Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Serge Gaillard: Abgang eines Spitzenbeamten
    Vierzehn Jahre lang war Serge Gaillard in wichtigen Positionen in der Bundesverwaltung, zuletzt als Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung. Nun geht er in Pension. Wie schwer fällt es ihm mitten in der Corona-Krise sein Amt abzugeben? Serge Gaillard ist Gast im «Tagesgespräch».
    Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren, auch bei den Finanzen der Schweiz. Rund 30 Milliarden Franken verbucht der Bund mittlerweile für die Covid-Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft. «Der Staat hat kein Geld mehr, wir machen Schulden», mahnte am Mittwoch Finanzminister Ueli Maurer an der Medienkonferenz des Bundesrats. Wie steht es um die finanzielle Situation der Schweiz? Kaum jemand in der Bundesverwaltung weiss das besser als Serge Gaillard. Seit 2012 ist er Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, die Behörde ist Hüterin über die Bundeskasse und verantwortlich für die Schuldenbremse. Wie schlimm ist dieser Schuldenberg für die Schweiz? An seinem zweitletzten Arbeitstag ist Serge Gaillard Gast im «Tagesgespräch». Denn Gaillard geht in Pension, mitten in der Corona-Krise. Er blickt auf eine lange und abwechslungsreiche Karriere beim Bund zurück, hat zunächst die Direktion für Arbeit beim Seco und danach die Eidgenössische Finanzverwaltung geleitet. Vor seinem Sprung in die Bundesverwaltung war das SP-Mitglied Gaillard Chefökonom beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Barbara Peter hat mit Serge Gaillard gesprochen.
    27 min
  • Andreas Stoffers in Hanoi: Vietnam und seine grossen Chancen
    In Hanoi findet der Nationalkongress statt, der alle fünf Jahre die politischen Spitzenpositionen des Landes und das Zentralkomitee der Partei wählt – das politische Grossereignis Vietnams. Auch in Zeiten von Corona so wie immer. Wo steht das Land? Andreas Stoffers ist Gast im Tagesgespräch.
    Seine Gesichtsmaske trägt Andreas Stoffers zusammengeknüllt in der Tasche, so selten braucht er sie noch. Er reist durchs Land, trifft Menschen und isst im Restaurant. In Vietnam geht der Alltag, als wäre nichts gewesen. Auch der Nationalkongress findet so wie alle fünf Jahre mit 1600 Delegierten der Kommunistischen Partei in Hanoi statt. Ob der neue Generalsekretär, das wichtigste Amt im Land, derselbe ist wie der alte, spielt keine grosse Rolle. Der Weg ist vorgegeben; die Pandemie konnte auch der Wirtschaftsentwicklung wenig anhaben, mit Wirtschaftsliberalismus und aussenpolitischer Neutralität schliesst Vietnam als Schwellenland immer mehr zu den Industrienationen auf. Andreas Stoffers, Professor für Internationales Management in München, Malaysia und Vietnam ist momentan für die Friedrich Naumann Stiftung in Hanoi und hegt die Hoffnung, dass mit der Öffnung der Märkte auch die Meinungsfreiheit in Vietnam Einzug hält und Menschenrechte einen grösseren Stellenwert erhalten. Andreas Stoffers ist Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    28 min
  • Ist die Impfkampagne der Schweiz auf Kurs, Nora Kronig?
    Die Impfung gegen das Corona-Virus soll einen Weg zurück in die Normalität ermöglichen, so die Hoffnung. Entsprechend gross ist auch die Erwartung an die angelaufene Impf-Kampagne in der Schweiz. Wie gut liegt die Schweiz im Plan? Im «Tagesgespräch» nimmt Nora Kronig vom BAG Stellung.
