„Wer liest denn heute noch eine Gebrauchsanweisung?“
Viele Menschen experimentieren erst mit einem Gerät und wollen selbst versuchen, herauszufinden, wie es funktioniert. Und erst, wenn sie ratlos geworden sind, weil das Gerät nicht so arbeitet, wie sie es sich erhofft hatten, greifen viele zum Beipackzettel … Sind Sie auch so ein Mensch?
Unser Text heute ist ein Teil des „Beipackzettels“, den uns GOTT in Form der Bibel und des Alten Testaments mitgegeben hat, damit unser Leben gelingen kann. Vieles davon hat die Gültigkeit nie verloren.
Da ist ein lebendiger GOTT, der auch nach einer schweren Krise nicht aufhört, das Gespräch mit uns Menschen zu suchen. Und dann ist da Aaron, der von GOTT klare Anweisungen bekommt, wie man GOTT am besten begegnen kann. Und unbeschadet, denn wer mit GOTT in Kontakt kommen will, muss vor allem den Anforderungen eines Heiligen, Vollkommenen GOTTES entsprechen. Doch wer kann dies schon für sich in Anspruch nehmen?
Während Mose jederzeit zu GOTT ins Gespräch kommen konnte, kam Aaron als dem Hohepriester eine ganz eigene Aufgabe zu: er hatte das Amt bekommen, sich für die Versöhnung zwischen GOTT und uns Menschen zu verwenden.
In unserem Text wird noch etwas sehr deutlich: der Heilige und Allmächtige GOTT setzt die Regeln fest, wie und wann Menschen mit IHM in Verbindung kommen konnten. Dass Menschen nur einmal im Jahr zu einem großen Versöhnungstag zu GOTT kommen konnten, hatte eine besondere Bedeutung. Menschen sollten sich dessen im Klaren sein, wie belastend es ist, wenn man schuldig geworden ist. Und das Warten auf den großen Tag der Versöhnung mit GOTT sollte in ihnen eine Sehnsucht wecken und erhalten, das Leben mit GOTT in gereinigter Form leben zu können.
In einem Interview zum Thema der Beichte sagte Jürgen von der Lippe:„Das war cool, wenn Du zur Beichte gegangen bist. Du bist beschwert da rein gegangen – und erleichtert und befreit kannst Du wieder in den Alltag zurück gehen.“
Um mit GOTT im Gespräch sein zu können, musste das weggenommen werden, was uns von GOTT trennt. Dazu gehört Schuld, Sünde, Taten, die uns zu Menschen machen, die vor GOTT niemals bestehen können. Niemals ist es möglich, von GOTT zu sprechen, ohne dass Menschen sich eingestehen müssen, vor GOTT nicht bestehen zu können.
GOTTES Diagnose
„Da ist kein Gerechter, auch nicht einer, da ist niemand, der verständig ist, da ist niemand, der nach GOTT sucht … alle sind sie untauglich geworden…“ Römer 3:10-18. Die Analyse GOTTES über uns Menschen ist durch und durch vernichtend.
Wo also sollen Menschen noch eine Möglichkeit finden, um in Kontakt mit Ihrem Schöpfer treten zu können, mit dem, der sie doch geschaffen hatte, voller Liebe und einer einzigartigen Kreativität?
GOTT ist heilig und wir können mit IHM nicht einfach so in Kontakt treten, das wird verdeutlicht durch den Vorhang. Der Vorhang steht als Bildnis für die Trennung von der Heiligkeit GOTTES und der Sündhaftigkeit von uns Menschen. Jeglicher Versuch der persönlichen Rechtfertigung scheiterte spätestens in dem Augenblick, als Menschen den Weg zur Stiftshütte nahmen. Und allerspätestens, an dem sie auf den Altar sahen, dort, wo Tiere getötet wurden, damit ein Preis bezahlt werden konnte, um mit GOTT wieder ins Reine kommen zu können.
Hinter dem Vorhang war zu finden, wonach Menschen bis zum heutigen Tag suchen: innerer Friede, Vergebung, Erneuerung, Reinigung von all dem, was sich in uns an Schuld in unserem Leben angehäuft hat:
Der Thron der Gnade
Das ist der Ort, an dem Menschen Erlösung finden, Vergebung und Wiederherstellung ihres Lebens in geordneter Weise. Vom Thron der Gnade geht all das aus, wonach sich Menschen bis zum heutigen Tag sehnen. Dazu gehört ein innerer Friede, das Gefühl der Geborgenheit, ein Erlebnis der Zugehörigkeit. Das Wissen darum, dass Schuld in meinem Leben weggenommen ist.
