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Die westlichen Demokratien sind heute gespalten entlang der Bruchlinien soziokultureller Identitätsangebote. Man braucht keine prophetischen Gaben, um zu optieren, wem die Zukunft gehört. Aber wie diese Zukunft aussieht, ob sie friedlich, liberal, erfolgreich sein wird, ist nicht gewiss. Ein Essay von Professor Dr. Udo Di Fabio.
Der Verfasser ist Direktor des Forschungskollegs normative Gesellschaftsgrundlagen der Universität Bonn und Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D.
Daniel Deckers, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort verantwortlich für das Ressort „Die Gegenwart“, trägt den Essay vor. Sie können ihn hier (mit Fplus) nachlesen.
Weitere Essays des Ressorts finden Sie hier, das Blog zum Podcast hier.
Mehr über die Geschichte hinter dem Podcast erfahren Sie in diesem Text von Daniel Deckers.
In ihrem antimodernistischen Abwehrkampf hat die katholische Kirche auf die Loyalität klerikaler Hierarchien gesetzt und sich der Moderne entfremdet. Zunehmend drohte die Gefahr, dass sie sich auch ihren Gläubigen entfremdet. Der sexuelle Missbrauch und vor allem dessen langanhaltende, systematische Vertuschung wirken wie Brandbeschleuniger. Ein Essay von Professor Dr. Franz-Xaver Kaufmann.
Der Verfasser lehrte Sozialpolitik und Soziologie an der Universität Bielefeld.
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Zwischen dem Scheitern des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 und der Arbeit des Parlamentarischen Rates lagen nicht einmal fünf Jahre. Welche Linien führen vom Widerstand zum Grundgesetz? Ein Essay von Professor Dr. Christian Waldhoff.
Der Verfasser lehrt öffentliches Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Daniel Deckers, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort verantwortlich für das Ressort „Die Gegenwart“, trägt den Essay vor. Sie können ihn hier (mit Fplus) nachlesen.
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1968 interessierte sich nicht nur der westdeutsche Verfassungsschutz für die revoltierenden Studenten. Die DDR erkannte eine Chance, die Bundesrepublik zu destabilisieren – und nutzte sie. Ein Essay von Dr. Jochen Staadt.
Jochen Staadt ist Projektleiter im Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin.
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Mit der Überhöhung des Prinzips, nur einer der Spitzenkandidaten könne Präsident der EU-Kommission werden, ist viel Verwirrung gestiftet worden. Denn die Mitgliedstaaten sind und bleiben die Garanten der europäischen Demokratie. Auch transnationale Kandidatenlisten wären ein Irrweg. Ein Essay von Heinrich August Winkler.
Heinrich August Winkler lehrt Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im September erscheint sein Buch "Werte und Mächte. Geschichte des Westens in einem Band".
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Eine der vielen neuen Grenzen, die seit 1919 bis heute das Europa des 19. Jahrhunderts durchschneiden, verläuft mitten durch Tirol. Erinnerungen an eine Wasserscheide der Geschichte. Ein Essay von Marion Dotter und Dr. Stefan Wedrac.
Marion Dotter ist Promovendin an der Ludwigs- Maximilians-Universität München. Dr. Stefan Wedrac ist Mitarbeiter am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
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Auch wenn die Gefahr eines Auseinanderdriftens in der Flüchtlingsfrage vorläufig gebannt scheint, ist die EU in einem beängstigenden Zustand. Wie das europäische Projekt wieder durch freiwillige Kooperation und Koordination an Schwung gewinnen kann, beschreibt Ralf Fücks.
Der Verfasser gehört seit 1982 der Partei „Die Grünen“ an, war von 1985 bis 1989 Mitglied und Fraktionsvorsitzender in der Bremischen Bürgerschaft und von 1991 bis 1995 Bremer Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz in einer Koalition von SPD, Grünen und FDP. Fücks leitete 21 Jahre lang die Heinrich-Böll-Stiftung und ist derzeit geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne.
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Den Essay von Ralf Fücks können Sie hier nachlesen, weitere Essays des Ressorts finden Sie hier, das Blog zum Podcast hier.
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Wer bei Google oder Twitter nach „Angela Merkel“ sucht, der stößt bald auf „IM Erika“. Zahllose Nutzer wähnen sich in dem Glauben, dass die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland unter diesem Decknamen in der DDR für das Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet hat. Was ist dran an dieser Behauptung? Dr. Hubertus Knabe begibt sich in seinem Essay auf eine Spurensuche.
Der Verfasser ist Historiker und ehemaliger Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
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"Robinson Crusoe" , erstmals im April 1719 erschienen und seitdem unzählige Male überarbeitet, übersetzt und nachgeahmt, war der erste moderne realistische Roman in englischer Sprache. Daniel Defoes Protagonist gab einer Haltung ein Gesicht, die bis heute das Selbstverständnis der Briten prägt – und sei es in dem Gefühl ihres Verlustes.
Der Verfasser lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg.
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Die Weltordnung ist in einem Umbruch begriffen, den die Europäer mitgestalten müssen, wenn sie im 21. Jahrhundert eine Rolle spielen wollen. Technologische Unabhängigkeit herzustellen ist die Führungsaufgabe, die Deutschland übernehmen muss – nicht auf sich allein gestellt, aber doch als Anführer aller anderen. Ein Essay von Professor Dr. Herfried Münkler.
Der Verfasser lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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