Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Silvia Steiner über die Unklarheiten vor der Schulöffnung
    Am 11. Mai gehen die Schulen wieder auf. Doch vieles ist noch unklar: Wie kann der Präsenzunterricht gewährleistet und gleichzeitig das Schutzkonzept eingehalten werden? Jeder Kanton hat andere Ideen, und EDK-Präsidentin Silvia Steiner muss koordinieren. Wie, das verrät sie im «Tagesgespräch». Gibt es Schulunterricht in Halbklassen? Zuerst für die kleineren, erst später für die älteren Schülerinnen und Schüler? Wie können sich Lehrpersonen vor Ansteckungen schützen und wie kann der verpasste Schulstoff nachgeholt werden, damit die Kinder und Jugendlichen wieder auf dem gleichen Stand sind? Werden Maturitätsprüfungen nun durchgeführt oder nicht?
    Fragen über Fragen. Der Bundesrat will morgen Klarheit schaffen und darüber informieren, wie die Schulöffnung in zwei Wochen vor sich gehen soll. Seinem Konzept zugrunde liegt der enge Austausch mit der Erziehungsdirektorenkonferenz, der Vereinigung aller 26 kantonalen Bildungsminister.
    Der EDK steht die Zürcher Erziehungsdirektorin Silvia Steiner vor. Bei der 62jährigen CVP-Politikerin laufen die Fäden zusammen. Am Tag vor dem Bundesratsentscheid erklärt Steiner im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann, wie sich die Kantone die Schulöffnung vorstellen.
    28 min
  • Welche Rolle spielt das Parlament in der Corona-Krise?
    Schritt für Schritt will der Bundesrat in der Corona-Krise die Massnahmen lockern. Manchen Parteien geht das mit Blick auf die Wirtschaft zu langsam. Welche Rolle dem Parlament in der Krise zu kommt, darüber diskutieren Regula Rytz von den Grünen und Andrea Caroni von der FDP im «Tagesgespräch». Lange Schlangen vor Baumärkten und Gartenzentren heute Morgen: Nach sechs Wochen Lockdown werden in der Schweiz erste Massnahmen gelockert. Auch Coiffeurgeschäfte und Kosmetikstudios dürfen ab heute wieder öffnen. Die Lockerung soll so schnell wie möglich und so langsam wie nötig ablaufen, lautet die Devise des Bundesrates. Doch mittlerweile stehen nicht mehr alle Parteien vorbehaltlos hinter dem Bundesrat. Vor allem FDP und SVP kritisieren die schrittweise Öffnung als zu zögerlich. Dagegen fordern SP und Grüne umfassende staatliche Impulsprogramme. Es ist unübersehbar: Die Parteipolitik meldet sich zurück. Eine Woche vor der Sondersession des Parlaments wollen wir im Tagesgespräch über die Rolle von Parlament und Parteien in Zeiten von Corona und Notrecht diskutieren – mit Regula Rytz, Berner Nationalrätin und Präsidentin der Grünen und Andrea Caroni, Ständerat für den Kanton Appenzell Ausserrhoden und Vize-Präsident der FDP. Die beiden sind Gäste von Barbara Peter.
    27 min
  • Rudolf Haudenschild: Trockenheit und Coronakrise setzen Bauern zu
    Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet, die Böden sind ausgetrocknet – für viele Bauern ein Riesenproblem. Und wegen der Corona-Krise brechen auch noch Absatzmärkte weg. Was tun? Rudolf Haudenschild, Chefredaktor des «Schweizer Bauern», beschreibt im Tagesgespräch die Stimmung in der Landwirtschaft. Die trockenen Böden machen den Schweizer Bäuerinnen und Bauern zu schaffen. Wenn nicht bald Regen fällt, könnte es zu grösseren Ernte- und Ertragsausfällen kommen. Erinnerungen an das Dürrejahr 2018 werden wach. Wie schlimm ist die Trockenheit? Und trifft sie die Bauern in einem besonders heiklen Moment, weil die Corona-Krise ihnen zusätzlich zusetzt? Oder ist die Krise gerade auch eine Chance für eine Neuorientierung in der Landwirtschaft?
    Fragen an Rudolf Haudenschild. Der Oberaargauer hat in den letzten 29 Jahren die Redaktion des «Schweizer Bauern» geleitet, der grössten landwirtschaftlichen Fachpublikation. Er war zuvor Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule Waldhof in Langenthal und arbeitete in leitender Stellung für den Milchverband. Haudenschild überblickt nicht nur die Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte, sondern kennt wie kaum ein anderer die Sorgen und Nöte der Bauern in der Schweiz. In einer für die Landwirtschaft heiklen Phase geht er nun in den Ruhestand – und ist Gast von Marc Lehmann.
