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Während der Winterpause wiederholen wir unsere liebsten Folgen von 2025. Heute: Sind wir doch nicht allein?
In diesen Tagen fliegt ein interstellares Objekt durch unser Sonnensystem, das Rätsel aufgibt: Die Flugbahn ist ungewöhnlich gerade, die Geschwindigkeit, mit der das Objekt durch das All rast, unfassbar hoch und die Flugroute insofern besonders, als 3I/Atlas – so der Name des Flugkörpers – sehr eng an Jupiter, Mars und Venus vorbeifliegt. Was den Harvard-Professor Avi Loeb veranlasst, darüber zu spekulieren, dass Außerirdische dahinterstecken könnten, die Informationen über unsere Planeten sammeln wollen.
Diese Geschichte ist so besonders, dass "Das Politikteil" in dieser Woche einen Ausflug in die Astrophysik unternimmt. Mit Sibylle Anderl, Ressortleiterin Wissen bei der ZEIT, sprechen die Hosts Ileana Grabitz und Heinrich Wefing über das Rätsel um 3I/Atlas. Was macht dieses interstellare Objekt für die Forschung so interessant? Was spricht dafür, dass es tatsächlich gelenkt werden könnte von außerirdischen Mächten? Was dagegen? Und gibt es überhaupt Indizien dafür, dass es irgendwo im Weltall Leben gibt?
Sibylle Anderl, selbst Astrophysikerin und Philosophin, erklärt, was über 3I/Atlas bekannt ist, wie die Szene auf die Theorien von Avi Loeb blickt und warum es – so irrational es klingt – sinnvoll ist, sich mit der möglichen Existenz von Aliens zu beschäftigen. Zum Schluss wagen wir uns auch an die ganz großen Fragen: Hat das Weltall ein Ende? Und ist da irgendwo Platz für Gott?
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören. Und zuweilen, wie dieses Mal, wird intern getauscht.
Seit dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs sowie Sonderfolgen von Das Politikteil nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf zeit.de, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie Ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.
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Zwischen den Jahren wiederholen wir unsere interessantesten Folgen von 2025. Heute: Ein Gespräch über den Zustand der US-Demokratie.
Verbale Entgleisungen, Personenkult, Übergriffe der Regierung und Hassreden auf Migranten hat es in der ersten Amtszeit von Donald Trump bereits gegeben. Aber in seiner zweiten Amtszeit ist die Situation anders. Nach einem im Project 2025 entworfenen Plan verbindet Trump nun die öffentliche Agitation mit einem tiefgreifenden Umbau des Staates und seiner Behörden: Ziele, Regeln, Personal – alles wird verändert, umgedreht und ausgetauscht, zum Instrument einer autoritären Macht umfunktioniert. Trump setzt zudem das Militär im Inneren ein, greift die Unabhängigkeit der Medien an und verbindet Nationalismus mit evangelikalem Fundamentalismus. Das hat es in der Geschichte der ältesten Demokratie der Welt noch nicht gegeben. Sind die USA dabei, ein faschistisches System zu werden?
In der neuen Ausgabe von „Das Politikteil“ sprechen Ileana Grabitz und Peter Dausend mit dem Historiker und Amerikanisten Volker Depkat über die fundamentalen Veränderungen der USA unter Donald Trump. Depkat untersucht, welche Kennzeichen faschistischer Systeme auf die USA zutreffen und welche nicht, erläutert, wie sich das Ausmaß der gegenwärtigen Illiberalität aus einer liberalen Verfassung entwickeln konnte und legt dar, was passieren muss, um die Entwicklung zu stoppen. Zudem bettet er die aktuellen Ereignisse in den kulturhistorischen Hintergrund der USA ein und macht somit klar, dass die Entwicklung unter Trump keine fundamental neue ist, sondern die radikale Zuspitzung von Verhaltensmustern, die in der US-Geschichte angelegt sind. Depkat hält folglich den Begriff Faschist für Trump für unzutreffend, er sieht im US-Präsidenten einen „autoritären Caesaren“.
Volker Depkat ist ein deutsch-amerikanischer Historiker, der in El Paso im US-Bundesstaat Texas geboren wurde. Er studierte in Bonn, Göttingen und an der University of Oregon in Eugene. Habilitiert hat er sich an der Uni Greifswald, wo er auch gelehrt hat, später war er dann am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin tätig. Seit 2005 ist er Professor für Amerikanistik an der Universität Regensburg.
Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Neben Ileana Grabitz und Peter Dausend sind auch Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing als Gastgeber zu hören.
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Christstollen, Weihnachtsplätzchen – und eine Welt voller Probleme: Alle Jahre wieder versammeln sich die vier Moderatoren von "Das Politikteil" zur mittlerweile schon traditionellen Weihnachtsausgabe.
In diesem Jahr beantworten Tina Hildebrandt, Ileana Grabitz, Heinrich "The Voice" Wefing und Peter Dausend die Fragen der Hörerinnen und Hörer. Darüber hinaus gewährt jeder von ihnen Einblick in das, was ihn oder sie im vergangenen Jahr besonders bewegt hat (dabei geht es nicht ausschließlich um Politik). Und die vier geben Auskunft darüber, mit welcher inneren Haltung sie auf das kommende Jahr 2026 blicken. So viel darf man verraten: So düster, wie man meinen könnte, sind die Prognosen gar nicht.
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir im Regelfall jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch.
In den kommenden beiden Wochen pausieren wir mit aktuellen Ausgaben – und wiederholen dafür zwei besondere Folgen aus dem vergangenen Jahr. In einer reden wir mit dem Amerikanisten Volker Depkat darüber, ob sich die USA unter Trump in einen faschistischen Staat verwandeln. Und in der anderen erläutert Sibylle Anderl, Ressortleiterin Wissen der ZEIT, ob wir Erdlinge in absehbarer Zeit Besuch von Außerirdischen bekommen.
Und am 27. Januar 2026 gibt es dann erneut etwas Besonders: Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing sprechen in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin mit dem Pianisten Igor Levit über das Thema Heimat. Es gibt noch wenige Karten.
Seit dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs sowie Sonderfolgen von Das Politikteil nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf zeit.de, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie Ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.
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Gut zwei Dutzend AfD-Politiker sind in dieser Woche in die USA gereist, um ihr Netzwerk mit den Republikanern auszubauen. Ihr Besuch fällt zeitlich zusammen mit der Verkündung einer neuen Sicherheitsstrategie durch Präsident Donald Trump, die rechtspopulistische Kräfte als die Hoffnung in einem kulturell und zivilisatorisch verrotteten liberalen Europa feiert. Für die CDU, der traditionelle Lordsiegelbewahrer der Westbindung Deutschland, ist die immer engere Anbindung der AfD an die Machthaber in Washington, D. C. ein Schock – und zugleich ein Warnsignal: Die bereits 2017 von der AfD verkündete "Jagd" auf die CDU tritt in eine neue Phase. Sie trifft die Christdemokraten zu einem Zeitpunkt, da ihr Kanzler auf eine sehr gemischte Bilanz seiner bisherigen Amtszeit zurückblicken muss.
In der neuen Ausgabe von "Das Politikteil" sprechen Ileana Grabitz und Peter Dausend mit Mariam Lau über die Folgen dieser Wachablösung als Lieblingspartner der US-Regierung – für das Selbstverständnis der CDU, aber auch für das Selbstbewusstsein und das Machtstreben der AfD. Die langjährige Parlamentskorrespondentin der ZEIT beschreibt die Jubelstimmung bei den Rechten und den Frust der Konservativen. In der neuen US-Sicherheitsstrategie sieht Lau, ähnlich wie der CDU-Politiker Norbert Röttgen, eine "zweite Zeitenwende" (nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine), die eine völlige Neuordnung der globalen Machtverhältnisse zur Folge haben könnte. Sie lobt den Bundeskanzler dafür, dass er das Machtvakuum, das Trump mit seiner Kehrtwende erzeugt hat, gemeinsam mit anderen europäischen Regierungschefs zu füllen versucht – und kritisiert ihn für seine innenpolitische Bilanz.
Lau, Autorin eines Merz-Buches, sieht den Kanzler in seinem Regierungshandeln prinzipiell "viel unideologischer, als viele vorher gedacht haben" und beobachtet bei dem 70-jährigen "Anti-Scholz" eine überraschende Entwicklung: "Er lernt – und das Lernen macht ihm Spaß." Optimistischer als viele andere blickt Lau voraus auf das Superwahljahr 2026 mit insgesamt fünf Landtagswahlen. Die erwarteten Erfolge für die AfD könnten noch verhindert werden, wenn sich die schwarz-rote Regierungskoalition an eine ebenso simple wie wirkmächtige Formel hielte: "Einfach mal machen."
