Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Willy Benz: «Science-Fiction heute, ist Wissenschaft morgen»
    Gibt es im Weltall anderes Leben? Diese Frage treibt die Menschheit seit je um. Wir sind die erste Generation, welche die Technologie hat, diese Frage zu beantworten, sagt der Astrophysiker Willy Benz. Das «Tagesgespräch» über Weltraumforschung - 50 Jahre nach der ersten Mondlandung. Am 20. Juli 1969 landete die Apollo 11 auf dem Mond. Als die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin ihre ersten Schritte auf dem Mond machten, schrieb man in Europa bereits den 21. Juli 1969. Mit dabei auf dem Mond war auch ein Päckchen aus Bern. Forscher der Uni Bern hatten ein Sonnenwindsegel gebaut, das die NASA-Astronauten auf dem Mond aufstellten und wieder auf die Erde zurückbrachten. Für die Universität Bern der Beginn einer Erfolgsgeschichte in der Weltraumforschung, die bis heute andauert. Wie ist diese Mission damals überhaupt zustande gekommen? Darüber sprechen wir mit Willy Benz, Professor für Astrophysik an der Universität Bern. Er wird mit seinem Team noch dieses Jahr das Weltraumteleskop Cheops ins All schicken. Der Forschungssatellit soll Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems ausmessen. Letztlich geht es auch bei dieser Mission um die Frage, welche die Menschheit seit je umtreibt: Gibt es anderes Leben im All? Weltraumforscher Willy Benz ist Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • Wie geht es den Albanern in der Schweiz?
    Am Wochenende steigt in Zürich das Alba-Festival – laut Organisatoren die grösste albanische Musikshow, die Europa je gesehen hat. Für Marc Lehmann die Gelegenheit, im «Tagesgespräch» zwei Kenner zu fragen: Wie geht es der albanischen Community hierzulande? Hamit Zeqiri und Ylfete Fanaj antworten. Rund eine Viertelmillion Albanerinnen und Albaner leben in der Schweiz. Doch nach wie vor weiss man wenig über sie. Zwar jubeln wir ihren Aushängeschildern zu, den Nati-Stars Xhaka und Shaqiri – aber dann hegen wir auch immer noch Vorurteile von goldkettchen-behangenen Machos, die mit ihren dicken Karossen die Strassen unsicher machen und erst noch Sozialgelder abkassieren.
    Dabei haben sich die allermeisten Albaner inzwischen bestens in der Schweiz integriert und machen ganz normale, bürgerliche Karrieren. Einen Tag vor dem Alba-Festival und ein Jahr nach der Doppeladler-Affäre blicken wir mit Ylfete Fanaj und Hamit Zeqiri auf die Lebensrealitäten der hiesigen albanischen Gemeinschaft. Die 37-jährige Ylfete Fanaj kam als 9-Jährige aus dem Kosovo in die Schweiz und hat hier eine politische Karriere gemacht: Seit 2011 sitzt die SP-Frau im Luzerner Kantonsrat, den sie nächstes Jahr präsidieren und damit zur höchsten Luzernerin wird. Der 48-jährige Hamit Zeqiri hat den Kosovo als 24-Jähriger aus politischen Gründen verlassen. Der diplomierte Sozialarbeiter und Mediator leitet die Fachstelle Fabia in Luzern, die Menschen und Institutionen in Integrations- und Migrationsfragen berät.