    27 min
  • Maria Gazzetti zum angespannten deutsch-italienischen Verhältnis
    Italien kritisiert die mangelnde europäische Solidarität zu Corona-Zeiten und sieht vor allem Deutschland in der Pflicht. Im «Tagesgespräch» spricht die italienische Museumsdirektorin Maria Gazzetti über das angespannte Verhältnis der beiden Länder. Deutschland und Italien: Die Diskussion um den Umgang mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat alte Gräben zwischen den beiden Ländern wieder aufgerissen. Italien fühlt sich allein gelassen und fordert mehr europäische Solidarität, unter anderem in Form von sogenannten «Corona-Bonds», gemeinsamen Schulden-Anleihen. Vor allem Deutschland lehnt diese gemeinsame Haftung für Schulden vehement ab. Am Nachmittag tagen die Staats- und Regierungschefs der EU erneut über das wie weiter in der Corona-Krise. Ausgang ungewiss.
    Was bedeutet das für das deutsch-italienische Verhältnis? Wie viel Rückhalt hat der europäische Gedanke in Italien noch? Maria Gazzetti kennt Italien und Deutschland. Die Italienerin hat in Deutschland studiert und lange Jahre gearbeitet. Heute leitet sie die Casa di Goethe, das Museum und Kulturzentrum in Rom, das Johann Wolfgang von Goethe und seiner berühmten italienischen Reise gewidmet ist. Maria Gazzetti ist in dieser Funktion auch eine Art Kulturvermittlerin zwischen Deutschland und Italien, zwischen Nord- und Südeuropa. Barbara Peter hat mit Maria Gazzetti gesprochen.
    27 min
  • Walter Schmid: Ist der Generationenvertrag in Gefahr?
    Die Schweiz lässt sich die Linderung der Corona-Krise viel Geld kosten. Milliarden werden dabei in zusätzliche Sozialleistungen gepumpt. Wer zahlt langfristig die Rechnung? Walter Schmid, Professor für Sozialarbeit und ehemaliger SKOS-Präsident, macht sich im Tagesgespräch bei Marc Lehmann Gedanken. Die Corona-Krise verursacht grosse Zusatzkosten im Sozialbereich. Plötzlich regnet es vom Staat Geld für Leistungen, die bis vor Kurzem noch undenkbar waren. Doch der gegenwärtige Ausnahmezustand kann sich verhängnisvoll auf die Sozialsysteme und auch auf die Altersvorsorge auswirken. Was bedeutet das für die künftige Sozialpolitik? Bürden wir die Lasten einfach der jungen Generation auf? Oder können auch die Älteren, zu deren Schutz das Leben im Moment vornehmlich stillsteht, zur Linderung beitragen. Im Tagesgespräch fragen wir den Sozialexperten Walter Schmid, wie sich die Corona-Krise auf das Verhältnis zwischen den Generationen auswirkt und wie sich das Vertrauen in die Solidarität langfristig sichern lässt. Walter Schmid ist Professor für soziale Arbeit an der Hochschule Luzern und früherer Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS. Während neun Jahren leitete er das Amt für Jugend- und Sozialhilfe der Stadt Zürich, das grösste seiner Art in der Schweiz.
    28 min
  • Wie Altersheime und ihre Bewohner mit Corona umgehen
    Viele Alters- und Pflegeheime fürchten sich vor Corona: Laut einer Umfrage der «Sonntagszeitung» in den Kantonen steigt die Zahl der infizierten Personen in Altersheimen stark an. Worauf sich die Heime einstellen und wie gut gerüstet sie sind, diskutieren wir im «Tagesgespräch». Die Zahl der bekannten Corona-Fälle in der Schweiz geht zurück, die befürchtete Überlastung der Intensivstationen der Schweizer Spitäler ist bisher ausgeblieben. Jetzt verlagert sich der Fokus auf die Situation in den Alters- und Pflegeheimen. Im Kanton Zürich beispielsweise ist die Hälfte der Corona-Opfer in Alters- und Pflegezentren gestorben. Ähnlich sehe es in Bern, Basel-Stadt und dem Wallis aus, berichtet die «Sonntagszeitung». Sind Altersheime in der bisherigen Krisenstrategie der Behörden zu kurz gekommen? Wie gut gerüstet sind die Heime? Wie gehen die Mitarbeiter und die Bewohner mit der Belastung um? Diesen Fragen gehen wir mit zwei Gästen nach: Katrin Bucher, sie ist Geschäftsführerin des Alters- und Pflegeheims Zentrum Schönberg in Bern. Und Markus Leser, er ist Mitglied der Geschäftsleitung des Branchenverbands der Alters- und Pflegeheime Curaviva und leitet dort den Fachbereich Alter. Barbara Peter hat mit den beiden gesprochen.
