Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Charles Liebherr über die EU im Corona-Krisenmodus
    Eine schleppende Impfkampagne, giftiger Streit mit Mitgliedsländern um Reisebeschränkungen: Die EU tut sich schwer mit der Bewältigung der Corona-Pandemie. Oder täuscht dieser Eindruck? Das «Tagesgespräch» mit EU-Korrespondent Charles Liebherr über die EU nach einem Jahr im Corona-Krisenmodus.
    Wie kann die Impf-Kampagne gegen das Corona-Virus in der EU beschleunigt werden? Unter anderem zu dieser Frage wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs heute Nachmittag an einem Sondergipfel beraten. Denn das Impfen in der EU geht langsamer voran als etwa in Grossbritannien, den USA oder Israel. Zu reden gibt aber auch ein Streit zwischen der EU-Kommission und sechs Mitgliedsländern, darunter Deutschland, Belgien und Ungarn, über Grenzkontrollen und Reisebeschränkungen. Viel Redestoff also für die 27 Staats- und Regierungschefs. Und erneut ein Gipfel ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Seit rund einem Jahr befindet sich die EU im Dauer-Krisenmodus. Ist die EU gewappnet für diese Krise? Und wie wird die Corona-Pandemie die EU verändern? Fragen, die wir nun mit unserem EU-Korrespondenten Charles Liebherr in Brüssel besprechen wollen. Er hat die EU im Corona-Krisenmodus im letzten Jahr aus nächster Nähe beobachtet. Charles Liebherr ist Gast von Barbara Peter.
    24 min
  • Martin Hirzel: Corona-Spuren in der Schweizer Industrie
    Es sind deutliche Spuren, welche die Corona-Pandemie in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie hinterlässt. Weniger Aufträge, weniger Umsätze, weniger Exporte. Wie rasch wird sich die Industrie davon erholen? Gast im «Tagesgespräch» ist der neue Swissmem-Präsident Martin Hirzel.
    Weniger Umsätze und Exporte, leere Auftragsbücher: Auch die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie. Das zeigen die Zahlen des vergangenen Jahr, welche der Branchenverband Swissmem heute vorgestellt hat. Allerdings zeigen die Zahlen auch: Bei vielen Unternehmen kehrt die Zuversicht und die Hoffnung auf Erholung zurück. Sind die Hoffnungen berechtigt? Wie gut wird die Schweizer Industrie diese Krise überstehen? Denn bereits vor Corona schwächelte die Branche. Frankenstärke, Handelsstreit und Fachkräftemangel machten der exportorientierten Schweizer Industrie stark zu schaffen. Was bringt die Zukunft? Darüber wollen wir nun mit Martin Hirzel reden. Seit Anfang Jahr ist er Präsident des Verbandes der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Swissmem. Er kennt die Branche aus erster Hand: Hirzel hat über 20 Jahre in der Schweizer Industrie gearbeitet, war zeitweise auch in Brasilien und China für Schweizer Unternehmen tätig. Zuletzt war Hirzel Chef beim Autozulieferer Autoneum. Martin Hirzel ist nun Gast von Barbara Peter.
    24 min
  • Robert Schmid: Über Brutzelstimmen und Rösser im Mundartbeitrag
    Alle haben etwas zu sagen, die Frage ist nur wie. Robert Schmid ist Sprech- und Auftrittscoach bei Radio SRF und hat Generationen von Journalistinnen und Journalisten das richtige Sprechen beigebracht. Wie und warum das nötig ist, erzählt er vor seiner Pension im «Tagesgespräch».
    Das 19. Jahrhundert prägte das Buch, das 20. Jahrhundert stand im Bann der bewegten Bilder, der Filme und Videos. Und nun scheint das 21. Jahrhundert sich ganz im Zeichen des Hörens und Sprechens zu entwickeln. Computer und Maschinen reagieren immer öfter nicht mehr auf Knopfdruck, sondern auf unsere Befehle. Dies gibt auch neuen Hörformaten wie Podcasts Auftrieb, ebenso erfreut sich das Radio ungebrochen grosser Beliebtheit.
