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Es ist ein historisches Bekenntnis. Als erstes G7-Mitglied will Frankreich Palästina offiziell als Staat anerkennen. Präsident Emmanuel Macron schreibt in einem Post auf X, das Land bleibe seinem „historischen Engagement für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Nahost treu.“ Es sei dringend notwendig, den Krieg in Gaza zu beenden und die Zivilbevölkerung zu retten. Die Lebensfähigkeit eines Staates Palästina müsse gesichert werden. „Es gibt keine Alternative“.
Die in der EU und den USA als Terrororganisation geltende Hamas nennt Macrons Vorstoß einen „Schritt in die richtige Richtung.“ Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu interpretiert die Anerkennung durch Frankreichs dagegen als „Belohnung für Terror.“
Auch die Bundesregierung hält Macrons Ankündigung, Palästina als Staat anzuerkennen zumindest vom Zeitpunkt her falsch. US-Außenminister Rubio nennt die Entscheidung auf X rücksichtslos, sie werfe den Frieden zurück.
Kristiana Ludwig, SZ-Korrespondentin in Tel Aviv, erklärt bei „Auf den Punkt“, welche Folgen es hat, wenn Palästina als Staat anerkannt wird und wie es der Bevölkerung in Gaza momentan geht.
Weitere Nachrichten: Selenskij reagiert auf Proteste in der Ukraine; Hakenkreuz-Schmiererei im baden-württembergischen Landtag.
Zum Weiterlesen und hören:
Söders „Mondgipfel“ in Oberpfaffenhofen.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Selma Oestringer
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über: Landtag Baden-Württemberg.
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Auch wenn Kanzler Friedrich Merz betont, dass es in dieser Angelegenheit keine Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Koalition gäbe, sind sich Union und SPD uneinig, wie sich die Bundesregierung künftig zu Israel positionieren soll. Bisher gehörte die Bundesrepublik zu den größten Unterstützern Israels. Aber angesichts des humanitären Leids in Gaza verliert die Bundesregierung allmählich die Geduld mit der israelischen Regierung.
Weitere Nachrichten: Trumps Name soll in den Epstein-Akten stehen; Internationaler Gerichtshof legt Gutachten zu Klimaschutz vor.
Zum Weiterhören und -lesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Die Ukraine hat seit Jahren ein Problem mit Korruption. Sie ist laut der NGO Transparency International sogar eines der korruptesten Länder Europas. Besonders blühte die Korruption unter Präsident Viktor Janukowytsch, der das Land von 2010 bis 2014 regierte und der vor allem die Nähe zu Russland suchte. Er verhinderte eine erste Annäherung mit der Europäischen Union, indem er sich weigerte ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen.
Im Laufe der sogenannten Maidan-Proteste in der Ukraine verliert Janukowytsch an Unterstützung, bis er schließlich nach Russland flieht, wo er sich bis heute auffällt.
Nach der Maidan-Revolution hat die Ukraine eine regelrechte Infrastruktur gegen Korruption aufgebaut. Das Nationale Antikorruptionsbüro NABU, die Sonderstaatsanwaltschaft SAPO und ein Antikorruptionsgericht.
Eine Reform für das von Korruption gebeutelte Land, die Selenskij am Dienstag wieder einkassiert hat.
Diesen Rückschritt könne man überhaupt nicht unterschätzen, sagt SZ-Redakteur Florian Hassel: „Unter Selenskij ist die Ukraine auf dem besten Weg zu einem autokratischen Regime.“
Weitere Nachrichten: EU will härter gegen US-Zölle vorgehen; Verfassungsbeschwerde gegen Polizei-Software „Palantir“.
Zum Weiterlesen: Wie Ann-Katrin Berger zweimal den Krebs besiegte.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: David Kulessa, Johannes Korsche
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Nach einer Klausurtagung der AfD Anfang Juli veröffentlichte die englischsprachige Zeitung Politico Inhalte aus einem Strategiepapier von Beatrix von Storch, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AfD. Auch der SZ liegt das Papier vor.