    28 min
  • Flughafendirektor Stephan Widrig zur neuen Stille am Himmel
    Am Himmel ist es ruhig geworden, kaum noch Flugzeuge sind unterwegs. Und wenn nicht mehr gereist wird, leiden die Flughäfen. Auch in Zürich-Kloten sind die Einnahmen komplett weggebrochen. Wie er den Betrieb durch die Krise bringen will, erklärt Flughafendirektor Stephan Widrig im Tagesgespräch. Die Ferien sind abgesagt, die Geschäftsmeetings finden über Skype statt, die Flugzeuge bleiben am Boden: Der Lockdown trifft die Flugindustrie und damit auch die Schweizer Landesflughäfen hart. Doch auch wenn kaum mehr geflogen wird, der Flughafen muss seine Infrastruktur trotzdem aufrechterhalten, etwa für Fracht- oder Ambulanzflüge. Ein Grossteil der Betriebskosten fallen unabhängig von den Flugbewegungen an. Wie lange halten die Flughäfen diesen Spagat durch? Stephan Widrig leitet den Flughafen Zürich, den grössten Landesflughafen der Schweiz. Widrig erwartet, dass die Luftfahrt nach der Corona-Pandemie wieder durchstarten wird. Entsprechend ist sein Flughafen, der in den letzten Jahren fulminant gewachsen ist, weiter auf Kapazitätserweiterung ausgerichtet. Doch: Könnte es nicht auch sein, dass die gegenwärtige Krise die Mobilität der Zukunft verändern wird? Marc Lehmann stellt die Fragen.
    27 min
  • Wege aus dem Lockdown: Handelt der Bundesrat zu vorsichtig?
    Die einen dürfen wieder loslegen, die andern müssen warten: Die schrittweise Lockerung der Corona-Verbote ruft gemischte Reaktionen hervor. Die Zielkonflikte zwischen wirtschafts- und gesundheitspolitischen Anliegen sind offensichtlich. Wie sind sie zu lösen? – fragen wir im «Tagesgespräch». Der Stillstand des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in der Schweiz soll vorsichtig gelockert werden, der Bundesrat hat gestern dargelegt, wie er sich das vorstellt. Knapp zwei Monate nach dem ersten Corona-Fall in der Schweiz ist damit klar: Eine rasche Rückkehr zur Normalität wird es nicht geben. Nun zehrt der Lockdown nicht nur an den Nerven, er bedroht auch unseren Wohlstand. Aber wie bringt man Freiheitsbedürfnisse, wirtschaftliche Aktivität und medizinische Sicherheit auf einen Nenner?
    Im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann diskutieren: Marcel Salathé – der Epidemiologe von der ETH Lausanne zählt zu den gefragtesten Stimmen in der Krise. Er gehört der wissenschaftlichen Task Force an, die der Bundesrat ins Leben gerufen hat, um Wege aus dem Lockdown zu finden. Und: Heinz Karrer – der ehemalige CEO des Energiekonzerns Axpo vertritt seit sieben Jahren als Präsident des Dachverbands Economiesuisse die Interessen der Schweizer Wirtschaft.
    28 min
  • Achim Steiner: «Corona gefährdet vor allem die Ärmsten der Armen»
    Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie sind insbesondere für die Menschen in Entwicklungsländern ohne Absicherung eine grosse Bedrohung, warnt Achim Steiner, Leiter des UNO-Entwicklungsprogramms im «Tagesgespräch» Europa und die USA sind derzeit die Schwerpunkte der Corona-Pandemie. Doch die Sorge wächst, dass sich das Corona-Virus auch in Afrika, Südostasien und Südamerika ausbreiten könnte – mit dramatischen Folgen. Die UNO und zahlreiche Hilfsorganisationen warnen vor verheerenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie in Entwicklungsländern. Millionen Menschen ohne soziale Absicherung könnten ihre Arbeit und Lebensgrundlage verlieren. Die UNO fordert deshalb ein gigantisches finanzielles Hilfspaket für Entwicklungsländer.
    Seit 2017 leitet der Deutsch-Brasilianer Achim Steiner das UNO-Entwicklungsprogramm. Er ist verantwortlich für die Entwicklungsprogramme in 170 Ländern. Die reichen Länder dürfen die Problematik der Entwicklungsländer nicht aus den Augen verlieren, auch in ihrem eigenen Interesse, meint Achim Steiner. Barbara Peter hat mit ihm gesprochen.
    26 min
  • Wie Florence Schelling Sportgeschichte schreibt
    Eine Frau als Sportchefin beim grössten Schweizer Eishockeyklub: Die Meldung des SC Bern, die 31-jährige Florence Schelling auf dem Posten zu installieren, hat international für Aufsehen gesorgt. Gestern hat die ex-Nationaltorhüterin ihren Job angetreten – heute ist sie Gast im Tagesgespräch. 190 Länderspiele, 11 WM-Teilnahmen, 4mal Olympische Spiele – dabei sensationell eine Medaille gewonnen: Florence Schelling hat als Eishockeytorhüterin beachtliche Erfolge vorzuweisen. Nun wechselt die junge Zürcherin in die Teppichetage: Sie wird sportliche Leiterin beim SC Bern und ist damit die erste Frau auf diesem Posten weltweit im Profisport. Ist sie sich bewusst, worauf sie sich einlässt? Der Machosport Eishockey ist gnadenlos auf Resultate und Kommerz ausgerichtet. Und der Liga-Krösus SCB steht ganz besonders unter permanentem Erfolgsdruck. Wie geht Florence Schelling ihre neue Aufgabe an? Und wie stellt sie sich ihren Sport nach Überwindung der Corona-Pause vor? Marc Lehmann stellt die Fragen.
    28 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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