Mariam Lau ist in Teheran geboren, ihr Vater ist der Publizist und Autor Bahman Nirumand. Ihr Werdegang ist ungewöhnlich: Nach einer Ausbildung zur Krankenpflegerin studierte sie Kunstgeschichte, Filmwissenschaft und Amerikanistik. Ihre journalistische Karriere führte sie zu solch unterschiedlichen Blättern wie der "taz" und der "Welt". Seit 2010 arbeitet sie als politische Korrespondentin für DIE ZEIT in Berlin.
Ein Aufruf für unseren Weihnachtspodcast: Weil wir auch ein interaktiver Podcast sind, beantworten wir in unserer Weihnachtsfolge wieder ein paar Fragen unserer Hörerinnen und Hörer. Fragen Sie uns, was Sie schon immer wissen wollten, aber sich nie zu fragen getraut haben. Gerne kurz und knapp an die bekannte Adresse [email protected]. Oder als Sprachnachricht per WhatsApp an +494074305513.
Igor Levit in "Das Politikteil": Am 27. Januar gehen Tina und Heinrich in die Oper und sprechen in der Berliner Staatsoper Unter den Linden live mit dem weltberühmten Pianisten Igor Levit über den schwierigen Begriff Heimat: Was heißt es, dazuzugehören? Wo fühlt Levit sich zu Hause?
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.
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Mit allem zeremoniellen Pomp hat der britische König Charles III. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in London empfangen, inklusive Kutschen, Käse und Gala-Diner. Warum eigentlich? Was bringt eine solche Visite – außer schönen Bildern? Ist ein König überhaupt noch zeitgemäß? Oder hilft er womöglich mehr im Kampf gegen den Populismus als ein gewähltes Staatsoberhaupt?
Darüber sprechen wir diese Woche in Das Politikteil, dem politischen Podcast der ZEIT, mit einem Mann, der sogar schon einmal der Queen die Hand geschüttelt hat: Zu Gast bei Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing ist Patrik Schwarz, geschäftsführender Redakteur der ZEIT, als gebürtiger Bayer Freund des Barocken und alles Überflüssigen und in dieser Eigenschaft der geborene royale Reporter der ZEIT. Er begleitet den Staatsbesuch des Bundespräsidenten im Vereinigten Königreich.
Patrik Schwarz erzählt, welche Gastgeschenke Steinmeier dabeihat, zum Beispiel Biokäse aus Brandenburg: „Cheese is coming home.“ Und er erklärt, dass ein solcher Staatsbesuch kein Familienausflug ist, sondern eine hochpolitische Angelegenheit. Der König empfängt nicht zu seinem Privatvergnügen, sondern im Auftrag des Premierministers. Hinter der Einladung Steinmeiers steckt eine klare strategische Absicht. King Charles III., sagt Patrik Schwarz, ist eine "Geheimwaffe", das Vereinigte Königreich mache "mit seinen working royals Politik".
Dass die Monarchie in der Krise ist, wegen Prince Harry und mehr noch wegen der mutmaßlichen Verwicklung von Prince Andrew in den Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein, ändert offenbar nichts daran, dass sie nützlich ist: "Die Monarchie ist in der Krise – was soll’s? Heinrich der Achte war auch kein netter Kerl", sagt Patrik Schwarz.
Wir sprechen außerdem über die Lage Großbritanniens gut fünf Jahre nach dem Brexit, dem Austritt aus der EU. Patrik Schwarz sagt: "Inzwischen fühlen sich viele Briten mit dem Brexit so, wie wenn man zu lange im Pub gewesen ist." Aber er erklärt auch, warum einer der Anführer der Brexit-Bewegung, Nigel Farage, dennoch in den Umfragen immer stärker wird und womöglich sogar der nächste Premierminister werden könnte.
Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.
Weihnachtspodcast: Weil wir auch ein interaktiver Podcast sind, beantworten wir in unserer Weihnachtsfolge wieder ein paar Fragen unserer Hörerinnen und Hörer. Fragen Sie uns, was Sie schon immer wissen wollten, aber sich nie zu fragen getraut haben. Gerne kurz und knapp an die bekannte Adresse [email protected]. Oder als Sprachnachricht per WhatsApp (Telefonnummer: +494074305513)
Igor Levit in Das Politikteil: Am 27. Januar gehen Tina und Heinrich in die Oper und sprechen in der Berliner Staatsoper Unter den Linden live mit dem weltberühmten Pianisten Igor Levit über den schwierigen Begriff Heimat: Was heißt es dazuzugehören? Wo fühlt Levit sich zu Hause?
