Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Thomas Gutersohn: Wer schafft Jobs in Indien?
    Eine Million Menschen kommen in Indien pro Monat neu in den Arbeitsmarkt. Premierminister Narendra Modi versprach ihnen viele neue Jobs. Und jetzt? SRF Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn ist Gast von Susanne Brunner.Narendra Modi hat es vom Sohn eines Teestandbesitzers aus dem indischen Bundesstaat Gujara zum Premierminister Indiens gebracht. Und zu internationaler Bekanntheit. Er versprach die Modernisierung von Wirtschaft und Verwaltung und fast schon ein Jobwunder, nicht nur in seinem heimischen Gujarat, sondern für ganz Indien. Doch ausgerechnet im Bundesstaat, aus dem er stammt, und dem er mehr als zehn Jahre als Regierungschef vorstand, wird er jetzt kritisiert. Viele haben nicht profitiert von seinen Reformen, im Gegenteil. Das könnte Modis Regierungspartei Sitze kosten. Die Ergebnisse des Urnengangs dieser Woche werden am Montag erwartet.
    25 min
  • David McAllister: Die EU und der Brexit
    Gehts bald voran mit dem Austritt Grossbritanniens aus der EU oder drohen wieder Rückschläge? Die EU-Regierungschefs bewerten am heutigen Gipfel, ob nach dem ersten Durchbruch die zweite Verhandlungsphase gestartet werden kann. Eine Einordnung von David McAllister im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Letzte Woche verkündeten EU-Kommissionspräsident Juncker und die britische Premierministerin May erste konkrete Ergebnisse bei den Brexit-Verhandlungen: Das Bleiberecht der EU-Ausländer in Grossbritannien ist gesichert, London wird seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen und die Grenze zwischen Irland und Nordirland soll weiter offen bleiben. Nun müssen die EU-Staats- und Regierungschefs an ihrem heute Nachmittag beginnenden Gipfel diesen Durchbruch bestätigen und grünes Licht für die zweite Verhandlungsphase geben. Wie soll das künftige Verhältnis zwischen Grossbritannien und der EU aussehen? Der Deutsch-Brite David McAllister ist mit den Problemen sowohl auf britischer wie auf EU-Seite vertraut. Als Präsident des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament ist er nahe dran an den Brexit-Verhandlungen. Der CDU-Politiker und frühere Ministerpräsident von Niedersachsen ist zu Gast bei Marc Lehmann.
    28 min
  • Enrique Baron Crespo: Katalonien vor der Wahl
    Ist den Katalanen die Lust auf Unabhängigkeit nach den Querelen der letzten Monate vergangen oder heisst es nun: jetzt erst recht! Die Wahlen nächste Woche werden Klarheit bringen. Wie von Madrid aus auf die Sezessionswünsche geschaut wird, erklärt Enrique Baron im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Zuerst das illegale Unabhängigkeitsreferendum, dann die Ausrufung einer Republik Katalonien – schliesslich die von der Zentralregierung in Madrid verfügte Zwangsverwaltung der abtrünnigen Region und die Flucht des katalanischen Regierungschefs Puigdemont nach Brüssel: Spanier und Katalanen blicken auf ereignisreiche Monate zurück. Die spanische Verfassung ist eindeutig: Sie erlaubt keiner Region die Abspaltung vom Zentralstaat. Aber könnte Madrid den freiheitsliebenden Katalanen denn nicht ein Stück weit entgegenkommen und mehr Autonomie gewähren? Enrique Baron ist ehemaliger spanischer Minister und früherer Präsident des europäischen Parlaments. Er blickt von Madrid aus auf Katalonien und denkt über die europäische Dimension dieses Konflikts nach.
    25 min
  • Cyril Zimmermann: Mehr Professionalisierung für Schiedsrichter
    Seit Jahren wird über die Professionalisierung von Fussball-Schiedsrichtern diskutiert. Jetzt wird der Schweizerische Fussball-Verband aktiv. Gast von Susanne Brunner ist Cyril Zimmermann, neuer Elite-Referee Manager beim SFV.An der Fussball-WM nächstes Jahr in Russland wird kein Schweizer Schiedsrichter dabei sein. Für die einen der Beweis, dass unsere Schiedsrichter im Spitzenfussball nicht mehr mithalten können, weil sie ihre Zeit zwischen einem Teilzeitjob und ihrer Arbeit auf dem Fussballplatz aufteilen müssen. Eine Teilzeitprofessionalisierung soll nun Abhilfe schaffen. Was heisst das konkret? Die Swiss Football League und der Schweizerische Fussball-Verband haben heute informiert.
