Eigentlich haben sie wenig gemeinsam: Odd Beholder, das kühle Electropop-Projekt von Daniela Weinmann, und die Zürcher Rock'n'Roller Annie Taylor. Ausser, dass beide am 22. Mai ein neues Album veröffentlicht haben – und seit Jahren zum Besten gehören, was die CH-Indie-Szene zu bieten hat.
Und wenn man etwas genauer hinschaut – beziehungsweise hinhört –, entdeckt man dann doch Parallelen zwischen den neuen Alben «Out of Scale» (Annie Taylor) und «Honest Work» (Odd Beholder): das Motiv des Wassers, das immer wieder auftaucht, oder Durchhaltestrategien in einer Welt, in der Menschen zwischen Verbindungssuche und Selbstoptimierung verloren zu gehen drohen.
So haben wir sie im Gespräch also doch gefunden: die Gemeinsamkeiten zwischen Annie-Taylor-Frontfrau Gini Jungi und Daniela Weinmann, die wir aus Platzgründen (verflixte Eishockey-WM!) zum ungewöhnlichen, aber schlussendlich spassigen Doppelinterview eingeladen haben.