    Seit einem Monat wird in der Schweiz gegen das Corona-Virus geimpft. Mittlerweile sind rund 535'000 Impfdosen ausgeliefert und rund 197'000 Dosen verimpft worden, diese Zahlen hat das Bundesamt für Gesundheit heute veröffentlicht. Reicht das? Bund und Kantone stehen unter Druck, Kritiker bemängeln das langsame Tempo der Impfkampagne. Sind die Kantone zu langsam? Oder werden zu wenig Impfdosen in die Schweiz geliefert? Hinzu kommen in den letzten Tagen schlechte Nachrichten von einigen Impfstoff-Herstellern. Lieferengpässe, Verzögerungen und im Fall des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca, laut Medienberichten, möglicherweise auch eine geringere Wirksamkeit des Impfstoffs als erwartet. Was bedeutet das alles für den Impf-Fahrplan der Schweiz? Das wollten wir von Nora Kronig wissen, Vize-Präsidentin beim BAG und zuständig für die Impfstrategie der Schweiz in dieser Pandemie. Barbara Peter hat mit Nora Kronig gesprochen.
    Das Gespräch wurde aufgezeichnet, bevor das BAG die neusten Zahlen zu den Impfdosen in der Schweiz bekannt gab.
    28 min
  • Fiona Müller über die lebendige Schweizer Sprachlandschaft
    Die Mehrsprachigkeit in der Schweiz nimmt zu: Gut zwei Drittel der Bevölkerung verwenden regelmässig mehr als eine Sprache. Wird die Schweiz also ihrem guten Ruf als vielsprachiges Land gerecht? Marc Lehmann fragt im Tagesgespräch die Studienautorin Fiona Müller vom Bundesamt für Statistik.
    Das Nebeneinander von vier Landessprachen ist ein grundlegendes Merkmal der Schweiz. Und als quasi fünfte Landessprache etabliert sich schon seit einigen Jahren das Englische. Der Siegeszug der Weltsprache ist nicht aufzuhalten. Mit der Migration kommen noch viele weitere Sprachen dazu. Was bedeutet das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Schliesslich hängt dieser wesentlich davon ab, wie gut sich ihre Mitglieder trotz aller Unterschiede miteinander verständigen können. Das Bundesamt für Statistik hat den Sprachenreichtum untersucht – zum zweiten Mal nach 2014. Studienleiterin Fiona Müller erklärt das Vorgehen bei der Erhebung und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind. Sie hat selbst einen sprachwissenschaftlichen Hintergrund und ist beim Bundesamt für Statistik in Neuenburg Spezialistin für Umfragemethoden.
    25 min
  • Silvia Steiner: Ein Plan für alle Fälle
    Strengere Maskenpflicht, Quarantäne und Fernunterricht: Die Schulen sind gefordert. Nun soll ein Eskalationsplan in drei Stufen alle Unwägbarkeiten auffangen. Darauf haben sich die Erziehungsdirektoren geeinigt. Wie er funktioniert erklärt Silvia Steiner, Präsidentin der EDK, im «Tagesgespräch».
    Klassen oder ganze Schulhäuser sind in Quarantäne, auch jüngere Kinder sollen in Basel und Zürich neu in der Schule Masken tragen. Im Kanton Aargau sind die Berufsschulen und Gymnasien im Fernunterricht – ein Potpourri an Massnahmen soll das Coronavirus in der Schule in Schach halten. Machen nun alle, was sie für nötig halten oder gibt es einen gemeinsamen Nenner in dieser Bekämpfungsstrategie? Silvia Steiner ist Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin der Erziehungsdirektorinnen und Direktoren. In einem dreistufigen Eskalationsplan versuchen die Kantone nun, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Wo funktioniert es und wo hapert es?
