Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • «Bei uns stirbt niemand allein» (Teil 4)
    Über den Tod zu sprechen ist für Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz schwierig, denn er ist alltäglich, was viele nicht verstehen.
    Mit Corona wurden in der Gesellschaft das Sterben und der Tod vermehrt diskutiert. Laurine Tschanz und Brigitte Lüdi stellten fest, dass häufiger Fragen zur Patientenverfügung gestellt wurden. Für sie ist der Umgang mit dem Tod normal, Laurine Tschanz erlebt die Aufgabe, jemanden in den Tod zu begleiten, als dankbar. Auf der Station gab es Patienten, die nicht mehr auf die Intensivstation wollten, auch, um anderen nicht den Platz wegzunehmen. «Das braucht es in der Schweiz doch nicht», dachte Brigitte Lüdi, wusste aber, dass dem Patienten diese Geste der Solidarität wichtig war. Alle Sterbenden durften Besuch empfangen, auch besondere Wünsche werden, wenn immer möglich, berücksichtig. Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz sind Gäste bei Karoline Arn.
    22 min
  • «Jetzt hat es mich erwischt» (Teil 3)
    Fast das ganze Team steckte sich einmal mit Covid-19 an, mit welchen Folgen?
    Plötzlich dieses Kratzen im Hals, und der Test zeigt es: Jetzt haben auch Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz Corona, so wie praktisch das ganze Team im Verlauf der Pandemie. Haben sie sich bei den Patienten angesteckt, in der Pause? Die Vermutung liegt nahe. Tragen sie nun diese Krankheit nach draussen, in Laurines WG beispielsweise? Ihre Angst und diejenige ihres Umfeldes ist gross, Vorwürfe werden laut. Die Krankheit verläuft milde, aber es dauert lange, bis Brigitte Lüdi wieder ganz bei Kräften ist. Die Krankheit, die ständige Angst und der grosse Arbeitsaufwand belasten das Team. Alle zusammen schaffen den Effort, doch Brigitte Lüdi bangt vor der Zeit nach Corona, denn die Kräfte des Teams sind aufgebraucht. Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz sind Gäste bei Karoline Arn.
    17 min
  • Der Fels in der Brandung der Angst (Teil 2)
    Die eigene Angst trifft auf diejenige der Erkrankten – trotzdem vermitteln Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz Halt.
    Die ersten Corona-Kranken treffen auf der Station ein. Todesangst spricht aus ihren Gesichtern, die Angehörigen am Telefon befürchten das Schlimmste. Brigitte Lüdi möchte gerne beruhigen, kann es aber nicht. Nicht zu wissen, was geschieht und was gemacht werden kann, bringt auch die erfahrene Pflegefachfrau an ihre Grenzen. Plötzlich muss die Maske nicht mehr wie bei anderen Erkrankten nach jedem Besuch beim Patienten gewechselt werden, sondern nach jeder Schicht – obwohl Corona als gefährlich gilt. Führt der Mangel an Masken zur eigenen Gefährdung? Die Verunsicherung ist auch bei Laurine Tschanz gross. Sie schafft es, trotz ihrer eigenen Angst Wege zu finden, auch die Patienten zu beruhigen, sei es nur durch ihre Präsenz. Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz sind Gäste bei Karoline Arn.
    16 min
  • Eine Station für alle Fälle (Teil 1)
    Das Sahli-Haus des Inselspitals liegt etwas abseits – genau richtig, um unbekannte Krankheiten zu behandeln.
    Brigitte Lüdi arbeitet seit 16 Jahren in der Bettenstation im Sahli-Haus des Universitätsspitals Insel. Vor einem Jahr übernahm sie die Leitung und musste die schwierige Aufgabe übernehmen, in ihrer Station die ersten Corona-Patientinnen und -Patienten aufzunehmen. Denn in ihrer Station wurden und werden immer Krankheiten behandelt, die noch niemand richtig kennt. Die Lage des Sahli-Hauses, das etwas abseits des Insel-Hochhauses steht, ist prädestiniert dafür. Laurine Tschanz hat nach der Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau ihre erste Stelle in dieser Station angenommen. Die Verunsicherung war gross, als sie die Pflege dieser Patientinnen und Patienten übernehmen musste. Zu unklar waren die Gefahren, zu unklar die Massnahmen, wie man sich schützen kann. Brigitte Lüdi und Laurine Tschanz sind Gäste bei Karoline Arn.
    14 min
  • Marie-Christine Doffey: Hüterin des Gedächtnisses der Schweiz
    Über 30 Jahre lang stand Marie-Christine Doffey im Dienst der Schweizerischen Nationalbibliothek, die letzten 16 Jahre als Direktorin. Diese Woche trat sie in den Ruhestand. Im «Tagesgespräch» zieht die Freiburgerin Bilanz über ihre langjährige Arbeit für das «Gedächtnis der Schweiz».