Karten sind im Verkauf der Berliner Staatsoper und unter diesem Link erhältlich:www.staatsoper-berlin.de/das-politikteil-live.
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Der Neue Roundtable ist da! In unserer monatlichen Bonus-Folge sprechen wir dieses Mal über Friedrich Merz' Schwierigkeiten, seine eigene Parteijugend zu erreichen, berichten von der Gründungsveranstaltung der "Generation Deutschland" und erklären, warum die Grünen ein Problem haben: Sie können nicht linksradikal werden.
Die komplette Folge können Sie mit einem Podcat-Abo der ZEIT hören. Ein kostenloses Probeabo können Sie auf Apple Podcasts abschließen, auf Spotify oder unter www.zeit.de/podcastabo.
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Sehnsucht nach starker Führung, Russlandnähe, die Überzeugung, die DDR sei der moralisch überlegene Staat gewesen: Dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer wirken die mentalen Muster der längst untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik immer noch nach. In Verbindung mit enttäuschten Erwartungen, Verlusterfahrungen und dem weitverbreiteten Gefühl der moralischen Ausgrenzung bilden sie den Hintergrund des scheinbar unaufhaltsamen Aufstiegs der AfD in Ostdeutschland. Zwar sind die Rechtspopulisten auch im Westen auf dem Vormarsch, doch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnten sie nach den Wahlen im kommenden Jahr sogar regieren – und ihre antidemokratische Agenda durchsetzen. Wie kann man sie stoppen?
In der neuen Ausgabe von "Das Politikteil" sprechen Ileana Grabitz und Peter Dausend vor Live-Publikum in der Berliner Staatsoper Unter den Linden mit der Schriftstellerin Anne Rabe über die Gefährdung der Demokratie durch den Siegeszug des Rechtspopulismus. Aufgewachsen in den 90er Jahren, zwischen demokratischem Aufbruch und den mentalen Restbeständen der DDR, analysiert Rabe, wie der Mix aus Diktaturprägung, frustrierten Hoffnungen und den Gewalterfahrungen der "Baseballschläger-Jahre" die politische Haltung vieler Menschen im Osten bis heute prägt. Rabe beschreibt die Fehleinschätzung der Politik, dass sich nach dem Mauerfall eine funktionierende Zivilgesellschaft aus sich selbst heraus entwickeln würde. Sie kritisiert den anhaltenden Versuch der Union, die AfD dadurch bezwingen zu wollen, indem sie deren Wortwahl und deren Forderungen – zumindest teilweise – übernimmt. Heftig widerspricht sie der Überlegung, die AfD durch Einbindung in Regierungsverantwortung entzaubern zu wollen. Und sie zeigt auf, wie die zunehmende Verachtung der Moral die AfD stärkt.
Anne Rabe ist eine deutsche Dramatikerin, Lyrikerin, Drehbuchautorin und Essayistin. 1986 in Wismar geboren, studierte sie von 2005 an zunächst Germanistik an der FU Berlin. Von April 2006 bis Februar 2010 studierte sie Szenisches Schreiben an der Fakultät Darstellende Kunst der Universität der Künste Berlin. Sie veröffentlichte zu dieser Zeit erste Gedichte und Theaterstücke. Einem größeren Publikum wurde sie mit ihrem 2023 erschienenen, autobiografisch geprägtem Romandebüt "Die Möglichkeit von Glück" bekannt, das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises sowie des "aspekte"-Literaturpreises stand. 2025 veröffentlichte sie das Essaybuch "Das M-Wort. Gegen die Verachtung der Moral".
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Jahrelang schien es, als könnte niemand und nichts Donald Trump etwas anhaben – im Gegenteil: Seine ständigen Grenzüberschreitungen und seine demonstrative Ausländer- und Frauenfeindlichkeit schienen seine Popularität sogar noch zu erhöhen. Doch jetzt scheint der US-Präsident zum ersten Mal an Grenzen zu stoßen: Der Epstein-Skandal um den systematischen Missbrauch von Minderjährigen, die jüngsten Erfolge der Demokraten bei den Wahlen in New Jersey, Virginia und New York, aber auch die wirtschaftliche Lage im Land bringen Trump in diesen Wochen stärker unter Druck als jemals zuvor.
