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Familienministerin Lisa Paus von den Grünen plant, die Grenze für das Elterngeld bei 150 000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen pro Haushalt zu ziehen. Aktuell können Familien bis zu einem Jahreseinkommen von 300 000 Euro Elterngeld beantragen. FDP und Grüne schieben sich jetzt gegenseitig die Verantwortung für diese Entscheidung zu. Aber dabei geht es nicht nur um finanzielle Fragen, sondern viel mehr um die Gleichstellung von Müttern und Vätern, sagt Henrike Roßbach aus dem Berliner Parlamentsbüro der SZ. Welche Folgen die Elterngeldkürzungen haben könnten, das erklärt sie in dieser Folge.
Weitere Nachrichten: Ukraine und Russland warnen vor Angriff auf AKW Saporischja, Haushalt für 2024 beschlossen
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Johannes Korsche
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über dpa, ZDF.
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445,7 Milliarden Euro - so hoch ist das Budget, mit dem Finanzminister Christian Lindner im Haushalt 2024 rechnet. Das wissen wir seit Montag. Klingt nach viel Geld. Aber: Es sind 30 Milliarden Euro weniger als im Jahr davor. Und das ist auch das Motto des Entwurfs: Sparen, Stichwort: Schuldenbremse.
Claus Hulverscheidt, SZ-Experte für Finanz- und Wirtschaftspolitik im Berliner Parlamentsbüro, sagt: “Es müssen alle Ressorts einsparen - mit Ausnahme des Verteidigungsministeriums.” Aber der derzeitige Haushaltsentwurf müsse erst noch ins Parlament und da erwartet er noch Änderungen: “Es wird keine Revolution stattfinden, aber es wird noch sehr viele Änderungen im Detail geben.”
Weitere Nachrichten: Antrag auf Untersuchungsausschuss zu Scholz und Cum-Ex abgelehnt, Urteil im Prozess um Messerangriff in Illerkirchberg verkündet.
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Den Text zu den ungesunden Lebensmitteln finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Tami Holderried, Nadja Tausche
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über ZDF.
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Die Kindergrundsicherung soll vor allem verschiedene Sozialleistungen für Kinder bündeln. Zum Beispiel das Kindergeld, das Bürgergeld und die Beiträge für Sport- und Kulturveranstaltungen. So soll es für Eltern einfacher und unbürokratischer werden, diese Hilfen auch in Anspruch zu nehmen. Ämter sollen außerdem Familien proaktiv über ihre Ansprüche informieren.
Aber die Koalition streitet seit Januar darüber, wie viel Geld sie für das Projekt “Kindersicherung” ausgeben will. Familienministerin Lisa Paus von den Grünen hat zwölf Milliarden Euro veranschlagt. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat in seinem Haushaltsentwurf aber nur zwei Milliarden Euro dafür vorgesehen. Von zwölf auf zwei Milliarden – was bleibt da noch vom Projekt “Kindergrundsicherung” übrig? “Nicht viel”, sagt Roland Preuß aus dem SZ-Parlamentsbüro. Er erklärt in dieser Folge, worum es bei dem Streit geht.
Weitere Nachrichten: Sparkurs beim Bundeshaushalt, EU eröffnet Strafverfolgungszentrum.
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Johannes Korsche, Nadja Tausche
Produktion: Annika Bingger
Zusätzliches Audiomaterial über ARD
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In Sonneberg in Thüringen ist der AfD-Mann Robert Sesselmann zum Landrat gewählt worden. Ein historisches Wahlergebnis: Die rechtspopulistische und in Teilen rechtsextreme AfD gewinnt damit zum ersten Mal eine Landratswahl. Wie hat sie das geschafft? Und welche Strategien können die demokratischen Parteien dagegen wählen? Der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne ordnet ein. Er forscht zu Populismus und dem Parteiensystem, mit Schwerpunkt auf Ostdeutschland.
Der Wahlsieg der AfD sei “eine neue Phase in der politischen Auseinandersetzung mit der AfD”, so Höhne. Die AfD sei ein erklärter Demokratie-Feind. Und: “Es gibt in Deutschland diese Brandmauer, die meines Erachtens nach auch viel Sinn ergibt.” Und weiter: “Man muss sie konsequent durchziehen.”
Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 30.06.2023 um 18 Uhr.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Tami Holderried, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Imanuel Pedersen
Zusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk, ZDF, YouTube (L'Obs), Reuters.
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Seit gut drei Wochen läuft die ukrainische Gegenoffensive. Soldatinnen und Soldaten konnten bereits erste Gebiete zurückerobern. Redakteurin Sonja Zekri ist für die SZ in diese Gebiete gereist. Sie sagt: “Das ist kein Ort an dem man überhaupt noch leben kann.” Die ehemals besetzten Regionen seien komplett zerstört, vielerorts lägen Minen im Boden.
Die ukrainische Gegenoffensive stehe noch am Anfang: “Was wir gerade erleben ist ein Versuch, ein Ausprobieren. Die ukrainische Armee testet aus, wo die russische Verteidigungslinie schwächer sein könnte”. Dabei muss sie allerdings auch starke Verluste in den eigenen Reihen hinnehmen. Die Soldatinnen und Soldaten aus der Ukraine wollen dennoch weiter ihr Land verteidigen.
