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Mittwoch beginnt in Dortmund der Kirchentag, das mit mehr als 100.000 Teilnehmern wichtigste protestantische Laientreffen in Deutschland. Aber dieses Jahr gab es im Vorfeld schon eine breite, politische Diskussion über die explizit nicht eingeladenen AfD-Funktionäre.
Der Präsident des diesjährigen Kirchentags, der investigative Journalist Hans Leyendecker, will “Hetzern und Rassisten” kein Forum bieten. Schließlich sei ein Kirchentag keine Talkshow. Leute, die die Zeit des Nationalsozialismus relativieren, haben keinen Platz bei diesem Treffen. Der Kirchentag sei nur entstanden, weil Kirche im Kampf gegen Faschismus versagt hat.
Weitere Meldungen: EuGH kippt deutsche Pkw-Maut, Ex-Uefa-Präsident Platini unter Korruptionsverdacht festgenommen, Innenminister Seehofer spricht angesichts des Lübcke-Mordes von Alarmsignal.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent Vitus-Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zwei Wochen wurde spekuliert: Wer ist der Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke? Der CDU-Politiker hatte sich für Flüchtlinge eingesetzt und musste üble Hetze im Internet ertragen.
Jetzt wurde der bayerische Rechtsextremist Stephan E. als Tatverdächtiger festgenommen. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. Geschossen hat einer, aber die geistige Munition haben viele geliefert, sagt Ronen Steinke, SZ-Experte für Innere Sicherheit.
Weitere Nachrichten: SPD-Kritik an Kompromiss zur Grundsteuer, Teheran will wieder Uran anreichern.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent Vitus-Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Am Donnerstag sind zwei Öltanker im Golf von Oman mutmaßlich angegriffen worden. Betroffen sind ein von einem deutschen Unternehmen gemanagter Frachter und ein Schiff einer norwegischen Reederei. Beide Tanker seien beschädigt, die Besatzungen aber in Sicherheit gebracht worden.
Die USA machen Iran dafür verantwortlich. Iran wolle erzwingen, dass die Wirtschaftssanktionen der US-Regierung aufgehoben werden. Iran hat die Vorwürfe haltlos genannt. Die Vorwürfe seien getrieben durch die Provokateure Benjamin Netanyahu, Mohammed bin Salman und John Bolton. Washington-Korrespondent Hubert Wetzel denkt, dass Donald Trump zwar von sich aus keinen Krieg beginnen möchte. Es könnte aber der Punkt kommen, an dem die Situation außer Kontrolle gerät.
Weitere Themen: Merkel will mehr Wohnungen bauen, Abschiebestopp nach Syrien bleibt.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Das Wort Prepper kommt vom englischen “to prep”, also etwas vorbereiten. Prepper sind Personen, die sich auf Krisen oder noch schlimmer den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten. Sie lagern Lebensmittel, Schutzkleidung, Werkzeuge und ja, auch Waffen. Der Trend kommt vor allem aus den USA.
Jetzt wurde bekannt, dass in Mecklenburg-Vorpommern drei ehemalige und ein aktiver SEK-Mitarbeiter deutschen Preppern geholfen haben sollen. Sie haben wohl Munition des dort ansässigen Landeskriminalamts beiseitegeschafft. Danach sollen sie die Munition an eine Person übergeben haben, die enge Verbindungen zur Prepper-Szene haben soll. Für den Hauptstadt-Korrespondenten Ronen Steinke beweist der Vorfall, dass die Behörden Gruppen wie Prepper oder Reichsbürger in der Vergangenheit nicht ernst genug nahmen. Spätestens wenn jemand Krieg spielt, hat der Spaß ein Ende.
Weitere Themen: Brennende Öltanker in Oman, Kükentöten bleibt vorerst erlaubt, Britische Regierung stimmt Assange-Ausliegerung zu.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Die Mieten in den Großstädten steigen und steigen. Berlin will jetzt die Notbremse ziehen und die Mieten für fünf Jahre einfrieren. Immobilienkonzerne und Verbände der Hauseigentümer laufen dagegen Sturm.
Die Aufforderung des Verbandes "Grund und Haus" an die Vermieter zur Erhöhung der Mieten bis zum 17. Juni ist grotesk, sagt Andreas Remien, Redakteur des SZ-Ressorts Bauen und Wohnen. Dann will der rot-rot-grüne Senat in Berlin ein Eckpunktepapier beschließen, um den Miet-Wahnsinn in der Hauptstadt einzudämmen. Der Mieten-Deckel sei aber nicht mehr als eine "Verschnaufpause" für die Mieter.
Weitere Meldungen: So wenig Einwohner in Ostdeutschland wie 1905, Ausschreitungen in Hongkong, Auslöser des Wildfeuers in Kaliforniens war Rancher.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über RBB.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will nach fünf Jahren die Sanktionen gegen Russland beenden, die nach der Annexion der Krim verhängt wurden. Vor allem aus Westdeutschland bekommt er nun Kritik.
