Freitag

1 Listeners

Krimi by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Krimi

15 Listeners

News Plus Hintergründe by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus Hintergründe

5 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

16 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

31 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

30 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

22 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

18 Listeners