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Am Montagabend wurde bekannt, dass der algerische Präsident auf eine fünfte Amtszeit verzichten wird. Die für Mitte April geplante Wahl soll verschoben werden. Unter diesem Link lesen Sie mehr dazu.
Am 18. April wird in Algerien gewählt. Es wäre die fünfte Amtszeit von Präsident Abdelaziz Bouteflika. Und das, obwohl der 82-jährige Präsident seit einem Schlaganfall vor sechs Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen ist und sich mit dem Sprechen schwer tut. Seit Wochen regt sich deshalb Widerstand gegen die korrupte Regierungsclique.
Bouteflika regiert selbst schon längst nicht mehr, erklärt Paul-Anton Krüger, stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik. Die Macht sei in den Händen einer Entourage von Militärs und Geheimdienstleuten. Doch selbst soziale Wohltaten der Gewinne aus Erdgas und Erdöl können die junge Bevölkerung nicht mehr mehr ruhig halten.
Weitere Nachrichten: Nach Absturz von Boeing 737 Max 8 verzichten Fluggesellschaften auf das Modell, Wagenknecht zieht sich als Linken-Fraktionschefin zurück, Chemnitzer FC im braunen Sumpf.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über dpa.
Die EVP streitet immer heftiger mit Victor Orbán über dessen populistische Kampagnen gegen die EU. Am 20. März stimmen ihre Mitglieder darüber ab, ob Orbáns Fidesz-Partei nicht sogar aus der EVP ausgeschlossen werden soll. Nur scheint das Ergebnis dieser Abstimmung lange nicht so klar auszufallen, wie sich das manche wünschen. Warum tut sich die EVP also so schwer mit der Entscheidung?
Das erklärt die SZ-Brüssel Korrespondentin Karoline Meta Beisel in dieser Folge. Und auch, warum sich die EVP gerade im aktuellen Europawahlkampf nur selbst schadet.
Weiter Meldungen: Demonstrationen am internationalen Frauentag, AfD-Urteil am Verwaltungsgericht Köln, Bundesministerinnen und Minister sollen öfter Linie fliegen.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Reuters.
Die USA werfen Huawei vor, Verbindungen zur chinesischen Regierung zu haben. Sie vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten eine Hintertür sein, um Staats- und Firmengeheimnisse auszuspionieren. Huawei bestreitet diese Vorwürfe und klagt gegen ein US-Gesetz, dass seinen Einfluss auf den amerikanischen Markt einschränkt.
In Deutschland ist sich die Regierung noch unsicher, wie genau man mit Huawei umgehen soll. Die Firma ist Weltmarktführer für den Bau von Mobilfunknetzen. Und sollte hier in Deutschland dabei helfen, das superschnelle 5G-Netzwerk auszubauen. Das könnte ohne Huawei schwierig werden.
Außerdem wäre ein Bann von Huawei eine Belastung für die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China, sagt China-Korrespondent Christoph Giesen.
Alle aktuellen Entwicklungen zu Huawei, können Sie auch hier nachlesen.
Weitere Themen: Urteil im "Elysium"-Prozess, Glyphosat-Studie muss rausgegeben werden, AfD muss in Spendenaffäre mit Strafe rechnen
Zusätzliches Material über den Youtube-Kanal von Huawei
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
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Vor zehn Jahren ist Michael Jackson gestorben. Jetzt erheben zwei Männer Anklage gegen ihn: Sie seien als Kinder von dem Popstar sexuell missbraucht worden, sagen sie in der HBO-Doku "Leaving Neverland". Eine Reihe von Radiosendern will seine Songs deshalb nicht mehr spielen.
Das sei verlogen, sagt Feuilleton-Redakteur Bernd Graff. Natürlich könne man “Thriller” oder “Billie Jean” noch hören. Schließlich müsse man Kunst und Künstler trennen. Und als Künstler bleibe der King of Pop bestehen.
Weitere Nachrichten: Sexueller Kindermissbrauch in der DDR, politischer Aschermittwoch, hohes US-Handelsdefizit.
Zusätzliches Material über HBO und Reuters
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Emmanuel Macron hat schon häufiger die große Bühne gesucht. Dort prescht er dann meistens mit seinen Vorschlägen vor, wie Europa stärker werden und besser zusammenarbeiten könnte. Dieses Mal hat sich Macron direkt an die EU-Bürger gewandt. Mit einem Gastbeitrag, der in Tageszeitungen aller 28 Mitgliedsstaaten veröffentlicht wurde.