Im Osten Deutschlands gibt es viel mehr Nähe und Verständnis gegenüber den Russen, sagt der SZ-Korrespondent in Leipzig, Cornelius Pollmer. Das bedeutet nicht, dass die Annexion der Krim hier gebilligt werde. Aber habe man habe eben auch historisch durch die DDR-Vergangenheit eine ganz andere Verbindung zu Moskau als im Westen der Republik.
Weitere Nachrichten: Gesundheitsminister Spahn will "Konversion" verbieten, Boris Johnson Favorit für Nachfolge von Theresa May, Aldi erhebt Gebühr auf dünne Plastikbeutel.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über MDR und dpa._
Mit seiner Bemerkung, Gesetze "kompliziert" zu machen, damit sie nicht so auffallen, hat *Horst Seehofer die Debatte um sein *Migrationspaket* nochmal aufgeheizt. Den Kompromiss über die insgesamt sieben Gesetze hatte er erst am Montag mit dem Koalitionspartner ausgehandelt.
Schon an diesem Freitag sollte der Bundestag das Paket beschließen. Linke und Grüne kritisieren vor allem die härteren Regeln für Abschiebungen, die im sogenannten “Geordneten-Rückkehr-Gesetz” stehen. SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun sieht heikle Punkte. Doch insgesamt findet er das Migrationspaket eine außerordentlich vernünftige Lösung.
Weitere Themen: Mexiko gibt nach, Uno kritisiert Libyen, Mays letzter Tag.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter-Account @ARDBaB und Deutscher Bundestag._
Am Montagmorgen veröffentlichte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein merkwürdiges Video. Darin ist die Ministerin Julia Klöckner mit dem Deutschland-Chef von Nestlé zu sehen. Klöckner möchte für ihre Strategie werben. Ihr Ministerium trifft freiwillige Vereinbarungen mit Nahrungsmittelherstellern, damit diese gesündere Produkte anbieten.
Klöckner wird für das Video kritisiert. Nestlé ist immerhin einer der umstrittensten Nahrungsmittelkonzerne der Welt und hat zig Skandale am Hals. Und ausgerechnet für diesen Konzern drehe die Ministerin nun ein Werbevideo, wirft ihr die Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt vor. Auch der Leiter des SZ-Hauptstadtbüros Nico Fried meint, Nestlé könne sich über das Video nicht beschweren. Im Gegensatz zu anderen CDU-Parteifreunden sei Klöckner jedoch in den sozialen Netzwerken zumindest präsent.
Weitere Themen: Högel wegen 85-fachen Mordes schuldig, Gedenkfeier zum D-Day, Bahn-Skandal um Beraterverträge.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter-Account BMEL.
Die angesprochene "Das Thema"-Folge über den Patientenmörder Niels Högel können Sie hier hören.
Gianni Infantino ist zum Fifa-Präsidenten wiedergewählt worden, bei nur drei Gegenstimmen. Es hat aber auch keinen Gegenkandidaten gegeben. Davor hat Infantino in seinem Bericht als Präsident über die Situation der Fifa gesprochen. Die sei herausragend. Die Fifa heute, sagt Infantino, sei die "Neue Fifa".
Niemand rede mehr von einer Krise, niemand rede mehr davon, die Fifa von Grund auf neu zu bauen, niemand rede mehr von Skandalen oder Korruption. Man rede über Fußball, sagt Infantino. Die Fifa sei jetzt ein Synonym für Integrität, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Menschenrechte. Für den SZ-Sportredakteur Claudio Catuogno die reine Realsatire. Infantino sei der skrupelloseste Seelenverkäufer des Fußballs.
Weitere Themen: Innenminister wollen Daten aus Sprachassistenten, EU-Kommission eröffnet Defizitverfahren gegen Italien, D-Day-Feierlichkeiten.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über den YouTube-Kanal FIFATV.
Ein Jahr lang haben drei Mitglieder der Bundesregierung miteinander verhandelt: Arbeitsminister Hubertus Heil, Gesundheitsminister Jens Spahn und Familienministerin Franziska Giffey. Sie wollen mit ihrer "Konzertierten Aktion Pflege" Pflegeberuf aufwerten und den Pflegenotstand lösen.
Wie gut eignen sich dafür die Maßnahmen, die die drei Ministerien am Dienstag vorgestellt haben? Das kommentiert in diese Folge Werner Bartens, Arzt und leitender Redakteur im Wissensteil der SZ.
Weitere Themen: Merkel will Unternehmenssteuern senken, SPD sucht nach Nahles-Nachfolger, Infantino vor zweiter FIFA-Amtszeit.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über die Bundespressekonferenz und den YouTube-Kanal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
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