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So richtig ruhig wurde es 2019 nie. Die Klimademos der "Fridays-for-Future"-Bewegung rissen nicht ab. Vorreiterin Greta Thunberg wurde vom "Time Magazine" sogar zur Person des Jahres erklärt. In Deutschland wurschtelt sich die große Koalition irgendwie durch, CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer lässt gefühlt kein Fettnäpchen aus und die SPD wählt sich eine neue, wenn auch unbekannte Führung.
Donald Trump wütet weiter vor sich hin, wird angeklagt, hat aber nicht die schlechtesten Chancen auf eine Wiederwahl im nächsten Jahr. Und die Briten könnten mit der eindeutigen Wahl Boris Johnsons zum Premier nun endlich die Brexit-Saga beenden.
Einige dieser Ereignisse stimmen Kurt Kister nachdenklich, ein paar sogar traurig. Doch eine Sache bereitet dem SZ-Chefredakteur Hoffnung, ganz abseits von den politischen Großlagen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl, Nora Ederer
Produktion: Carlo Sarsky, Justin Patchett
Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
Das US-Repräsentantenhaus hat Donald Trump am Mittwoch offiziell wegen Amtsmissbrauch und Behinderung des Kongresses angeklagt. Jetzt muss der Senat abstimmen, ob Trump schuldig ist oder nicht. Im Senat haben aber seine Republikaner die Mehrheit - und die stützen ihren Präsidenten natürlich.
Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, dass Trump als Präsident abgesetzt wird, sagt der ehemalige USA-Korrespondent der SZ, Reymer Klüver. Auch in Umfragen hat Trump das Impeachment bisher noch nicht geschadet. Kann sich der US-Präsident also alles erlauben?
Weitere Nachrichten: Mautfirmen fordern 560 Millionen Euro, Putin gibt
Redaktion, Moderation: Nora Ederer
Redaktion: Laura Terberl, Lars Langenau
Produktion: Carolin Lenk
Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
Die CDU in Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Monaten öfter für Aufsehen gesorgt. Im Sommer hat sie eine "Denkschrift" veröffentlicht. In der heißt es, es müsse wieder gelingen, das "Soziale mit dem Nationalen" zu versöhnen. Dann kam die gescheiterte Personalie Rainer Wendt dazu, den CDU-Landeschef und Innenminister Holger Stahlknecht als Staatssekretär gegenüber den Koalitionspartnern SPD und Grüne nicht vermitteln konnte.
Schließlich gibt es einen neuen Fall: Ein Mitglied des Kreisvorstands Anhalt-Bitterfeld hat eine Vergangenheit als Neonazi. Der 29-jährige Robert Möritz war außerdem Mitglied bei Uniter. Ein Verein, der im Verdacht steht, Teil eines rechtsextremen Netzwerks zu sein, der aber nicht verboten ist. Möritz trat nach den Vorwürfen mit sofortiger Wirkung aus. Doch er ist wohl nicht der einzige CDU-Politiker, der Mitglied bei Uniter war. Dem SZ-Leipzig-Korrespondenten Cornelius Pollmer kommt es so vor, als würde die Brandmauer der CDU nach rechts in Sachsen-Anhalt immer mehr bröckeln.
Weitere Themen: Scheuer in Erklärungsnot, Macron kündigt Nachbesserungen an.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Carolin Lenk
Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
Im Norden Syriens ist ein junger Deutscher gestorben. Vor drei Jahren schloß er sich der Internationalen Brigade der YPG an, die aus mehreren hundert Kämpfern besteht. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten sollen etwa 50.000 Mann stark sein. Zuerst kämpfte Konstantin G. an deren Seite gegen den IS - und dann gegen die Türkei.
Er war weder "ein Rambo noch ein verbohrter Ideologe", sagt SZ-Außenpolitik-Redakteur Moritz Baumstieger, der mit seiner Familie gesprochen hat. Konstantin G. habe zur Waffe gegriffen, weil er die Terrormiliz IS bekämpfen wollte. In Rojava nannten sie ihn “Andok”, Bauer, weil er ausgebildeter Landwirt war. Es gibt in diesem Konflikt keine Grenzen, sagt Baumstieger, das sei wirklich eine internationale Gruppe.
