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Fast zwei Jahre hat Robert Mueller ermittelt. Doch eine Verschwörung des Wahlkampfteams von Donald Trump mit Russland konnte er nicht feststellen. Mueller hat einfach keinen Beweis dafür gefunden.
Für die US-Demokraten ist das ein harter Rückschlag, sagt SZ-Korrespondent Thorsten Denkler in New York. Die Opposition muss sich neu orientieren, denn sie hatte auf ein Amtsenthebungsverfahren gesetzt. Trotzdem bleiben viele offenen Fragen und es würden noch eine Reihe von anderen Verfahren laufen, die den US-Präsidenten in Bedrängnis bringen können.
Weitere Nachrichten: Brexit, Wahlen in Thailand, Gaza-Konflikt.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über dpa.
Sie fürchten sich davor, das freie Netz, wie sie es kennen, zu verlieren. Am Samstag demonstrieren Menschen in ganz Europa gegen die EU-Urheberrechtsreform. Die sehr emotionale Kritik richtet sich speziell gegen den Artikel 13 der Reform. Der verpflichtet Plattformen dazu, Urheberrechtsverletzungen nachzugehen. Kritiker sagen, dies sei nur mit sogenannten Upload-Filtern möglich. Dann drohe Zensur.
Die Befürworter der Reform haben den Protest lange nicht ernstgenommen. Nun merken sie, dass hinter den vielen Beschwerden nicht allein Bots stehen, wie anfangs vermutet, sondern vor allem viele junge Menschen. Die fühlen sich von den EU-Parlamentariern nicht repräsentiert, weil sie keine Ahnung vom Internet hätten, kritisieren sie. Das Europaparlament muss die Proteste ernst nehmen, sagt Karoline Meta Beisel. Denn sonst, befürchtet die SZ-Brüsselkorrespondentin, könnten die jungen Wähler noch seltener zur Wahl gehen.
Weitere Themen: Brexit wird verschoben, Trump erkennt Golanhöhes als israelisches Staatsgebiet an, Frankreich verbietet Gelbwesten-Proteste.
Zum angesprochenen Europa-Newsletter können Sie sich hier anmelden.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über die Jusos und British Parliament.
Angela Merkel hat im Bundestag eine Regierungserklärung zur Europapolitik der Bundesregierung abgegeben. Etwa sieben Minuten lang beschäftigte sie sich darin mit dem Brexit, den sie unbedingt geordnet bewältigen will. Danach sprach sie über Wirtschaft, Sicherheit und Digitalisierung. Eine relativ unaufgeregte Rede, bis zu letzten Minuten. Da forderte Merkel leidenschaftlich, dass Deutschland ein besserer EU-Partner werden und mehr Kompromisse eingehen muss.
Das sei nicht zuletzt eine schlaue Attacke auf den Koalitionspartner gewesen, sagt SZ-Korrespondent Daniel Brössler. Trotzdem waren auch inhaltliche Punkte dabei, die international relevant sind: Viele andere EU-Mitglieder sehen Deutschland eher als Bremser in der Union, die nur auf ihre eigenen Interessen schauen.
Weitere Themen: Angklage in Utrecht, Verfassungsschutz soll Whatsapp überwachen dürfen, Guaidós Büroleiter verhaftet.
Das angesprochene Interview zu Wikipedia finden Sie hier.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über den Deutschen Bundestag.
Es war eine der größten Firmenübernahmen überhaupt, als der Pharmakonzern Bayer im vergangenen Jahr das US-Agrarunternehmen Monsanto gekauft hat. Doch die Übernahme könnte Bayer jetzt zum Verhängnis werden.
In den USA hat ein Mann den Konzern verklagt, weil er jahrelang das glyphosathaltige Mittel Roundup zum Pflanzenschutz verteilt hatte und davon an Krebs erkrankt sein soll. In der Nacht auf Mittwoch hat das Gericht im Recht gegeben.
Das ist ein großer Rückschlag für den Konzern Bayer, der nach wie vor behauptet, dass Glyphosat unbedenklich sei. Die Bayer-Aktie ist direkt nach dem Urteil massiv eingestürzt. SZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Fromm erklärt im Podcast, was für Folgen der Kauf von Monsanto für Bayer noch haben könnte.
Weitere Nachrichten: May beantragt Brexit-Aufschub bis Ende Juni, EVP berät über Ausschluss von Orban, Lebenslange Haft für Karadzic
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über den Youtube-Kanal von Bayer.
Der Staat versteigert die 5G-Frequenzen. Es geht um das Mobilfunknetz der Zukunft. Doch wem nutzt das? Was sind die Auflagen - und stopft es die Funklöcher in Deutschland?
98 Prozent der Haushalte sollen künftig versorgt werden, das heißt aber nicht eine völlige Versorgung in der Fläche, sagt SZ-Wirtschaftsredakteur Valentin Dornis. Die Versteigerung solle die Frequenzen möglichst effizient und transparent verteilen. Die Milliardeneinnahmen sollen in die Infrastruktur des Landes fließen.
