Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Roberto Cirillo: Bald rote Zahlen beim «Gelben Riesen»?
    Die Corona-Pandemie macht der Post zu schaffen: Der Konzerngewinn ist im vergangenen Geschäftsjahr massiv eingebrochen. Der Boom bei der Päckli-Post kann die Verluste bei den Briefen nicht wettmachen. Warum Konzernchef Roberto Cirillo trotzdem von Wachstum spricht, erklärt er im «Tagesgespräch».
    Die Brief-Post darbt, Zahlungsverkehrs-Dienstleistungen fallen zunehmend der Digitalisierung zum Opfer, mit dem Postauto sind auch immer weniger Leute unterwegs: Die traditionellen Kerngeschäfte der Post sind auf dem Rückzug, neue Ideen sind gefragt. Künftig will sich die Post vermehrt der Logistik und der digitalen Kommunikation zuwenden – ohne aber die Grundversorgung zu vernachlässigen. Ob künftig die angeschlagene Postfinance noch immer ihren Beitrag dazu leistet, bleibt nach den Privatisierungsplänen des Bundesrats offen.
    Es ist viel in Bewegung beim «Gelben Riesen»: Gelegenheit für eine Auslegeordnung mit Konzern-Chef Roberto Cirillo, der die Post seit 2019 führt. Marc Lehmann befragt den 49-jährigen Tessiner im Post-Hauptsitz in Bern.
    28 min
  • Horst-Michael Prasser zur Zukunft von Atomkraft
    Zehn Jahre Katastrophe von Fukushima steht auch für zehn Jahre Atomausstieg der Schweiz. Doch anderswo, zum Beispiel in den USA oder in Finnland, wird für den Klimaschutz auf Atomkraft gesetzt. Wie steht es um die Zukunft der Kernenergie? Im «Tagesgespräch» ist ETH-Professor Horst-Michael Prasser.
    Zehn Jahre sind vergangen seit der Nuklear-Katastrophe von Fukushima. Am 11. März 2011 trafen ein Erdbeben der Stärke 9,0 und anschliessend ein Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima an der Ostküste Japans. In der Folge kam es in drei Reaktoren zur Kernschmelze. Eine Zäsur für die Atom-Energie. 75 Tage nach Fukushima beschloss der Bundesrat den Atomausstieg der Schweiz. Spätere Volksabstimmungen stützten den Strategiewechsel hin zu erneuerbaren Energien. Doch zehn Jahre später hat sich die Welt verändert: Der Klimawandel beschleunigt sich, die Länder stehen unter Druck, ihre Klimaziele zu erreichen. Manche setzen dabei auf Atomenergie. Die USA und China, aber auch europäische Länder wie Finnland, die Niederlande und Polen. Erlebt die Atomkraft ein Comeback? Oder ist das nur Wunschdenken der Atomlobby? Wie sieht die Zukunft der Atomenergie aus? Darüber sprechen wir nun mit Horst-Michael Prasser. Seit 2006 war Prasser Professor für Kernenergiesysteme an der ETH Zürich, vor kurzem wurde er emeritiert. Sein Lehrstuhl an der ETH war zunächst von Swissnuclear finanziert, dem Verband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber. In den letzten drei Jahren hatte die ETH den Lehrstuhl finanziert. Von 2008 bis 2011 war Prasser Mitglied der Aufsichtsbehörde des eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI. Horst-Michael Prasser ist nun Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • Jacqueline Fehr: Der Kanton als Versuchslabor
    Kulturschaffende sollen ohne bürokratische Hürden Corona-Hilfsgelder erhalten. Der Kanton Zürich geht eigene Wege, zahlt selbständigen Kulturschaffenden ein Ersatzeinkommen aus. Wem nützt dieser Alleingang? Hilft der Bund mit? Jacqueline Fehr, Zürcher Justizdirektorin ist Gast im «Tagesgespräch».
