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Es war einer der spektakulärsten Geheimoperationen der vergangenen Jahrzehnte: 16 Menschen aus fünf Staaten gegen einen verurteilten Mörder. Unter den 16 waren auch deutsche Staatsbürger und der wichtigste Oppositionelle Russlands, den es nach dem Tod von Alexej Nawalny noch gibt, Wladimir Kara-Mursa.
In Das Politikteil sprechen wir diese Woche mit unserer Kollegin Alice Bota, die Kara-Mursa am Flughafen Frankfurt ausführlich und persönlich interviewen konnte. Bota traf einen gezeichneten Mann, der über das Leben in russischer Gefangenschaft und das System Putin spricht, und der dennoch sagt: Ich will zurück nach Russland.
Wir sprechen mit ihr über die Frage, ob Alexej Nawalny noch leben könnte, wenn die deutsche Bundesregierung nicht gezögert hätte, und wir diskutieren, ob der Austausch richtig war – juristisch, politisch und menschlich.
Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik bewegt, erklären Hintergründe und diskutieren Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren und einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Ileana Grabitz und Peter Dausend oder Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing zu hören.
Seit dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs sowie Sonderfolgen von Das Politikteil nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf zeit.de, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie Ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.
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Ab 2026 sollen US-amerikanische Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden. Die Bundesregierung schweigt über die genauen Pläne, die Opposition verlangt eine Debatte und Teile der SPD fürchten eine militärische Eskalation zwischen Deutschland und Russland.
Was sollen die Waffen erreichen und wer entscheidet über ihren Einsatz? Warum muss der Bundestag über Einsätze in Mali entscheiden, aber nicht, wenn ein Manöver stattfindet, das einen grundsätzlichen Strategiewechsel in der Sicherheitspolitik bedeutet? Und: Wird Deutschland durch diese Raketen sicherer – oder unsicherer?
Darüber sprechen wir in Das Politikteil mit dem Podcaster, Blogger und Sicherheitsexperten Thomas Wiegold (Augen geradeaus und Sicherheitshalber). Wiegold erklärt, warum es anders als oft behauptet nicht um eine atomare Waffe geht. Er beschreibt, was der strategische Sinn der Stationierung ist, wohin die Waffen vermutlich kommen werden und warum die USA nicht allein über ihren Einsatz entscheiden können. "Die Bundesregierung hat sich maximal döspaddelig angestellt", sagt Wiegold über die Kommunikationsstrategie des Bundeskanzlers. Und er sagt, warum es aus seiner Sicht nicht um Aufrüstung geht, sondern darum, militärische Fähigkeiten zurückzugewinnen, die dringend nötig sind, um sich gegen mögliche Aggressionen Russlands zu wappnen.
Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik bewegt, erklären Hintergründe und diskutieren Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren und einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Ileana Grabitz und Peter Dausend oder Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing zu hören.
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Proteste auf Mallorca, Eintrittsgelder in Venedig, Wasserpistolen-Attacken in Barcelona: An immer mehr attraktiven Reisezielen formieren sich die Einheimischen zum Widerstand gegen immer größere Touristenmassen, die dort einfallen, wo sie arbeiten, wohnen, einkaufen und dauerhaft leben – und dadurch ihren Alltag in einen Albtraum verwandeln. Steigende Mieten, die Verwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen, Lärmbelästigung, Umweltbelastung und der Verlust traditioneller Lebensgewohnheiten sind nur einige der Folgen eines Übermaßes an Tourismus, der zu belegen scheint, was der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger einst auf den Punkt gebracht hat: "Der Tourismus zerstört, was er sucht, indem er es findet." Wie können Lösungen aussehen, die es ermöglichen, dass Menschen weiterhin verreisen und damit ihren Horizont erweitern, ohne gleichzeitig zur Plage zu werden?
In der neuen Ausgabe von Das Politikteil sprechen Tina Hildebrandt und Peter Dausend mit zwei Gästen über das Phänomen des Overtourism: mit Markus Pillmayer, Professor für Destinationsentwicklung und Destinationsmanagement an der Hochschule München, sowie mit Patrick Czelinski, dem stellvertretenden Chefredakteur des Mallorca Magazin. Czelinski berichtet, wogegen sich die aktuellen Proteste genau richten, beschreibt, wie aus einem vermeintlich guten Ansatz – der Verteilung der Touristen über die gesamte Insel – neue Probleme erwachsen sind, und analysiert, wie der Mix aus Hochpreis- und Ballermann-Tourismus den Alltag der Mallorquiner verändert: "Die Urlauber dringen längst in den natürlichen Wohnraum der Einheimischen ein." Außerdem geht Czelinski der Frage nach, wie viel Wahrheit im Klischee von den Deutschen als weißbesockte, sandalenbewehrte Sauftouristen steckt.
