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Bei der Libyen-Konferenz in Berlin hat man sich am Wochenende auf einen 55-Punkte-Plan geeinigt. So soll der libysche Bürgerkrieg langsam entschärft werden.
Die zentralen Punkte sind, dass das bereits bestehende Waffenembargo eingehalten wird und die Konfliktparteien keine Unterstützung mehr aus dem Ausland bekommen. Das soll dazu führen, dass der Konflikt austrocknet und die beiden Regierungen in Libyen deshalb mit Friedensverhandlungen beginnen.
Das wird aber nur gelingen, wenn sich alle an die Absprachen halten und das auch überwacht wird, so SZ-Hauptstadtkorrespondent Daniel Brössler. Er hat am Wochenende den Gipfel begleitet. Und dafür wird eine deutsche Beteiligung wohl nötig sein.
Weitere Themen: IWF veröffentlicht Wachstumsprognose, Urteil im Stromstoß-Prozess, neues Virus in China.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth, Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über dpa.
Seit 2014 ist Libyen zwischen zwei Regierungen aufgeteilt. Die eine sitzt in der Hauptstadt Tripolis und wird angeführt von Fajis al-Sarradsch. Seine Regierung ist von den Vereinten Nationen eigentlich anerkannt. Die andere Regierung ist die des Rebellengenerals Chalifa Haftar. Der sitzt in Bengasi und seine Truppen versuchen schon länger, die Hauptstadt einzunehmen.
Weil diese Parteien aber jeweils von internationalen Playern unterstützt werden, ist der Konflikt weitaus komplizierter. Nun lädt die Bundesregierung zu einer großen Libyen-Konferenz nach Berlin. Der Erfolg der Veranstaltung, sagt der SZ-Hauptstadtkorrespondent Daniel Brössler, wird sich daran messen lassen, ob weiterhin Waffen in die Krisenregion geliefert werden.
Weitere Themen: Chamenei bezeichnet Trump als "Clown", Seehofer lenkt bei Passfotos ein.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Material über dpa.
Fast 10 000 Menschen warten in Deutschland auf ein Organ. Verglichen mit anderen Ländern sind hierzulande relativ wenige Organspender. Gesundheitsminister Spahn machte deswegen den Vorschlag der sogenannten "doppelten Widerspruchslösung". Das heißt, jeder würde als Organspender gelten. Es sei denn, er widerspricht.
Durchgesetzt hat sich aber ein anderer Vorschlag, für den unter anderem die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock und die Linken-Vorsitzende Katja Kipping geworben haben. Sie wollen die bewusste Entscheidung zur Organspende stärken. Niemand soll vom Staat zur Organspende gezwungen werden. Für den SZ-Wissenschaftsredakteur Felix Hütten ist das zu wenig. Manche Leute müssen irgendwann zu einer Entscheidung gezwungen werden, meint er. Seine Kollegin Christina Berndt widerspricht: Menschen sollten auch das Recht haben, sich nicht mit dem Tod beschäftigen zu müssen.
Weitere Themen: Einigung bei Kohleausstieg, Neuer russischer Ministerpräsident.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über Deutscher Bundestag.
Insgesamt 28 Kandidaten haben sich bei den Vorwahlen der US-Demokraten beworben, von denen schon einige zurückgezogen haben. In sieben riesigen Debatten im landesweiten Fernsehen haben sie sich duelliert. Und bisher ist noch nicht so richtig klar, wer von den Demokraten gegen Donald Trump ins Rennen geschickt wird.
In drei Wochen, am 3. Februar, finden im Bundesstaat Iowa die ersten Vorwahlen statt. Passend dazu war dort die letzte Fernsehdebatte. Den giftigsten Schlagabtausch liefern sich dabei ausgerechnet zwei Kandidaten, die sich gegenseitig eigentlich als Freunde bezeichnen. Elizabeth Warren behauptet, Bernie Sanders hätte ihr bei einem Treffen 2018 gesagt, er glaube nicht, dass eine Frau Donald Trump schlagen könne. Sanders sagt, Warrens Darstellung sei lachhaft. Hinter diesem Streit steht eine zentrale Fragen dieses Wahlkampfs, sagt Washington-Korrespondent Hubert Wetzel.
Weitere Themen: Russische Regierung tritt zurück, Söder zählt CSU-Minister an.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.
In Thüringen gestaltet sich die Regierungsbildung seit der Wahl Ende Oktober 2019 mehr als schwierig. Weder gibt es eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün, noch für Schwarz-Gelb, geschweige denn für CDU und SPD. Das liegt vor allem an der AfD, die mit ihrem Spitzenkandidaten Björn Höcke auf 23,4 Prozent kam.
Anfang Februar will sich Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken zur Wiederwahl stellen. Im dritten Wahlgang hat er dazu ernsthafte Chancen, sagt die Korrespondentin für Ostdeutschland, Ulrike Nimz. Ramelow wird es mit einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung versuchen und sich dabei punktuell die Zustimmung von CDU und FDP einholen müssen. Damit werde sich zeigen, ob 30 Jahre nach dem Mauerfall eine weitere Grenze abgeschafft wird, die zwischen CDU und Linkspartei. Schließlich habe sich dafür auch Alt-Bundespräsident Joachim Gauck eingesetzt.
