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Eigentlich wollte die schwarz-rote Koalition die Stromsteuer für Verbraucher und die Industrie senken. Damit wollte sie das Land von den hohen Energiekosten entlasten. Im Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist aber nur vorgesehen, dass Industrie und Landwirtschaft wie vorgesehen entlastet werden. Für weitere Entlastungen fehle das Geld, heißt es vom Finanzminister. Dafür bekommt er Kritik von führenden Unionspolitikern wie Jens Spahn, Markus Söder und Hendrik Wüst. Koalitionsbruch werfen sie ihm vor. Was dabei aber zu kurz kommt: Auch Kanzler Friedrich Merz hat dem Haushaltsentwurf zugestimmt.
Ein gebrochenes Koalitionsversprechen, enttäuschte Ministerpräsidenten, gegenseitige Vorwürfe: Die neue Koalition hat also ihren ersten Streit. Dabei geht es nur vordergründig um die Stromsteuer. Eine Frage, die über dem Thema steht, betrifft nämlich auch den Kanzler. Der habe sich bisher zu sehr um Außenpolitik gekümmert, lautet die Kritik. Wie Merz und die Koalition aus dieser ersten Krise wieder herauskommen wollen, das erklärt in dieser Folge Henrike Roßbach, stellvertretende Leiterin des Berliner Parlamentsbüros der SZ.
Zum Weiterhören und –lesen: Hier finden Sie das Porträt über Lena Cassel..
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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In Deutschland herrscht eine Hitzewelle. Mittwoch könnte der vorläufig heißeste Tag des Jahres werden. Meteorologen rechnen mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Weil es so heiß ist und noch heißer wird, haben einige Landkreise und Kommunen in Deutschland schon Maßnahmen getroffen: An vielen Orten darf zum Beispiel wegen Hitze und Trockenheit kein Wasser mehr aus Flüssen entnommen werden, auch zum Bewässern von Gärten und Golfplätzen gibt es an einigen Orten kein Wasser mehr.
In dieser Folge erklärt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt, wie man sich am besten vor der Hitze schützt. Und Patrick Illinger, SZ-Spanienkorrespondent, berichtet, was man vom Umgang der Spanier mit der Hitze lernen kann.
Weitere Nachrichten: Iranischer Geistlicher droht Trump indirekt mit dem Tod, Merkel kritisiert Zurückweisungen an der Grenze.
Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie das Pro und Contra darüber, ob man die Hitze noch genießen kann.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Drei Tage lang hat die SPD auf ihrem Parteitag darüber gesprochen, wie ein Neuanfang gelingen kann. Dass das nötig ist, zeigt das Ergebnis der Wahl für den Parteivorsitz. Lars Klingbeil hat nur 64,9 Prozent der Stimmen bekommen. Ein historisch schlechtes Ergebnis.
Weitere Nachrichten: Bezos-Hochzeitsfeier versetzt Venedig in Ausnahmezustand; Hunderttausende feiern Pride-Parade in Budapest
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Das ist die erste Folge des SZ-Plus-Podcasts "Ist das gerecht?" von Ronen Steinke, die am 23. Mai erstmals veröffentlicht wurde. Alle 14 Tage erscheint eine neue Folge für SZ-Abonnenten. Sollten Sie noch kein SZ Plus-Abo haben, finden Sie unter sz.de/gerechtplus ein exklusives Probeabo zum Testen und Anhören aller SZ-Podcasts. Mit einem Abo unterstützen Sie die Arbeit der Redaktion und damit den unabhängigen Journalismus.
Es wird in Deutschland wieder über Kriegstüchtigkeit diskutiert, über Aufrüstung - und über eine mögliche Wehrpflicht. Was kommt da auf die junge Generation zu? Ole Nymoen ist 27 Jahre alt, Podcaster, Journalist und Buchautor: „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“, sein Buch, das im März 2025 erschienen ist, hat hohe Wellen geschlagen. Darin erklärt er einerseits seine persönlichen Gründe gegen den Dienst an der Waffe, aber auch warum er den Kriegsdienst grundsätzlich für verwerflich hält.