    Es ist eine Aufgabe für die Ewigkeit: Die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern sammelt seit über 125 Jahren im Auftrag des Bundes alle Publikationen, die in der Schweiz erscheinen oder an denen Schweizer beteiligt sind. Bücher, Zeitungsartikel, Zeitschriften, Korrespondenzen, Fotos, Plakate, Videos, Tonaufnahmen und elektronische Publikationen. Über sieben Millionen Dokumente umfasst die Sammlung aktuell, ein Teil davon ist auch digitalisiert. Das «Gedächtnis der Schweiz» wird in der Nationalbibliothek in Bern gelagert und verwaltet, frei zugänglich für Fachpublikum und Bevölkerung.
    Während den letzten 16 Jahren war Marie-Christine Doffey Direktorin der Schweizerischen Nationalbibliothek, insgesamt 30 Jahre stand sie im Dienst der Institution. Diese Woche hatte die Freiburgerin ihren letzten Arbeitstag, per Ende Juni trat sie in den Ruhestand. Wie hat sie den Wandel der Nationalbibliothek im Laufe der Jahre erlebt?
    Barbara Peter hat Marie-Christine Doffey diese Woche in ihrem Büro zum Gespräch getroffen.
    28 min
  • Will der Bundesrat den richtigen Kampfjet für die Schweiz?
    Die Schweiz wird ihren Luftraum künftig mit dem F-35 verteidigen. Der Bundesrat hat sich nach eingehender Evaluation für das amerikanische Produkt entschieden. Gut so, meint FDP-Ständerat Thierry Burkhart. Gar nicht gut, findet SP-Nationalrätin Priska Seiler-Graf. Die Argumente im «Tagesgespräch».
    Ein ökonomisches Mehrzweckflugzeug oder ein teurer «Ferrari der Lüfte»? Klar ist, dass der Evaluationsbericht der Beschaffungsbehörde dem Bundesrat eindeutige Befunde geliefert hat: Der F-35 schneidet beim Preis-Leistungs-Verhältnis am besten ab. Doch müssten nicht noch andere – politische – Kriterien berücksichtigt werden?
    Die Zürcher SP-Nationalrätin Priska Seiler-Graf ist nicht einverstanden mit dem bundesrätlichen Kampfjet-Entscheid und wird die von linker Seite geplante Volksinitiative gegen den F-35 unterstützen. Der Aargauer FDP-Ständerat Thierry Burkart hingegen sieht im amerikanischen Hightech-Jet die beste Lösung. Die beiden Sicherheitspolitiker kreuzen im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann die Klingen.
    28 min
  • Claire Demesmay: Auftakt zum Präsidentenwahlkampf in Frankreich
    Die Regionalwahlen in Frankreich waren der letzte grosse Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl im Frühling 2022. Wie ist die politische Stimmungslage im Land? Frankreich-Expertin Claire Demesmay ist Gast im «Tagesgespräch».
    Heute rückt in Frankreich das Jahr 2022 ein grosses Stück näher: Die Regierung bestimmt die Daten für die Präsidentenwahl nächstes Jahr. Voraussichtlich wird am 10. April 2022 ein erstes und am 24. April ein zweites Mal gewählt. Für die französische Politik ist es der Start in den Wahlkampf ums Präsidentenamt. Mit den Regionalwahlen hat Frankreich auch den letzten grossen politischen Stimmungstest an den Urnen hinter sich. Dabei gehörten die Partei von Präsident Emmanuel Macron und Marine Le Pens Rassemblement National zu den Verlierern der Wahlen in den Regionen. Überraschungsgewinner waren die Konservativen. Zu reden gab aber auch die historisch tiefe Stimmbeteiligung. Was lässt sich daraus für die Präsidentschaftswahlen nächstes Jahr ablesen? Wie ist die politische Stimmungslage im Land? Und was steht für Frankreich bei den Präsidentschaftswahlen auf dem Spiel? Diesen Fragen wollen wir mit Claire Demesmay nachgehen. Die Französin hat politische Philosophie an der Pariser Sorbonne studiert und sowohl in Frankreich als auch in Deutschland als Politikwissenschaftlerin gearbeitet. Seit 2009 leitet sie das Frankreich-Programm bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Barbara Peter hat mit Claire Demesmay gesprochen.
    26 min
  • Benjamin Huggel: Und jetzt der EM-Titel für die Nati?
    Endlich! Der grosse Coup ist geglückt, die Schweizer Fussball-Nati hat an einem grossen Turnier einen Top-Favoriten gebodigt und die Hürde Achtelfinal überwunden. Was ist jetzt möglich? Das fragt Marc Lehmann im «Tagesgespräch» den Ex-Nationalspieler und Fussballexperten Benjamin Huggel.