    17 Jahre politisierte Jacqueline Fehr für die SP im Nationalrat. Auch als Zürcher Justizdirektorin macht sie schweizweit von sich reden mit ihrem Ersatzeinkommen, das selbständige Kulturschaffende im Kanton Zürich nun während dreier Monate erhalten. Gerade in der Corona-Krise soll der Föderalismus genutzt werden, damit Kantone als Versuchslabore Lösungen ausprobieren können, so Fehrs Überzeugung. Wie kann dieses Zusammenspiel zwischen Bund und Kantonen funktionieren? Braucht es Sololäufe von Kantonen? Und weckt dieses Ersatzeinkommen die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen aus dem Dornröschenschlaf? Jacqueline Fehr ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    29 min
  • Topmanagerin Barbara Frei zum «Tag der Frau»
    Es harzt mit der Gleichstellung in der Arbeitswelt – vor allem auf den Chefetagen sind Frauen schlecht vertreten. Wir reden im Tagesgespräch mit einer Frau, die alle Hindernisse überwunden hat: Barbara Frei, Europa-Chefin von Schneider Electric und damit Vorgesetzte von 44'000 Angestellten.
    Kaum ein Tag vergeht, da nicht von Ungleichheiten, Benachteiligungen, ja Diskriminierungen von Frauen im Berufsleben berichtet wird: Lohngleichheit bleibt ein Wunschtraum, familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind längst nicht überall realisiert, und in Führungspositionen ist der Frauenmangel eklatant. Warum sind die Fortschritte trotz all den Gleichstellungs-Bekenntnissen und Förderprogrammen so mager? Wer ist am Zug, damit Fortschritte erzielt werden? Und was können die Frauen selber tun, um vorwärts zu kommen?
    Gast im Tagesgespräch ist zum heutigen «Tag der Frau» eine der wenigen Schweizer Topmanagerinnen: Barbara Frei. Die 50-jährige Zürcherin hat eine Bilderbuch-Karriere vorzuweisen. Nicht nur, dass sie in einer technischen Männerdomäne ihren Karriereweg gemacht hat, sondern auch, dass sie als eine von ganz wenigen Frauen auf oberster Managementstufe eines internationalen Grosskonzerns angekommen ist: Die promovierte Maschinen-Ingenieurin leitet das Europa-Geschäft des französischen Elektrontechnikkonzerns Schneider Electric. Marc Lehmann hat Barbara Frei kurz vor ihrem Abflug nach Moskau erreicht.
    28 min
  • Pater Jens Petzold zum Irak-Besuch von Papst Franziskus
    Zum ersten Mal überhaupt reist heute ein Papst nach Irak. Franziskus Besuch findet trotz Corona-Pandemie und angespannter Sicherheitslage statt. Die Christen im krisengebeutelten Land setzen grosse Hoffnungen in die Papst-Visite: Wir fragen Pater Jens in Sulaimaniyya: Sind diese berechtigt?
    Auf dieses historische Ereignis haben Christen im Irak lange gewartet: Erstmals kommt ein Papst nach Irak, der sogenannten Wiege der Zivilisation, die in den letzten Jahrzehnten von Krieg und Terror verwüstet wurde. Ganz besonders zu leiden hat die Minderheit der Christen, die zu Hunderttausenden aus dem Irak vertrieben wurden oder geflüchtet sind. Papst Franziskus will die Christen zur Rückkehr ermuntern und den im Land Verbliebenen Mut zusprechen.
    Ist Irak noch ein Ort, wo Christen leben können? Pater Jens Petzold bewohnt seit knapp 10 Jahren ein Kloster in der Stadt Sulaimaniyya im irakischen Kurdengebiet. Der gebürtige Berliner ist in Zürich aufgewachsen und hat dort eine bürgerliche Berufskarriere gemacht, bevor er auf der Suche nach dem Lebenssinn in der katholischen Welt des Nahen Ostens angekommen ist. Marc Lehmann hat Pater Jens kurz vor Ankunft des Papst per Fernverbindung in Irak erreicht.
    28 min
  • Gmür und Aeschi zum Machtkampf zwischen Parlament und Bundesrat
    In dieser Session versucht das Parlament, sich bei der Corona-Strategie wieder mehr ins Spiel zu bringen. Manche wollen gar dem Bundesrat das Heft aus der Hand nehmen. Ist das sinnvoll? Darüber diskutieren im «Tagesgespräch» Mitte-Ständerätin Andrea Gmür und SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.
