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Trotz Mietpreisbremse und sozialem Wohnungsbau steigen seit Jahren die Mieten in deutschen Großstädten. In Berlin sind am Wochenende Zehntausende für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Zeitgleich ist in Berlin ein Volksbegehren gestartet, das die Enteignung großer privater Wohnungsgesellschaften fordert. Hat eine Wohnungsgesellschaft mehr als 3000 Wohnungen in Berlin, soll sie von der Stadt Berlin enteignet werden.
Laura Weißmüller schreibt für das SZ-Feuilleton über Bauen und Wohnen. Sie findet es gut, wie radikal jetzt über Lösungen für das Wohnungsproblem gesprochen wird. Statt Enteignungen sollte der Staat aber zunächst viel häufiger die Mittel einsetzen, die er schon hat. Welche das sind, erklärt sie im Podcast.
Weitere Themen: Kämpfe in Libyen, Forderungen der "Fridays for Future"-Bewegung, Urteil gegen "Pflegeoma"
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Donald Trump besucht an diesem Freitag Calexico, eine Grenzstadt zwischen Kalifornien und Mexiko. Er will sich einen Bauabschnitt der Grenzmauer ansehen und voraussichtlich über den Nationalen Notstand sprechen, den er selbst für die Grenzregion ausgerufen hat. Die vergangene Woche war dabei von Drohungen des US-Präsidenten gezeichnet: Er werde die Grenze zu Mexiko schließen, wenn dort noch mehr Migranten aus Zentralamerika ankommen, oder Strafzölle auf mexikanische Autos verhängen.
Ist das sinnvoll? Darüber spricht der SZ-Korrespondent Hubert Wetzel in dieser Folge. Er hat vor kurzem in der Grenzregion zwischen USA und Mexiko recherchiert. Alles, was die mexikanische Wirtschaft schwächen würde, wäre auch für die USA noch schlechter, sagt er.
Weitere Themen: Brexit-Verschiebung, Ermittlungen gegen deutsche Autokonzerne, Deutsche Energiepolitik.
Das angesprochene Interview mit Annalena Baerbock finden Sie hier.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über das Weiße Haus.
Dass Fahrradfahrer mit ihrer Wut etwas bewirken können, das haben sie spätestens in Berlin bewiesen. Dort hat es nämlich einen Volksentscheid gegeben und der Berliner Senat hat die Forderungen dann in ein Mobilitätsgesetz geschrieben. Damit verpflichtet sich Berlin dazu, mehr Geld in den Radverkehr zu stecken.
Seitdem gibt es Nachahmer. In rund 20 deutschen Städten und im Bundesland Nordrhein-Westfalen werden Unterschriften für Radentscheide gesammelt. In München, Rostock oder Braunschweig zum Beispiel. Es geht immer um das Ziel: mehr Platz für Radfahrer, weniger Vorrang für Autos.
Trotzdem ist jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug ein schwerer SUV. Das passt überhaupt nicht mit einer langfristigen Verkehrsstrategie zusammen, sagt Sebastian Herrmann. Der SZ-Wissen-Redakteur meint, statt teurer Werbekampagnen sollte Verkehrsminister Andreas Scheuer lieber mehr Geld für breitere und sicherere Fahrradwege in die Hand nehmen.
Weitere Themen: AfD-Kandidatin fällt wieder durch, Konjunkturboom zu Ende, Boeing-Report in Äthiopien.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel
Produktion: Carlo Sarsky
Die Nato wird 70 und feiert am Gründungsort Washington. Doch seit Donald Trump US-Präsident ist, befindet sich die Nato in einem ganz anderen Verteidigungsmodus als gedacht.
"Ein Fan der Nato wird Trump wohl nicht mehr", sagt Brüssel-Korrespondenten Matthias Kolb. Der US-Präsident kritisiert besonders, dass die Deutschen zu wenig Geld in ihre Verteidigung stecken. Die **USA **investieren viel mehr. Das sei unfair.
Weitere Nachrichten: Wahlrechtsreform gescheitert, Komission zu sexuellen Kindesmissbrauch, Ermittlungen gegen Aktionskünstler.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über White House.
Das Gefühl der Bedrohung ist für Viele alltäglich. Sie haben Angst, ausgeraubt zu werden, dass in ihre Wohnung eingebrochen oder ihr Auto gestohlen wird. Aber weniger als ein Prozent der Deutschen wird tatsächlich Opfer schwerer Verbrechen. “Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt", sagt Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalitätsstatistik.
Es gibt eine starke Diskrepanz von gefühlter Bedrohung und der tatsächlichen Sicherheit, sagt die Berliner SZ-Korrespondentin Constanze von Bullion. Das liege auch an der verstärkten Berichterstattung. Schon 2017 sei die Kriminalität auf das Niveau von 1992 gesunken. Und jetzt geht es nochmal bergab.
Besonders empörend seien aber die vermehrten Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte. Zudem gebe es mehr Straftaten, die vor allem im Internet stattfinden: mehr Kinder- und Jugendpornografie zum Beispiel - oder auch mehr Rauschgiftdelikte, bei denen es allerdings in zwei von drei Fällen um Haschisch geht.
Weitere Nachrichten: Rücktritt von DFB-Präsident Grindel, Ärzte haften nicht für künstlich verlängertes Leiden am Lebensende, Komodo-Inseln gesperrt.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Bundespressekonferenz.
