Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Heribert Prantl: Was heisst da Union?
    Die CDU und CSU machen sich das Leben schwer: Sie haben sich je für ihren Kanzlerkandidaten entschieden, die Union steht vor einem Patt. Eine Lösung scheint unmöglich, der Schaden ist angerichtet. Was bedeutet dies für die Wahlen im Herbst? Publizist Heribert Prantl analysiert im «Tagesgespräch».
    Lange hat CSU-Chef Markus Söder gewartet, bis er sich nun auch als Kanzlerkandidat präsentiert – und grosse Ambitionen auf das Kanzleramt an den Tag legt, auch wenn die Parteispitze der CDU an ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet festhält. Ein Streit in den eigenen Reihen hat der Union gerade noch gefehlt: Die Umfragewerte sind schlecht, besonders auch seit dem Skandal um Profite, die Unionspolitiker aus Maskenverkäufen geschlagen haben. Nun muss die Union sich für einen Kanzlerkandidaten entscheiden, wen sie auch aufs Schild heben, es wir grosse Verluste bringen und Unzufriedenheit.
    Markus Söder ist in der Bevölkerung beliebt, wird aber nur von der kleineren CSU portiert, Armin Laschet hat schlechte Umfrageergebnisse und viele fragen sich, ob die Wahlen mit ihm zu gewinnen sind. Was bedeutet dieser Machtkampf innerhalb der Union? Wer von beiden wäre der bessere Kanzler? Wer profitiert von diesen Streitereien? Wie bewältigt Deutschland die dritte Corona-Welle, wenn die Union vor allem mit sich selbst beschäftigt ist? Fragen an den Publizisten und ehemaligen Inland-Chef der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl. Er ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    27 min
  • Oliver Stuenkel: «Bolsonaro sorgt sich um seine Wiederwahl»
    In Brasilien wurden zuletzt mehr als 4000 Corona-Tote innerhalb eines Tages gezählt. Wie konnte die Lage so eskalieren? Welche Verantwortung muss Präsident Bolsonaro für die Krise übernehmen? Antworten im «Tagesgespräch» mit dem Politologen Oliver Stuenkel.
    Immer neue Rekorde bei der Anzahl Toten, das Gesundheitssystem am Kollabieren: Brasilien ist derzeit weltweit einer der schlimmsten Corona-Hotspots. Eine zweite Infektionswelle hat das Land fest im Griff. Die Pandemie sei ausser Kontrolle, warnen Ärztinnen und Mediziner und fordern harte Massnahmen. Viele machen Präsident Bolsonaro und seine Regierung verantwortlich für das schlechte Pandemie-Management. Bolsonaro gerät politisch zunehmend unter Druck. Die Kabinettsumbildung vor Ostern, als der Präsident sechs Minister austauschte, wird von Beobachtern als Zeichen seiner Schwäche gewertet. Doch wie angeschlagen ist Jair Bolsonaro tatsächlich? Und welche politischen Folgen wird die Pandemie für Brasilien haben? Das wollten wir von Oliver Della Costa Stuenkel wissen, deutsch-brasilianischer Politikwissenschaftler von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo. Barbara Peter hat mit ihm gesprochen.
    26 min
  • Katja Schönenberger: Das Leiden der Jugend in der Pandemie
    Heute soll wieder die Post abgehen, Jugendliche rufen zu Kundgebungen und Partys auf – sie haben genug von den Corona-Einschränkungen. Zahlt die Jugend einen zu hohen Preis für den Schutz der Gesellschaft in der Pandemie? Wir fragen im «Tagesgespräch» Pro Juventute-Direktorin Katja Schönenberger.
    Das Leben junger Menschen steht seit einem Jahr Kopf. Die Corona-Massnahmen schränken ihre Freiheit enorm ein. Das soziale Leben steht still, die Kontakte sind auf ein Minimum reduziert, Unterricht und Gespräche finden oft nur im virtuellen Raum statt. Jugendliche verpassen wichtige Erfahrungen, die zu ihrer Entwicklung gehören und prägend sind fürs Leben.
    Was heisst das für uns als Gesellschaft? Wie können wir uns erkenntlich zeigen für die Solidarität, die wir von Jugendlichen zum Schutz vulnerabler Menschen erwarten? Katja Schönenberger ist seit gut vier Jahren Direktorin der Stiftung Pro Juventute, die sich für die Rechte von Kinder, Jugendlichen und Familien einsetzt. Als Betreiberin der Anlaufstelle 147.ch hat sie das Ohr nahe bei den jungen Menschen. Die Fragen stellt Marc Lehmann.
    28 min
  • Rudolf Hauri: «Zuger Attentat hat unbeschwerten Umgang verändert»
    Das Attentat von Zug 2001 hat die Schweiz tief erschüttert. Inwiefern hat sich seither das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Behörden verändert? Zum Abschluss der Jubiläums-Tagesgespräche sprechen wir mit dem Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri, der 2001 bei der Aufklärung des Attentats beteiligt war.