Markus Pillmayer kritisiert die engstirnige Ausrichtung der Tourismusindustrie auf Wachstum. "Es bestand die Hoffnung seitens der Wissenschaft, dass die Pandemie die Branche zum Nachdenken bringt. Das hat sich als Trugschluss erwiesen." Nun wolle man "zurück in die Vergangenheit, zurück nach 2019". Ausgehend von einer prinzipiell positiven Haltung zum Tourismus ("Er ist mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er ist sinnstiftend, identitätsstiftend, kulturstiftend."), beschreibt Pillmayer dessen Irrwege, Übertreibungen und neuen Erscheinungsformen wie etwa den "Instagram-" oder den "Last-Chance-Tourismus". Pillmayer sieht im Zusammenspiel von Zielorten, Reiseveranstaltern, Reisenden und Einheimischen die einzige Chance, den "Übertourismus" zurückzudrängen: "Wir müssen einen Tourismus definieren, mit dem wir leben können und von dem wir leben können."
Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Neben Tina Hildebrandt und Peter Dausend sind auch Ileana Grabitz und Heinrich Wefing als Gastgeber zu hören.
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Seit dem Attentat auf Ex-US-Präsident Donald Trump haben Verschwörungserzählungen in den USA Hochkonjunktur – und heizen den ohnehin aggressiven Wahlkampf noch zusätzlich an. Unterdessen rätselt die Welt, ob die US-Wahl mit dem ikonografischen Bild des blutenden, heroischen Trump, das nur kurze Zeit nach dem Anschlag um den Globus ging, bereits entschieden ist. Und welche Optionen den Demokraten überhaupt noch bleiben, um die Geschicke zu ihren Gunsten zu drehen.
In der neuen Folge von Das Politikteil schalten wir zunächst nach Milwaukee, von wo Rieke Havertz, die internationale Korrespondentin von ZEIT ONLINE, live vom Parteitag der Republikaner berichtet. "In Milwaukee erleben wir Trumps Heiligsprechung", sagt sie. Danach sprechen wir mit Michael Butter, Experte für Verschwörungstheorien und Professor für Amerikanistik an der Universität Tübingen, über Verschwörungserzählungen und wie sie die USA spalten – seit Jahrhunderten schon. Und wir diskutieren über die Szenarien für den Ausgang der US-Wahl Anfang November. "Die Wahl war vor dem Attentat schon entschieden", ist Butter überzeugt. Selbst wenn der körperlich und politisch angeschlagene Präsident Joe Biden seine Kandidatur zurückziehen und Platz machen würde für einen neuen Kandidaten oder eine neue Kandidatin: "Für die Demokraten gibt es kaum eine realistische Option mehr, die Wahl zu gewinnen", meint er.
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Bald 35 Jahre ist es her, dass die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fiel, doch auch mehr als drei Jahrzehnte später ist die innere Einheit, die in den Neunzigerjahren für viele fast wie ein Automatismus zu sein schien, noch immer nicht vollzogen. "Die Angleichungsdynamik ist zum Erliegen gekommen", sagt der Soziologe Steffen Mau, der selbst in Rostock geboren ist und seine Kinder- und Jugendzeit in der DDR verbracht hat. Die Hoffnung auf eine "Amalgamierung" zweier komplett unterschiedlicher Gesellschaften sei mindestens im Nachhinein ein Trugschluss – und werde sich auch weiterhin nicht erfüllen.
In der neuen Folge von Das Politikteil, die live und vor Publikum beim Summit der Hertie-Stiftung aufgenommen wurde, fragen wir den Wissenschaftler, was genau der Grund dafür ist, dass sich Ossis und Wessis auch heute noch so sehr unterscheiden. Wir diskutieren, ob sich vor diesem Hintergrund der hohe Zuspruch für die AfD in den ostdeutschen Bundesländern besser verstehen lässt. Und was diese Entwicklung für die Zukunft des deutschen Parteiensystems und für die Demokratie bedeutet.
Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, er gehört seit 2021 zum Sachverständigenrat für Integration und Migration, er ist Autor diverser Bücher – und einer größeren Öffentlichkeit vor allem auch als Erklärer des Ostens bekannt. Erst vor Kurzem veröffentlichte er das Buch Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt (Suhrkamp).
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Nach dem Fernsehduell gegen Donald Trump kämpft Joe Biden um sein politisches Überleben. Wird er doch noch ausgetauscht gegen einen jüngeren, fitteren Kandidaten? Wer entscheidet darüber und welche Rolle spielt seine Frau Jill? Ist das Rennen um die Präsidentschaft verloren und Trump nicht mehr zu stoppen? Und welche Rolle spielt ein Urteil des Supreme Court, das Trump gerade in einigen Fällen Straffreiheit zugesprochen hat?
Darüber sprechen wir diese Woche in Das Politikteil mit Anna Sauerbrey, der außenpolitischen Koordinatorin der ZEIT, die gerade in den USA ist und dort mit vielen politischen Experten gesprochen hat, aber auch mit US-Bürgern.
Sauerbrey berichtet, wie sehr die Erfolgsmeldungen von Bidens Regierung und das Alltagsempfinden vieler Amerikaner auseinanderklaffen und warum man das am Waschmittel merkt. Sie erklärt, warum Trump zwar selbst oft wirr wirkt, aber das manchmal Absicht ist. Und dass er sich nach dem Urteil des Supreme Court, das ihm weitgehende Immunität zugebilligt hat, nun in Ruhe auf den Wahlkampf konzentrieren kann. Sauerbrey sagt: Wenn die Strecke bis zur Wahl eine Skala von eins bis zehn wäre, ist Trump inzwischen bei Streckenposten sieben angekommen.
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Streit und Uneinigkeit begleiten die Ampel fast seit Beginn ihrer Amtszeit, doch in diesen Tagen wird es ernst: Bis Anfang Juli sollte das Kabinett eigentlich einen Entwurf für den Haushalt 2025 vorlegen, aber viel spricht dafür, dass sich die drei Parteien nicht einigen können. So groß sind die Gräben, dass manch einer spekuliert, die Ampel könne über den Zoff zerbrechen – und das wenige Wochen vor den Wahlen in Ostdeutschland und nur ein gutes Jahr vor der Bundestagswahl.
In der neuen Folge von „Das Politikteil“ diskutieren Peter Dausend und Ileana Grabitz mit dem Politikwissenschaftler und Wahlforscher Thorsten Faas über die Hintergründe und Folgen der aktuellen Regierungskrise: Wo verlaufen die Konfliktlinien? Wer trägt die Hauptverantwortung für den Dauerstreit? Und wo liegen überhaupt noch Chancen für einen Minimalkonsens?
Ausgehend von der Europawahl und den Kommunalwahlen, wo die Ampelparteien schwere Verluste hinnehmen mussten, die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht dagegen große Erfolge feierten, werfen wir auch einen Blick nach vorn: Wie lässt es sich regieren in einem Parteiensystem, dass sich immer weiter aufspaltet? Woran liegt es, dass so viele junge Menschen plötzlich rechts wählen? Und wie kann es den Ampelparteien gelingen, die jungen Wähler und Wählerinnen wieder zurückzugewinnen?
Thorsten Faas ist Professor für Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.
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Über eine halbe Million Menschen auf den Straßen, ein Land in Aufruhr und ein Präsident, von dem sich alle fragen: Ist er wagemutig, tollkühn oder hat er den Verstand verloren?
Mit seiner Entscheidung, Neuwahlen abzuhalten, hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sein Land ins Chaos gestürzt und Europa womöglich mit. Eine Woche vor der ersten Wahlrunde am 30. Juni sieht es so aus, als könnten in Frankreich zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg Rechtsextreme an die Regierung kommen.
Wer und was steht sich in diesem Wahlkampf gegenüber? Welche Folgen hätte ein Sieg der Rechtsextremen für Frankreich und für Europa? Kann Macrons Wette aufgehen?
Darüber – und über Kühnheit und Trotz – sprechen wir diese Woche in Das Politikteil mit Matthias Krupa, Korrespondent der ZEIT in Paris. Krupa erklärt, warum die Europawahl ein "Anti-Macron-Referendum" war und beschreibt, wie Macron seinem Land als Konsequenz daraus einen Wahlkampf aufgezwungen hat, in dem die Parteien keine Möglichkeit haben, sich vorzubereiten, und: "Ich habe noch niemanden getroffen, der das für eine gute Entscheidung hält."