Weitere Nachrichten: EU-Staaten streiten um Asylrechtsreform, weiterhin Ausschreitungen in Frankreich
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktion: Tami Holderried
Produktion: Annika Bingger
Zusätzliches Audiomaterial über Twitter: @ZelenskyyUa
Ein 17-Jähriger, der am Steuer eines Autos saß, wurde von einem Polizisten erschossen, wohl ohne dass es sich um Notwehr handelte. Weil er sich den Anordnungen bei einer Verkehrskontrolle nicht fügen wollte. Der Tod von Nahel M. in Nanterre am Dienstagvormittag hat viele Menschen in Frankreich wütend gemacht – so wütend, dass es jetzt in vielen Teilen des Landes gewaltsame Proteste und Ausschreitungen gibt. Dass Polizeigewalt ein strukturelles Problem in Frankreich ist und warum die Lage im Land so schnell eskaliert, das erklärt in dieser Folge die SZ-Frankreich-Expertin Kathrin Müller-Lancé.
Den Text zur Inflation in Deutschland und anderen europäischen Ländern finden Sie hier.
Weitere Nachrichten: EVG und Bahn gehen in Schlichtungsverfahren, Großbritannien darf vorerst nicht nach Ruanda abschieben, Netanjahu überdenkt Justizreform
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Wanda Silberhorn
Zusätzliches Audiomaterial über LeHuffPost
Am Sonntag wurde im thüringischen Landkreis Sonneberg der erste AfD-Landrat Deutschlands gewählt, der 50-jährige Robert Sesselmann. Seitdem diskutiert die Politik über den Wahlsieg und über den Umgang mit der AfD. “Es ist bemerkenswert, dass die AfD die Wahl gewonnen hat”, sagt Roland Preuß aus dem SZ-Parlamentsbüro. “Und das, obwohl die AfD in Thüringen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird.”
Die Behörden in Deutschland versuchen jetzt aufzuarbeiten, wie es zu dem Wahlsieg kam. Und der Verfassungsschutz scheint zu merken, dass das Label “rechtsextremistisch” als Abschreckung nicht ausreicht. “Es ist umgekehrt so, dass die AfD mehr und mehr versucht, sich das zunutze zu machen und den Verfassungsschutz als behördlichen Arm der Politik darstellt”, so Roland Preuß.
Weitere Nachrichten: Möglicherweise Bahnstreik am Dienstag, Regierung muss mehr für Spionageschiffe zahlen
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktion: Tami Holderried
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über ARD, dpa
Seit Monaten werden die Klimaaktivistinnen und -aktivisten der “Letzte Generation” überwacht. Ihr offizielles Pressetelefon und Privathandys wurden abgehört, E-Mails gelesen und Standortdaten überwacht. Wegen eines Vorwurfs: Die Letzte Generation sei eine “kriminelle Vereinigung”. Aber jetzt kam heraus, dass es sogar bei den deutschen Staatsanwaltschaften intern Zweifel an dieser Einstufung gibt.
Auch SZ-Rechtsexperte Ronen Steinke sagt: “Das ist eigentlich rechtlich nicht haltbar.” Steinke konnte internen Schriftverkehr in den Staatsanwaltschaften einsehen. Daraus geht hervor: “Gerade in Bayern ist da intensiv diskutiert worden. Die Staatsanwaltschaft München I, die also zuständig ist für Straßenblockaden auf dem Stachus, in der Münchner Innenstadt, hat gesagt: 'Kriminelle Vereinigung kann man eigentlich nicht annehmen.' So haben es die Staatsanwälte in internen Vermerken ausdrücklich niedergelegt.” Und: “Der Zweck dieser Gruppe ist ja der Klimaschutz. Der Zweck ist nicht Kriminalität.”
Zum Weiterlesen
Die Polizei hörte das Pressetelefon der Letzten Generation ab, den Text dazu lesen Sie hier.Linkbeschreibung
Die Kritik an den Abhörmaßnahmen fasst dieser Text zusammen.
Den Text zu den internen Zweifeln bei der Staatsanwaltschaft an der Einstufung der “Letzten Generation” als kriminelle Vereinigung finden Sie hier.
Weitere Nachrichten: Ampel einigt sich bei Heizungsgesetz und Haushaltsentwurf 2024, Ex-Audi-Chef Stadler zu Bewährungsstrafe verurteilt.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Tami Holderried, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Benjamin Markthaler.
Zusätzliches Audiomaterial über Twitter @AufstandLastGen.
Der Chef der Wagner-Truppe, Prigoschin, hatte sich schon seit Monaten offen mit dem russischen Verteidigungsminister Schojgu gestritten. Zuletzt sagte Prigoschin sogar ganz offen, dass es eigentlich keinen Grund für den Krieg in der Ukraine gebe. Die russische Regierung würde die Bevölkerung belügen.
Und dann startete Prigoschin am Samstag einen Putschversuch gegen Schoigu. Für einige Zeit schien sogar möglich, dass es Kämpfe in der russischen Hauptstadt Moskau gibt – bevor doch wieder alles vorbei war.
Was ist da in Russland passiert – und ist es überhaupt schon vorbei? Über die vielen Ungewissheiten und Spekulationen spricht in dieser Folge Silke Bigalke, die SZ-Korrespondentin in Moskau.
Den Text zum Diesel-Urteil können Sie hier lesen.
Weitere Nachrichten: AfD stellt Landrat in Sonneberg; Mindestlohn wird leicht erhöht; Deutsche Soldaten in Litauen.
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Annika Bingger.
Fast jede Woche sprechen wir aktuell über einen Streit in der Ampelkoalition. Die Beliebtheitswerte der Bundesregierung sind auf einem Tiefpunkt. Wer allerdings bislang kaum davon profitiert, ist die CDU – die bleibt in aktuellen Umfragen immer unter ihrem Zielwert von 30 Prozent.
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über phoenix, tagesschau.
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CDU-Streit, Stadler-Geständnis, Verunglücktes U-Boot
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