    Es war ein Attentat, wie es die Schweiz noch nie erlebt hatte: Ein schwer bewaffneter Mann stürmte am 27. September 2001 das Zuger Kantonsparlament, schoss um sich und tötete 14 Politikerinnen und Politiker, 18 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Täter handelte aus Hass auf die politischen Behörden. Die Tat wirkt bis heute nach. Bis zum Attentat galt nicht nur in Zug der Grundsatz der bürgernahen Politik und Behörden mit offenen Türen und ohne grosse Sicherheitsschranken. Inwiefern hat sich das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Behörden seither verändert? Und wie gehen Behörden heute mit Drohungen aus der Bevölkerung um? In der aktuellen Corona-Pandemie verzeichnet das Bundesamt für Polizei eine starke Zunahme an verbalen Angriffen gegen Behörden und Politiker. Was löst das bei Betroffenen aus? Fragen, die wir Rudolf Hauri gestellt haben im Rahmen unserer Gespräche zum Jahr 2001, als das «Tagesgespräch» erstmals über den Sender ging. Rudolf Hauri hatte 2001 noch als Rechtsmediziner an der Aufklärung des Attentats in Zug gearbeitet. Etwas später wurde er Kantonsarzt in Zug. Seit knapp drei Jahren ist er auch Präsident der Vereinigung der Kantons¬ärztinnen und Kantonsärzte und als solcher eine der wichtigen Figuren in der Schweizer Pandemie¬bekämpfung. Barbara Peter hat Rudolf Hauri zum Gespräch getroffen.
    28 min
  • Peter Neumann: «9/11 war ein Versagen der Vorstellungskraft»
    Ein paar bloss mit Messern bewaffnete Terroristen bringen die einzige verbliebene Supermacht ins Wanken: So etwas galt vor dem 11. September 2001 als unvorstellbar, sagt der Terrorexperte Peter Neumann beim Blick zurück auf «20 Jahre Tagesgespräch».
    19 Terroristen entführen vier Passagierflugzeuge und steuern sie in die symbolträchtigsten Gebäude Amerikas, mehr als 3000 Menschen sterben: Das Drehbuch für einen billigen Hollywood-Film wird plötzlich Realität. Kam dieser monströse Terrorakt aus heiterem Himmel oder hätte man ihn vorhersehen können? Wie ist im Rückblick die Reaktion darauf zu bewerten? Und wie wirkt sich 9/11 auf unsere heutige Lebenswelt aus?
    Das «Tagesgespräch» wird 20-jährig: Aus diesem Anlass blicken wir zurück auf markante Ereignisse und Gespräche aus dem Gründungsjahr 2001. Die Terroranschläge des 11. September ordnen wir mit dem international anerkannten Terrorexperten Peter Neumann ein – er ist Forscher am Kings College in London und leitet dort das «International Center for the Study of Radicalisation». Marc Lehmann hat mit Peter Neumann gesprochen.
    29 min
  • Moritz Leuenberger: Wann hört denn das auf?
    Seit einem Jahr dauert die Corona-Krise; die Bevölkerung, aber auch die Regierung ist gefordert. Moritz Leuenberger war im Krisenjahr 2001 Bundespräsident – er weiss, wie sich Extremsituationen auf die Arbeit als Bundesrat, aber auch persönlich, auswirken. Er ist Gast im «Tagesgespräch».
    «Wann hört denn das auf?» Eine Frage, die wir uns vielleicht alle bereits mehrmals in dieser Corona-Pandemie gestellt haben. Es sind aber Worte von Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger im Jahr 2001 – einem Jahr, als sich Schlag auf Schlag Terroranschläge, Unglücke und die Swissair-Pleite ereigneten.
    2001 ist auch das Jahr, als die Sendung «Tagesgespräch» erstmals über den Sender ging. Dieses Zusammentreffen nehmen wir zum Anlass, um auf das bewegte Jahr 2001 zurückzuschauen; Moritz Leuenberger kennt das Regieren in Ausnahmezeiten. Welche Eindrücke sind ihm geblieben? Wie funktioniert der Bundesrat im Krisenmodus? Ebnete die Swissair-Rettung den Weg zur Bankenrettung und den heutigen Corona-Hilfsgeldern? Welche Parallelen und Unterschiede gibt es zur heutigen Corona-Krise? Moritz Leuenberger ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    28 min
  • 20 Jahre «Tagesgespräch»: die Jubiläumssendung
    Was macht ein gutes Gespräch aus? Wie sorgt man für eine gute Atmosphäre ohne die kritische Distanz zu verlieren? Fakten und Anekdoten erzählen frühere und heutige Macherinnen und Macher der Sendung bei Ivana Pribakovic.
    Das «Tagesgespräch», die Sendung mit politischen und wirtschaftlichen Themen. Aber nicht nur. Nebst Bundesrätinnen und Wirtschaftskapitänen gaben sich Schauspieler wie Bruno Ganz, Religionsführer wie der Dalai Lama oder auch Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel die Hand. Die Sendung schreibt nunmehr eine 20jährige Erfolgsgeschichte. Emil Lehmann und Susanne Brunner wurden wegen des Formats ausgezeichnet als Journalisten des Jahres 2009. 20 Jahre nach der Taufe ist es Zeit für einen Rückblick mit früheren Moderatorinnen und Moderatoren. Und Zeit für und ein Werkstattgespräch mit Barbara Peter und Marc Lehmann; sie prägen das heutige Gesicht des «Tagesgesprächs».
