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Am 14. Juni stimmt die Schweiz darüber ab, ob sie sich eine Art Bevölkerungsobergrenze in die Verfassung schreibt. Das Land ist rasant gewachsen, was zu Problemen führt: auf dem Wohnungsmarkt, in der Infrastruktur – aber auch in den Köpfen. Denn eine volle und große Schweiz passt nicht zur Idealvorstellung, die sich viele Eidgenossen von ihrem Land machen. Wir diskutieren, wie berechtigt die Sorgen sind und welche lange und teils unseelige Vorgeschichte die Bevölkerungspolitik hat.
Außerdem bei »Servus. Grüezi. Hallo.«: Eisbetten, Strohpensionen, Gefängniszellen – in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es immer mehr skurrile Übernachtungsmöglichkeiten. Ist das reizvoll oder Quatsch? Wir sprechen über die Eventisierung der Hotelbranche und was sie über den Kapitalismus verrät.
Der Artikel über die Bevölkerungspolitik in der Schweiz ist hier zu lesen. Hier geht’s zum Österreich-Newsletter und hier zum Schweiz-Newsletter. Sie erreichen uns per Mail unter [email protected]. Auf Instagram sind wir als @lenzjacobsen, @matthiasdaum und @florian_gasser unterwegs.
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Schwarzarbeit, Missbrauch am Wohnungsmarkt, dubiose Hochschulberater: Eine ZEIT-Recherche hat die ausbeuterischen Verhältnisse aufgedeckt, unter denen viele Essensauslieferer in Deutschland arbeiten. Wir erklären, wie das System funktioniert und warum es so schwer lahmzulegen ist. Was man auch daran sieht, dass in Österreich zwar einiges anders geregelt, aber längst nicht alles besser ist.
Außerdem in dieser Zweier-Folge von Servus. Grüezi. Hallo.: Der ORF wird von einem Skandal erschüttert. Es geht um mögliche sexuelle Belästigung, aber auch um das merkwürdige Verhalten zweier Stiftungsräte. Es geht um eine empörte Belegschaft und um Angriffe der FPÖ. Wir versuchen, die Haupt- und Nebenstränge in Sachen ORF zu ordnen.
Die große Recherche zu den Lieferdienstfahrern gibt es hier zu lesen.
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Schwimmt er sich frei? Kann man ihn retten? Eine skurrile Gruppe von Helfern versucht, den gestrandeten Wal an der deutschen Ostseeküste zu retten. Mittendrin: ein schillernder Landesminister, zwei Millionäre und irgendwie auch die AfD. Was sich gerade vor der Insel Poel abspielt, kann man kaum erklären. Wir versuchen es für unsere südlicheren Hörer trotzdem. Und bei der Gelegenheit erzählen wir gleich auch noch davon, welche Partei österreichische Hunde angeblich wählen würden.
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Große Ankündigungen machen kann sie ja gut: Die österreichische Regierung hat erklärt, die Nutzung bestimmter Internetplattformen für Jugendliche unter 14 Jahren zu verbieten. Aber damit beginnen die Fragen erst: Wie genau wollen sie das umsetzen? Und wäre es nicht besser, Eltern und Unternehmen in die Pflicht zu nehmen? Wir diskutieren die neueste Episode in der sich beschleunigenden Debatte um den richtigen Umgang mit digitalen Medien. Denn auch in der Schweiz und Deutschland fühlen sich viele mit diesen Medien unwohl und überfordert.
Außerdem bei "Servus. Grüezi. Hallo.": Viktor Orbán hat die Wahl in Ungarn krachend verloren. Er war das große Vorbild für die rechten Parteien auch in unseren Ländern. Nun bemühen sich FPÖ, AfD und SVP einerseits um Schadensbegrenzung, und nehmen Orbáns Abwahl andererseits als Beleg dafür, dass rechtspopulistische Regierungen ja gar nicht gefährlich seien für die Demokratie.
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Nächste Woche trifft sich in Genf die Uhrenbranche zur weltgrößten Messe. An der "Watches and Wonders", auf so einen Namen muss man erst mal kommen, präsentieren Marken wie Rolex, Patek Philippe oder Audemars Piguet an ihren riesigen Ständen ihre neuesten Modelle. Aber was fasziniert – vorwiegend reiche – Menschen derart an mechanischen Uhren? Und wieso ist die Schweiz seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts die wichtigste Uhrenexportnation der Welt?