Darin wird deutlich, wie die AfD bis zur kommenden Bundestagswahl neue Wählergruppen gewinnen und die Brandmauer einreißen möchte. Welche Strategie die AfD genau verfolgt und wie erfolgreich das sein kann, darüber spricht in dieser Folge Roland Preuß, AfD-Experte im Parlamentsbüro der SZ.
Er sagt, die AfD wolle die Spaltung zwischen der Union und den anderen parlamentarischen Parteien vorantreiben, um als ihr einziger Koalitionspartner übrig zu bleiben. Bei den anderen Parteien gehe es der AfD dann um eine deutliche Abgrenzung.
Weitere Nachrichten: Über zwei Dutzend Länder fordern ein sofortiges Ende des Krieges im Gazastreifen; USA wollen Ende 2026 erneut aus der UNESCO austreten
Zum Weiterhören und -lesen:
Hören Sie hier die investigative Podcastserie „Die Jägerin“ von der Süddeutschen Zeitung und Auf Ex Productions](https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/panorama/stalking-justiz-mord-auf-ex-podcastserie-linn-schuetze-leonie-bartsch-e577412/?utmsource=Shortlink&utmcampaign=jaegerin-podcast&utm_content=jaegerin&em=pc)). In der weißen SZ-App oder auch auf Spotify](https://open.spotify.com/show/4wBPkWD13PpmjMNO59B7Om))
Moderation, Redaktion: Helen Krueger-Janson
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau
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Stephen Colbert verliert seine legendäre “Late Show” bei CBS. Zur Freude von US-Präsident Donald Trump. Der hatte auf seinem Online-Sprachrohr Social Truth geschrieben: “Ich liebe es total, dass Colbert gefeuert worden ist. Sein Talent war noch kleiner als seine Einschaltquoten. Ich hörte Jimmy Kimmel ist der nächste.“
Colberts Sender CBS hat zwar mitgeteilt: Es handele sich um eine “rein finanzielle Entscheidung”, doch daran gibt es Zweifel. Am Freitag hat Trump zudem wegen eines Berichts im Wall Street Journal über seine angeblichen Verbindungen zum dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Milliarden Dollar Klage eingereicht. Trump verlangt als Wiedergutmachung mindestens zehn Milliarden Dollar.
Trump versuche, kritische Medien mundtot zu machen, sagt Reinhard Krumm von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Washington. Und komme es ihm entgegen, dass die Glaubwürdigkeit der Medien in den USA insgesamt stark gesunken sei.
Weitere Nachrichten: Rotes Kreuz kritisiert Israels Krieg in Gaza; Proteste gegen AfD beim ARD-Sommerinterview.
Zum Weiterhören und -lesen:
Den SZ-Podcast über Trump und Epstein hören Sie hier.
Die Reportage über Trumps Freundschaft zu Epstein lesen Sie hier.
Das Interview mit IKRK-Generaldirektor Pierre Krähenbühl zu Gaza lesen Sie hier.
Unseren Podcast “Und nun zum Sport” können Sie hier hören:
Und hier können Sie einen Artikel übei die Tarifeinigung im Zeitungsgewerbe lesen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt; Selma Oestringer
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über CNN.
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Israel will im Gazastreifen ein Lager für Palästinenserinnen und Palästinenser bauen. Und zwar sobald das geplante Waffenruheabkommen in Kraft tritt, über das derzeit verhandelt wird. Das hat Israels Verteidigungsminister Katz bereits vor etwas über einer Woche verkündet.
Weitere Nachrichten: Klingbeil will an Brosius-Gersdorf festhalten; Selenskij schlägt Russland neue Gespräche über Waffenruhe vor.
Zum Weiterhören und -lesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Seit gut zwei Wochen diskutieren Politik und soziale Medien über Frauke Brosius-Gersdorf. Die Juristin wurde von der SPD als neue Verfassungsrichterin vorgeschlagen, doch wegen Unmut in der Union wurde die Wahl vertagt. Teile der Union werfen Brosius-Gersdorf vor, zu links zu sein.
Diese Debatte erinnert an die Kulturkämpfe in den USA. Ist das also ein Zeichen, dass sich auch bei uns auch bald amerikanische Verhältnisse einstellen? Über die Folgen von politischer Polarisierung spricht im Podcast die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach. Sie erklärt, wie es möglich ist, als Gesellschaft richtig zu streiten. Und wie gut die Diskurskultur in Deutschland bisher noch funktioniert.