    26 min
  • Martina Hingis & Mark Streit: Weltsportler «Made in Switzerland»
    Beide haben Schweizer Sportgeschichte geschrieben und für ihre Disziplin die Tür zur Weltbühne aufgestossen – nun sind sie praktisch gleichzeitig zurückgetreten: Die Tennisspielerin Martina Hingis und der Eishockeyaner Mark Streit blicken im Tagesgespräch bei Marc Lehmann auf ihre Karrieren zurück.Sie war die erste Schweizer Welt-Nummer 1 im Tennis, er hat sich als erster Schweizer Feldspieler in der NHL, der besten Eishockeyliga der Welt, durchgesetzt: Martina Hingis und Mark Streit haben die Sport-Landkarte verändert. Entgegen der bis dahin verbreiteten Mentalität, zuerst einmal etwas «Rechtes» zu lernen und erst dann auf den Sport zu fokussieren, haben die beiden von Anfang an alles auf eine Karte gesetzt. Was haben sie hierzulande damit ausgelöst?Vor gut einem Monat sind die beiden Weltkarrieren praktisch gleichzeitig zu Ende gegangen. Hingis tritt als Grandslam-Siegerin und Nummer 1 der Doppelweltrangliste ab, Streit als Stanley-Cup-Sieger. Nun sind sie zurück in der Schweiz. Marc Lehmann hat Martina Hingis und Mark Streit im Vorfeld der Verleihung der Sports Awards im Radiostudio versammelt.
    28 min
  • Martin Meuli: Der Chirurg, der Ungeborene operiert
    Damit Kinder mit einem «offenen Rücken» nicht schwerstbehindert geboren werden, operiert Martin Meuli an Ungeborenen. Er ist Direktor der Chirurgischen Klinik am Universitäts-Kinderspital in Zürich und Gast von Susanne Brunner.Spina bifida – wörtlich: «gespaltene Wirbelsäule» – ist bei Neugeborenen selten und trotzdem nach Herzfehlern der zweithäufigste Geburtsdefekt. Eine Form dieses Geburtsdefekts nennt man «offener Rücken», weil beim Fötus das Rückenmark frei liegt. Schon während der Schwangerschaft kommt es zu Nervenschädigungen, und das Kind kommt mit schweren Behinderungen zur Welt: Lähmung, Wasserkopf, Inkontinenz. Martin Meuli operiert mit seinem Team deshalb vor der Geburt des Kindes.Gestern hat das Kinderspital Zürich nach fast 70 solchen Operationen Bilanz gezogen: Für Zweidrittel der vorgeburtlich operierten Kinder ist sie positiv, rund ein Drittel hat fast gar keine Behinderungen mehr. Bei einem Drittel ist die Bilanz negativ: Diese Kinder leben mit Behinderungen. Martin Meuli ist ein Pionier dieser fötalen Chirurgie, und es gibt auch ein Buch über ihn: «Operation am Ungeborenen».
    26 min
  • Andrea Ypsilanti zur Zukunft der SPD
    Sich in der Opposition neu erfinden oder doch wieder in einer grossen Koalition mitregieren? Das ist die Frage, die sich den deutschen Sozialdemokraten an ihrem dreitägigen Parteitag ab heute stellt. Die SPD-Politikern Andrea Ypsilanti diskutiert im «Tagesgespräch» mit Marc Lehmann.Er werde seine Partei in die Opposition führen, wo sie sich neu aufstellen könne, sagte SPD-Chef Martin Schulz nach der verlorenen Bundestagswahl. Nun aber, nach dem Scheitern der sogenannten Jamaika-Gespräche, stellt sich für die Sozialdemokraten doch wieder die Frage nach einer Regierungsbeteiligung. Soll sie sich aus staatspolitischer Verantwortung doch wieder in einer grossen Koalition mit der Merkel-CDU engagieren? «Wenn die SPD in der Koaltition wäre, dann würde die AfD zur grössten Oppositionspartei, das wäre nicht gut», sagt Ypsilanti. «In der GroKo hat die SPD versäumt, über den Tag hinauszudenken. Die SPD ist in der Koalition untergegangen».Andrea Ypsilanti galt vor etwa zehn Jahren als Shooting-Star der SPD. Als Spitzenkandidatin führte sie ihre Partei erfolgreich in die Landtagswahl im Bundesland Hessen und war kurz davor, Ministerpräsidentin zu werden. Nach der gescheiterten Regierungsbildung fiel sie allerdings auch partei-intern in Ungnade. Dennoch ist die heute 60-jährige Frankfurterin eine überzeugte SPD-Politikerin geblieben, das linke Gewissen ihrer Partei – sie ist weiter Abgeordnete im hessischen Landtag, und hat soeben ein Buch geschrieben, in dem sie über die Krise der deutschen und europäischen Linken nachdenkt und Ideen für eine neue sozialdemokratische Politik präsentiert. Das Buch kommt im Januar heraus – schon jetzt ist Ypsilanti aber bei uns zu Gast im «Tagesgespräch».