    Das freut Robert Schmid, er beschäftigt sich ein Arbeitsleben lang mit Hören und Sprechen und ist seit über 20 Jahren Sprech- und Auftrittscoach bei Radio SRF. Er bildet Journalistinnen und Journalisten aus, um radiotauglich sprechen zu können. Was heisst das – und wer besitzt eine sogenannte Radiostimme? Warum schleichen sich Fallfehler ein und woher taucht im Mundartbeitrag der Begriff Rösser auf? Robert Schmid verrät es im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn, bevor er Ende Woche in Pension geht.
    28 min
  • Swiss Ski-Chef Bernhard Aregger und der Medaillen-Segen an der WM
    Neun Medaillen hat das Schweizer Team an der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo geholt – so viele wie seit den goldenen 80er Jahren nicht mehr. Die Schweiz ist zurück an der Weltspitze – doch wie rosig sind sie Aussichten? Verbands-Direktor Bernhard Aregger blickt im Tagesgespräch nach vorn.
    Es ist viel passiert im Schweizer Skisport in den letzten Jahren. 2005 gab es an der Weltmeisterschaft Null Medaillen, danach hat sich der Ski-Verband mit grossem Aufwand an die Wiederaufbauarbeit gemacht. Mit dem Ergebnis, dass die Schweiz wieder führt im Nationen-Ranking und an der WM am meisten Medaillen holt.
    Was hat den Aufstieg begünstigt? Und was wird unternommen, damit nach dem Höhenflug nicht wieder ein Absturz folgt? Wie identifiziert man Talente und bringt sie an die Spitze? Und wie sieht die Zukunft des Skisports aus?
    Fragen an Bernhard Aregger: Der 48-jährige Luzerner leitet seit anderthalb Jahren als Direktor den Verband Swiss Ski. Der frühere Polizei-Offizier ist auch technischer Delegierter des Weltverbands FIS und ehemaliger Präsident des Zentralschweizer Schneesport-Verbands. Er ist Gast von Marc Lehmann.
    28 min
  • Claus Kaminksy zum ersten Jahrestag des Anschlags in Hanau
    Heute jährt sich der rassistische Anschlag auf neun Menschen in der deutschen Stadt Hanau. In die Trauer der Angehörigen mischt sich auch Wut über die mangelnde Aufklärung der Tat. Im «Tagesgespräch» beschreibt der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky, wie der Anschlag die Stadt verändert hat.
    Ein Jahr ist vergangen seit dem rassistischen Anschlag in der deutschen Stadt Hanau. Am Abend des 19. Februar 2020 hatte ein Attentäter in der Innenstadt von Hanau gezielt neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen, bevor er seine Mutter und sich tötete. Zum Jahrestag wird heute Abend in Hanau eine Gedenkfeier stattfinden, neben den Angehörigen der Toten werden auch Politiker wie der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnehmen. Doch neben der Trauer stehen auch die drängenden Fragen der Opferfamilien an diesem Jahrestag im Zentrum. Viele Angehörige der Opfer von Hanau fühlen sich von der Polizei und der Politik im Stich gelassen. Sie kritisieren die mangelnde Aufklärung der Tat und dass die hessischen Behörden ihnen bis heute keine Antworten auf Fragen liefern, z.B. zu Pannen beim Polizeieinsatz in der Tatnacht. Was läuft da schief?
    Unter anderem darüber haben wir diese Woche mit dem Oberbürgermeister der Stadt Hanau gesprochen, dem SPD-Politiker Claus Kaminsky. Der Name seiner Stadt bleibt untrennbar mit dem rassistischen Amoklauf verbunden. Wie geht Hanau damit um? Was hat sich seit dem Anschlag tatsächlich getan im Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus? Barbara Peter hat mit Claus Kaminsky gesprochen.
    26 min
  • Soll der Staat auch in die frühe Kindheit eingreifen?