Die Ukrainer sind witzig: Sie schicken mit Wladimir Selensky einen Satiriker in die Stichwahl für das Amt des Präsidenten. Der Präsidenten-Darsteller könnte tatsächlich zum echten Präsidenten werden. Mit mehr als 30 Prozent liegt er deutlich vor Amtsinhaber Petro Poroschenko.
Eigentlich hat das weniger mit einer gehörigen Portion Humor zu tun, als viel mehr mit der tiefsitzender Frustration über die Regierenden zu tun, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Laut Beobachtern sei die Wahl eine "der dreckigsten der postkommunistischen Ukraine" gewesen. Und das obwohl die Geschichte des Landes ohnehin "nicht arm an manipulierten Wahlen" sei.
Weitere Nachrichten: AKP verliert Ankara und Istanbul, Organspendegesetz, Brexit.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Квартал-95/Quartal-95 und Saarländischer Landtag.
Der 29. März 2019 sollte eigentlich der "Brexit-Day" sein. Stattdessen stimmt das Parlament in London zum dritten Mal über Mays Brexit-Deal mit der EU ab. Der Austritt ist auf den 12. April oder den 22. Mai verschoben. Aber wie ist es eigentlich so weit gekommen? Wie wurde der "Brexit-Day" zum "Doch-noch-nicht-Brexit-Day"?
Dazu gibt es in dieser Folge von "Auf den Punkt" Originaltöne aus den vergangenen zwei Jahren. Wie hat Angela Merkel auf das Referendum reagiert? Wir klang es als David Cameron, damals noch Premierminister, die Abstimmung angesetzt hat? Außerdem folgen Eindrücke zu den Debatten der vergangenen Wochen und der Abstimmung von Freitag.
Weitere Themen: Kosten für Hochrisiko-Fußballspiele, Waffenexporte der Bundesregierung, Vatikan und Kindermissbrauch.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Antonia Franz, Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material: Bundeskanzleramt, offizielle Facebook-Seite von David Cameron, offizielle Facebook-Seite von Theresa May, Europäischer Rat, Britisches Parlament.
Edwin Hardeman ist überwältigt von dem Urteil der Jury des Bezirksgerichts San Francisco. Er bekommt 80 Millionen Dollar Schadenersatz. Hardeman hat 26 Jahre lang mit dem Unkrautvernichter Roundup von der Bayer-Tochter Monsanto gearbeitet. Roundup trägt den Wirkstoff Glyphosat in sich. Hardeman ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und hat deswegen Monsanto verklagt.
Bayer widerspricht und hat schon Berufung eingelegt. Das Urteil ist deswegen so gefährlich für den Konzern, weil es eine Art Musterfall für ein Massenverfahren darstellt. Hunderte Landwirte, Gärtner und Verbraucher wollen ihre Klagen jetzt bündeln. Wegen dieser Risiken befürchten einige Mitarbeiter von Bayer eine Zerschlagung, sagt der SZ-Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf Benedikt Müller. Maßgeblich wird dafür die Jahreshauptversammlung Ende April sein.
Weitere Themen: May will dritte Abstimmung, EU will Frontex ausbauen, Malta übernimmt Kontrolle über Handelsschiff.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Reuters.
Eigentlich ist die Sache ziemlich klar: Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht, dass Deutschland keine Rüstungsgüter an Staaten liefert, die unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind. Das gilt sowohl für die Vereinigten Arabischen Emirate als auch für Saudi-Arabien. Ausnahmen gibt es nur in einem Fall: Für Rüstungsbestellungen, die schon vor der neuen Legislaturperiode genehmigt wurden.
Dann aber kam der Fall Khashoggi. Der Journalist wurde im November im saudischen Generalkonsulat in Istanbul getötet. Seitdem gibt es einen vollständigen Exportstopp nach Riad. Die SPD will den aufrecht erhalten. Die CDU will ihn aufheben. Druck kommt jetzt auch von Verbündeten wie Großbritannien und Frankreich. Die wollen, dass Deutschland laxer mit Waffenexporten umgeht. Das aber wäre der falsche Weg, sagt Joachim Käppner. Der SZ-Vertidigungsexperte fordert, dass Deutschland weiterhin keine Waffen an das saudische Regime liefern soll.
Weitere Themen: CO₂-Ausstoß steigt auf Rekordhoch, Lufthansa erwägt Kauf von 737 Max, Indien schießt Satelliten ab.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Ambassade française.
Die Debatte im EU-Parlament zeigt, dass in wenigen Ländern so emotional über die Urheberrechtsreform gestritten wird wie in Deutschland. Julia Reda, eine der schärfsten Kritikerinnen des Gesetzes, wird mehrfach von CDU-Abgeordneten unterbrochen. Axel Voss von der CDU attackiert selbst nochmal die Demonstranten gegen die Reform. Am Ende gewinnt er die Abstimmung mit 74 Stimmen Mehrheit. Waren also alle Demonstrationen und Proteste gegen Artikel 13 umsonst? Und was bleibt von der hitzigen Debatte? Darüber spricht Jannis Brühl, Leiter des SZ-Digitalressorts, im Podcast.
Weitere Meldungen: EU-Parlament beschließt Zeitumstellung, Raser-Urteil in Berlin, Klimakommission für Verkehr scheitet.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
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