Weitere Nachrichten: Kluft auf Immobilienmarkt wächst, Pakistans Ex-Präsident Musharraf zum Tode verurteilt, Jens Söring in Deutschland.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Thereasa Parstorfer, Nora Ederer
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über dpa und Claudio Locatelli
Hier die Reportage "Deutscher unter den Opfern" aus der SZ vom 17.12.2019.
Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
Wer oder was kennt uns eigentlich am besten? Wahrscheinlich nicht unser Partner oder die beste Freundin, sondern unser Smartphone. Es ist Wunderwaffe und Wanze zugleich, denn es merkt sich fast alles, was wir tun.
Dieses Phänomen heißt "Tracking" und bedeutet übersetzt so viel wie Verfolgen. Und das trifft die Sache schon ziemlich gut. Smartphones verfolgen ihre Besitzer nämlich auf Schritt und Tritt. Sie sammeln Informationen und teilen sie dann mit Firmen wie Facebook, Amazon oder Google. Die wiederum schneidern daraus personalisierte Werbung - und verdienen so Milliarden.
Aber welche Daten werden überhaupt übertragen? Um das herauszufinden hat ein SZ-Rechercheteam das Smartphone einer Testperson modifiziert, um die Daten mitzulesen und zu analysieren, die es den ganzen Tag über ins Netz sendet. In dieser Folge erzählt SZ-Redakteur Hannes Munzinger von dieser Recherche und erklärt wie das Geschäftsmodell mit den Daten funktioniert. Die ganze Recherche finden Sie unter sz.de/datenjagd.
Hier finden Sie Tipps, wie Sie sich und Ihre Daten besser schützen können. (SZ-Plus)
Auf dieser Seite finden Sie die Information, welche Tracker auf den SZ-Webseiten verwendet werden und wie sie deaktiviert werden können.
Weitere Themen: Ende der Klimakonferenz und Klimapaket von Bund und Ländern, Gesetz zur Hasskriminalität.
Redaktion, Moderation: Antonia Franz
Redaktion: Lars Langenau, Nora Ederer, Theresa Parstorfer
Produktion: Julia Onygerth
Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
Boris Johnson hat bei der Parlamentswahl in Großbritannien einen deutlichen Sieg eingefahren. Seine Tories haben die absolute Mehrheit im Parlament. Damit können sie Großbritannien aus der EU führen. "Get Brexit done": Das war Johnsons Versprechen, sein Wahlslogan.
Damit hat er scheinbar den Nerv bei den Wählern getroffen, die nach jahrelangem Streit über das Ob und das Wie des Ausstiegs aus der Europäischen Union müde sind und das Thema endlich erledigt wissen wollen. Hinzu kommen eine schwache Opposition sowie eine Brexit-Partei, die den Schulterschluss mit den Tories vollzogen hat.
Über ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland, sagt Cathrin Kahlweit, müsse sich Johnson nicht den Kopf zerbrechen. Dieses könne er als Premier einfach abschmettern. Johnsons Achillesferse, so die SZ-London-Korrespondentin, ist ein anderer Teil des Vereinigten Königreichs. Nämlich Nordirland.
Weitere Themen: EU will bis 2050 Klimaneutralität, FPÖ schließt Strache aus.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über Guardian News.
Am 23. August wird im Kleinen Tiergarten in Berlin ein 40-jähriger Mann erschossen. Das Opfer ist Georgier und er soll in der russischen Teilrepublik Tschetschenien auf der Seite der antirussischen Separatisten gekämpft haben. Kurz danach wird schon der mutmaßliche Täter, ein Russe, gefasst.
