Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Philip Tarr: Offenere Diskussion über Impfskepsis
    Corona-Impfung ja oder nein? Auch in der Schweiz gibt es zum Teil grosse Skepsis gegenüber der Sicherheit der Corona-Impfstoffe. Der Basler Infektiologe Philip Tarr untersucht die Gründe für Impfskepsis und plädiert für eine offenere Diskussion. Tarr ist Gast im «Tagesgespräch».
    Dank Corona-Impfung zurück zur Normalität? Die Impfkampagne in der Schweiz soll in den nächsten Wochen an Tempo zulegen. Doch noch immer ist nicht klar, wie viele Menschen in der Schweiz sich tatsächlich gegen Covid impfen lassen werden. Zwar zeigen Umfragen des Bundesamtes für Gesundheit, dass die Impfbereitschaft jüngst zugenommen hat. Allerdings bleibt ein Teil der Bevölkerung skeptisch, was die Sicherheit von Impfstoffen angeht. Und dass Geimpfte wieder mehr Freiheiten erhalten sollen, sogenannte Impf-Privilegien, wird von vielen als indirekte Impfpflicht kritisiert. Woher kommt die Impfskepsis und wie kann ihr im Zusammenhang mit der Corona-Impfung begegnet werden? Darüber wollen wir heute mit Philip Tarr sprechen. Er ist Co-Chefarzt der Medizinischen Universitätsklinik und Leiter der Abteilung für Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital Baselland. Er leitet zudem das Nationales Forschungsprogramm NFP 74, das die Gründe für die Skepsis gegenüber Impfungen untersucht. Barbara Peter hat Philip Tarr zum Gespräch getroffen.
    27 min
  • Matthias Dembinski: Der Rüstungsboom und seine Folgen
    Die Rüstungsausgaben stiegen weltweit auf Rekordniveau – trotz der Coronapandemie. Warum wenden viele Länder immer mehr Geld für das Militär auf, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten? Matthias Dembinski von der hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung ist Gast im Tagesgespräch.
    Weltweit müssen viele Länder aufgrund der Corona-Pandemie den Gürtel enger schnallen, die Budgets werden zusammengestrichen. Nicht aber bei den Rüstungsausgaben. Diese verzeichnen auch das letzte Jahr einen Höchststand seit 1988. Das grösste Budget für die Armee haben die USA, gefolgt von China, Indien, Russland, Grossbritannien, Saudi-Arabien und Deutschland. Weltweit sind die Rüstungsausgaben letztes Jahr um 2.6 Prozent auf fast 2 Billionen US-Dollar gestiegen. Der Aufwärtstrend der letzten zehn Jahre hielt auch letztes Jahr an. Welche Gründe führen zu diesem Rüstungsboom? Was versprechen sie sich die Länder und welche Gefahren drohen durch die weltweite Aufrüstung? Ist diese Entwicklung Ausdruck der zunehmenden Spannungen unter den Supermächten? Kann die Schweiz unter diesen Voraussetzungen die Haltung als klar westliches und neutrales Land behalten oder steigt der Druck auf eine klarere Positionierung? Matthias Dembinski ist Projektleiter bei der hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung und Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    28 min
  • Pascal Couchepin zum Showdown in Brüssel
    Heute sollen die Würfel fallen: Nach Jahren des Zögerns und Aufschiebens wollen sich die Schweiz und die EU im Ringen um das Rahmenabkommen festlegen. Was ist von Bundespräsident Parmelins Besuch in Brüssel zu erwarten? Marc Lehmann fragt einen früheren Magistraten: Alt-Bundesrat Pascal Couchepin.
    Vom finalen Showdown ist die Rede: Die Schweiz und die EU erhoffen sich vom Spitzentreffen eine Klärung in Sachen institutionelles Rahmenabkommen – oder zumindest neue Impulse für das bilaterale Verhältnis. Der heutige Minigipfel zwischen Guy Parmelin und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird – zumindest seitens der Schweiz – von gewaltigen Erwartungen geprägt und einem riesigen Medienecho begleitet. Kommt es heute zur Lösung, zur Eskalation oder zum Neustart?
