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Zum sechsten Mal seit 1994, seit die Apartheid beendet und Nelson Mandela Präsident wurde, hat Südafrika am Mittwoch gewählt. Aber die damals so hoffnungsvolle Regenbogennation, ist inzwischen wieder desillusioniert von einer korrupten Elite. Die Wirtschaft im Land braucht dringend neue Impulse.
Warum hat die regierende Partei ANC nach ersten Ergebnissen trotzdem wieder eine absolute Mehrheit? Aus Hoffnung in Cyril Ramaphosa, sagt Bernd Dörries, SZ-Korrespondent in Kapstadt. Er stellt in dieser Folge den Mann vor, der seit 2018 Präsident von Südafrika ist.
Weitere Themen: Europäer reagieren auf Irans Ultimatum, aktuelle Steuerschätzung, Debatte über neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über den Twitter-Account von Cyril Ramaphosa.
Vor genau einem Jahr sind die USA aus dem Atomabkommen mit Iran ausgestiegen. Jetzt stellt Teheran Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China ein Ultimatum: Binnen 60 Tagen sollen sie die verschärften US-Sanktionen ausgleichen. Wenn nicht, dann wird die Islamische Republik angereichertes Uran behalten.
US-Präsident Donald Trump wende wieder seine bekannten und harten Verhandlungsmethoden an und drohe dem Regime in Teheran offen. Die Situation könne sehr schnell in eine militärische Konfrontation kippen, warnt der stellvertretende Leiter der SZ-Außenpolitik Paul-Anton Krüger.
Weitere Nachrichten: Regierungskrise in Italien, Wohngeld wird erhöht, Jugendliche trinken wenig Alkohol.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Reuters.
Ende März hat Ekrem İmamoğlu, Kandidat der Oppositionspartei CHP, die Wahl in Istanbul knapp gewonnen. Doch das Ergebnis passte Präsident Recep Tayyip Erdoğan so gar nicht. Jetzt hat die oberste Wahlbehörde die Wahl annulliert und Neuwahlen für den 23. Juni angesetzt.
Der Erfolg des Präsidenten könnte sich als kurzfristig herausstellen, sagt die SZ-Türkei-Korrespondentin Christiane Schlötzer. In Istanbul zeige man seinen Protest mit dem Schlagen von Töpfen und Pfannen. Doch auch die Vertreter der Wirtschaft seien alles andere als begeistert. Jetzt drohe erneut ein harter Wahlkampf um die Metropole, denn Erdoğan hat die Opposition in die Nähe des Terrorismus gerückt.
Weitere Meldungen: Porsche zahlt Milliarden-Bußgeld, Schere zwischen Arm und Reich wächst, E-Roller nicht auf Gehwegen
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über die Facebook-Seite von Ekrem İmamoğlu.
Der neue Bericht des Weltrats zur Artenvielfalt lässt keinen Zweifel daran, dass sich derzeit ein gigantisches Artensterben ereignet. Eine Million Pflanzen und Tierarten sind davon bedroht, ausgelöscht zu werden.
"Das Artensterben ist wie der Klimawandel vom Menschen gemacht", sagt Tina Baier, Redakteurin im Ressort Wissen der SZ. Es betreffe vor allem Amphibien, Korallen und Insekten. Um dagegen zu steuern brauche es ein völlig verändertes Denken und Handeln jedes Einzelnen, aber auch eine andere Landwirtschaft und einen anderen Handel, der auf Nachhaltigkeit beruht.
Weitere Themen: Steinmeier kritisiert Facebook und Co, CSU will "Deutschland-Praktikum", "Fusion"-Festival droht Absage.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Juso-Chef Kevin Kühnert hat sich in einem "Zeit"-Interview für die Kollektivierung großer Konzerne ausgesprochen. Außerdem kritisiert er große Wohnungskonzerne. Es sei kein legitimes Geschäftsmodell, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Mit den Aussagen hat Kühnert eine wahnsinnige Debatte losgetreten. Viele bezeichneten die Forderungen als unsinnig oder sogar besorgniserregend. Auch SPD-Chefin Nahles distanziert sich von den Vorschlägen Kühnerts.
Ferdos Forudastan, die Leiterin der SZ-Innenpolitik erklärt im Podcast, warum diese Debatte zwar durchaus geführt werden sollte, sie für die SPD aber zur falschen Zeit kommt.
Den im Podcast empfohlenen Text können Sie hier mit SZ Plus lesen.
Weitere Nachrichten: Darknet-Plattform ausgehoben, neuer Hochschulpakt, Loewe insolvent
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über dpa.