    28 min
  • Annemarie Huber-Hotz zum Rücktritt als SRK-Präsidentin
    Nach acht Jahren im Amt tritt Annemarie Huber-Hotz nun als Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes zurück. Im «Tagesgespräch» zieht sie Bilanz und spricht unter anderem über die unsichtbare Armut in der Schweiz. Wenn in diesen Tagen die Hitze gerade älteren Menschen zu schaffen macht, kommt auch das Schweizerische Rote Kreuz SRK ins Spiel: Das Hilfeangebot reicht vom Notrufsystem über Hausbesuche durch Freiwillige bis hin zum Fahrdienst. Auch Unterstützung in der Pflege oder Kinderbetreuung gehören zu den Aufgaben, die das Rote Kreuz in der Schweiz übernimmt. Trotzdem assoziiert man die Organisation eher mit Einsätzen in Kriegs- und Katastrophengebieten. Wie geht das zusammen? Das ist nur eine der Fragen, über die wir heute mit Annemarie Huber-Hotz sprechen. Die 70-jährige Zugerin gibt diese Woche nach acht Jahren das Präsidium des Schweizerischen Roten Kreuzes ab und geht in den Ruhestand. Der ehemalige Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger übernimmt ihre Nachfolge. Annemarie Huber-Hotz war die erste Frau an der Spitze des SRK, zuvor hatte sie auch als erste Frau das Amt der Bundeskanzlerin der Schweiz ausgeübt. Im «Tagesgespräch» spricht sie über ihre unfreiwillige Vorbildfunktion als Frau und darüber, warum die Zeit beim Schweizerischen Roten Kreuz prägender war als die Jahre in Bundesbern. Annemarie Huber-Hotz ist Gast von Barbara Peter.
    28 min
  • Oliver Washington: Abschied aus Brüssel
    Während der letzten fünf Jahre war Oliver Washington SRF-EU-Korrespondent in Brüssel. Im «Tagesgespräch» zieht er Bilanz über diese ereignisreiche Zeit, die grossen Herausforderungen der EU und über seinen Arbeitsalltag in Brüssel. Flüchtlingskrise, Brexit, Europawahlen und immer wieder das Rahmenabkommen mit der Schweiz: In den letzten fünf Jahren hat Oliver Washington für Schweizer Radio SRF aus Brüssel über die EU berichtet, nun kehrt er zurück ins Radiostudio Bern. Es ging Schlag auf Schlag in den letzten fünf Jahren, kaum war ein Ereignis eingeordnet und analysiert, folgte schon das nächste Grossereignis, die nächste Krise der EU. Welches Fazit zieht Oliver Washington nach fünf Jahren Brüssel? Wie gut gerüstet für die Zukunft ist die Institution EU? Und wie verschafft man sich als Journalist in Brüssel überhaupt einen Überblick? Wir ziehen Bilanz mit Oliver Washington, er ist Gast von Barbara Peter.
    26 min
  • Matej Spurny: Lebenszeichen der Demokratie in Tschechien
    Eine Viertelmillion Menschen haben gestern in Prag gegen die Regierung des Oligarchen Andrej Babis demonstriert. Sie haben die Nase voll von Korruption und Vetternwirtschaft auf höchster politischer Ebene. Was bringen die Proteste? Erklärungen vom Prager Historiker Matej Spurny im «Tagesgespräch». In Tschechien regiert ein milliardenschwerer Geschäftsmann. Und diesem wird vorgeworfen, sogar noch EU-Strukturgelder unrechtmässig für sein Firmenimperium abgezweigt zu haben. Die Untersuchungen dazu will er verhindern, weil ihm Kritik und Gewaltenteilung offenbar lästig sind – schliesslich ist er es sich gewohnt, als Manager ohne Widerrede zu regieren.
    Doch die Leute sind es leid, von ihren Mächtigen betrogen zu werden. In Tschechien hat sich deshalb die Protestbewegung «Eine Million Augenblicke für die Demokratie» formiert, die in den letzten Wochen und Monaten fulminante Massendemonstrationen organisiert hat – mit dem Höhepunkt gestern auf der Prager Letna-Ebene, wo schon 1989 die sogenannte Samtene Revolution ins Rollen gekommen ist.
    Wie steht es um die Demokratie in Tschechien 15 Jahre nach dem EU-Beitritt? Wie reif ist die Zivilgesellschaft? Fragen an Matej Spurny – der 40-Jährige ist Assistenzprofessor für Sozialgeschichte an der Prager Karls-Universität und Forscher am Institut für zeitgenössische Geschichte der Akademie der Wissenschaften. Das Gespräch leitet Marc Lehmann.