    Wir diskutieren das bilaterale Verhältnis und die Rolle des Bundesrats mit einem, der weiss, wie der Hase läuft: Der frühere Bundesrat Pascal Couchepin war von 1998 bis 2009 Vorsteher des Wirtschafts-, später des Innendepartements. Er hat sich stets aber auch in aussenpolitische Belange eingemischt und verfolgt das aktuelle Geschehen nicht nur als interessierter Bürger, sondern auch als launiger Kommentator. Marc Lehmann besucht Pascal Couchepin zuhause in Martigny.
    27 min
  • Béatrice Wertli: «Im Turnsport braucht es tiefen Kulturwandel»
    Kaum ein Sportverband ist letztes Jahr in eine tiefere Krise gestürzt als der Schweizerische Turnverband. Massive Missbrauchsvorwürfe setzen dem Turnsport zu. Wo steht die Aufarbeitung? Anlässlich der Kunstturn-EM in Basel ist die neue Verbandsdirektorin Béatrice Wertli zu Gast im «Tagesgespräch».
    Derzeit läuft in Basel die Kunstturn-EM trotz Corona, allerdings ohne Zuschauer vor Ort und mit vielen Schutzmassnahmen. Aber es ist ein erster Schritt zurück zur Normalität und es sind zur Abwechslung mal positive Schlagzeilen für den Turnsport. Seit den Enthüllungen über diverse Missbrauchsvorfälle in der Rhythmischen Gymnastik und dem Kunstturnen letztes Jahr steckt der Turnsport und insbesondere der Schweizerische Turnverband tief in der Krise. Ehemalige Athletinnen berichteten von Grenzverletzungen, Machtmissbrauch, psychischer und physischer Gewalt. Der Turnverband hat Aufarbeitung und Veränderung versprochen.
    Das alles ist auch Aufgabe von Béatrice Wertli. Seit dem 1. März ist sie Direktorin des Schweizerischen Turnverbands. Zuvor hatte die Aargauerin unter anderem als Generalsekretärin bei der CVP Schweiz gearbeitet. Wertli sagt, es brauche einen umfassenden Kulturwandel beim Turnsport. Wie will sie den schaffen? Anlässlich der Kunstturn-EM hat Barbara Peter hat mit Béatrice Wertli gesprochen.
    28 min
  • Christian Lengeler: Malaria breitet sich wieder aus
    Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation: Malaria bis 2050 auszurotten. Noch immer sterben rund eine halbe Million Menschen jährlich an Malaria, die Zahl der Toten sinkt seit einigen Jahren nicht mehr. Der Epidemiologe Christian Lengeler bekämpft die Krankheit und kennt die Herausforderungen.
    Die letzten Jahre war es eine Erfolgsgeschichte: Die Bekämpfung der Malaria. Von über einer Million Toten ist die Zahl nun halbiert. Es gibt wirksame Medikamente und noch wirksamere Prävention. So schien das Ziel, Malaria bis 2050 ausgerottet zu haben, in Griffnähe. Doch nun steigt die Zahl der Kranken und Toten wieder. Der Epidemiologe Christian Lengeler vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut kämpft seit dreissig Jahren gegen diese Krankheit, er arbeitete dafür in über 20 Ländern. Heute tagt die WHO zum Stand der Malariabekämpfung, diesen Sonntag ist der Welt-Malaria-Tag. Warum kommt die Malaria-Bekämpfung ins Stocken, welche Rolle spielen Medikamente, welche die Prävention? Und wie beeinflusst die Corona-Pandemie die Lage? Gibt es dank der mNRA-Technologie auch einmal eine Impfung gegen Malaria? Christian Lengeler, der die Krankheit auch selber durchgemacht hat, ist heute Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    28 min
  • Oscar Alba: Kuba mit eigenem Impfstoff, aber ohne Lebensmittel
    Die Ära Castro ist in Kuba beendet. Raul Castro und andere der alten Revolutionsgarde sind zurückgetreten. Die Wirtschaft liegt am Boden, die Wissenschaft bringt Höchstleistungen und die Bevölkerung wehrt sich mit neuen Mitteln. Oscar Alba ist Journalist in Havanna und Gast im «Tagesgespräch».
