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In Syrien wird gewählt. Nach zehn Jahren blutigem Bürgerkrieg mit hunderttausenden Toten und elf Millionen Geflüchteten. Jetzt lässt sich Baschar al-Assad zum vierten Mal zum Präsidenten wählen. Die vorige Wahl vor sieben Jahren hatte er laut offiziellen Zahlen mit fast 89 Prozent der Stimmen gewonnen. Und auch die neue Abstimmung nennt die Opposition eine „Farce“.
Die Wahl sei keineswegs frei, gleich und geheim, sagt auch SZ-Redakteur Moritz Baumstieger. Sie soll lediglich dazu dienen, den Präsidenten zu legitimieren. Das Regime sorge deshalb auch für eine hohe Wahlbeteiligung. Regierungskräfte kontrollieren heute rund zwei Drittel des Landes. Nur in diesen Gebieten konnten die Wähler an der Abstimmung teilnehmen. Die Opposition sei jedoch zersplittert. Doch ohne die Hilfe aus Moskau und Teheran würde das Regime in Damaskus nicht mehr existieren. Mit, aber auch ohne Assad werde Syrien keinen Frieden finden.
Weitere Nachrichten: Shell muss CO2-Ausstoß drastisch reduzieren, Festnahmen bei Gondelunglück am Lago Maggiore, Amazon kauft Hollywood-Studio MGM.
Den Link zu unserem Recherche-Podcast “Das Thema” über die Impfungen in Afrika finden Sie unter SZ.de/podcasts.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Felix Ogriseck
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Twitter.
Ryanair-Chef Michael O'Leary nennt es einen „Fall von staatlich unterstützter Piraterie“: Die Behörden des autoritär regierten Belarus hatten am Sonntag ein Flugzeug seiner Airline zur Landung in Minsk gezwungen. An Bord war der von Belarus gesuchte Blogger Roman Protassewitsch. Präsident Alexander Lukaschenko hat offenbar jegliche Hemmungen verloren. Die EU friert nun Konten ein, sperrt den Luftraum für Airlines aus Belarus und Fluggesellschaften der EU landen nicht mehr in Belarus.
"Normal ist es nicht, wenn ein Diktator ein Flugzeug vom Himmel holt", sagt die SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. Aber Oppositionelle werden in Belarus seit Jahren verfolgt und eingesperrt. Der erst 26 Jahre junge Protassewitsch lege sich selbst nicht fest, ob er für die Opposition oder als Journalist arbeitet. Von Polen aus habe er den Telegram-Kanal Nexta geleitet. Der Telegram-Kanal sei zu einem der meistgelesenen in Belarus geworden - und praktisch zum Mitorganisator der Demonstrationen gegen Lukaschenko im Sommer 2020. Die jüngste Aktion sei ein Signal an alle Oppositionellen, dass sie sich nirgends sicher fühlen können. Ohne die Unterstützung Moskaus habe er so eine Entscheidung kaum treffen können.
Weitere Nachrichten: Vonovia und Deutsche Wohnen wollen fusionieren, Hansi Flick, wird Trainer der Fußball-Nationalmannschaft.
Den Link zu unserem Podcast “An diesem Tag” finden Sie auf sz.de/podcasts oder auf Spotify.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Welt und den Twitterkanal Tikhon Dzyadko.
Im WDR treffen zum ersten Mal die drei Spitzenkandidaten ums Kanzleramt aufeinander. Einen klaren Sieg kann niemand mit nach Hause nehmen.
Am Donnerstag sind im Westdeutschen Rundfunk zum ersten Mal die Bewerberin Annalena Baerbock von den Grünen sowie die Bewerber Armin Laschet von CDU/CSU und der Sozialdemokrat Olaf Scholz aufeinandergetroffen.
Vor allem Baerbock und Laschet gifteten sich beim Thema Klimaschutz gegenseitig an. SZ-Hauptstadtbüroleiter Nico Fried konnte nicht erkennen, dass jemand mit einem eindeutigen Sieg nach Hause gegangen wäre. Und auch Olaf Scholz schreibt er noch nicht ab.
Weitere Nachrichten: Spahn mahnt zur Vorsicht trotz sinkender Inzidenz, Waffenruhe in Nahost.