    26 min
  • Sébastien Buemi: «Unglaublich, dass man so schnell fahren kann»
    In Bern findet morgen erstmals der Swiss E-Prix, das Strassenrennen der Formel E statt. Mit am Start ist der Rennfahrer Sébastien Buemi, für den Westschweizer ist es ein Heimrennen. Im «Tagesgespräch» spricht er über die Tücken der Strecke in Bern und die Zukunft der Formel E. Sie fahren rasend schnell, aber praktisch geräuschlos: Die Rennautos mit Elektromotoren in der Formel E. Morgen findet der Swiss E-Prix zum ersten Mal in Bern statt und führt durch das Obstbergquartier mit Blick auf die Altstadt. Davon werden die 22 Fahrer während des Rennens allerdings wenig sehen. Sie müssen sich auf die engen Kurven der schnellen Strecke konzentrieren. Bis zu 240 Stundenkilometer werden die Elektroautos an gewissen Stellen fahren.
    Einer der 22 Fahrer, die morgen in Bern an den Start gehen, ist Sébastien Buemi. Der 30-jährige Waadtländer ist Formel E-Fahrer der ersten Stunde. 2016 wurde er Formel E-Weltmeister. Buemi kennt aber auch die Welt der Benzinmotoren. Am vergangenen Wochenende hat er das 24-Stunden-Rennen in Le Mans und die Langstrecken-Weltmeisterschaft gewonnen und er ist früher auch in der Formel 1 gefahren. Gehört die Zukunft des Motorsports dem Benzin oder dem Strom? Barbara Peter hat Sébastien Buemi diese Woche zum Gespräch getroffen.
    24 min
  • Wie weiter mit dem Rahmenabkommen?
    Die EU hat den Tarif durchgegeben: Sie will die Börsenäquivalenz auslaufen lassen, weil sie wegen des Rahmenabkommens die Geduld mit der Schweiz verliert. Wie soll Bundesbern auf den Warnschuss reagieren? Die Kontroverse zwischen den Nationalräten Wüthrich (SP) und Portmann (FDP) im «Tagesgespräch». Die Lage ist kompliziert: Eigentlich sträuben sich die meisten politischen und wirtschaftlichen Akteure nicht gegen ein neues Rahmenabkommen, das die institutionellen Beziehungen mit der EU verbindlich regelt. Aber auch kaum jemand ist mit dem vorliegenden Vertragsentwurf zufrieden, der in den letzten fünf Jahren mühsam zwischen Bern und Brüssel ausgehandelt wurde.
    Als grösste Hürde erweist sich der Lohnschutz: Hierzu braucht es eine Klärung, wie das heutige Schutzniveau gesichert bleibt. Die Gewerkschaften geben sich konsequent und wollen nicht wegen der EU die erfolgreich gelebte Sozialpartnerschaft gefährden.
    Im «Tagesgespräch» erklärt der Berner SP-Nationalrat und Travailsuisse-Präsident Adrian Wüthrich, warum die «roten Linien» nicht überschritten werden dürfen. Der Zürcher FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann hat hingegen kein Verständnis für die Blockadehaltung der Gewerkschaften – der Präsident der EU-Delegation im Parlament möchte das Rahmenabkommen endlich unterzeichnen. Heute Nachmittag diskutiert der Nationalrat über das «Wie-weiter» in Sachen Rahmenvertrag – die Debatte schon vorher bei Marc Lehmann im «Tagesgespräch».
    26 min
  • Wie die Spitex arbeitet
    Etwa 40'000 Menschen sind in der Schweiz im Einsatz für die Spitex, die spital-externe Kranken- und Altenpflege. Wer sind diese Menschen und wie geht es ihnen in ihrem Beruf? Ein neues Buch gibt spannende Einblicke und bietet Gelegenheit, im «Tagesgespräch» über die Pflege der Zukunft zu reden. Zum Beispiel Claudia Siebenhaar, 32jährig, Pflegeexpertin – oder Käthi Reber, 56, hauswirtschaftliche Mitarbeiterin – oder Ardian Deskaj, 18, Fachangestellter Gesundheit: Drei von Zehntausenden guten Geistern, die im Auftrag der Spitex alte oder kranke Personen pflegen, damit diese in ihren eigenen vier Wänden leben können und nicht in ein Heim oder ein Spital gehen müssen. Die Spitex-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verrichten einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft.
