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Geschichte Daily widmet sich jede Woche in fünf Folgen einem Thema, das uns auch heute betrifft. Warum ist in der Klimakrise so lange nichts passiert? Wie sahen die ersten Pornos aus? Und: Seit wann gibt es eigentlich Memes? Wir finden heraus, welche kleinen und großen historischen Momente unsere Welt geformt haben.
In dieser Woche: Fünf historische Momente der Flucht.
Immer Montag bis Freitag. Ein Spotify Original Podcast in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung.
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Wegen des russischen Angriffskriegs wird sich die Wirtschaftsleistung der Ukraine in diesem Jahr fast halbieren. Was bedeutet das für das Land und was ist davon jetzt schon zu spüren? Darüber spricht Max Hägler aus dem SZ-Ressort Wirtschaft, der gerade zehn Tage im Westen der Ukraine unterwegs war.
Die ukrainische Regierung bitte die Menschen und Betriebe, weiter Geschäft zu machen, weiter zu produzieren und zu kaufen, man brauche die Steuereinnahmen. “Darauf wird wirklich hingewiesen, das ist ein Punkt. Der zweite Punkt ist sicherlich, dass Gelder aus dem Ausland kommen.” Und der dritte sei, wie Unternehmen aus dem Ausland sich verhielten, zum Beispiel die Zulieferer der deutschen Autoindustrie.
Weitere Nachrichten: Razzia Deutsche Bank, Oktoberfest findet statt
Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen
Redaktion: Tami Holderried
Produktion: Jakob Arnu
Der Bundestag hat am Donnerstagvormittag für die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine gestimmt. Schon vor der Abstimmung war klar: Auch die Union wird für den Vorschlag der Ampel stimmen. Trotzdem ging es im Bundestag erstmal hitzig zu. Warum und wie es weitergeht, darüber spricht Constanze von Bullion, Parlamentskorrespondentin in Berlin. Sie sagt: “Friedrich Merz hat signalisiert: Okay, wir stimmen eurem Antrag zu. Aber es gibt ja noch die 100 Milliarden Sondervermögen für Sicherheit, das die Bundesregierung angekündigt hat. Und dieser Streit ist noch lange nicht ausgestanden.” Da hebe die Union also jetzt schon die Hand, dass sie weiter mitreden wolle.
Weitere Nachrichten: Scholz in Japan, 7,4% Inflation im April
Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen
Redaktion: Tami Holderried
Produktion: Justin Patchett
_Zusätzliches Audiomaterial über _ Deutscher Bundestag
Als Antonio Guterres am Dienstag den Kreml besuchte, trafen zwei Welten aufeinander. Zwar nannte ihn der russische Außenminister Lawrow einen “guten Freund”. Aber weder Lawrow nahm das Wort Krieg in den Mund, noch später Staatschef Wladimir Putin.
Guterres aber sprach dann deutlich von einer Invasion des Territoriums der Ukraine, die der UN-Charta widerspreche. "Es war kaum zu erwarten, dass er jetzt mit einem Waffenstillstand herauskommt und Frieden für unsere Zeit verkündet", sagt Manuel Fröhlich, Politik-Professor an der Uni Trier. Guterres habe selbst die Messlatte ziemlich niedrig gehängt, indem er sich auf humanitäre Fragen konzentriert habe. Er habe aber den Dialog gesucht um humanitäre Aktionen zu ermöglichen. "Guterres hat eher auf das Florett als auf den Degen gesetzt", meint Fröhlich.
Weitere Nachrichten: Gaslieferungen aus Russland, fünf Jahre Haft für Aung San Suu Kyi.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Isabel Michiels
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
Bald wird Twitter wohl Elon Musk gehören. Der Tech-Milliardär will für das soziale Netzwerk 44 Milliarden Dollar zahlen. Und hat damit den Widerstand des Verwaltungsrats von Twitter gebrochen. Musk spricht von einem “außerordentlichen Potenzial” und will die Redefreiheit wahren.