    Fast alle Schulen laufen noch auf der Eskalationsstufe 1: Mit Sicherheitskonzepten wird versucht, Schüler und Lehrerinnen zu schützen. Die Massnahmen können verschärft werden, beispielsweise eine Maskenpflicht für jüngere Kinder, wie es Basel oder Zürich bereits verordnet haben. In der 2. Stufe, die bei vermehrten Infektionen angewendet werden soll, muss die Personenzahl in den Schulen reduziert werden; nur noch ein Teil der Schülerinnen und Schüler ist in Präsenzunterricht, der andere Teil bleibt zu Hause im Fernunterricht. Erst in der 3. Stufe, in einem allgemeinen Lockdown, blieben alle Kinder im Fernunterricht. Im Unterschied zum Frühling sollen aber die Schulen nie ganz geschlossen werden; spezielle Angebote vor Ort müssten alle Schulen aufrechterhalten. Wie laufen die Vorbereitungen für diese Szenarien? Warum halten sich nun doch nicht alle Kantone an dieses Szenario? Silvia Steiner ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    28 min
  • Anita Hugi über die Kunst, ein Filmfestival online durchzuführen
    170 Filme in 7 Tagen: Der Schweizer Film will sich auch in Zeiten der Pandemie dem Publikum zeigen. Allerdings nicht auf der Leinwand, sondern nur am Bildschirm: Die Solothurner Filmtage finden dieses Jahr online statt. Über Sinn und Zweck eines virtuellen Festivals reden wir mit der Direktorin.
    Die Werkschau des Schweizer Film muss Corona-bedingt ins Netz ausweichen – die Solothurner Filmtage erfinden sich gerade neu. Nicht wie jedes Jahr im Januar in den engen Kinosälen der Kleinstadt, sondern auf dem Sofa vor dem Screen findet das Festival statt. Kann da so etwas wie Stimmung aufkommen?
    Nach ihrer Premiere im letzten Jahr, leitet die 45-jährige Bielerin Anita Hugi die Solothurner Filmtage zum zweiten Mal. Und diesmal ist sie vorab mit technischen, administrativen und logistischen Herausforderungen konfrontiert. Wie meistert sie diese? Und was hat die Kunst online für einen Stellenwert, da sie gerade heruntergefahren wird? Die Fragen stellt Marc Lehmann.
    27 min
  • Michael Werz: «Bidens Wahl ist eine Atempause, mehr nicht.»
    Nach der feierlichen Amtseinführung heute warten ab morgen grosse Herausforderungen auf den neuen US-Präsidenten Joe Biden. Mit dem Politologen Michael Werz sprechen wir im «Tagesgespräch» über die schwierigste Aufgabe: Die tiefe Spaltung des Landes überwinden.
    Wenn Joe Biden heute als 46. Präsident der USA vereidigt wird, tritt er ein schweres Erbe an: Die Bevölkerung ist so tief gespalten wie selten zuvor, die Corona-Pandemie hat das Land weiterhin fest im Griff. Das Ansehen der USA in der restlichen Welt ist angeschlagen, das Vertrauen der Partner nach vier Jahren «America First» unter Donald Trump auf einem Tiefststand. Zuletzt haben die gewaltsamen Proteste beim Kapitol die Welt erschüttert. Wo soll Joe Biden also ansetzen? Beim Zusammenhalt der USA, sagt Michael Werz. Der deutsche Politologe arbeitet seit Jahren am «Center for American Progress» in Washington D.C., einer liberalen Denkfabrik, die den US-Demokraten nahesteht. Wie kann Joe Biden das zerrissene Land wieder zusammenführen? Wie soll er mit den Millionen Trump-Wählern umgehen, die ihn nicht als rechtmässig gewählten Präsidenten sehen? Barbara Peter hat mit Michael Werz über diese Fragen gesprochen.
    28 min
  • Thomas Minder: Sind Schulen auf Schliessungen vorbereitet?
    Einzelne Schulen mussten schliessen, weil sich Kinder mit dem mutierten Corona-Virus angesteckt hatten. Wie bereiten sich die Schulen auf diesen Fall vor, damit die Kinder auch zu Hause am Ball bleiben? Thomas Minder vom Verband Schulleiterinnen und Schulleiter ist Gast im «Tagesgespräch». Möglichst keine Schulschliessungen – das scheint Konsens bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei Schulleitern und Erziehungsdirektorinnen. Doch was, wenn immer mehr Schulen aufgrund des neuen Virus geschlossen werden müssen? Was wurde gelernt aus dem letzten Lockdown im Frühling? Wie lässt sich auch zu Hause lernen, wie können alle Kinder begleitet und betreut werden? Stehen nun die technischen Mittel zur Verfügung?