Weitere Nachrichten: Trump zieht Soldaten aus L.A. ab; Israel greift Ziele in Damaskus an; Bolsonaro in Brasilien angeklagt.
Zum Weiterlesen und -hören:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Youtube @ZDFheuteNachrichten.
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Der US-Präsident gerät zunehmend unter Druck - die Kritik kommt dabei ausgerechnet aus dem Lager der Trumpisten. Rechte Influencer und Podcaster sowie einzelne Abgeordnete der Republikaner sind unzufrieden mit dem Umgang der Regierung mit dem Fall Jeffrey Epstein. Denn Trump hatte im Wahlkampf noch Aufklärung versprochen.
Der Multimillionär und Sexualstraftäter Epstein hat sich im Jahr 2019 in seiner Gefängniszelle selbst getötet. Trump-Anhänger glauben aber an einen Mord, der Epstein zum Schweigen bringen sollte. Außerdem soll es eine “Kundenliste” mit prominenten Amerikanern geben, die sich am Missbrauch von Minderjährigen beteiligt hätten.
Anfang Juli hieß es dann aus dem US-Justizministerium: Das FBI habe mehr als 300 Gigabyte an Akten ausgewertet und keine Liste mit Namen entdeckt. Auch sonst gab es laut dem Ministerium keine neuen Erkenntnisse.
Ob dieser Fall Donald Trump tatsächlich in Bedrängnis bringen kann, darüber spricht Justin Patchett mit Peter Burghardt, dem Washington-Korrespondenten der SZ.
Weitere Nachrichten: Erste Sommerpressekonferenz von Friedrich Merz; Deutschland schiebt 81 Menschen nach Afghanistan ab.
Zum Weiterlesen:
Moderation: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Selma Oestringer
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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US-Präsident Donald Trump hatte für Montag eine „große Ankündigung“ in Sachen Ukraine-Politik versprochen. Am Montag reiste Nato-Generalsekretär Mark Rutte nach Washington, um bei Trumps Verkündung dabei zu sein: : Die Ukraine soll wieder Waffen aus den USA bekommen. Allerdings: Anders als bisher soll Europa dafür bezahlen, also Länder wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Außerdem droht Trump Russland: Sollte es innerhalb der nächsten 50 Tage keine Einigung über einen Waffenstillstand gegen, dann soll es Zölle in Höhe von 50 Prozent geben. Die würden Russland und seine Verbündeten treffen. Ob das der Ukraine tatsächlich helfen kann, analysiert in dieser Folge Hubert Wetzel, Brüssel-Korrespondent der SZ.
Weitere Nachrichten: Finanzstreit in der EU; Israelische Angriffe in Syrien; Impfquote sinkt weltweit
Zum Weiterlesen: Hier finden Sie das Interview mit Achim Schmidt über die Leistung der Tour-de-France-Fahrer.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Hinweis: Wegen eines Warnstreiks in der SZ-Redaktion erscheint in dieser Woche am Montag, Dienstag und Mittwoch keine neue Folge von „Auf den Punkt“. Aber dafür hören Sie hier die erste Folge unserer aktuellen Plus-Podcast-Serie "Der Papageienkönig". Da geht es um den vielleicht seltensten Vogel der Welt, den Spix-Ara – einen umstrittenen Artenschützer, der den Vogel retten will. Aber vielleicht damit vor allem sich selbst. Die erste Folge hören Sie jetzt hier, ganz ohne Abo. Und alle weiteren Folgen hören Sie unter sz.de/papagei. Die nächste reguläre Folge von "Auf den Punkt" erscheint am Donnerstag.
Beim SZ-Investigativteam meldet sich eine anonyme Quelle mit Informationen über illegalen Wildtierhandel. Schnell fällt dabei vor allem ein Mann und sein Papageienverein auf: Martin Guth. SZ-Reporter Christoph Cadenbach macht sich auf die Spuren einer Razzia, bei der Spix-Aras beschlagnahmt worden sein sollen. Dann geht plötzlich alles schnell.
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