Krupa beschreibt Jordan Bardella, den Spitzenkandidaten des Rassemblement National und möglichen neuen Premierminister, als Geschöpf Marine Le Pens, der sich nach einer Wahl dennoch selbstständig machen könnte, und erklärt, warum die Parlamentswahl in Frankreich für Deutschland und Europa wichtigere Auswirkungen haben könnte als die Europawahl selbst.
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Was bringt die Zukunft? Angesichts der großen Krisen der Gegenwart – vom Ukraine-Krieg bis zum Gaza-Krieg, vom Klimawandel bis zur demografischen Entwicklung – fragen sich viele Menschen dieser Tage, wie man die Zuversicht behalten kann. Was kommt da noch auf uns zu? Wie gut ist der Westen für die geopolitischen Kräfteverschiebungen gerüstet? Und ist The German Angst angesichts all dieser Herausforderungen eigentlich der beste Ratgeber?
Um diese Fragen zu beantworten, haben sich die Moderatoren Ileana Grabitz und Peter Dausend für eine neue Ausgabe von Das Politikteil live die Militärexpertin und Zukunftsforscherin Florence Gaub eingeladen. Bei der Langen Nacht der ZEIT erläuterte sie, wie das überhaupt funktioniert: die Zukunft zu erforschen, noch dazu in einer Welt, in der sich die Ereignisse zu überschlagen scheinen. Gemeinsam mit den Moderatoren warf sie einen Blick nach vorn: Wird Europa in einer sich neu ordnenden Welt eher Akteur, Zuschauer oder Opfer sein? Wie wahrscheinlich ist es, dass Russland in fünf Jahren tatsächlich ein Nato-Land angreifen könnte? Und stellt die EU, auch Deutschland, eigentlich heute militärisch die richtigen Weichen, um für die Herausforderungen in der Zukunft richtig gewappnet zu sein?
Florence Gaub ist eine deutsch-französische Politologin und seit 2023 Direktorin der Forschungsabteilung beim Nato Defense College. Ihrer Ansicht nach versagt die Politik bei der Vorbereitung der Menschen auf künftige Herausforderungen. "Die Zukunft wird falsch erzählt", kritisiert sie. "Entweder ist sie zu negativ oder nicht neu genug. Es braucht positive und neue Zukunftsvisionen." Ihr zufolge wurzelt das Problem dabei tief: "Unser Gehirn", sagt sie, sei nicht designt für das 21. Jahrhundert. "Wir gehen mit Informationen so um wie ein Kind mit Visa-Karte im Süßwarengeschäft."
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Donald Trump hat noch nie eine Wahl gewonnen, jedenfalls wenn man auf die abgegebenen Stimmen schaut. Dennoch wurde er 2016 Präsident, kam 2020 gefährlich nah an eine Wiederwahl – und wird im Herbst womöglich seine zweite Amtszeit antreten. Liegt das nur am amerikanischen Wahlrecht? Oder daran, dass ihm wie vielen anderen Rechtspopulisten gelingt, der Gesellschaft einzureden, er spräche für die Mehrheit?
Über die "Tyrannei der Minderheit" sprechen wir diese Woche in Das Politikteil mit dem US-Bestsellerautor und Politikwissenschaftler Daniel Ziblatt. Ziblatt, der an der Harvard University lehrt, beschreibt, wie das amerikanische Wahlrecht und die Institutionen eine Entwicklung begünstigt haben, in der eine Partei regieren konnte, obwohl sie die Mehrheit der Bevölkerung längst verloren hat. Der Autor des gerade auf Deutsch erschienenen Buchs Die Tyrannei der Minderheit analysiert die Entwicklung der USA zu einer multiethnischen Gesellschaft, in der erstmals eine lange dominante Bevölkerungsgruppe fürchten muss, nicht nur ihre Mehrheit, sondern auch ihren Status zu verlieren. Ziblatt sagt: Die USA haben in den vergangenen zwanzig Jahren einen messbaren demokratischen Rückschlag erlitten. Der Bestsellerautor (How Democracies Die) macht Vorschläge, wie man die amerikanische Demokratie retten könnte. Und er erzählt, warum er Deutschland als "inspirierend" erlebt.
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