Weitere Nachrichten: Verwüstungen durch Zyklon Idai, behinderte Babys durch Passivtrinken, EuGH beschränkt Asylrecht.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über Reuters.
Ein australischer Neonazi tötet im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen. Die Tat dokumentierte er live bei Facebook - und die "Bild"-Zeitung zeigt in ihrem Internetauftritt weite Ausschnitte des Videos.
Terroristen wollen Angst verbreiten, sagt SZ-Redakteur Ronen Steinke. Den Verzicht auf die Berichterstattung über Terrorakte können sich nur Diktaturen erlauben, meint der SZ-Experte für Innere Sicherheit. Es gehe um das "Wie" man darüber berichte, auch um Nachahmungstaten zu verhindern. Die "Bild" habe eindeutig Grenzen überschritten. Mit der Dokumentation des "actionhaften" Videos sei sie ihrer großen Verantwortung nicht gerecht geworden.
Weitere Nachrichten: Terror in Utrecht, Waffengesetz in Neuseeland, Ermittlungen gegen Boeing.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Primeminister Jacinda Ardern via Facebook.
Von einer chaotischen Brexit-Woche bleiben vor allem drei Abstimmungen übrig: Die Parlamentarier wollen die Europäische Union nicht ohne Deal verlassen, sie wollen sie aber auch nicht mit Theresa Mays Deal verlassen. Außerdem haben sie zugestimmt, das Austrittsdatum noch zu verschieben. Für wie lange, darüber wird jetzt debattiert.
Was bedeutet diese Woche für Theres May? Das erklärt die London-Korrespondentin der SZ, Cathrin Kahlweit. Sie erzählt außerdem, warum die britische Bevölkerung den Brexit großteils trotzdem noch unterstützt.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über das House of Parliament.
Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin an unserer Podcast-Umfrage unter diesem Link teilnehmen. Sie dauert 5 bis 10 Minuten.
Die Groko hat eigentlich keine so schlechte Bilanz, zumindest, wenn man sich die Zahlen anschaut: Von 139 Regierungsvorhaben hat sie zwei Drittel schon abgearbeitet. Doch jetzt scheinen die Regierungsparteien an einen Punkt gekommen zu sein, an dem die Gemeinsamkeiten aufgebraucht sind.
CDU und CSU misstrauen dem SPD-Finanzminister, die Sozialdemokraten wollen sich mit Vorschlägen wie der Grundrente profilieren und dann stehen in diesem Jahr noch mehrere wichtige Wahlen an. Wie diese Koalition auseinanderbricht, weiß er nicht, sagt SZ-Chefredakteur Kurt Kister. Aber sie werde es, und das schon in diesem Jahr.
Weitere Themen: Bayern blockiert Grundsteuer, Tusk will deutliche Brexit-Fristverlängerung, BMW und Mercedes wollen engere Kooperation.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über dpa und Reuters.
Binnen weniger Monate sind zwei Boeingmaschinen des Modells 737 Max 8 abgestürzt. In beiden Fällen crashte das Flugzeug kurz nach dem Start. Das lässt einige Zweifel an dem Modell hochkommen. In mehreren Staaten über die ganze Welt verteilt darf die Boeing 737 Max 8 seit Dienstag nicht mehr starten, darunter die gesamte Europäische Union.
In den USA, wo Boeing seinen Firmensitz hat, zögert man noch. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat erklärt, dass sie bisher keine “systemischen Leistungsprobleme” erkennt. Sie will warten, bis sie die Daten des Flugzeugabsturzes in Äthiopien ausgewertet hat. Eine richtige Entscheidung, findet Jens Flottau. Der Wirtschaftskorrespondent der SZ sagt, noch fehlen genügend Informationen darüber, ob für den Absturz am Wochenende der Hersteller verantwortlich ist.
Weitere Themen: EU-Kommission weist Scheuer zurecht, Merkels Reaktion auf Brexit-Abstimmung, Kardinal Pell zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über dpa.
Der Bundesgerichtshof verhandelt darüber, ob einem Menschen Schmerzensgeld zusteht, wenn ein Arzt sein Leiden unnötig verlängert hat. Geklagt hat ein Mann, dessen demenzkranker Vater mit einer Magensonde am Leben erhalten wurde.
Der Sohn fordert von dem Hausarzt seines Vaters Schmerzensgeld und Schadensersatz für Behandlungs- und Pflegekosten. Der Fall zeige vor allem, wie wichtig ist eine Patientenverfügung ist, sagt SZ-Redakteurin Michaela Schwinn.
Weitere Nachrichten: Luftschadstoffe wohl schädlicher als Rauchen, Angeklagter im Fall Susanna gesteht, Alter kann vor Mietkündigung schützen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
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