Alles hat im Jahr 2009 angefangen. Bei der Leichtathletik-WM in Berlin. Caster Semenya läuft die 800 Meter und lässt ihren Konkurrentinnen überhaupt keine Chance. Später sagen einige von denen, Semenya, das sei ja ein Mann. Wegen ihrer tieferen Tiefe und ihrer definierten Schulter.
Zehn Jahre später hat der Verband einen Testosteron-Grenzwert eingeführt. Denn eine Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass höhere Testosteronspiegel von Vorteil sind. Wer über dem Grenzwert liegt, muss zukünftig sechs Monate vor internationalen Wettbewerben den Testosteronhaushalt senken. Zum Beispiel mit der Antibabypille.
Semenya legt Einspruch gegen das Urteil ein und zieht vor den Internationalen Sportgerichtshof. Sie verliert und sagt, sie fühle sich von der IAAF seit zehn Jahren immer wieder ausgebremst. Auf der einen Seite fühle er Empathie mit Caster Semenya, sagt SZ-Sportredakteur Johannes Knuth. Auf der anderen Seite könne der Sport in diesem Fall keine gerechte Entscheidung treffen.
Weitere Themen: Kirchen schrumpfen um die Hälfte bis 2060, neue Forderungen nach Impfflicht, Zoff um Grundsteuer.
Bis jetzt wollen 20 Demokraten 2020 gegen Donald Trump antreten. Auch der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden gehört jetzt zur Riege der Kandidaten.
Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in Pittsburgh präsentiert er sich als Vertreter der Mittelklasse, sagt US-Korrespondent Alan Cassidy. Der 76-Jährige habe auch aufgrund seiner großen Erfahrung vielleicht die größten Chancen aus dem Kreis seiner Mitbewerber den aktuellen Präsidenten zu besiegen.
Weitere Nachrichten: In Venezuela spitzt sich der Machtkampf zu, neuer Kaiser in Japan, Ex-Frau bekommt nach Scheidung keinen Hund.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Reuters.
Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez hat die Parlamentswahl gewonnen. Die absolute Mehrheit konnte die PSOE allerdings nicht holen. Sánchez ist auf die Unterstützung der Regionalparteien angewiesen.
Und während die konservative PP ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten verbuchen musste, zieht mit der Newcomer-Partei "Vox" zum ersten Mal seit dem Tod von Diktator Franco eine rechtspopulistische Partei ins Nationalparlament in Madrid ein.
Thomas Urban ist SZ-Korrespondent in Madrid und erklärt im Podcast, was die Wahl für Ministerpräsident Sánchez bedeutet.
Weitere Themen: CDU, Gehälter der DAX-Aufsichtsratschefs, Influencer-Urteil Cathy Hummels
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Reuters.
“Ein Land wächst mit seinen Menschen”. Das ist der Slogan des 70. Bundesparteitags der FDP. Wachsen soll aber natürlich auch die Partei selbst und deswegen greift der Bundesvorsitzende Christian Lindner gleich mehrmals die politischen Mitbewerber an – vor allem die Grünen. Er wirft ihnen "ökologischen Autoritatismus" vor.
Wieso er sich gerade mit den Grünen anlegt, erklärt in dieser Folge SZ-Politikredakteur Daniel Brössler, der für die SZ vom FDP-Parteitag in Berlin berichtet. Er schätzt auch ein, welche Rolle die neue Generalsekretärin, Linda Teuteberg, bei der Positionierung der Liberalen spielt.
Weitere Themen: Gipfel zur "Neuen Seidenstraße in Peking, Bayer-Hauptversammlung, Volksbegehren gegen steigende Mieten in München.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über die FDP.
Seit Mitte März haben Deutsche Bank und Commerzbank Gespräche über eine mögliche Fusion geführt. Aus einem Zusammenschluss der beiden Banken wäre das mit Abstand größte deutsche Geldhaus entstanden. Gewerkschaften und Investoren halten nicht viel von den Plänen.
An diesem Donnerstagmorgen geben beide Institute dann eine Ad-Hoc-Meldung heraus: Ein Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank bringe keinen ausreichenden Mehrwert, heißt es darin. Die Gespräche werden nicht fortgesetzt. Trotzdem kommen große Veränderungen auf beide Häuser zu, sagt SZ-Finanzkorrespondent Markus Zydra.
Weitere Themen: Schlecker-Kinder müssen in Haft, Biden will US-Präsident werden, Mitte-Studie.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
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