Im Podcast erklärt er, dass die Gründe dafür eigentlich gar nicht so relevant sind. Denn im Zweifelsfall habe ja niemand die Wahl: Jeder Staat der Welt müsse sich ja im Zweifelsfall darauf verlassen können, dass die eigenen Bürger seine Souveränität verteidigen würden - sonst wäre es kein Staat. Im Endeffekt sei es doch so: Nicht der Staat schützt seine Bürger, sondern genau andersherum.
Mit diesem Interview startet Ronen Steinkes neuer SZ-Podcast „Ist das gerecht?“. Der gelernte Jurist und leitende Redakteur der SZ spricht in dem Format mit prominenten Gästen und Experten und Expertinnen über politische und philosophische Themen - immer unter dem Überbegriff der Gerechtigkeit. Das Ziel: mittels kontroverser Diskussionen die eigene Haltung zu schärfen - oder auch mal zu überdenken.
Moderation, Redaktion: Ronen Steinke
Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter [email protected] - wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.
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RTL will das Pay-TV Unternehmen Sky Deutschland übernehmen – und auf Netflix und Amazon aufholen. Schließlich sind RTL und Sky große Namen, wenn es um Sport geht, genauso wie bei Serien und Shows. Für die Übernahme will RTL 150 Millionen Euro zahlen, eigentlich eine überraschend geringe Summe. Allerdings steht die Fusion noch nicht fest. Denn das Kartellamt muss noch seine Zustimmung geben.
Weitere Nachrichten: Mindestlohn soll laut Kommission schrittweise auf 14,60 Euro steigen; Bundestag setzt Familiennachzug für subsidiär schutzberechtigte Geflüchtete aus.
**Zum Weiterhören und -lesen: **
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Der Bundestag hat eine Verlängerung der Mietpreisbremse beschlossen. Damit werden die Mieten in beliebten und damit besonders teuren Regionen die kommenden vier Jahre weiter reguliert.
Weitere Nachrichten: Merz versteht sich gut mit Meloni; Ali Chamenei äußert sich zum Krieg in Nahost.
**Zum Weiterlesen: **
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Die Nato-Länder folgen Donald Trump und erhöhen ihre Verteidigungsausgaben. Für den US-Präsident ein großer Erfolg. Generell schien es auf dem Gipfel so, als sei er eine einzige Trump-Show. Dafür sprechen auch die überschwänglichen Komplimente des Nato-Generalsekretärs Rutte, die er Trump per SMS geschickt hat.
Weitere Nachrichten: US-Geheimdienst zweifelt daran, dass die iranischen Atomanlagen komplett zerstört wurden; bundesweite Razzien wegen Hetze im Internet; DFB wegen Steuerhinterziehung schuldig gesprochen.
**Zum Weiterlesen: **
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Mitten in der Nacht auf Dienstag verkündet Donald auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran. Es dauert bis zum frühen Morgen, bis die Staatschefs der beiden Länder, die Feuerpause tatsächlich bestätigen. Wenn es nach Donald Trump geht, ist dieser Krieg jetzt praktisch beendet. Wie realistisch das wirklich ist, wird sich allerdings erst in den kommenden Stunden oder Tagen zeigen. Trotzdem inszeniert sich US-Präsident Donald Trump bereits jetzt als der entscheidende Friedensstifter in diesem Konflikt.
Weitere Nachrichten: Bundeskabinett beschließt Haushalt für 2025; Nato-Gipfel in Den Haag gestartet; Bundesverfassungsgericht hebt Verbot des rechtsextremen Magazin Compact auf.
Zum Weiterhören und -lesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Irans Reaktion auf den US-Angriff kann derzeit kaum jemand abschätzen. Am Montag hat die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auch auf Teheran nochmals verstärkt und dort wohl auch ein berüchtigtes Gefängnis getroffen. Israels Premier Bejamin Netanjuhu versichert, dass er keinen Abnutzungskrieg mit Iran wolle. Es gehe ihm schlicht um Irans Atomprogramm. Stimmen aus Irans militärischer Führung drohen den USA und Israel mit Vergeltung.