    Kuba ist berühmt für seine Musik, wurde zunehmend zur beliebten Feriendestination und lebt seit der Revolution vor über 60 Jahren unter dem Castro-Regime, das dem Land Isolation, Sanktionen und Misswirtschaft brachte. Die Opposition im Land wurde mit Repression unterdrückt. Gestern ist der 8. Kongress der kommunistischen Partei Kubas zu Ende gegangen, Raul Castro und andere Mitglieder der alten Revolutionsgarde sind zurückgetreten. Das Land steht an einem Wendepunkt; die Wirtschaftskrise ist so umfassend wie kaum je, alle Gegenmassnahmen der Regierung sind wirkungslos geblieben. Die Corona-Krise lässt den Touristenstrom versiegen, auch wenn das Land die Krankheit besser im Griff hat als viele andere. Kuba soll gar vor der Zulassung eines eigenen Impfstoffs stehen.
    Wie geht es nun mit dem Land weiter? Hat Raul Castro nicht nur das Amt, sondern auch die Macht abgegeben? Welche Veränderungen bringt die junge Generation? Welchen Einfluss haben die sozialen Medien, die erst seit wenigen Jahren in Kuba zugelassen sind? Oscar Alba ist freier Journalist und lebt in Kuba. Er ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    28 min
  • Ursula Münch: Chaostage bei CDU/CSU, Harmonie bei den Grünen
    Die Grünen haben sich festgelegt, der Machtkampf in der Union geht weiter: Die Kür der Kanzlerkandidaten dominiert derzeit die deutsche Innenpolitik. Fünf Monate vor den Wahlen in Deutschland analysiert die Politologin Ursula Münch im «Tagesgespräch» die Ausgangslage.
    Die K-Frage hält das politische Deutschland gerade in Atem: Wer wird Kanzlerkandidat bei den Grünen, wer bei CDU/CSU? Die Grünen haben heute Morgen das Geheimnis gelüftet, sie wollen mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin in den Wahlkampf ziehen. Der Entscheid muss noch an einem Parteitag bestätigt werden, doch öffentlichen Streit haben die Grünen bisher vermieden. Erbitterter Machtkampf dagegen bei der Union: Seit Tagen streiten sich CDU und CSU öffentlich darüber, ob Markus Söder von der CSU oder Armin Laschet von der CDU für die Union Kanzlerkandidat sein wird. Ein unterschiedlicheres Bild könnten die beiden derzeit wählerstärksten Parteien nicht abliefern. Fünf Monate vor den Wahlen in Deutschland fragen wir: Wie sehr schadet die öffentliche Zerfleischung der Union? Inwiefern können die Grünen davon profitieren? Und wie könnte eine schwarz-grüne Regierung in Deutschland funktionieren? Fragen, die wir mit der deutschen Politologin Ursula Münch besprechen wollen, sie ist Direktorin der Akademie für politische Bildung in Tutzing bei München. Ursula Münch ist Gast von Barbara Peter.
    25 min
  • Thomas Ruttig über Afghanistans ungewisse Zukunft
    Es ist der längste Krieg, den die USA je geführt haben: Nach 20 Jahren werden die USA und die Nato ihre Truppen aus Afghanistan abziehen. Welche Folgen hat hat dieser Schritt für Afghanistan? Gast im «Tagesgespräch» ist Afghanistan-Experte Thomas Ruttig.
    «Es ist Zeit, Amerikas längsten Krieg zu beenden». Mit diesen Worten kündigte US-Präsident Joe Biden diese Woche an, dass die USA ihre Truppen aus Afghanistan noch dieses Jahr zurückziehen. Bis am symbolträchtigen 11. September sollen alle Soldatinnen und Soldaten in die USA zurückkehren. Auch die anderen am Einsatz beteiligten Staaten werden ihre Truppen abziehen. Was hinterlassen die USA in Afghanistan nach 20 Jahren Krieg? Was bedeutet das für die laufenden Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban? Sind die Ängste vor einer Rückkehr der Taliban berechtigt?