Das Bundeskriminalamt erkennt Anhaltspunkte dafür, dass es sich um einen staatlichen Auftragsmord handeln könnte - und verdächtigt Russland. Der Kreml streitet alles ab. Weil die russischen Sicherheitsbehörden nur unzureichend kooperieren, hat Berlin zwei als Diplomaten firmierende Geheimdienstmitarbeiter ausgewiesen. An diesem Donnerstagmorgen hat nun auch Russland zwei deutsche Diplomaten des Landes verwiesen. Eine erwartbare Reaktion, sagt Silke Bigalke. Die SZ-Moskau-Korrespondentin erklärt, dass alles andere ein Schuldeingeständnis der russischen Seite darstellen würde.
Weitere Themen: Nord Stream 2, EZB lässt Leitzins bei 0, Bundestag beschließt Meisterpflicht.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Nora Ederer
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über dpa.
Das wertvollste Unternehmen an der Börse ist nicht mehr Apple sondern Aramco. Ein Öl-Unternehmen aus Saudi-Arabien, das jetzt auch an der Börse gelistet ist.
Eigentlich hätte der Börsengang noch größer werden sollen, aber die Investoren waren recht zurückhaltend. Deshalb ist die Aktie auch nicht wie geplant international gelistet, sondern wird erstmal nur an der Börse in Riad gehandelt.
Wie Saudi-Arabien langfristig unabhängiger vom Öl werden will, erklärt SZ-Redakteur Paul-Anton Krüger.
Weitere Nachrichten: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Sportscheck, Ursula von der Leyen stellt ihren "Green Deal" vor.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Theresa Parstorfer
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über Reuters
Peter Handke bekommt in Stockholm den Nobelpreis für Literatur verliehen. Doch der österreichische Schriftsteller ist vor allem wegen seines literarischen Einsatzes für Serbien und serbische Politiker umstritten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte etwa kritisierte die Entscheidung als “skandalös”, der türkische Präsident Erdogan nennt ihn gar einen Rassisten.
Handkes Serbienreise folgte damals zwar einem "richtigen Impuls", sagt der Feuilleton-Chef der SZ, Andrian Kreye. Doch Handke habe die falschen Schlüsse bis zur Geschichtsverfälschung gezogen. Die Menschen waren auf beiden Seiten Gräueltaten ausgesetzt. Der Österreicher aber sei einem Reflex gefolgt, der aus einer überkommenen "antiautoritären Guerilla-Romantik der Sechzigerjahre" stamme.
Weitere Nachrichten: US-Demokraten präsentieren zwei Anklagepunkte gegen Trump,
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über dpa.
Auslöser der bis heute andauernden Diskussion über Handke und sein Werk war der Text "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien", der 1996 in der SZ erschienen ist.
Nach einem Streit mit einer Gruppe junger Männer, ist am Freitagabend in Augsburg ein Mann gestorben. Diese Gewaltat ist entsetzlich, aber Jugendgewalt ist kein neues Phänomen. Die Gewalt nimmt statistisch immer weiter ab. Laut Bundeskriminalamt gab es in Deutschland 2017 insgesamt 731 Mord- und Totschlagsdelikte, in 83 Fällen wurden Deutsche von Ausländern getötet.
Doch die Angst vor dem Verbrechen ist gestiegen. Die "gefühlte Bedrohung" ist deutlich größer, als es die polizeiliche Statistik nahelegt. Heute verzeichnet Deutschland pro 100 000 Einwohner etwa 0,78 Gewalttote, 1890 waren es 2,5 und 1990 1,7. Die Erschütterung über diesen Fall in Augsburg aber sei so groß, weil er in einer Situation geschah, die jeder kennt, die so jedem geschehen könnte, sagt Joachim Käppner aus dem Innenpolitik-Ressort der SZ.
Weitere Nachrichten: Polizist in München niedergestochen, Welt-Antidopingagentur Wada sperrt Russland für internationale Wettkämpfe, Panda-Babys im Berliner Zoo haben Namen.
Redaktion, Moderation: Theresa Parsdorfer
Redaktion: Lars Langenau, Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über ZDF.
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