Viele Proteste seien auf Twitter gestartet, sagt SZ-USA-Korrespondent Jürgen Schmieder. "Es hat eine große gesellschaftliche Relevanz und reiche Leute gönnen sich gerne so eine Relevanz." Freie Rede sei ja schön und gut, aber Musk könne sich eben auch die besten Anwälte der Welt leisten, die ihn etwa bei Verleumdungen "auch mal raus pauken". Ein Mensch lege da mal 44 Milliarden Dollar für Twitter hin. "Und ab sofort bestimmt dieser Mann, was mit Twitter passiert. Also es ist völlig irre, völlig unvorstellbar, dass es sowas geben kann."
Den Podcast "Geschichte Daily", der im Podcast angesprochen wurde, können Sie hier auf Spotify hören.
Weitere Nachrichten: UN-Chef fordert Waffenruhe, Deutschland liefert Panzer, Karlsruhe beanstandet Bayerns Verfassungsschutz-Gesetz.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Isabel Michiels
Produktion: Jakob Arnu
Töne über YouTube: TED.
Emmanuel Macron ist Frankreichs neuer, alter Präsident. Der 44-Jährige setzte sich in der Stichwahl gegen Marine Le Pen mit 58,5 gegen 42,5 Prozent durch. Seine Bilanz unterscheide sich klar in der Innen- und Außenpolitik, sagt Marie Krpata vom Französischen Institut für internationale Beziehungen, dem größten unabhängigen französischen Think Tank für internationalen Politik. Innenpolitisch habe er vor allem für eine Politik für die Reichen gestanden. Außenpolitisch habe er als "dezidierter Pro-Europäer" glänzen können.
Die Globalisierungsgegner haben sich dagegen besser von Le Pen vertreten gefühlt. Deshalb würden die Parlamentswahlen im Juni besonders spannend – und natürlich die Präsidentschaftswahlen in fünf Jahren, bei denen Macron dann nicht wieder antreten dürfe, meint Krpata.
Weitere Nachrichten: Russland weist 40 deutsche Diplomaten aus, Lisa Paus neue Familienministerin, Anke Rehlinger neue Ministerpräsidentin des Saarlands.
71 Schüsse. Den Podcast über den Amoklauf von Erfurt hören Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Isabel Michiels
Produktion: Justin Patchett
Die ersten Monate in der neuen Bundesregierung sind vorbei. Jetzt trifft sich die FDP in Berlin zu ihrem Bundesparteitag. Und das ohne ihren Parteichef Christian Lindner, der sich wegen einer Corona-Infektion gerade in Washington in Quarantäne befindet. Er kann nur digital zugeschaltet werden und so versuchen, die Debatten zu fokussieren. Im Kern des Parteitags steht dabei ein Antrag, der sich mit dem Krieg in der Ukraine befasst. Konkret: Mit der Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine sowie der Energieversorgung in Deutschland.
"Das wird mit Sicherheit den Parteitag dominieren", sagt SZ-Korrespondentin Henrike Roßbach. Im Hintergrund spiele auch eine Rolle, dass im Mai zwei Landtagswahlen anstehen - und zwar in zwei Bundesländern, Nordrhein-Westfahlen und Schleswig-Holstein, in denen die FDP aktuell mitregiert. Dafür sei auch relevant, welche Themen aktuell für die Partei zu kurz kommen.
Den Podcast "Geschichte Daily", der im Podcast angesprochen wurde, können Sie hier auf Spotify hören.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Antonia Franz, Benjamin Markthaler
Produktion: Justin Patchett
Emmanuel Macron oder Marine Le Pen. Der amtierende Präsident oder die rechtsaußen Politikerin. Das ist die Entscheidung, die die Französinnen und Franzosen am Sonntag in der Stichwahl treffen müssen. Der Präsidentschaftswahlkampf ist gerade also in seiner heißesten Phase. Am Mittwochabend gab es dann noch das erste und einzige TV-Duell vor der Wahl.