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Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz, Felix Ogriseck und Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über WDR.
Sebastian Kurz rechnet damit, dass er bald angeklagt wird. Die Ibiza-Affäre dreht sich immer mehr um die Partei des österreichischen Bundeskanzlers.
Sebastian Kurz ist der Hoffnungsschimmer für viele Konservative in ganz Europa. Aber der österreichische Bundeskanzler könnte bald angeklagt werden. Es geht um Postengeschacher und absurde Whatsapp-Chats.
Offenbar hatten Kurz und seine Weggefährten das Gefühl, die Republik unter sich aufteilen zu können. Die Opposition tobt, die Staatsanwaltschaft ermittelt und Wien-Korrespondentin Cathrin Kahlweit meint, so ein Skandal wäre in Deutschland unmöglich.
Weitere Nachrichten: EU schließt 35-Milliarden-Vertrag mit Biontech/Pfizer, Baerbock meldet Nebeneinkünfte nach.
Den angesprochenen Österreich-Newsletter finden Sie unter sz.de/oesterreich-newsletter.
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Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz und Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Facebook-Seite Österreichisches Bundeskanzleramt, Österreichisches Parlament.
Joachim Löw stellt den EM-Kader vor. Der Bundestrainer stapelt tief: Ein Finale wäre zwar schön, aber die Favoriten, gibt er zu, sind andere.
Trotz Corona und Geisterspielen sind noch immer viele Fans von der Nationalmannschaft begeistert. Diesen Eindruck möchte zumindest der Deutsche Fußballbund (DFB) vermitteln. Nach all den Affären der vergangenen Wochen hat der Verband bei der Vorstellung des EM-Kaders ganz unterschiedliche Unterstützer per Videokonferenz zugeschaltet: Schülerinnen und Schüler, Fanbeauftragte und sogar in ein Seniorenheim wurde die Verbindung hergestellt.
Der DFB will sich volksnah zeigen. Und auch dem Bundestrainer ist auf seiner Abschiedstournee wichtig, dass er die Fans begeistert. Favoriten sind andere, Auftaktgegner Frankreich zum Beispiel, stapelt Joachim Löw tief. Auch SZ-Sportredakteur Martin Schneider sagt, für die deutsche Nationalmannschaft ist entscheidend, die schwere Vorrunde zu überstehen.
Weitere Nachrichten: Familienministerin Giffey tritt zurück, Einreise aus Drittstaaten für Geimpfte in EU möglich.
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Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über DFB.
Bei pro-palästinensischen Demonstrationen kam es am Wochenende zu antisemitischen Rufen und Ausschreitungen. Von Mannheim über Frankfurt bis Berlin.
Es tue allen ganz gut, mit Bescheidenheit, Neugier und einem differenzierten Blick auf den Nahen Osten ranzugehen, meint Ronen Steinke, SZ-Redakteur für Innere Sicherheit und Experte für Extremismus. Der Konflikt könne nicht von hier gelöst werden. Man müsse zu denen, die antijüdische Parolen skandierten, klare Grenzen ziehen.
Auch seien es nicht alles Palästinenser, die da gerade auch vor Synagogen demonstrieren würden. Darunter seien auch viele nationalistische Türken, die sich um das Leid der Kurden wenig kümmern würden. Beteiligte Nordafrikaner machten Israel für alles Übel in ihren Ländern und auf der Welt verantwortlich. Und darunter seien auch solche, die 2015 etwa aus Syrien geflohen seien. Auch unter ihnen würden tradierte Ressentiments gepflegt, bei denen Israelis und Juden ein Synonym für “Feind” seien.
Weitere Nachrichten: Impfpriorisierung wird aufgehoben, Ausnahmezustand in Ceuta, Biden legt Steuerklärung vor.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Carolin Lenk
Die Kämpfe zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas gehen weiter. Israel will seinen Militäreinsatz “so lange wie nötig” weiterführen, so der Premierminister Benjamin Netanjahu. Und mittlerweile kommt es in Israel auch immer mehr zu Ausschreitungen zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung.