    Die «Politik der frühen Kindheit» steht weit oben auf der politischen Agenda: Das Wohl der Kinder, Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen staatlich gefördert werden. Ist das nötig? Im «Tagesgespräch» fragen wir die Expertin Heidi Simoni und den Politiker Kurt Fluri.
    Eine gute «Politik der frühen Kindheit» diene nicht nur den Kindern und Familien, sondern der Gesellschaft als Ganzes – so die Expertenmeinung. Angebote wie familienergänzende Betreuung, Gesundheitsberatung und Sprachförderung sollen deshalb ausgebaut werden. Der Bundesrat gibt sich diesbezüglich allerdings zurückhaltend. Anders die Städte und Gemeinden, die vom Bund verlangen, mehr Verantwortung zu übernehmen bei der frühkindlichen Politik. Heute befasst sich die nationalrätliche Bildungskommission mit dem Thema.
    Gelegenheit für eine Auslegeordnung im «Tagesgespräch»: Marc Lehmann diskutiert mit Heidi Simoni – die promovierte Psychologin ist Expertin für frühkindliche Bildung und leitet in Zürich das Marie Meierhofer-Institut für das Kind. Und mit Kurt Fluri – der Solothurner Stadtpräsident und FDP-Nationalrat ist Präsident des schweizerischen Städteverbands, der nachdrücklich eine aktivere Kinderpolitik auf Bundesebene fordert.
    26 min
  • Blackrock-Manager Martin Lück: Geht der Börsenboom ewig weiter?
    Billiges Geld und Spekulanten lassen die Kurse an den Börsen in die Höhe schiessen, Kleinanleger mischen munter mit in diesem Geschäft, die Aktienmärkte drohen aus den Fugen zu geraten. Wie lange kann das noch gutgehen? Im Tagesgespräch fragen wir Martin Lück, einen der ganz Grossen der Branche.
    Befinden sich die Börsen in einer gefährlichen Blase, die bald platzen kann? Das Thema umtreibt Anleger und Investoren immer stärker, auch solche mit eher kleinem Portemonnaie. In den kommenden Wochen könnten Aktienmärkte anfällig auf Korrekturen sein. Aber ist wirklich mit einem Crash zu rechnen? Oder ist das Grundvertrauen der Anleger noch gross genug? Wo liegen die Gefahren? Und weshalb können sich die Finanzmärkte so derart weit entfernen von der Realwirtschaft, die gerade im Corona-Stress ist.
    Martin Lück ist Leiter Kapitalmarktstrategie für Deutschland, die Schweiz, Österreich und Osteuropa des grössten Vermögensverwalters der Welt: Blackrock. Lück ist bei diesem Weltkonzern zuständig für die makro-ökonomische Forschung und für Investment-Einschätzungen. Der promovierte Volkswirt war früher bei der UBS Deutschland tätig – und ist jetzt Gast von Marc Lehmann.
    26 min
  • Thomas Schiller über die Krise im Sahel
    Die Sahelzone ist in den letzten Jahren zu einem Brennpunkt des islamistischen Terrors geworden, trotz des französischen Militäreinsatzes. Wie weiter im Sahel? Thomas Schiller von der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung in Mali liefert im «Tagesgespräch» seine Einschätzungen zur Region.
    Seit acht Jahren kämpfen französische Soldaten in der Sahelzone gegen islamistische Terrorgruppen. Wie erfolgreich ist diese Mission? Und wie lange noch wird Frankreich seinen Einsatz fortsetzen in diesem Landstrich südlich der Sahara, zwischen Atlantik und Rotem Meer?
    Vor dem Hintergrund dieser Fragen berät sich derzeit die sogenannten «G5-Sahel»-Gruppe bei ihrem jährlichen Gipfel. Zur Gruppe gehören Mauretanien, Burkina Faso, Mali, Tschad und Niger. Auch der französische Präsident Macron, sowie die Aussenminister Deutschlands und der USA treten am Gipfel auf. Kommt es zu einem Strategiewechsel der Franzosen? Denn der Militäreinsatz ist in Frankreich unbeliebt, wie neuste Umfragen zeigen. Und die Lage in der Region bleibt äusserst instabil. Immer wieder verüben Dschihadisten-Gruppen Angriffe, immer wieder kommt es zu Zusammenstössen zwischen Angehörigen verschiedener Volksgruppen. Die UNO spricht von bis zu drei Millionen Menschen auf der Flucht.