    Darüber sprechen wir mit Afghanistan-Experte Thomas Ruttig. Er berichtet seit Jahrzehnten über das Land, hat insgesamt zwölf Jahre in Afghanistan gelebt und dabei unter anderem für die UNO und die EU gearbeitet. Ruttig ist Mitbegründer und Co-Direktor der Forschungsorganisation Afghanistan Analysts Network. Barbara Peter hat mit Thomas Ruttig gesprochen.
    26 min
  • Peter Peyer, was bringt die Bündner Test-Strategie?
    Die Reaktionen auf die Öffnungsschritte des Bundesrates sind gemischt. Was sagt man im Kanton Graubünden, wo seit Februar eine grosse Test-Offensive läuft und die Regierung schon länger Lockerungen gefordert hatte? Im «Tagesgespräch» ist der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer.
    Es sind weitergehende Öffnungen als erwartet: Der Bundesrat erlaubt ab 19. April Lockerungen unter anderem für die Gastronomie, Fitnesscenter und Kinos. Dies, obwohl die aktuelle epidemiologische Lage «fragil» sei, so Gesundheitsminister Alain Berset. Viel zu frühe Lockerungen, sagen deshalb die einen. Zu wenig, zu spät, kritisieren andere. Mehrere Kantone hatten diese Öffnungsschritte schon vor einem Monat gefordert, darunter auch der Kanton Graubünden. Wer über ein gutes Monitoring verfüge, solle schnellere Lockerungen vornehmen dürfen, kritisierte die Bündner Regierung. Der Bergkanton hatte im Winter eine Test-Offensive lanciert mit Massentests und präventiven Tests in Unternehmen und an Schulen. Damit sollen Übertragungsketten rascher entdeckt und unterbrochen werden. Doch wie erfolgreich ist diese Bündner Test-Strategie tatsächlich? Aktuell steigen auch im Kanton Graubünden die Fallzahlen wieder an. Darüber sprechen wir mit Peter Peyer, Bündner Gesundheitsdirektor und SP-Politiker. Barbara Peter hat Peyer zum Gespräch getroffen.
    20 min
  • René Buholzer: Braucht die Schweiz eigenen Impfstoff?
    In Rekordzeit hat die Pharmaindustrie Impfstoffe entwickelt. Die Produktion und Verteilung harzt nun. Firmen wollen die Patente nicht abgeben, produzierende Länder verhängen Exportverbote. Welche Lösungen braucht es da? René Buholzer ist Geschäftsführer von Interpharma und Gast im Tagesgespräch.
    Gute und weniger gute Nachrichten wechseln sich in der Pharmabranche momentan fast täglich ab – in Rekordzeit waren Impfstoffe entwickelt, bald traten Nebenwirkungen bei AstraZeneca auf – nun beim Impfstoff von Johnson und Johnson. In Ländern, in denen bereits viel geimpft wurde, gibt es deutlich weniger Corona-Kranke, Moderna hat die Wirksamkeit seines Wirkstoffes aber soeben von 94 auf 90 Prozent gesenkt, als Ursache werden die neuen Mutanten vermutet. Auch in der Produktion läuft nicht alles rund: Der Impfstoff ist ein rares Gut, vor allem arme Länder fordern die Freigabe der Patente. Indien oder die USA schotten ihre Produktion ab, und exportieren keine Impfdosen mehr. Was bedeutet dies für die Pharmabranche, vor allem auch für das Pharmaland Schweiz? Hat sich die Schweiz ins Abseits manövriert? Geling der Wiedereinstieg ins Geschäft und wäre es sinnvoll, die Impfstoffproduktion wieder selbst in die Hand zu nehmen, so wie früher, als die Schweiz Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Sars entwickelte und produzierte? Antworten darauf gibt René Buholzer, er ist Geschäftsführer von Interpharma, des Verbandes der forschenden Pharmaindustrie in der Schweiz. Buholzer Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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