SZ-Autor Nils Minkmar hat das Duell verfolgt und findet, dass trotz anfänglicher Schwierigkeiten, Macron klar gewonnen hat: „Der entscheidende Punkt war meines Erachtens der Kredit aus Russland, den Marine Le Pen aufgenommen hat, um ihre Partei zu finanzieren. Das war der Punkt, zu dem sie wenig sagen konnte. Und den hat Macron doch sehr klar herausgestellt und auf die mangelnde finanzielle Unabhängigkeit von Marine Le Pen hingewiesen.“
Marine Le Pen habe an vielen Stellen „präsidial“ gewirkt und sich als „Mutter der Nation“ präsentiert. Dennoch seien ihre rechtsextremen Positionen auch immer wieder angeklungen, beispielsweise als es um das Kopftuchverbot im öffentlichen Raum ging.
In den Prognosen liegt Macron aktuell vor Le Pen, Minkmar sagt im Podcast aber, das heiße trotzdem noch nichts: „Vor der Wahl von Donald Trump und vor der Brexit-Abstimmung waren wir auch so sicher, dass das nicht schiefgeht. Ich bin erst am Sonntagabend so richtig beruhigt.“
Weitere Meldungen: Stahlwerk in Mariupol soll doch nicht gestürmt werden; Regierung plant Ringtausch von Panzern.
Den Quoted Medienpodcast finden Sie in allen gängigen Podcastplayern und auch unter sz.de/podcast.
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Benjamin Markthaler
Produktion: Justin Patchett
Töne über TF1.
Die Stadt Lwiw liegt ganz im Westen der Ukraine, nur 75 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Obwohl auch Lwiw schon mehrmals von Bomben getroffen wurde, galt die Stadt im Krieg bisher trotzdem als recht sicherer Ort. Bis sich am Montag einer der schwersten Angriffe bisher ereignete. Wie ist die Stimmung also vor Ort in Lwiw?
Das erzählt in dieser Folge Jan Heidtmann, der für die SZ aktuell aus Lwiw berichtet. Er erzählt von einer erstaunlichen Gelassenheit in der Zivilbevölkerung, seinem Besuch an einem Ort, der von einer Bombe getroffen wurde, und einer „geistigen Mobilmachung“ in Lwiw.
Weitere Meldungen: Kritik an Scholz; Baerbock im Baltikum; Rücktritt von Hennig-Wellsow.
Den Text über den Einbruch ins Grüne Gewölbe finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Antonia Franz, Benjamin Markthaler
Produktion: Jakob Arnu
Am Montagabend veröffentlicht Wolodimir Selenskij wieder eine Videobotschaft. Er könne jetzt feststellen, dass die russischen Truppen die Schlacht um den Donbass begonnen haben, so der ukrainische Präsident. Ein Angriff, der schon seit längerem erwartet wurde, weil Russland unter anderem Truppen aus dem Norden der Ukraine weiter in den Süden verlegt hatte. Doch wie könnten die kommenden Tage und Wochen aussehen?
„Nach Einschätzung von Militärexperten wird Russland wesentlich stärker als bisher in die Fläche gehen“, sagt Paul-Anton Krüger, Sicherheitsexperte der SZ. Er erwartet das sogenannte „Gefecht der verbundenen Waffen“. Was das bedeutet und wieso der 9. Mai 2022 ein entscheidender Tag sein könnte, erklärt er in dieser Folge.
Zum Weiterlesen: Hier finden Sie den Text mit wichtigen Fragen und Antworten zu den Waffenlieferungen in die Ukraine.
Weitere Meldungen: Kampf um Mariupol; Sinkende Corona-Zahlen; IWF-Prognosen zur Weltwirtschaft.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Antonia Franz, Benjamin Markthaler
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über das Büro des ukrainischen Präsidenten.
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