    Über die Hintergründe des Konflikts und die Perspektiven für die Sahelzone haben wir mit Thomas Schiller gesprochen. Er arbeitet für die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung, die der CDU nahesteht und leitet deren Regionalprogramm Sahel. Barbara Peter hat Thomas Schiller in seinem Büro in Bamako erreicht, der Hauptstadt von Mali.
    26 min
  • Abstimmungskontroverse über das E-ID-Gesetz
    Am 7. März stimmt die Schweiz über das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste, kurz E-ID-Gesetz ab. Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Für das E-ID-Gesetz argumentiert FDP-Nationalrätin Christa Markwalder. Gegen die Vorlage ist Nationalrätin Sibel Arslan von den Grünen.
    Das neue E-ID-Gesetz ist die Grundlage für eine staatlich geprüfte elektronische Identität, die E-ID. Der Nutzer dieser E-ID soll damit belegen können, dass er die eingeloggte Person auch wirklich ist. Wenn jemand im Internet Schuhe kaufen oder bei der Gemeinde ein Formular bestellen will benutzte man bisher verschiedene Logins, meistens mit Benutzernamen und Passwort. Es gab dazu keine staatliche Garantie, dass die Bestellung sicher und zuverlässig ist. Das soll sich mit dem neuen E-ID-Gesetz ändern. Für eine nationale E-ID haben Staat und private Firmen zusammengearbeitet: Der Staat überprüft und bestätigt die Identität einer Person, ausgestellt und betrieben wird die E-ID von privaten Unternehmen. Auch Kantone und Gemeinden können ihre E-ID anerkennen lassen. Eine breite Allianz von Organisationen und linken Parteien hat gegen das E-ID-Gesetz das Referendum ergriffen, deshalb stimmen wir am 7. März darüber ab. Gegen das Gesetz haben sich SP, Grüne und die Grünliberalen gestellt. Dafür sind der Bundesrat und die Parteien SVP, FDP und die Mitte.
    Welche Argumente sprechen für und welche gegen das E-ID-Gesetz? Darüber diskutieren zwei Nationalrätinnen: Auf der Pro-Seite, Christa Markwalder von der FDP, auf der Contra-Seite, Sibel Arslan von den Grünen.
    27 min
  • Ulrike Protzer: «Jedes Land braucht jetzt Stufenplan für Öffnung»
    Stehen die Zeichen auf Entspannung oder bringen die Virus-Mutationen eine dritte Welle? Die deutsche Virologin Ulrike Protzer ordnet im «Tagesgespräch» die aktuelle Corona-Lage und die Gefahr durch die Virus-Mutationen ein.
    Die Richtung stimmt: Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Corona-Virus geht in der Schweiz zurück. Bereits werden Forderungen nach einer Lockerung der Massnahmen lauter. Doch trügt das Bild, wie manche Wissenschaftler warnen? Werden die Fallzahlen bald wieder ansteigen durch die Verbreitung der ansteckenderen Virus-Mutationen aus Grossbritannien, Brasilien und Südafrika? Sind Öffnungen jetzt tatsächlich möglich?
    Wir haben mit der deutschen Virologin Ulrike Protzer über diese schwierige Ausgangslage gesprochen. Protzer ist Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz-Zentrum München und leitet das Institut für Virologie an der Technischen Universität München. Sie sagt: «Jedes Land sollte jetzt einen klaren Stufenplan für die Öffnungsschritte haben.» In Deutschland hat die Regierung diese Woche die Schutz-Massnahmen noch einmal bis März verlängert, aber auch Öffnungsschritte angekündigt, wenn die Fallzahlen weiter sinken. Ist das der richtige Weg? Und wie gross ist das Risiko der Virus-Mutationen? Barbara Peter hat mit Ulrike Protzer gesprochen.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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