Mit Kerstin Kohlenberg, Autorin und langjähriger Washington-Korrespondentin der ZEIT, diskutieren wir in der neuen Folge von "Das Politikteil", ob die Melange an brisanten Themen den Höhenflug des US-Präsidenten stoppen könnte. Was hat Trump von den Epstein-Files zu befürchten, deren Veröffentlichung er überraschend zustimmte? Wie würde die MAGA-Bewegung reagieren, sollte sich herausstellen, dass er doch mehr weiß, als er bislang zugibt? Und wie sehr beflügeln die steigenden Lebenshaltungskosten den Zuspruch für die Demokraten?
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Vor fast einem Jahr fiel das Assad-Regime – ein historischer Moment, der für viele Syrerinnen und Syrer eine große Befreiung war und Hoffnung auf einen Neuanfang bedeutete. Doch wie sieht das Land heute aus? Was hat sich seit dem Machtwechsel wirklich verändert? Und wie erleben die Menschen vor Ort die neue Realität?
In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit der renommierten Syrienexpertin Kristin Helberg. Sie hat selbst sieben Jahre in Damaskus gelebt, zahlreiche Bücher über das Land geschrieben und ist bestens vernetzt – in Syrien wie auch in der syrischen Community in Deutschland. Wir fragen: Wie stabil sind die neuen Machtverhältnisse? Welche Herausforderungen prägen den Alltag der Menschen – von der Versorgungslage bis zur Rolle internationaler Organisationen beim Wiederaufbau? Wie werden Frauen in der neuen Gesellschaft gesehen, und wie groß ist der Einfluss der alten Eliten noch immer?
Und wir unternehmen gemeinsam mit ZEIT-Reporter Christian Vooren eine virtuelle Reise nach Harasta, jenen Ort nahe Damaskus, über den Außenminister Johann Wadephul sagte: "Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben." Und damit eine Debatte über die Rückkehr der Syrer und Syrerinnen in ihre Heimat auslöste. Gibt es eine "patriotische Pflicht" für syrische Geflüchtete, beim Wiederaufbau ihres Landes zu helfen, wie Unions-Fraktionschef Jens Spahn es formulierte? Wie realistisch ist die Vorstellung, dass Syrerinnen und Syrer in ihre Heimat zurückkehren – und wie sicher wäre das überhaupt?
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Versklavung, Vergewaltigung, Folter, Massenerschießungen, tausendfacher Mord, hunderttausendfache Vertreibung – schon im Mai 2024 berichtete Human Rights Watch über ungeheure Gräueltaten im Sudan. Nach der Eroberung der Stadt Al-Faschir durch Paramilitärs in diesen Wochen sprechen einige humanitäre Organisationen von einem möglichen Völkermord.
Warum haben sich so viele über die Frage ereifert, ob man das, was Israel in Gaza tut, einen Genozid nennen kann oder muss, während die Lage im Sudan bis heute keinen Aufschrei verursacht? Was sind die Hintergründe des Tötens und Kämpfens im Sudan? Wer und was steckt dahinter? Was sind die Interessen, die diesen Konflikt anheizen? Und wer könnte den mutmaßlichen Völkermord stoppen? Darüber sprechen wir diese Woche in "Das Politikteil" mit Andrea Böhm, Afrika-Kennerin und Außenpolitikexpertin der ZEIT.
Böhm erklärt, welche Mächte hinter den verfeindeten Gruppen im Sudan stehen und wer etwas in dem Land ausrichten könnte. Sie sagt: "Im Sudan zeigt sich die Globalisierung von militärischen Konflikten." Sie erklärt, warum sich im Sudan die größte Flüchtlingskatastrophe weltweit abspielt und warum sich trotzdem so viel mehr Menschen über die Lage in Gaza empören.
Veranstaltungshinweis: Am 25. November gibt es eine weitere Ausgabe von "Das Politikteil live" – diesmal in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Ileana Grabitz und Peter Dausend sprechen dort mit der Buchautorin, Dramatikerin und Essayistin Anne Rabe über die neue Sehnsucht nach rechts. Rabe, geboren und sozialisiert in Ostdeutschland kurz vor und in den ersten Jahren nach der Wende, aufgewachsen zwischen Demokratie und Diktatur, hat ihre Erfahrungen in ihrem Buch "Die Möglichkeit von Glück" verarbeitet. Tickets gibt es unter https://www.staatsoper-berlin.de/politikteil-live.
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