Macron will unter anderem, dass sich Europa besser gegen Hackerangriffe schützt. Dafür will er eine Agentur für den "Schutz der Demokratie" schaffen. Er stellt aber auch sozialpolitische und sicherheitspolitische Forderungen auf. Macron macht aber vor allem mit einem Vorschlag ein unglaublich gefährliches Fass auf, sagt SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius.
Weitere Themen: Zwei Literaturnobelpreise in diesem Jahr, China rechnet mit weniger Wachstum, Klaus Kinkel gestorben.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Sprecher: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
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Der Osten ist fast 30 Jahre nach dem Mauerfall wirtschaftlich immer noch deutlich schwächer als Westdeutschland. Ostdeutsche Betriebe sind im Schnitt ein Fünftel weniger produktiv.
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle hat jetzt vorgeschlagen, mehr Geld in ostdeutsche Städte zu stecken und dafür den ländlichen Raum in Teilen aufzugeben. Doch genau das wäre fatal, sagt Ulrike Nimz. Die SZ-Leipzig-Korrespondentin meint, dass der Osten mehr braucht als "kälteste Statistik".
Weitere Themen: Union uneins über AKK-Auftritt, Bundesregierung gibt 1,1 Milliarden für Berater aus, Keith Flink ist tot.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carlo Sarsky
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Benjamin Netanjahu hat in seiner politischen Karriere schon viele Krisen überstanden. Aber jetzt wird er wohl wegen Korruption angeklagt und das kurz vor den nächsten Wahlen. Wird es zum ersten Mal wirklich eng für Israels Premierminister, der so lange die prägende politische Figur im Land war?
Das erklärt Alexandra Föderl-Schmid, SZ-Korrespondentin in Tel Aviv. Netanjahu habe eigentlich seine Glaubwürdigkeit verloren. Das viel größere Problem als die Anklage könnte aber sein, dass er zum ersten Mal seit langem auch einen starken politischen Konkurrenten hat.
Weitere Themen: Greta Thunberg in Hamburg, Raser-Urteil am BGH, Teslas Online-Verkauf.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Likud.
Viel Aufruhr um nichts: Das zweite Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim wurde groß inszeniert. Am Ende konnten sich die beiden nicht einmal auf eine gemeinsame Erklärung verständigen.
Viele auf der koreanischen Halbinsel und auch in der gesamten Region sind darüber enttäuscht. Sie hatten gehofft, dass Nordkorea erste Atomwaffen abziehen würde. Dass die USA im Gegenzug die Sanktionen lockern würden. Oder dass sich die beiden Staaten zumindest auf einen symbolischen Friedensvertrag einigen könnten. Trumps Strategie, Kim zu umschmeicheln und die Details den Fachleuten zu überlassen, ist an ihre Grenzen gestoßen, sagt der SZ-Südostasienkorrespondent Arne Perras.
Weitere Themen: Pakistan will Piloten freilassen, BMW und Daimler wollen kooperieren, Förderung von Forschung in Unternehmen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über The White House.
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Drei Kriege haben Indien und Pakistan schon um die Kaschmir-Region geführt. Und gerade tun die beiden Länder vieles dafür, dass es zu einem vierten kommt. Beide kontrollieren Teile der Region, beanspruchen sie aber jeweils in Gänze.
Auslöser für die jüngste Verschärfung des Konflikts ist ein Selbstmordanschlag im indischen Teil. Über 40 indische Sicherheitsmänner sind dabei getötet worden. Nun scheinen die beiden Länder in eine Spirale der Vergeltung zu rutschen. Ab diesem Punkt kann nur noch eine übergeordnete, internationale Organisation vermitteln, sagt Tobias Matern. Der Außenpolitikredakteur fordert, dass sich die Vereinten Nationen der Sache annehmen.
Weitere Themen: Cohen bezichtigt Trump der Lüge, Trump trifft Kim, Dopingrazzia bei WM in Seefeld.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
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Die USA sprechen in Doha mit den Taliban über die Zukunft Afghanistans. Doch die radikalen Islamisten stehen für unfassbare Grausamkeiten und Verbrechen. Wie kann man mit dem Teufel reden?
Der Krieg dauere nun schon länger als der Vietnam-Krieg und sei für keine Seiten zu gewinnen, meint SZ-Redakteur Tobias Matern. Die direkten Gespräche seien eine Anerkennung der Realitäten und des Status Quo. Allerdings gehe es dabei realpolitisch nur um amerikanische Interessen – und nicht etwa um den Fortbestand der jungen Demokratie am Hindukusch.
Weitere Nachrichten: May will Parlament über Brexit-Verschiebung abstimmen lassen, Bundesfinanzhof hält Attac für nicht gemeinnützig, Australischer Kardinal George Pell muss wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen mit einer langen Haftstrafe rechnen.
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