Inzwischen kokettiert US-Präsident Donald Trump mit einem Machtwechsel im Iran: Auf seiner Plattform Truth Social schreibt er: “Wenn die derzeitige iranische Führung nicht in der Lage ist, Iran wieder großartig zu machen, warum sollte es dann nicht einen Regime Change geben?”
Seit längerem ins Gespräch bringt sich der älteste Sohn des 1979 im Zuge der Islamischen Revolution vertriebene Schahs Reza Pahlavis. Der 64 Jahre alte, einst designierte Kronprinz, behauptet, die Islamische Republik sei am Ende. Jetzt müsse sich das Volk erheben, “um diesem Albtraum ein Ende zu bereiten”. Auch die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi sieht ein nahes Ende des Mullah-Regimes.
Aber wie geeint ist die iranische Opposition? Was könnte auf das Mullah-Regime folgen, falls es denn fallen sollte? Etwa 80 Prozent der Iraner lehnen das Regime ab, sagt der deutsch-iranische Politologe Ali Fathollah-Nejad. Er ist Gründer und Direktor des Think Tanks “Center for Middle East and Global Order” in Berlin. Die starke Demokratiebewegung werde vom Regime zunehmend unterdrückt und der Krieg mit Israel biete dazu einen neuen Anlass.
Weitere Nachrichten: Prekäre humanitäre Situation in Gaza; Pistorius will Wehrpflicht ermöglichen; Nato-Staaten wollen Beiträge auf fünf Prozent des BIP erhöhen.
Zum Weiterlesen:
Hier finden Sie den Link zum Buch von Ali Fathollah-Nejad “Iran – Wie der Westen seine Werte und Interessen verrät”: https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/iran-wie-der-westen-seine-werte-und-interessen-verrat/978-3-351-04249-3
Über die aktuelle Entwicklung im Krieg im Nahen Osten bleiben Sie bei unserem Liveblog informiert.
Über die prekäre Situation im Gazastreifen lesen Sie hier eine Reportage unserer Israel-Korrespondentin.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Clara Dzemla, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Jakob Arnu, Carolin Lenk
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Website von Reza Pahlavi.
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In der Nacht zum Sonntag haben US-amerikanische Kampfflugzeuge und Tarnkappenbomber Atomanlagen Irans angegriffen - und konnten wohl die Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan zerstören. US-Präsident Donald Trump fordert von Irans Führung Frieden. Andernfalls wären künftige Attacken weitaus gewaltiger.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lobt Trump und sagt, die Beteiligung der USA werde die Geschichte verändern. Teheran nennt den Militärschlag hingegen "barbarisch" - und reagierte mit weiteren Raketenangriffen auf Wohngebiete in Israel.
Für das Regime ist dieser erfolgreiche Angriff eine "Demütigung von nie da gewesenen Ausmaß", sagt Raphael Geiger, SZ-Korrespondent für Iran und die Türkei. Er vermute allerdings, dass die iranische Führung mit verstärkter Repression im Inneren reagieren werde, um seine Macht sichern zu wollen. Der innenpolitische Ausgang dieses Konflikts sei völlig offen. Derzeit habe erst mal Israel im Bündnis mit den USA die "Eskalationsdominanz" - man werde in den kommenden Tagen sehen, welches Ziel Netanjahu wirklich verfolge.
Weitere Nachrichten: Putin beansprucht die ganze Ukraine; Brände an der Adria; Wels in Bayern erschossen.
**Zum Weiterlesen: **
Eine Einschätzung von Raphael Geiger zu der Situation in Iran lesen Sie hier.
Eine Analyse aus den USA lesen Sie hier.
Und einen Kommentar zu den US-Angriffen finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion, Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über White House und Israels Premierminister.
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