    Immer wieder war Endstation im Achtelfinal. Die Schweizer Nationalmannschaft ist an Welt- und Europameisterschaften immer wieder an bescheidenen Gegnern und den eigenen Ansprüchen gescheitert. Nun hat sie die selbstbewussten Ankündigungen in die Tat umgesetzt und in einem begeisternden Spiel den Weltmeister und grossen Turnier-Favoriten Frankreich eliminiert.
    Was bedeutet das nun für den weiteren Turnierverlauf des Schweizer Teams? Und überhaupt für die Zukunft des Schweizer Fussballs auf internationaler Ebene?
    Benjamin Huggel hat selber 41 Länderspiele für die Schweiz bestritten und mehrfach an grossen Turnieren teilgenommen. Mit dem FC Basel gewann er siebenmal die Meisterschaft und fünfmal den Cup – ausserdem spielte er bei Frankfurt in der Bundesliga. Seit seinem Karriere-Ende leitet der Basler eine eigene Coaching-Firma und fungiert als Fussball-Experte beim Schweizer Fernsehen. Am Tag nach der langen Nacht von Bukarest ist Huggel Gast von Marc Lehmann.
    27 min
  • Hippolyt Kempf: Besserer Leistungssport – und die neuen Hürden
    Wie geht es den Spitzenathletinnen und -athleten? Löhne, Berufsaussichten und auch die Chancen auf gute Leistung haben sich verbessert, zeigt eine neue Studie des Bundesamtes für Sport. Sportökonom Hippolyt Kempf, ehemaliger Olympiasieger in der nordischen Kombination, ist Gast im Tagesgespräch.
    Die Olympischen Spiele in Tokio beginnen in wenigen Wochen. Jedes Team möchte möglichst viele Medaillen nach Hause bringen, denn Gold, Silber und Bronze fördern das Prestige eines Landes – auch der Schweiz. 2012 endeten die Sommerspiele in London alles andere als glorreich; das Bundesamt für Sport ging über die Bücher und wollte das Rezept für erfolgreichen Leistungssport mit einer grossen Befragung von Athletinnen, Athleten, Trainer und Funktionärinnen herausfinden. Seither ist vor allem die Unterstützung gewachsen - mehr Geld erhielten die einzelnen Athleten, mehr Geld gabs aber auch für Trainingsanlagen und Ausbildung. Fast zehn Jahre später zieht der Bund heute in einer zweiten grossen Studie Bilanz. Das Bild ist um einiges positiver, die Löhne, aber auch die Karriere- und Berufsaussichten haben sich im Leistungssport deutlich verbessert. Verändert hat sich aber auch das Verhältnis zum Erfolg; Medaillen-Gewinn darf auch für Swiss-Olympic nicht mehr das einzige Ziel sein, das haben die Schikanen und der unmenschliche Drill bei den Turnerinnen gezeigt. Der Sportökonom Hippolyt Kempf war selber 1988 Olympiasieger in der Nordischen Kombination – heute ist er beim Bundesamt für Sport zuständig für die Wissenschaft und Innovation. Seine Arbeit an der Studie zum Zustand des Leistungssportes musste er letztes Jahr kurzerhand unterbrechen, um eine Studie zu den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus für den Sport zu machen. Auch die Pandemie hat im Leistungssport einiges grundlegend verändert. Hippolyt Kempf ist Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    27 min
  • Anneliese Rohrer: Turbulenzen in der österreichischen Politik
    Die politische und juristische Aufarbeitung der Ibiza-Affäre dominiert seit Monaten die österreichische Innenpolitik. Worum geht es da in Österreich eigentlich gerade? Gast im «Tagesgespräch» ist die langjährige Politikjournalistin Anneliese Rohrer.
    Österreichs Politik erlebt turbulente Wochen und Monate: Enthüllungen, Rücktritte, Ermittlungen. Wie genau ist es dazu gekommen? Seinen Anfang nahm das Ganze mit dem Ibiza-Video: Das berühmte Video über den damaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Seither befassen sich die Justiz und ein Ibiza-Untersuchungsausschuss mit Korruptionsvorwürfen gegen die frühere Regierung aus ÖVP und FPÖ. Und die Ermittlungen sind mittlerweile sehr weitreichend. Ermittelt wird unter anderem gegen Kanzler Sebastian Kurz, Finanzminister Gernot Blümel und den Kabinettschef des Kanzlers. Es geht um mögliche Falschaussagen und den Verdacht der Vetternwirtschaft. Was geht da in Österreich eigentlich vor sich?
    Wir fragen nach bei Anneliese Rohrer. Seit 45 Jahren beobachtet und kommentiert die Journalistin die österreichische Politik. Manche bezeichnen die 76-Jährige als die österreichische Grand Dame der Innenpolitikberichterstattung. Rohrer schreibt eine wöchentliche Kolumne bei der «Presse». Wie ordnet sie die Turbulenzen in Österreichs Politik ein? Barbara Peter hat mit Anneliese Rohrer gesprochen.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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