    Die Zürcher Journalistin und Autorin Pascale Gmür hat mit vielen Spitex-Leuten ausführliche Gespräche über deren Arbeit geführt und porträtiert einige von ihnen in ihrem neuen Buch «Puzzeln mit Ananas», das dieser Tage erscheint. Sie berichtet aus einem vielfältigen, aber auch sehr belastenden Alltag dieser Dienstleisterinnen und Dienstleister, die in Zukunft noch viel mehr gefragt sein werden.
    Wie sehr, das diskutiert Marc Lehmann im «Tagesgespräch» mit der Autorin sowie mit Thomas Heiniger - der frühere Zürcher Gesundheitsdirektor ist seit letztem Monat Präsident der Spitex.
    27 min
  • Beat Zemp: Ein Leben für die Schule
    Der langjährige Präsident des Schweizer Lehrerverbandes, Beat Zemp, gibt sein Amt ab und geht in Pension. Während knapp 30 Jahren hat er sich für die Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt. Wie es heute um den Beruf und die Schule steht, ordnet Beat Zemp im «Tagesgespräch» ein und zieht Bilanz. Während knapp 30 Jahren war Beat Zemp der «oberste Lehrer» der Schweiz. Als Präsident des Lehrerverbandes vertrat er die Interessen der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer und setzte sich in der Politik für ihre Anliegen ein. Zemp war auch in der Öffentlichkeit das Gesicht der Lehrer, nahm in den Medien pointiert Stellung zu Themen rund um die Schule, sei es zum Lehrermangel, zur Pisa-Studie oder zu Regeln für den Umgang mit Whatsapp an Schulen. Das hat ihn bekannt gemacht, löste zum Teil aber auch negative Reaktionen aus.
    Zemp hat selbst bis 2013 im Teilzeitpensum am Gymnasium Liestal Mathematik unterrichtet. Ende Juli gibt er nun auch das Präsidium des Lehrerverbandes ab und geht in Pension. Am vergangenen Samstag hat er seine letzte Delegiertenversammlung geleitet. Ein Leben für die Schule – welche Bilanz zieht er? Wie steht es um den Lehrerberuf und um das Schweizer Bildungswesen? Beat Zemp ist nun Gast von Barbara Peter.
    24 min
  • Kontroverse zum Einsatz von Pestiziden
    Was spricht für einen Einsatz von Pestiziden bei der Landwirtschaft? Was dagegen? Darum geht es diese Woche im Nationalrat. Wir diskutieren darüber im «Tagesgespräch» mit einem Vertreter des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta und einer Vertreterin der Nichtregierungs-Organisation Public Eye. Diese Woche diskutiert der Nationalrat über zwei Volksinitiativen, die den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft in der Schweiz stark einschränken beziehungsweise ganz verbieten wollen. Dem Bundesrat und dem Bauernverband gehen die Vorlagen zu weit, sie lehnen die Trinkwasser-Initiative und die Pestizid-Initiative ab. Umweltverbände fordern schon länger, dass der Pestizideinsatz in der Schweiz reduziert wird. Doch was eigentlich würde ein Verzicht auf Pestizide in der Landwirtschaft konkret bedeuten?
    Darüber diskutieren wir mit Syngenta und Public Eye. Gäste im Tagesgespräch sind Carla Hoinkes, bei der Nichtregierungsorganisation Public Eye Expertin für Landwirtschaft und Biodiversität und Roman Mazzotta, Länderpräsident Schweiz beim Agrochemiekonzern Syngenta. Public Eye wirft dem Unternehmen mit Hauptsitz in Basel schon länger vor, Pestizide zu exportieren, die gefährlich für Mensch und Umwelt seien. Syngenta spricht von einer politischen Kampagne und sagt: «Unsere Produkte sind sicher». Carla Hoinkes und Roman Mazzotta sind nun Gäste von Barbara Peter.
    25 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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