    Am 22. März sollen in der Schweiz alle Gastro-, Freizeit-, Kultur- und Sport-Betriebe wieder öffnen. Das fordert der Nationalrat mit einer Erklärung vom Bundesrat. Gestern hat eine bürgerliche Mehrheit der grossen Parlamentskammer diesen Vorstoss gutgeheissen und damit den Druck auf die Regierung für Lockerungen erhöht. Allerdings: Diese Erklärung ist unverbindlich, der Bundesrat muss nicht danach handeln. Und ob die Öffnungs-Forderung mit konkretem Datum nächste Woche auch ins Covid-19-Gesetz geschrieben wird, ist offen. Der Ständerat, der das Gesetz bereits heute beraten hat, verzichtete auf eine entsprechende Gesetzesänderung.
    Ist das Vorgehen der bürgerlichen Nationalräte also reine Symbolpolitik? Welche Folgen hat dieser Machtkampf zwischen Parlament und Bundesrat? Und was ist die richtige Corona-Strategie?
    Darüber diskutieren wir nun mit zwei Vertretern aus dem Parlament: mit Andrea Gmür, Ständerätin aus dem Kanton Luzern und Fraktionspräsidentin der Mitte-Fraktion. Und mit Thomas Aeschi, Zuger SVP-Nationalrat und SVP-Fraktionspräsident. Die beiden sind jetzt zu Gast bei Barbara Peter.
    27 min
  • Norbert Mappes-Niediek und der west-östliche Graben
    Der Westen und der Osten Europas verstehen sich schlecht und immer schlechter, schreibt der Osteuropa-Experte und Journalist Norbert Mappes-Niediek in seinem neuen Buch. Seit der Aufklärung beanspruchte der Westen, die Sonne der Erkenntnis gehe im Westen auf. Woher kommt dieser Ost-West-Graben?
    Durch die Geschichte hindurch blickte der Westen auf den Osten herab. Mal war er der Burggraben, der die Festung Europa von den Weiten Asiens trennte, mal eine Art Vorzimmer Europas, aber selten ein gleichberechtigter, gleichwertiger Teil der Alten Welt, schreibt Mappes-Niediek in «Europas geteilter Himmel: Warum der Westen den Osten nicht versteht.».
    Umgekehrt fühle sich der Osten vom westlichen Vorbild verkannt und geringgeschätzt, ärgere sich über dessen Gleichgültigkeit oder Arroganz. Die Konflikte treten durch die Flüchtlingskrise oder die Corona-Pandemie wieder deutlich zu Tage. «Ihr im Osten seid homophob und xenophob, behandelt Homosexuelle und Migranten schlecht, seid nationalistisch, in Sachen Demokratie habt Ihr kaum Ahnung» – so tönt es oft mehr oder weniger deutlich aus dem Westen. Umgekehrt schallt es zurück aus Osten: «Ihr im Westen seid dekadent und ohne Werte: Familie, Christentum und Identität sagen Euch nichts mehr – wir sind das Bollwerk gegen den Islam, wir vertreten noch die christlichen Werte». Der Westen und der Osten Europas: ein Kontinent und doch zwei Welten. Im Tagesgespräch sagt Norbert Mappes-Niediek, dass der Westen nicht versuchen sollte, den Osten zu erziehen, sondern eher versuchen, ihn zu verstehen.
    27 min
  • Patrick Frost über die Swiss Life im Corona-Jahr 2020
    13 Prozent weniger Gewinn schreibt die Swiss Life-Gruppe im Krisenjahr 2020. Ist das der Corona-Effekt? Und wie kulant war der grösste Schweizer Immobilienbesitzer nun mit den Mietforderungen an zwangs-geschlossene Geschäfte? Antworten im «Tagesgespräch» mit Swiss Life-Konzernchef Patrick Frost.
    «Ein Zahlenset mit Licht und Schatten»: so beschreiben Börsen-Analysten die heute vorgelegten Geschäftszahlen der Swiss Life-Gruppe. Der Lebensversicherer-Konzern meldet für das Jahr 2020 einen Gewinnrückgang von 13 Prozent. Allerdings nicht, wie man vermuten könnte, durch die Corona-Pandemie bedingt. Vielmehr seien es Sondereffekte, die das Ergebnis trüben, so Swiss Life. Alleine 70 Millionen Franken legt der Konzern zur Seite für eine Einigung in einem Rechtsstreit mit den amerikanischen Justizbehörden. Worum geht es da? Und wo steht man in der Diskussion um den Mieterlass für Geschäftsmieter, die unter den Corona-Massnahmen leiden? Als grösste Immobilienbesitzerin der Schweiz stand Swiss Life letztes Jahr in der Rolle der Vermieterin im Zentrum der Debatte. Der Konzern wehrte sich gegen eine gesetzliche Lösung zum Mieterlass, wollte mit den betroffenen Geschäftsmietern individuelle Lösungen finden. Wie kulant war Swiss Life nun tatsächlich mit ihren Mietern? Über diese Themen hat Barbara Peter heute Morgen mit Patrick Frost gesprochen. Er ist seit 2014 Konzernchef der Swiss Life-Gruppe.
