Teuer, ungerecht und disruptiv. Umfragen zufolge hat die Energiewende kein gutes Image bei den Deutschen. Auch wenn die überwiegende Mehrheit sie grundsätzlich sinnvoll findet. Wie redet man konstruktiv über die Energiewende - ohne die Bedenken vom Tisch zu wischen? Auf Augenhöhe, authentisch, mit Demut und guten Beispielen. Das sagen sechs Menschen, die zum Thema Energiewende podcasten.
Die Herausforderung bei der Energiewende besteht selbstverständlich nicht nur darin, sinnvoll über sie zu kommunizieren. Aber ohne Kommunikaton geht es eben auch nicht. Wenn wir als Gesellschaft keinen Weg finden, konstruktiv darüber zu diskutieren, was der beste Weg beim Umstieg auf erneuerbare Energien ist - dann kostet uns das mindestens Zeit. Und schlimmstenfalls Effizienz oder Effektivität.
Vier tolle Podcasts über die Energiewende
Wie geht das - über Energiewende sprechen? Das erklären in dieser Episode sechs Expertinnen und Experten, die insgesamt vier Podcasts zum Thema Energiewende produzieren:
- "Unter Strom" heißt der Podcast von Stefan Knerrich und Michael Plum, die beim Elektrotechnik-Konzern Schneider Electric im Vertrieb arbeiten.
- Für das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das DIW, podcasten Wolf-Peter Schill und Alexander Roth unter dem Titel "Fossilfrei". Den Ampel-Monitor des DIW, in dem man verfolgen können soll, wie weit die Ampel-Koalition der Bundesregierung mit ihren Energiewende-Zielen ist, findet man hier.
- Der Verein Grüner Strom Label zertifiziert Öko-Strom und klärt in seinem Podcast "Strom aufwärts" über Energiewende-Themen auf: Balkonkraftwerke, die Energiekrise oder den Zusammenhang von Klima und Migration. Eine der Macherinnen ist Michelle Markwart.
- Podcast Nummer vier kommt von der Deutschen Energie-Agentur, der dena, einem Tochterunternehmen des Bundes. In "Wissen schafft Energie" geht es um ein sehr wichtiges Thema der Energiewende: Wasserstoff. Moderiert wird der Podcast von Ella Löffler.
Die Energiewende gilt als teuer, disruptiv, ungerecht
Vier Podcasts, eine Mission: möglichst viele Menschen erreichen und sie über Energiewende-Themen aufklären. Dabei vermuten die Macher, dass ihre Hörer dem Thema durchaus aufgeschlossen gegenüber stehen - aber auch auf der Suche sind nach Informationen.
Umfragen bestätigen dieses Gefühl. Das hat die Bertelsmann-Stiftung jüngst noch mal analysiert. Fast 70 Prozent der Bevölkerung befürworten demnach die Energiewende. Nur 12 Prozent lehnen sie ab. Aber Bedenken gibt es trotzdem. Viele Befragten glauben, dass die Kosten der Transformation ungerecht verteilt werden. Sie glauben, dass die Energiewende den Wohlstand gefährdet oder Arbeitsplätze. Oder den sozialen Zusammenhalt. Ganz generell halten drei Viertel der Deutschen die Energiewende für teuer - das ist laut Bertelsmann-Stiftung seit Jahren so.
Wie muss man über die Energiewende sprechen, um zu guten Lösungen zu kommen? In dieser Episode teilen die sechs Podcasterinnen und Podcaster ihre Tipps und Erfahrungen zur Kommunikation über die Energiewende. Und erzählen, wie das Podcasten über dieses Thema sie selbst verändert hat.