    28 min
  • Pater Nikodemus über Präsident Trumps Jerusalem-Entscheid
    US-Präsident Donald Trump will trotz internationalen Protesten Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Nikodemus Schnabel ist Benediktinermönch in der Jerusalemer Dormitio-Abtei und Gast von Susanne Brunner.Auf dem Berg Zion vor den Mauern der Altstadt Jerusalems steht ein Benediktinerkloster, die Dormitio-Abtei. Sie gehört weder zum Staat Israel noch zu den palästinensischen Autonomiegebieten. Als «Niemandsland» hat Nikodemus Schnabel den Ort in einem Buch über sein Leben als Mönch hier beschrieben. Und trotzdem: Sein Kloster ist in Jerusalem, und seit bald anderthalb Jahrzehnten erlebt er die Spannungen und Friedensbemühungen in dieser umstrittenen und geteilten Stadt. Für Israel ist ein ungeteiltes Jerusalem seine Hauptstadt, Palästinenser erheben Anspruch auf den Ostteil der Stadt als Hauptstadt für ihren eigenen Staat, den es aber noch nicht gibt. «Jerusalem ist ein Sehnsuchtsort für Juden, Moselms und Christen, sie ist so vielfältig und kompliziert», sagt Pater Nikodemus. «Sie wäre langweilig, wenn sie rein muslimisch, jüdisch oder christlich wäre, der ganze Zauber wäre weg!» Den Anspruch Israels auf ganz Jerusalem als seine Hauptstadt wird international nicht anerkannt. Das will US-Präsident Donald Trump nun offenbar ändern. Was heisst das für das Zusammenleben in der Heiligen Stadt? «Im Moment ist es sehr kalt, da geht niemand freiwillig raus. Jetzt ist es noch ruhig», sagt Pater Nikodemus, er ist Prior-Administrator der Benediktinergemeinsachaften auf Zion und in Tabgha und Direktor des Jerusalem-Institutes der Görres-Gesellschaft. «Jerusalem ist eine geeignete Stadt, um Atheist zu werden, denn man sieht auch alle Problematiken der Religion: Die Religion hat auch ein Hooligan-Problem. Das sind keine Gott-Sucher, sondern Indentitäts-Sucher, und da kommen die Hass-Prediger und bieten schnelle Lösungen an.»
    26 min
  • Manuel Rybach erklärt das Sorgenbarometer
    Wo drückt Herr und Frau Schweizer der Schuh? Die Credit Suisse hat es in ihrem jährlichen Sorgenbarometer ermittelt: Die Hauptsorge gilt der Altersvorsorge. Studien-Mitautor Manuel Rybach erklärt im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann warum.Arbeitslosigkeit, AHV, Ausländer: Die drei A figurieren zuverlässig zuoberst auf der Sorgen-Liste der Schweizerinnen und Schweizer, welche die CS seit über 40 Jahren erhebt. Generell kann man sagen, den Menschen hierzulande geht es gut. Die meisten geben an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein. Und auch das Vertrauen in die politischen und wirtschaftlichen Institutionen ist im internationalen Vergleich aussergewöhnlich hoch.«Doch 2017 hat das Vertrauen überall abgenommen, ausser bei den Banken. Dort wirken wohl die Massnahmen nach der Finanzkrise positiv», so Rybach. Alles gut also? Nicht ganz: Das Sorgenbarometer fördert immer wieder neue und überraschende Erkenntnisse zutage. «Alltagsprobleme wie zum Beispiel das Wohnen oder teure Mieten werden wenig genannt, das ist interessant», sagt Rybach. «91 Prozent sind stolz auf die Schweiz. Neu fallen die fortschrittlichen Kriterien auf, die genannt werden, wie internationale Konzerne. Die traditionellen Punkte wie zum Beispiel die Neutralität werden heute deutlich weniger genannt.»Manuel Rybach ist bei der Grossbank Credit Suisse zuständig für Politik und öffentliche Angelegenheiten. Er hat an der Studie mitbearbeitet.
    27 min
  • Meltem Kutlar Joss vom Swiss TPH: Luftverschmutzung macht krank
    LUDOK, die Dokumentationsstelle Luft und Gesundheit des Swiss TPH sammelt seit 30 Jahren Studien über schlechte Luft. Was passiert damit? Projektleiterin Meltem Kutlar Joss ist Gast von Susanne Brunner.Man weiss es seit Jahrzehnten: Luftverschmutzung macht krank und tötet. Das belegen Tausende von Studien, die in der ganzen Welt gemacht worden sind. «Früher merkte man, dreckige Luft schadet den Atemwegen, aber jetzt sieht man, die Leute sterben auch mehr an Herz-Kreislaufproblemen. Die Schädigungen gehen sogar noch weiter, Richtung Diabetes oder Demenz-Erkrankungen», sagt Meltem Kutlar Joss. Heute beginnt in Nairobi die dritte Umweltversammlung der UNO, an der auch die Schweiz teilnimmt. Auch Luftverschmutzung wird dort ein Thema sein. Doch: Was wird überhaupt gemacht, um die Luft besser zu machen? «Die Schweiz ist führend bei der Festsetzung von Grenzwerten» sagt Kutlar Joss, «aber auch der Feinstaubs hat stark abgenommen, zum Beispiel durch die Entschwefelung der Produkte wie Dünger.»
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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