Weitere Nachrichten: Frankreich, Großbritannien und Deutschland erhöhen Druck auf Teheran, "Klimahysterie" ist "Unwort" des Jahres, Filmkritik Sam Mendes’ "1917".
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.
Das erste Opfer des Krieges sei die Wahrheit, heißt es. Da leugnet Irans Regierung zwei Tage die wahre Ursache des Absturzes einer ukrainischen Passagiermaschine. Und gibt dann doch zu, dass ihre eigene Abwehr die Maschine versehentlich abgeschossen habe und somit für den Tod von 176 Menschen verantwortlich sei.
Seither fordern Tausende Demonstranten in mehr als zehn Städten die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Erschüttert über die Lüge seien nur die Iraner, die noch an die Führung und die Staatsmedien geglaubt haben, sagt der stellvertretende Leiter der SZ-Außenpolitik, Paul-Anton Krüger. Ungeklärt sei aber bis heute, warum der Luftraum über Teheran nicht gesperrt worden sei - oder wer die politische Verantwortung für den Abschuss trägt. Und US-Präsident Trump könnte die Entwicklung zumindest kurzfristig in die Hände spielen.
Weitere Nachrichten: Siemens hält an Plänen zum Kohle-Projekt in Australien fest, Oscar-Nominierungen.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Anika Blatz, Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über Reuters und Global News.
Zuerst ließ Donald Trump mit einer Drohne den iranischen General Soleimani töten. Als Vergeltung darauf antwortete Iran mit 22 Raketen auf zwei US-Stützpunkte im Irak. Und dann stürzte auch noch eine Boeing 737 ab. Und zwar in Teheran, also der Hauptstadt von Iran. Über 170 Menschen starben dabei. Viele waren Kanadier oder in Kanada lebende Iraner, die in Kiew umsteigen sollten.
Iran sprach und spricht zur Stunde noch von einem technischen Problem. Eines der Triebwerke war ausgefallen. Dann aber hält am Donnerstag der kanadische Premier Justin Trudeau eine Pressekonferenz ab und spricht davon, dass die Maschine - möglicherweise versehentlich - von einer iranischen Rakete abgeschossen wurde. Auch der SZ-Ukrainekorrespondent Florian Hassel denkt, viele Indizien sprechen für einen Abschuss des Flugzeugs. Er sieht einige Parallelen zum Fall MH17 vor fünfeinhalb Jahren.
Weitere Themen: Bahncards werden billiger, Studienkosten weiterhin nicht voll absetzbar.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Material über Reuters, New York Times, Intel und The Flintstones.
Seit September toben in Australien Buschfeuer und sie hören nicht auf. Etwa 110 000 Quadratkilometer Landfläche sind seitdem niedergebrannt. Das ist eine Fläche so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Viele Menschen und Tiere starben wegen der großen Brände.
Für die gibt es zwei Gründe: Erstens war 2019 Australiens wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In diesem Sommer war es an elf Tagen über den ganzen Kontinent verteilt im Durchschnitt heißer als 40 Grad. Und zweitens regnet es kaum. Buschfeuer gibt es in Australien zwar jedes Jahr, aber dieses Mal sind Gegenden betroffen, die es nie waren, sagt Marlene Weiß. Lange Zeit, so die SZ-Wissenschaftsredakteurin, hat es das Land verschlafen, präventiv gegen Buschfeuer vorzugehen.
Weitere Themen: Entspannung zwischen USA und Iran, Massenproteste in Frankreich, Libanon verhängt Ausreisesperre gegen Ghosn.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth und Carlo Sarsky
Zusätzliches Audio-Material über Deutsche Welle.
In der Nacht zum Mittwoch hat Iran zwei US-Militärcamps in Irak angegriffen. Dies sei ein “Schlag ins Gesicht” der USA gewesen, sagt das geistliche und staatliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei. Und eine angemessene Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Soleimani.
Dies könnte die Lage wieder entspannen, sagt der Leiter der SZ-Außenpolitik, Stefan Kornelius. Auch die USA könnten es dabei belassen, denn niemandem sei mit einer weiteren Eskalation auf längere Sicht gedient.
Weitere Nachrichten: 176 Tote bei Flugzeugabsturz in Iran, Ex-Automanager Ghosn rechtfertigt Flucht.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
Die US-Regierung hat mit Qassim Soleimani den wichtigsten Militärstrategen Irans getötet. US-Präsident Donald Trump zündelt so in einer Weltregion, die sowieso schon einem Pulverfass gleicht.
Der iranischen General habe zwar Blut an seinen Händen gehabt, trotzdem war er für viele Iraner ein Held. Seine Funktion und Position sei vergleichbar mit der des CIA-Chefs. Die Iraner sinnen auf Rache, sagt der stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik, Paul-Anton Krüger, und würden diese auch auf die eine oder andere Weise folgen lassen.
Weitere Nachrichten: Deutschland nähert sich Klimazielen, Sánchez zum spanischen
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
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