    27 min
  • Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA
    Er sorgt sich ums fragile Gleichgewicht der Erde. Er kann sich die Existenz Ausserirdischer vorstellen. Josef Aschbacher, seit dem 1. März Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation.
    Mond und Mars erleben einen Ansturm, die Technik der Missionen wird ausgefeilter und immer mehr Länder mischen mit. Die Liste weltweit vorangetriebener Raumfahrtpläne ist lang. Bei den Plänen zuvorderst mit dabei ist seit dem 1.März ein Österreicher. Mit Josef Aschbacher hat die ESA einen Forscher mit grosser Verbundenheit zur Erde an der Schlüsselstelle in der europäischen Raumfahrt. Statt den elterlichen Bauernhof im Tirol zu übernehmen, widmete Aschbacher sein Leben der Erdbeobachtung und initiierte so bedeutende Satellitenprogramme wie das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mit. Im Tagesgespräch erzählt er, wie es ihn mit Sorge erfüllt, mit eigenen Augen zu sehen, wie das Eis an den Polen schmilzt und der Regenwald schrumpft. Wie der Meeresspiegel steigt und sich Dürren häufen. Er liefert Fakten zur Frage, ob die Veränderungen auf der Erde nicht auch durch eine intensivere Sonnenaktivität verursacht sein könnten. Und Josef Aschbacher verrät schon, was er ab sofort tun will, um die Politiker zum Handeln zu bewegen. Die teilweise unpopulären Entscheide kämen am Schluss den späteren Generationen zu gute. Nicht zuletzt: Josef Aschbacher, im Herzen noch den Kindheitstraum Astronaut, stösst die Tür zur Zukunft einen Spalt breit auf und lüftet ein Geheimnis: Er möchte gerne die bemannte Raumfahrt in ESA-Raketen initiieren, und die Astronautinnen und Astronauten nicht mehr nur mit den US-Amerikanern oder Russen mitfliegen lassen.
    26 min
  • Anna Aaron, Jonatan Niedrig: «Ghost-Festival» - die Geister, die Corona rief
    Am Wochenende findet das grösste Musikfestival aller Zeiten in der Schweiz statt: Das Ghost-Festival mit 300 Konzerten. Leider nur symbolisch. Was bezweckt diese Aktion? Wird die Schweizer Musikszene so gehört? Antworten geben Anna Aaron und Jonatan Niedrig im «Tagesgespräch».
    Vor fast genau einem Jahr verbot der Bundesrat Grossveranstaltungen ab 1000 Personen. Dieses Wochenende findet nun das grösste Musikfestival statt, das es je in der Schweiz gegeben hat: mit 300 Bands und Konzerten – von A wie Adrian Stern über H wie Heidi Happy bis Z wie Züri West; alle sind sie mit dabei. Der Haken: Tickets sind zu kaufen, gespielt wird jedoch kein Ton beim «Ghost-Festival». Es soll ein Zeichen setzen und zeigen: Die Kultur ist noch da – aber schier unsichtbar. Die Basler Musikerin Anna Aaron ist beim Festival auch dabei; was hat sie in diesem Jahr gemacht? Jonatan Niedrig verkauft die Tickets fürs Festival: Welche Forderungen stellt er an die Räte in der Frühlingssession und an den Bundesrat? Er ist Geschäftsführer des Verbandes der Musikclubs und Festivals Petzi und Mitglied der Taskforce Culture. Was halten sie von einem Grundeinkommen für Künstlerinnen und Künstler und wann soll die Kultur wieder loslegen? Antworten gibts im «Tagesgespräch» mit Karoline Arn.
    28 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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