Von der Situation vor Ort erzählt in dieser Folge der SZ-Korrespondent in Israel, Peter Münch. Er hat gerade erst das Wohnviertel in Jerusalem besucht, in dem sich der Konflikt wieder entzündet hat. Und er erklärt, wie Netanjahu den Konflikt jetzt für sich nutzen möchte.
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Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Felix Ogriseck
Produktion: Benjamin Markthaler
Pünktlich zu Pfingsten geht es langsam wieder los mit dem Tourismus. In Schleswig-Holstein beispielsweise werden ab Montag wieder viele Einrichtungen aufmachen. Im Ausland muss man aktuell auch noch genau hinschauen. Immerhin muss man nicht mehr generell in Quarantäne, wenn man wieder nach Hause kommt.
“Der Sommer wird gut, er wird viel besser als der vergangene”, macht Monika Maier-Albang aus der SZ-Reiseredaktion Hoffnung. In Österreich etwa wird die Einreise zumindest für Geimpfte, Genesene und Getestete einfach. Auch Griechenland setzt stark auf diese Gruppe. “Die Griechen sind wild entschlossen, die Saison mitzunehmen.” Bei Fernreisen gebe es viel mehr Unsicherheiten. Maier-Albang empfiehlt für dieses Jahr lieber einen Europa-Urlaub mit dem Auto: etwa vom Süden Deutschlands aus in Italien, Kroatien oder vom Norden Richtung Dänemark.
Weitere Nachrichten: Nahostkonflikt, Rekord-Impfungen in Deutschland.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Julia Stanton
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
Es ist ein nie dagewesener Raketenhagel, den die Menschen im Großraum von Tel Aviv da gerade erleben mussten. Seit Montagabend sind es weit mehr als 1000 Raketen, die aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten abgefeuert wurden. Natürlich wehrt sich Israel: die Luftwaffe griff massiv Ziele auf palästinensischer Seite an. Etwa 50 Menschen sind dabei bislang getötet worden. Darunter nach Angaben der Armee auch mehrere ranghohe Mitglieder der islamistischen Hamas.
Die palästinensische Sache ist zwar ein Teil der Identität, aber die Hamas habe kaum Sympathie in den arabischen Staaten, sagt Paul-Anton Krüger, Redakteur der SZ-Außenpolitik. Schließlich sei die Hamas ein Ableger der Muslimbruderschaft und damit erklärter innenpolitischer Gegner von Regierungen wie in Riad oder Kairo. Deshalb komme es auch zu abenteuerlichen Bündnissen wie zwischen der Hamas und Iran, obwohl die einen Sunniten und die anderen Schiiten sind.
Weitere Nachrichten: Ermittlungen gegen Österreichs Kanzler, Bayern und BaWü geben alle Impfstoffe bei Hausärzten frei.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.
Erst flogen Steine und Gummigeschoße in Jerusalem, dann Raketen auf Israel und Bomben auf den Gazastreifen. Im israelischen Aschkelon starben zwei Frauen, Dutzende Menschen in Gaza-Stadt. Es gebe nicht ursächlich nur einen Grund für die erneuten Auseinandersetzungen, sagt Steffen Hagemann. Er ist Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv. Die Eskalation stehen aber eindeutig im Kontext der seit mehr als 50 Jahren andauernden Besetzung weiter palästinensischer Gebiete durch die israelische Armee. Zudem gehe es nach den abgesagten Wahlen in den Palästinensergebieten auch um einen Machtkampf zwischen der PLO und der Hamas. Die Hamas versuche mit dem Beschuss Einfluss auch im Westjordanland zu gewinnen. Sie wolle sich so an die Spitze des palästinensischen Widerstandes setzt. Beim Beschuss - auch von Jerusalem - gehe es ihr dabei vor allem um die Demütigung der israelischen Regierung.
Weitere Nachrichten: Tote bei Angriff auf Schule in Russland, Hoffnung auf Impfangebot für zwölf bis 18-Jährige.
Die Datenrecherche zur Auswertung von fast zwölf Millionen Telegram-Nachrichten zeigt wie sich Verschwörungstheorien, Rassismus und Sexismus zu einer toxischen Mischung verbinden. Sie finden das Projekt finden Sie unter sz.de/hassmessen
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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