    Verschiedene Studien zeigen, dass Kinder aller Altersklassen sich gleich oft mit Corona infizieren wie Erwachsene und auch ansteckend sind. Nur krank werden längst nicht alle. So zeigen auch Untersuchungen, dass sich Lehrpersonen häufiger mit Corona anstecken können als der Durchschnitt der Bevölkerung. Der Ruf nach Schulschliessungen wird lauter, auch die Dringlichkeit nimmt mit dem mutierten Virus zu. Bereits im Oktober hat der Präsident der Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz seine Mitglieder in einem Brief aufgefordert, sich auf allfällige Schliessungen vorzubereiten. Was heisst das nun? Thomas Minder ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    27 min
  • Linda Nartey über die Verbreitung der neuen Corona-Variante
    Bei der Verbreitung der neuen Virus-Variante stehe die Schweiz dort, wo Grossbritannien im Dezember war, sagt der Bundesrat. Was kommt auf die Schweiz zu? Im «Tagesgespräch» berichtet die Berner Kantonsärztin Linda Nartey von ihren Erkenntnissen nach dem Ausbruch im Berner Skiort Wengen. Eigentlich hätte Wengen in diesen Tagen mit dem Lauberhorn-Rennen für Schlagzeilen sorgen wollen. Stattdessen gilt die Gemeinde im Berner Oberland als erster Hotspot der neuen Variante des Corona-Virus. Die Zahl der positiven Fälle in Wengen ist in den letzten Wochen stark angestiegen. Die Dynamik, mit der sich das Virus im Skiort verbreitete, hat die Berner Gesundheitsbehörden aufgeschreckt. Die Folge: Das Lauberhorn-Rennen wurde abgesagt, seit letzter Woche wird in Wengen grossflächig getestet. Welches Bild zeichnet sich bei den Massentests ab? Mit welchen Massnahmen lässt sich die Verbreitung der neuen Virus-Variante in der restlichen Schweiz noch bremsen? Darüber haben wir mit der Berner Kantonsärztin Linda Nartey gesprochen. Die oberste Medizinerin des Kantons Bern ist auch Vize-Präsidentin der Vereinigung der Schweizer Kantonsärzte. Barbara Peter hat sie zum Gespräch getroffen.
    27 min
  • Patrick Wülser: Grossbritannien zwischen Bangen und Hoffen
    In Grossbritannien, insbesondere in London, ist die Corona-Lage prekär. Vor einer Woche hat Londons Bürgermeister für die Hauptstadt den Katastrophenfall ausgerufen. Im «Tagesgespräch» beschreibt unser Korrespondent Patrik Wülser, wie er Land und Stimmung derzeit erlebt. Grossbritannien ist derzeit der Corona-Hotspot Europas. Die neue Virusvariante verbreitet sich rasend schnell, trotz Schutzmassnahmen und Lockdown. Besonders angespannt ist die Lage in London: Vor einer Woche hat Londons Bürgermeister Sadiq Khan für die Stadt den Katastrophenfall ausgerufen. In London sei die Ausbreitung des Virus ausser Kontrolle. Jeder 30. habe sich mittlerweile mit dem Virus angesteckt, so Khan. Die Spitäler arbeiten am Limit. In den britischen Krankenhäusern werden derzeit insgesamt mehr als 30000 Patienten wegen Covid-19 behandelt. Das sind mehr als in den schlimmsten Zeiten der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Grosse Fortschritte dagegen macht die Impf-Kampagne: In Grossbritannien wurden bisher rund 2,6 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus gespritzt, mehr Impfungen als irgendwo sonst in Europa. Bis Mitte Februar will die britische Regierung bis zu 15 Millionen Menschen impfen.
    Grossbritannien - ein Land zwischen Bangen und Hoffen. Und mitten drin unser Korrespondent Patrik Wülser. Er lebt seit dem letzten Sommer in London. Wie erlebt er diese beispiellose Krise vor seiner Haustür? Patrik Wülser ist Gast von Barbara Peter.
    28 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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