    28 min
  • Mikko Huotari: «Weichenstellung für Europas Beziehung zu China»
    Die Zeichen zwischen dem Westen und China stehen auf Konfrontation. Wohin führt die Sanktionsspirale der letzten Wochen? Im «Tagesgespräch» ist Mikko Huotari, Direktor des Mercator Instituts für chinesische Studien in Berlin. Die Forschungsinstitution ist selbst von Chinas Sanktionen betroffen.
    Es sind diplomatisch unruhige Zeiten zwischen dem Westen und China. Vergangene Woche hat die EU Sanktionen gegen China beschlossen wegen der Unterdrückung der ethnischen Minderheit der Uiguren. Die USA, Kanada und Grossbritannien haben sich den Strafmassnahmen angeschlossen. Die Antwort aus China kam postwendend in Form von Gegensanktionen gegen einzelne EU-Parlamentarier, China-Wissenschafter und Forschungsinstitutionen. In Brüssel ist die Rede von einem «gewaltigen Eskalationsschritt». Wie weit wird die Sanktionsspirale noch drehen?
    Auf Pekings Sanktionsliste steht auch das Mercator Institut für chinesische Studien Merics in Berlin, das grösste auf China spezialisierte Forschungs-Institut Europas. Was sind die Folgen für die Wissenschafter? Das haben wir Mikko Huotari gefragt, Direktor des Merics. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Chinas Aussenpolitik und die chinesisch-europäischen Beziehungen. Wie ordnet er die aktuelle Sanktionsspirale und die künftigen Beziehungen zwischen dem Westen und China ein? Barbara Peter hat mit Mikko Huotari gesprochen.
    27 min
  • Christine Schraner Burgener: täglich 19 Stunden zu Burma verhandeln
    Das letzte Wochenende war das blutigste seit dem Putsch in Burma. Christine Schraner Burgener steht als Uno-Sondergesandte für Burma praktisch als Einzige in Kontakt mit allen Parteien. Die Hoffnung auf eine Lösung hat sie nicht aufgegeben. Die Schweizer Diplomatin ist Gast im «Tagesgespräch».
    Seit dem Militärputsch Anfang Februar in Burma – auch Myanmar genannt – verhandelt Christine Scharner Burgener 19 Stunden am Tag. Die Aufgabe wird zunehmend schwieriger, am letzten Wochenende tötete das Militär über 100 Personen, darunter auch Kinder. Die Gewalteskalation könnte auch die bisher weitgehend friedliche Proteste in einen bewaffneten Kampf führen, es droht ein Bürgerkrieg. Schraner Burgener möchte seit Wochen nach Burma reisen, da sie praktisch die einzige Person ist, die mit allen Parteien verhandelt. Wie Lösungen in dieser angespannten Situation allenfalls noch möglich sind, ob eine weitere Gewalteskalation verhindert werden kann und welche Rolle die internationale Gemeinschaft oder auch die Sanktionen spielen können, erzählt die Schweizer Diplomatin und Uno-Sondergesandte für Burma im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    27 min
  • Moutier will den Kanton wechseln – und jetzt?
    Die Bevölkerung in Moutier hat entschieden: Sie will den Kanton Bern verlassen und Teil des Juras werden. Ist der Jura-Konflikt damit zu einem Ende gekommen? Im «Tagesgespräch» diskutieren der Politologe und Demokratie-Experte Marc Bühlmann sowie der Jura-Kenner und Buchautor Christian Moser.
    Kaum ein Konflikt nach dem Zweiten Weltkrieg, der in der Schweiz so langwierig und aufgeladen ist, wie die Jurafrage. Seit gestern ist klar: Auch der grösste Ort im noch bei Bern verbliebenen Südjura will in den Kanton Jura wechseln. Für die Mehrheit in der 7000-Einwohner-Gemeinde geht damit nach langem Hin und Her ein Herzenswunsch in Erfüllung. Die Abstimmung gestern war auch ein Stresstest für die Demokratie, denn das Ergebnis nach dem Urnengang vor vier Jahren musste wegen Unregelmässigkeiten annulliert werden.
    Ist die Jurafrage nun auf demokratischem Weg besiegelt worden – oder werden die Separatisten keine Ruhe geben, bis auch der gesamte Süden wieder mit dem Nordjura vereinigt ist?
    Marc Bühlmann ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bern und ein ausgewiesener Experte für Direkte Demokratie. Als gebürtiger Ostschweizer ist er selber im Berner Jura wohnhaft. Der ehemalige Journalist Christian Moser verfolgt die Entwicklungen im Jura seit Jahrzehnten – er hat unlängst ein Buch zum Jura-Konflikt herausgegeben. Die beiden sind Gäste von Marc Lehmann.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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