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Erstausstrahlung dieser Folge: 23.10.2025
In diesem Sommer bekommt ihr von uns eine Auswahl der besten Folgen zum Thema Gesundheit. Wir hoffen ihr habt schöne Ferien, erholsame und vor allem gesunde Tage.
Den eigenen Schlaf zu tracken, ist längst nicht mehr „in“. Heute trackt man den Blutzuckerspiegel minutengenau. Was jahrelang nur Menschen mit Diabetes gemacht haben, machen heute auch gesunde Menschen – entweder um Gewicht zu verlieren oder um im Sport bessere Leistungen erzielen zu können. Bringt das etwas?
Auch die Abnehmspritze wird salonfähig. Nicht nur stark übergewichtige Patienten wollen sie haben. Auch Menschen mit drei bis fünf Kilo zu viel hoffen auf den großen Erfolg.
Über Mythen und Methoden spricht Ursula Weidenfeld in dieser „Tonspur“ mit Prof. Dr. Michael Roden. Er ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Diabetes-Zentrums – Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung in Düsseldorf.
Warum helfen manche Menschen und Tiere selbstlos, während andere ungerührt bleiben? Dieser Frage geht Ursula Weidenfeld im Gespräch mit Dr. Sanja Mikulovic nach, Leiterin der Forschungsgruppe "Kognition & Emotion" am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg. Mikulovic zeigt in ihren Mäuseexperimenten, dass mehr als 90 Prozent der Tiere einem in Not geratenen Artgenossen helfen, ganz ohne Belohnung, und dass dabei spezielle Nervenzellen im Hippocampus aktiv werden.
Viele Kulturen und Religionen setzen seit Jahrtausenden auf bewusstes Atmen, um klarer entscheiden zu können. Ein wissenschaftlicher Beleg dafür fehlte bislang. In dieser Folge spricht Ursula Weidenfeld mit Prof. Dr. Soyoung Q Park, Leiterin der Abteilung Neurowissenschaft der Entscheidung und Ernährung am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, mit gemeinsamer Professur an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Millionen Menschen in Deutschland leben mit Herzinsuffizienz, für viele schwer Erkrankte gibt es bislang kaum Hilfe. In dieser Folge sprechen wir über ein Herzpflaster aus Stammzellen, das im Labor hergestellt und direkt aufs Herz genäht wird und dort beginnt, eigene Herzmuskelzellen zu bilden. Zu Gast sind Prof. Dr. Wolfram Zimmermann, Herzmuskelforscher an der Universitätsmedizin Göttingen, und Prof. Dr. Rabea Hinkel, Leiterin der Abteilung Versuchstierkunde am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung, sowie Professorin an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Beide erklären, wie aus pluripotenten Stammzellen funktionsfähiges Herzgewebe entsteht, warum der Weg über nichtmenschliche Primaten unverzichtbar war und wann die ersten Patientinnen und Patienten weltweit von der Therapie profitieren könnten.
Zeugnisse, Nachprüfungen, der gefürchtete Übergang aufs Gymnasium: Für viele Familien sind die letzten Wochen vor den Sommerferien der pure Stress. Und das, obwohl es mehr Lehrkräfte, mehr Schulsozialarbeit und mehr Programme gibt als je zuvor. Warum werden die Leistungen trotzdem schlechter? Warum entscheidet in Deutschland noch immer die soziale Herkunft über den Bildungsweg? Bildungsforscher Prof. Dr. Kai Maaz, Sprecher der Autorengruppe des neuen Nationalen Bildungsberichts, erklärt, wo wir wirklich ansetzen müssten. Nicht in der neunten Klasse, sondern lange davor. Er ist Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main.
Die Ferienzeit naht, und der Wunsch nach Erholung ist groß. Aber was haben die Menschen eigentlich getan, als es noch keinen gesetzlichen Urlaub gab, dafür aber Wallfahrten und Pilgerreisen? Eine Spurensuche von der Antike bis heute.
Ursula Weidenfeld spricht in dieser Folge von Tonspur Wissen mit Dr. Kilian Harrer, Historiker am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz. Er forscht zur Geschichte des Pilgerns und erklärt, warum sich die Wallfahrt nicht einfach mit dem modernen Urlaub gleichsetzen lässt, auch wenn beide den Ausbruch aus dem Alltag versprechen.
Russland überfällt die Ukraine, die USA beleben einen alten Anspruch auf ihre gesamte Hemisphäre wieder, im Nahen Osten ist kein Ende in Sicht. Der Eindruck drängt sich auf, dass internationale Regeln immer weniger zählen. Das neue Friedensgutachten bringt dafür einen Begriff ins Spiel, der aufhorchen lässt: den des globalen Kriegsfürsten. Ursula Weidenfeld spricht in dieser Folge von Tonspur Wissen mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.
Rund 100 Apps sind in Deutschland inzwischen offiziell als digitale Gesundheitsanwendungen zugelassen, verschreibbar und von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattungsfähig. Klingt nach einem Durchbruch. Aber wie gut funktioniert das System wirklich, sechs Jahre nach seiner Einführung? Ursula Weidenfeld spricht in dieser Folge von Tonspur Wissen mit Dr. Sabrina Schubert, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der ZEW-Forschungsgruppe Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik am Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Sie erklärt, wer diese Apps bekommt, was sie kosten und warum die Frage nach ihrer Wirksamkeit komplizierter ist, als sie klingt.
Kaum ist die Corona-Pandemie aus den Schlagzeilen, sind schon die nächsten Viren da. Hanta auf einem Kreuzfahrtschiff, Ebola in einer Konfliktregion in Zentralafrika, diesmal in einer Variante, gegen die die wenigen vorhandenen Impfstoffe kaum wirken. Die Lage ist ernst, die Mittel sind knapp, und die staatliche Förderung aus den USA, die bisher viele Gegenmaßnahmen mitfinanziert hat, ist inzwischen weitgehend weggefallen.
Ursula Weidenfeld spricht in dieser Folge von Tonspur Wissen mit Prof. Dr. Stefan Pöhlmann, Leiter der Abteilung Infektionsbiologie am Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen. Er erklärt, warum es gegen so viele Viren noch immer weder wirksame Impfstoffe noch brauchbare Medikamente gibt und welchen Weg die Forschung jetzt einschlägt.
Wer in diesen Wochen in München ist, sollte einen Abstecher ins Deutsche Museum einplanen. Gleich neben dem Eingang, in direkter Nachbarschaft zum Foucaultschen Pendel, läuft die Sonderausstellung Planetary Health. Sie zeigt, wie der Zustand der Erde direkte Folgen für unseren Körper hat und was wir dagegen tun können.
Ursula Weidenfeld spricht in dieser Folge von Tonspur Wissen mit Sebastian Brumann, Museumspädagoge und Mitglied der Ausstellungsleitung im Deutschen Museum München. Das Deutsche Museum ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft. Er erklärt, warum Klimawandel und Biodiversitätsverlust keine abstrakten Zukunftsthemen sind, sondern längst in unseren Körpern angekommen sind.
Tonspur Wissen macht in der kommenden Woche Pause. Am 21. Mai ist Ursula Weidenfeld wieder da. Tonspur Wissen ist der Podcast der Leibniz-Gemeinschaft und der Rheinischen Post.
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