Ich erinnere mich noch an einen Text, den ich am PC geschrieben hatte. Die Finger waren kalt und so gab es viele Tippfehler, die ich nicht sofort bemerkte. Als ich fertig war mit dem Text und die vielen Tippfehler bemerkte, markierte ich den gesamten Text und löschte ihn, was zur Folge hatte, dass ich alles noch mal von Neuem schreiben musste und das sowohl als Ärgernis als auch als eine Chance empfand. Das alte war gelöscht, ich konnte noch einmal neu beginnen.
GOTT hat sehr klare Vorstellungen davon, wie man IHM begegnen soll. Nicht nur an die Ordnungen sollte sich Aaron halten, auch seine Kleiderordnung sollte dem ganzen entsprechen. Viele halten es heute für überholt, sich zum Gottesdienst anders zu kleiden als im Alltag. Doch unser äußerer Kleiderstil soll dem entsprechen, wie es sich der Gemeinschaft mit GOTT verhält. Besonders, anders als im Alltag, gepflegt und geordnet. Nicht, weil es um eine fromme Modenschau geht, sondern weil unser äußerer Kleidungsstil dem entspricht, was in unserer Seele und unserem Denken GOTTES Heiligkeit gegenüber zu finden ist.
GOTT liegt am Herzen, dass all das, was uns von GOTT trennt, aufgehoben wird. Es mag in unserer Zeit unpassend erscheinen, doch nach Vorgabe dessen, dass Menschen mit GOTT in Verbindung kommen wollen, kann Sünde und Schuld nur durch Blut beseitigt werden. Ein Kapitel später lesen wir, warum es nur durch Blut gehen kann:
GOTT sagt dort: „Des Leibes Leben liegt im Blut und ICH habe es Euch zur Entsühnung auf dem Altar gegeben!“
Da GOTT Menschenopfer verhasst sind, aber es ohne Blut keine Reinigung von unseren Sünden geben kann, hat GOTT dem Volk zwei „Stellvertreter“ in Form von zwei Ziegenböcken und Stieren gegeben. Ja, es ist schrecklich, wirklich furchtbar, Lebewesen zu töten. Doch Schuld, Unvollkommenheit, ja Zielverfehlung, wie klein oder groß sie auch sein möge, trennt uns von GOTT und von GOTT getrennt zu sein, führt uns immer in eine Ewigkeitskatastrophe hinein.
So sehr GOTT unsere Trennung von IHM verhasst ist, so groß ist doch Sein Wunsch, dass all das, was uns von IHM trennt, beseitigt werden kann. Das Blut der geschlachteten und auf dem Altar verbrannten Tiere ist der Preis dafür, dass alles weggenommen werden kann, was uns von GOTT trennt.
Und der noch lebende Ziegenbock erfüllte das als Aufgabe, was auch ihm das Leben kosten wird, indem man ihn stellvertretend weg schwer beladen mit all den Anklagen, die auf sündige Menschen zutreffen, in die Wüste schickte. Uneinholbar, nicht mehr zu sehen, nicht mehr zu erwähnen.
Bis zum heutigen Tag ist es unmöglich, dass Menschen aus sich selbst heraus GOTT nahen können
Mit Jesus Christus hat uns GOTT einen „erneuerten Thron der Gnade angeboten“. Einen Thron, von dem alles das ausgeht, was ich hier beschrieben habe.
Golgatha ist der Thron der Gnade, das Blut Jesu reinigt uns von allen unseren Sünden (1. Johannes 1,7) und am Kreuz von Golgatha ergeht es unseren Sünden wie dem in die Wüste geschickten Ziegenbock, oder wie meinem voller Tippfehler verfassten Text: es wurde alles gelöscht.
Sie müssen nicht Ihr Leben lang unter dem leiden, was schief gegangen ist in Ihrem Leben, Sie können frei davon werden und der Schlüssel dafür ist das eine Gebet, das Christen weltweit verbindet: das Vater Unser.
Sprechen Sie es doch jetzt im Anschluss an diese Auslegung. Ob Sie im Auto unterwegs sind, zuhause am Küchentisch oder im Bett liegen … nutzen Sie diese Gelegenheit und werden Sie innerlich „clean“, indem Sie sich an Jesus Christus wenden.
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