Ein Rasen gewinnt an Artenreichtum, indem einzelne Wildblumen oder ganze Wildblumenziegel, mit 10 bis 15 verschiedene Pflanzen auf einer Matte aus Schafwolle, eingesetzt werden.
Der ideale Zeitpunkt zum Setzen ist der April. Die Blumen werden erst geschnitten, wenn sie sich ausgesät haben.
Setzen von Jungpflanzen
Eine circa 1m2 grosse Fläche von den Grasmutten befreien, Boden lockern und ausebnen. Sieben bis neun Stück verschiedene Jungpflanzen von Wildblumenarten (untenstehende Liste) setzen. Gut andrücken und einwässern.
Setzen von Wildblumenziegeln
Fläche im Rasen in der Grösse der Blumenziegel ausstechen, ausebnen, Blumenziegel einfügen und wässern.
Befindet sich der Blumenrasen an sehr sonniger und trockener Lage, kann eine Pflanze nur überleben, wenn sie sich im Wachstum zurückhält. Einige Arten bilden deshalb niederliegende Teppiche. Das hat den Vorteil, dass dieser Typ Blumenrasen kaum gemäht werden muss.
* Das Langhaarige Habichtskraut (Hieracium pilosella)
* Feld-Thymian (Thymus serpyllum)
* Arzneithymian (Thymus pulegioides)
* Frühblühende Thymian (Thymus praecox)
* Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
* Grossblütige Braunelle (Prunella grandiflora)
* Steinquendel (Acinos arvensis)
* Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
* Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
Befindet sich der Blumenrasen an sonniger Lage mit nährstoffreichreicher Erde, ist dieser Standort wüchsiger und wird öfters gemäht. Wichtig: die Blütenstauden bis zur Samenreife stehen lassen, damit sie sich aussäen können.
* Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
* Öhrchen-Habichtskraut (Hieracium lactucella)
* Schafgarbe (Achillea millefolium)
* Gänseblümchen (Bellis perennis)
* Gemeine Margrite (Leucanthemum vulgare)
* Wiesen-Ferkelkraut (Hypochoeris radicata)
* Wiesen-Glockenblumen (Campanula patula)
* Rapunzel-Glockenblumen (Campanula rapunculus)
* Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
* Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
Befindet sich der Blumenrasen an halbschattige, feuchten Lagen, breiten sich einige Blütenstauden gerne unter oder im Halbschatten von Hecken und Sträuchern aus und wandern in den Blumenrasen ein. Dieser Prozess wird gefördert, wenn mit dem ersten Schnitt bis nach der Samenreife gewartet wird.
* Gundermann (Glechoma hederacea)
* Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys)
* Günsel (Ajuga reptans)
* Waldveilchen (Viola reichenbachiana)
* Duftveilchen (Viola odorata)
* Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)
* Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
* Wiesen-Storchenschnabel (Geranium pratense)
* Wald-Storchenschnabel (Geranium sylvaticum)