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Demos, offene Briefe, Gesetzesänderungen: In Deutschland ist eine Debatte über den Umgang mit sexualisierter Gewalt im Analogen, aber vor allem um mögliche neue Formen im Digitalen losgebrochen. Es geht um einen besseren Schutz von Frauen und um die Frage, was es dazu braucht. Insbesondere die neuen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz erhöhen die Dringlichkeit. Wir sprechen über die politischen und gesellschaftlichen Antworten auf diese Herausforderungen, über Gesetzesvorstöße und Initiativen in unseren Ländern – und auch über die Rolle der Männer.
Außerdem bei Servus. Grüezi. Hallo.: Wir schauen endlich mal nicht nur auf Schweizer und österreichische Dialekte, sondern auch auf Deutsche. Auf die Ürdinger Linie und die Karlsruher Linie und darauf, warum in Deutschland viele ihren Dialekt aufgeben, wenn sie umziehen.
Die erwähnten Artikel zum ersten Thema finden Sie hier, hier und hier.
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Warum sprechen wir irgendwie die gleiche Sprache, aber auch absolut nicht die gleiche Sprache? Österreich, Deutschland und die Schweiz (in Teilen) sind alle deutschsprachig, aber gemeint ist damit jeweils etwas anderes. Einerseits gibt es seit Jahrhunderten, angefangen mit Martin Luther, Vereinheitlichungstendenzen und Sprachpuristen. Andererseits hat die Mundart immer auch zur Abgrenzung gedient, besonders gern gegen deutsche Nachbarn.
Bei unserem Live-Auftritt im Volkshaus in Zürich sprechen wir ausführlich über die Geschichte unserer Sprachen, über ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede, über das Wort Piefke als sprachliches Gefäß für allen Ärger über die Deutschen. Es geht um orthografische Konferenzen, um das große "Bahnsteig oder Perron"-Deathmatch der Schweizer Linguistik, und darum, was das alles mit Sächsisch zu tun hat.
Emanuel Ruoss, Juliane Schröter (Hrsg.): Schweizerdeutsch. Sprache und Identität von 1800 bis heute; Schwabe Verlag, Basel, 2020; 246 S., Fr. 34.-
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Auf teilweise mehr als 2,50 Euro stiegen die Benzinpreise an deutschen Tankstellen nach Beginn des Iran-Kriegs. In vielen Nachbarländern sieht es weniger dramatisch aus. Aber auch in Österreich ist eine Debatte darüber entbrannt, wer Schuld ist an den Preisen und ob die Politik eingreifen sollte. Wir sprechen über die Macht der Mineralölkonzerne, über die politische Wucht von Spritpreisen, und darüber, warum das Benzin in Deutschland überhaupt so viel teurer ist.
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Wenn zwei Menschen heiraten, sollte der Staat sie dann anders behandeln als vorher? In Österreich, Deutschland und der Schweiz wird diese Frage völlig unterschiedlich beantwortet. Wir erklären, woran das liegt, und diskutieren darüber, welche Regelungen zeitgemäß sind. Denn in der Schweiz stimmen die Bürgerinnen und Bürger am kommenden Wochenende darüber ab, ob sie diese Regeln umstellen wollen.
Die DLF-Reportage aus Baden-Württemberg kann man hier nachhören, den Text über den ersten Grünen Bürgermeister hier.
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3.400 Euro zahlen Deutsche mittlerweile im Schnitt, bis sie ihren Führerschein haben. Das ist viel mehr als in Österreich und der Schweiz. Der Grund sind die strengen deutschen Regeln: Man muss bisher alle Fahrstunden bei professionellen Fahrlehrern absolvieren, auch für den Theorieteil sind die Vorschriften strenger. Die Bundesregierung will das nun lockern, um die Kosten zu senken. Vorbild soll die Laienausbildung sein, die in Österreich schon lange erlaubt ist. Wir erklären die Reformpläne und besprechen, wie sinnvoll es ist, mit seinen Eltern Autofahren zu lernen – und warum man in der Schweiz über die strengen bisherigen deutschen Regeln nur lachen kann.
Außerdem bei "Servus. Grüezi. Hallo.": Die Schweizer stimmen darüber ab, ob ihr öffentlicher Rundfunk SRG nur noch ungefähr halb so hohe Gebühren bekommen soll. Welche Folgen hätte das für die Medienlandschaft in der Schweiz und wie groß sind die Erfolgsaussichten? Wir reden über Sparversuche beim öffentlichen Rundfunk in unseren Ländern und die Frage, wie wichtig er – gerade für seine politischen Gegner – überhaupt noch ist.
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